Genug (VHS) Testbericht

Genug-vhs-thriller
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Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel

J.Lo. ist leider nicht gut GENUG

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nach mittlerweile drei Wochen war ich am Dienstag abend mal wieder in einer Preview im Kinopolis Kino in Frankfurt. Zusehen gab es diesmal den Film „Genug“, der neuste Film mit Jennifer Lopez. Dieser Film startet am Donnerstag (19.09.2002) in den deutschen Kinos.


Allgemeines:

Genug (Enough)
Thriller, USA 2002
ca. 115 Minuten
Start: 19.09.2002
FSK ab 12 Jahre


Regie: Michael Apted

Darsteller: Jennifer Lopez, Bill Campbell, Tessa Allen, Juliette Lewis, Dan Futterman, Noah Wyle, Fred Ward, Christopher Maher, Janet Carroll, Bill Cobbs, Bruce A. Young, Jeff Kober


Drehbuch: Nicholas Kazan
Kamera: Rogier Stoffers
Produzenten: Irwin Winkler
Ausführende- / Koproduzenten: E. Bennett Walsh
Schnitt: Rick Shaine
Musik: David Arnold
Ton: Robert Janiger


Inhalt:

Scheinbar durch Zufall lernt die Kellnerin Slim (Jenifer Lopez) ihren Traummann Mitch (Bill Campbell) kennen. Mitch sieht gut aus, ist charmant und vermögend. Nach der Hochzeit und dem Kauf ihres Traumhauses wird Slim schwanger und bringt die kleine Gracie (Tessa Allen) zur Welt. Eine Traumehe, beide verstehen sich und auch sexuell läuft alles bestens.

Durch Zufall findet Slim eines Tages aber heraus, dass Mitch sie betrügt – nach der anfänglichen Entäuschung und Wut glaubt sie aber seinen Betäuerungen, dass dies nicht mehr vorkommen wird. Als sie aber kurz darauf entdeckt, dass Mitch sie weiterhin betrügt stellt sie ihn zur Rede und droht ihn zu verlassen.

Darauf hin schlägt Mitch sie und fängt an sie zu demütigen und ihr zu drohen. Auch scheint Mitch sie tagsüber beobachten zu lassen, denn er weiss – wo sie tagsüber war und was sie gemacht hat. So, dass sie den Entschluss fasst mit ihrer Tochter zu fliehen. Mit Hilfe ihrer Freundin Ginny (Juliette Lewis) gelingt ihre dramatische Flucht von zu Hause.

Leider gestaltet sich die weitere Flucht schwieriger als jemals geahnt, denn Mitch gibt nicht so einfach auf. Außerdem hat er anscheinend genügend Einfluss und Geld um Slims Kreditkart und Konto sperren zu lassen, die Telefone ihrer Freunde zu überwachen und ihr somit auf die Schliche zu kommen. Selbst als sie die Stadt verlässt um vorübergehend zu ihrem Ex-Freund Joe (Dan Futterman) zu ziehen, stehen schon von Mitch angeheurte Schläger bei ihm vor der Tür. Zwar finden sie Slim und Gracie nicht, aber Grund genug weiter zu ziehen, da sie sich erstens nicht sicher fühlt und zweitens Joe nicht wieder in Gefahr bringen möchte.

Auch von ihrem leiblichen Vater Jupiter (Fred Ward), mit dem sie bisher keinen Kontakt hatte und ihn jetzt gefunden hat, bekommt sie keine Hilfe. So schlägt sie sich auf ihrer Flucht mehr schlecht als Recht durchs Leben. Da aber auch der Vater von den Schlägern eingeschüchtert werden sollte, hat er beschlossen Slim zumindest finanzielle zu unterstützen. Mit diesem Geld kauft sich Slim ein Haus und wohnt fortan mit ihrer Tochter Gracie dort. Sie ändert ihren Namen, ihr Aussehen und ist auf der Hut.

Da Slim trotz guter Sicherheitsvorkehrung aber doch noch telefonischen Kontakt mit Ihrer Schweigermutter hat und auch Gracie mal mit ihrem Vater telefonieren möchte, spürt Mitch mit Hilfe seines Freundes Robbie (Noah Wyle) – der bei der Polizei arbeitet – Slim erneut auf.

Nun ist auch ihre neu gewonnene Idylle in Gefahr...

BREAK

MÜSST IHR EUCH SELBST ANSEHEN

BREAK

Nun entschliest sich Slim, dass es GENUG ist und sie nicht mehr dauernd davon laufen und in ständiger Angst leben möchte. Sie beschliest den Spiess umzudrehen und fängt damit an sich gewissenhaft vorzubereiten unter anderem mit knallhartem Kampfsport Training.

So, ab hier schweige ich über den weiteren Verlauf des Films, da ja sonst die ganze restliche Spannung hinüber ist.

Wie geht es weiter? Gelingt es Slim sich zu wehren oder schafft es Mitch sie und Gracie zu finden? Was führt Slim im Schilde? Wie weit geht Mitch?


Rollen:

Slim - Jennifer Lopez
Mitch - Bill Campbell
Gracie - Tessa Allen
Ginny - Juliette Lewis
Joe - Dan Futterman
Robbie – Noah Wyle
Jupiter - Fred Ward
Phil - Christopher Maher
Mrs. Hiller - Janet Carroll
Trainer - Jeff Kober
Jim Toller - Bill Cobbs


Zum Film:

„Genug“ wandelt sich von einer anfänglichen Romanze über ein Drama in einen Thriller. Die Struktur ist ganz gut gemacht, wenn auch das Thema nicht neu ist. Teilweise erinnert es von der Art ein wenig aus einer Mischung von „Der Feind in meinem Bett“ mit Julia Roberts und an „Extreme“ mit Farah Fawcett. Und so entwickelt sich Slim in diesem Film auch von der Kellnerin, über die Hausfrau und Mutter, zur gedemütigten, gehetzten, verzweifelten Frau bis letztendlich zu Kämpferin (Heldin?).

Der Film ist ganz auf den Megastar Jennifer Lopez zugeschnitten, sie spielt ihre Rolle recht durchschnittlich, allerdings muss ich auch zugeben - obwohl ich J.Lo. süss und sexy finde - dass es sicherlich auch einige Schauspielerinnen gibt, die diese Rolle viel besser ausgefüllt hätten. Jennifer Lopez Mimik ist nicht sonderlich ausdrucksstark, lediglich durch andere optische Aspekte wird ihr/e Gemütszustand/Verfassung besser dargestellt. So wirkt sie eher bedingt durch das Hochszeitskleid und der entsprechenden Schminke glücklich, während sie, als sie sich mit Ginny über Mitch ausquatscht, erst durch eine zerzauste Frisur wirklich fertig aussieht. Auch durch ihre Kurzhaar Frisur am Ende des Films wirkt sie eher dadurch viel entschlossener. Trotzdem ist und bleibt Jennifer der Blickfang des Films, der mich aufgrund der unterschiedlichsten Kleidung, der verschiedensten Frisuren, aber dem immer wieder besten LipClose und des MakeUp lediglich an eine Selbstinzenierung des „Stars“ erinnert. Leider muss ich sagen hat J.Lo. bisher noch in keinem super Knaller mitgespielt: „Out of Sight“ fand ich mässig, „Wedding Planner“ war zwar ganz nett, aber auch kein Renner, einzig „The Cell“ war recht spannend. So fügt sich auch „Genug“ in diese Reihe ein.

Auch Bill Campbell überzeugt nicht so recht als anfangs treuer Ehemann und späteren Psychopath. Sieht er anfangs auch schon etwas hinterhältig und gemein aus, so nimmt man ihm am Ende auch nicht den richtig bösen Fiesling ab.

Bis auf Gracie (Tessa Allen) hat mich auch kein/keine anderer/andere Schauspieler/Schauspielerin so richtig im Film überzeugt. Sie konnt ihren Gemütszustand durch ihre Mimik glaubwürdig wiedergeben.

Mehr über den Film, die Schauspieler usw. könnt ihr euch auf der Homepage: www.genug-der-film.de ansehen.


Kuschelwuschel's Fazit:

„Genug“ ist ein durchschnittlicher Film, der mich zwar nicht gelangweilt hat, den ich aber auch keinesfalls berauschend fand. Die Geschichte an sich ist nicht neu und auch die schauspielerischen Leistungen sind eher durchschnittlich. Trotzdem fand ich den Film teilweise recht spannend gemacht, auch wenn es einige Ungereimheiten bzw. merkwürdige Handlungsstränge gab/gibt. Zum Beispiel findet Slim ihren leiblichen Vater Jupiter (im übrigen ein toller Name) auf einmal, obwohl sie nie Kontakt mit ihm hat und kaum die Rede davon war und obwohl er ihr anfangs nicht helfen will unterstützt er sie dann doch. Auch als Slim von Robbie verfolgt wird, klopft er erst an ihr Autofenster, damit sie genügend Zeit hat die Türen zu verriegeln und Robbie erst danach verucht die Tür zu öffnen. Auch waren ein paar kleinere Wunden kurz nach der Schlägerei verschwunden.

Schade, denn sicherlich hätte man mehr aus dem Film machen können und müssen. Ein wenig mehr Logik und Sinn und ein paar andere Schauspieler hätten den Film sehr gut getan. Einzig die Musik zu dem Film fand ich gut und passend.

Den Film kann ich zwar empfehlen, allerdings nur für einen Videoabend, nicht für einen Kinoabend. Also, wartet bis der Film in der Videothek ist und schaut ihn euch zu Hause an.

Ich finde der Film ist nicht mehr als 3 Euro wert und erhält von mir 2 Sterne.


Viel Spaß beim Ansehen (oder auch nicht) dieses Films, wünscht euch Kuschelwuschel! ;)


Ps: Ginnys Rat für Slim, passt auch ein wenig auf diesen Film: „Entweder Du erträgst es wie in einem gottverdammten Countrysong oder Du änderst es!“ ;)

30 Bewertungen