Erfahrungsbericht von dabutsch
Muss das sein?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Die Story
So, jetzt werde ich eure Vorstellungskraft einmal stark strapazieren: Jennifer Lopez (jawohl DIE Jennifer Lopez) arbeite in einem Fast Food Restaurant(!) und verliebt sich in einen Typ (Dan Futtermann) nur weil der ihr einfach so eine Rose unter die Nase hält. Immerhin, ihn lässt sie dann doch abblitzen. Aber keine 10 Filmsekunden später heiratet sie dessen Freund, und weitere fünf Filmsekunden später hält sie Gracie (Tessa Allen), die gemeinsame Tochter in den Armen.
So „detailverliebt“ beginnt „Genug-enough“ der neueste Streifen mit der als Sängerin berühm gewordenen Jennifer Lopez die in der Hauptrolle Slim spielt.
Wenig später entpuppt sich der Gatte aber als prügelndes Monster, und für Slim beginnt die Hölle auf Erden. Sie flieht mit Gracie vor ihrem machtgeilen Ehemann und dessen Affären und legt beiden eine neue Identität zu.
Doch weil das alles nichts nützt, beschließt sie sich selber zu verteidigen, und dabei bis zum äußersten zu gehen.
Die Umsetzung
Die Story ist so unglaubwürdig verfilmt, wie es sich nur ein Regisseur erlauben kann, der weiß, dass schon allein die Hauptdarstellerin garantiert, dass sich die Produktionskosten amortisieren werden. Eigentlich verwunderlich, kennen wir Michael Apted doch als einen Regisseur, der mit „Nell“ und „Gorillas im Nebel“ vor allem für schöne und anspruchsvolle Filme verantwortlich ist.
Besonders dämlich ist das stilistische Hilfsmittel, mit dem Michael Apted arbeitet. Vor jedem neue Abschnitt, der eh schon unschlagbar plakativ linearen Story, wird ein Schriftzug eingeblendet, der die kommende Handlung vorwegnimmt. Etwa: „Hau ab“ (die Ehe geht die Brüche).
Vermutlich soll damit so etwas wie Spannung erzeugt werden.
Ob das ganze jetzt einen Liebes oder Actionfilm darstellen soll wird nicht ersichtlich, das Hau-drauf-Finale und die Promotion lassen letzteres vermuten. Wären da nicht die unglaublich raffinierten Basteleien, mit denen sich Slim vor den Häschern ihres Mannes zu schützen versucht. Hier ein Blumentopf, den sie bei der Flucht aus ihrem Haus runterschmeißt, und der an einem Seil hängt, mit dem ein Balken gelöst wird der dann seinerseits die Haustüre blockiert. Dort ein „Handywelleneleminator“.
Also ich habe mich zuletzt bei „Kevin allein zuhaus“ für so etwas begeistern können.
Die Schauspieler
Auch wenn sich Jennifer Lopez durchaus wacker schlägt, und sich zumindest als Mittelklassige Schauspielerin verkauft, frage ich mich bei solchen Projekten immer: „muss das sein?“
J-Lo macht auch mit Musik genug Kohle, und die Story wirkt dermaßen konstruiert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie mit andern Schauspielern überhaupt verfilmt worden wäre.
Ebenfalls nur ansatzweise authentisch kommt Billy Campbell, (einigen vielleicht bekannt aus „Roketeer“ oder „Liebe in Zeiten des Krieges“) rüber. Einem Mann, der seiner Frau droht, dass er ihr das Leben zur Hölle machen wird falls sie ihn verlässt und sogar bereit ist dem gemeinsamen Kind etwas zuzufügen aber gleichzeitig noch den gleichen verträumten Blick aufsetzt, mit der er sie einst erobert hat, nehme ich seinen Sinneswandel einfach nicht ab.
Wirklich gut dagegen finde ich Juliette Lewis. Sie spielt zwar nur eine etwas größere Nebenrolle, aber die wenigstens gekonnt. Genaugenommen habe ich mich immer gefreut, wenn neben der unglaubwürdig heulenden Jennifer Lopez, und dem planlos rumprügelnden Billy Campell mal Juliette Lewis als Slims naive Freundin ihre Klasse aufblitzen lies.
Fazit:
Wer diese Bewertung bis hier hin durchgelesen hat, hat dem Film eigentlich schon mehr Zeit gewidmet, als ihm zusteht.
Selbst echte J-Lo Fans sind besser beraten, wenn sie sich vielleicht einfach das Filmplakat übers Bett hängen.
So, jetzt werde ich eure Vorstellungskraft einmal stark strapazieren: Jennifer Lopez (jawohl DIE Jennifer Lopez) arbeite in einem Fast Food Restaurant(!) und verliebt sich in einen Typ (Dan Futtermann) nur weil der ihr einfach so eine Rose unter die Nase hält. Immerhin, ihn lässt sie dann doch abblitzen. Aber keine 10 Filmsekunden später heiratet sie dessen Freund, und weitere fünf Filmsekunden später hält sie Gracie (Tessa Allen), die gemeinsame Tochter in den Armen.
So „detailverliebt“ beginnt „Genug-enough“ der neueste Streifen mit der als Sängerin berühm gewordenen Jennifer Lopez die in der Hauptrolle Slim spielt.
Wenig später entpuppt sich der Gatte aber als prügelndes Monster, und für Slim beginnt die Hölle auf Erden. Sie flieht mit Gracie vor ihrem machtgeilen Ehemann und dessen Affären und legt beiden eine neue Identität zu.
Doch weil das alles nichts nützt, beschließt sie sich selber zu verteidigen, und dabei bis zum äußersten zu gehen.
Die Umsetzung
Die Story ist so unglaubwürdig verfilmt, wie es sich nur ein Regisseur erlauben kann, der weiß, dass schon allein die Hauptdarstellerin garantiert, dass sich die Produktionskosten amortisieren werden. Eigentlich verwunderlich, kennen wir Michael Apted doch als einen Regisseur, der mit „Nell“ und „Gorillas im Nebel“ vor allem für schöne und anspruchsvolle Filme verantwortlich ist.
Besonders dämlich ist das stilistische Hilfsmittel, mit dem Michael Apted arbeitet. Vor jedem neue Abschnitt, der eh schon unschlagbar plakativ linearen Story, wird ein Schriftzug eingeblendet, der die kommende Handlung vorwegnimmt. Etwa: „Hau ab“ (die Ehe geht die Brüche).
Vermutlich soll damit so etwas wie Spannung erzeugt werden.
Ob das ganze jetzt einen Liebes oder Actionfilm darstellen soll wird nicht ersichtlich, das Hau-drauf-Finale und die Promotion lassen letzteres vermuten. Wären da nicht die unglaublich raffinierten Basteleien, mit denen sich Slim vor den Häschern ihres Mannes zu schützen versucht. Hier ein Blumentopf, den sie bei der Flucht aus ihrem Haus runterschmeißt, und der an einem Seil hängt, mit dem ein Balken gelöst wird der dann seinerseits die Haustüre blockiert. Dort ein „Handywelleneleminator“.
Also ich habe mich zuletzt bei „Kevin allein zuhaus“ für so etwas begeistern können.
Die Schauspieler
Auch wenn sich Jennifer Lopez durchaus wacker schlägt, und sich zumindest als Mittelklassige Schauspielerin verkauft, frage ich mich bei solchen Projekten immer: „muss das sein?“
J-Lo macht auch mit Musik genug Kohle, und die Story wirkt dermaßen konstruiert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie mit andern Schauspielern überhaupt verfilmt worden wäre.
Ebenfalls nur ansatzweise authentisch kommt Billy Campbell, (einigen vielleicht bekannt aus „Roketeer“ oder „Liebe in Zeiten des Krieges“) rüber. Einem Mann, der seiner Frau droht, dass er ihr das Leben zur Hölle machen wird falls sie ihn verlässt und sogar bereit ist dem gemeinsamen Kind etwas zuzufügen aber gleichzeitig noch den gleichen verträumten Blick aufsetzt, mit der er sie einst erobert hat, nehme ich seinen Sinneswandel einfach nicht ab.
Wirklich gut dagegen finde ich Juliette Lewis. Sie spielt zwar nur eine etwas größere Nebenrolle, aber die wenigstens gekonnt. Genaugenommen habe ich mich immer gefreut, wenn neben der unglaubwürdig heulenden Jennifer Lopez, und dem planlos rumprügelnden Billy Campell mal Juliette Lewis als Slims naive Freundin ihre Klasse aufblitzen lies.
Fazit:
Wer diese Bewertung bis hier hin durchgelesen hat, hat dem Film eigentlich schon mehr Zeit gewidmet, als ihm zusteht.
Selbst echte J-Lo Fans sind besser beraten, wenn sie sich vielleicht einfach das Filmplakat übers Bett hängen.
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