Der Meister (gebundene Ausgabe) / Tess Gerritsen Testbericht
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Erfahrungsbericht von Lilliana
>>>> Schockierend und faszinierend zugleich! <<<<<
Pro:
detailgetreue Story, Spannung bis zur letzten Minute
Kontra:
nicht für zart Beseitete geeignet, Fachwörter der Pathologen manchmal schwer zu verstehen....
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch zur Abwechslung mal ein Buch vorstellen, dass mich seit der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. Das Objekt meiner Faszination ist ein Roman von Tess Gerritsen mit dem Namen
>>>> Der Meister <<<<
Worum es in diesem Werk geht und warum es mich so fasziniert, werdet ihr in diesem Bericht erfahren.
Die Hauptinfos
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- Aussehen
- Allgemeine Infos
- Autorin
- Inhalt
- Leseprobe
- Hauptfiguren
- Bewertung
- weitere Rizzolli-Romane
- Fazit
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DAS AUSSEHEN
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Das Buch gehört zu der Kategorie der Taschenbücher und hat damit also keinen festen Einband. Im Allgemeinen ist es in hellen und dunklen Blau-Tönen gehalten, was das Aussehen etwas „frostig“ und kalt macht und dem Leser schon eine Vorahnung auf den Inhalt geben soll.
Sowohl auf Vorder- als auch auf Rückseite befindet sich ein wohl lebloser Torso in dessen Bauch ein roter Pfeil steckt. Am oberen Ende ist ganz klar der Schaft zu erkennen, der von einer Hand festgehalten wird. Diese ist im Gegensatz zum Rest des Buches farblich abgehoben. Sie ist in einem auffälligen Rot-Ton gehalten, der Unheilvolles erahnen lässt.
Im unteren Teil des Einschlags befindet sich ein hellblau unterlegtes Kästchen in dem man den Titel und den Namen der Autorin lesen kann.
Insgesamt gibt es noch 2 Kommentare zu diesem Buch:
„Für Mimosen ungeeignet!“ Der Spiegel
„Eine Weltklasseautorin!“ ZDF
Auf der Rückseite befindet sich dieselbe Aufmachung, nur ist hier ein Klappentext abgedruckt.
Darunter findet man in einem weißen Kästchen die ISBN-Nummer, Preis und den strichcode für die Kasse.
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ALLGEMEINE INFOS
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Da ich in der Schule einige Jahre mit Buchvorstellungen gequält wurde, habe ich noch einen Vordruck über die Infos die in diesen Punkt hinein gehören.
Damit will ich euch natürlich nicht verschonen! ;o))
Buchart: Kriminalroman
Autor: Tess Gerritsen
Übersetzer: Andreas Jäger
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 413
Erscheinungsdatum: September 2005
ISBN: 3-442-36284-9
Preis: 8,95€
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DIE AUTORIN
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Tess Gerritsen wurde in San Diego (Kalifornien) geboren und studierte an der University of California in San Francisco Medizin. Nach ihrer Ausbildung wurde sie Internistin in Honolulu und begann hier mit ihrer Karriere als Autorin.
Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, und ihren beiden Söhnen in Maine und hat einige Medizinthriller verfasst:
- Gute Nacht Peggy Sue;
- Kalte Herzen;
- Todsünde;
- Die Chirurgin;
- Trügerische Ruhe;
- Roter Engel;
- In der Schwebe;
- Das Geheimlabor,
- Tödliche Spritzen
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DER INHALT
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Jane Rizzolli befindet sich mittlerweile in den besten Jahren und ist aus karrieremäßig weit gekommen. Sie ist Detective bei der South Bostoner Polizei und durch ihre harte Arbeit hat sie sich mittlerweile als eine starke, zuverlässige und vor allem kluge Polizistin erwiesen.
Alles scheint perfekt, wären da nicht ihre ewigen Depressionen, die sie seit einem Jahr Nacht für Nacht den Schlaf rauben.
An einem heißen Sommertag wird Jane in eine sehr ansehnliche und teuere Wohngegend gerufen, die eigentlich nichts mit ihrem Revier zu tun hat. Verantwortlich für die Ermittlungen am Tatort, den sie hier vorfindet, ist Detective Vince Korsak.
Jane hat vorerst keine Ahnung was sie hier soll, denn was hat ein Toter aus diesem Bezirk mit ihr zutun? Das Blatt wendet sich und sie beginnt zu begreifen, was der tote Mr Yeager mit ihr verbindet, als sich Jane und Vince zusammen den Tatort anschauen.
Der berühmte Arzt Richard Yeager lehnt blutüberschmiert im Wohnzimmer an der Wand. Sein Mörder hatte ihm die Kehle durchschnitten und neben ihm eine kaputte Porzellantasse liegen lassen.
Doch wo ist seine bildhübsche Frau Gail Yeager geblieben? Korsak und Rizzolli ahnen das schlimmste als sie im Schlafzimmer der beiden ein blutdurchdrängtes, aber sehr ordentlich zusammengelegtes Nachthemd der Verschwundenen finden.
Der Mörder hat die junge Frau entführt, ob sie noch lebt weiß keiner, aber Detective Jane Rizzolli glaubt nicht mehr daran.
Sie fühlt sich an den bedeutendsten, aber auch schrecklichsten Fall ihrer bisherigen Karriere erinnert:
Vor einem Jahr hat der Frauenmörder und zugleich Vergewaltiger Warren Hoyt, seine düsteren und perversen Fantasien an wehrlosen Frauen ausgelassen. Mit Hilfe seiner Skalpelle und ärztlichen Instrumente, vollführte er seine blutigen Rituale an seinen Opfern von denen keine überlebte. Er hinterließ nur die Toten und ein blutdurchdrängtes, zusammengelegtes Nachthemd der Frauen, was ihn den Namen „Der Chirurg“ einbrachte.
Auch Rizzolli hatte unter ihm leiden müssen, nur war sie bisher die einzige, die ihn überlebte und dafür sorgen konnte, dass er ins Hochsicherheitsgefängnis wanderte.
Rizzolli fühlte sich nun ein Jahr später in dieselbe, brutale Realität zurückversetzt. Sie weiß, dass Warren Hoyt im Gefängnis sitzt, aber ein Nachahmungstäter trieb nun sein Unwesen und versetzt alle in Angst und Schrecken.
Die beiden Detectives nehmen also die Suche nach dem Mörder auf und versuchen das Verbrechen an Richard und Gail Yeager zu rekonstruieren. Auf Grund der Beweislage kommen sie zu dem Schluss, dass der Täter zuerst Richard betäubte, ihn ins Wohnzimmer schleifte und fesselte.
Danach kam Gail an die Reihe. Er zog sie ebenfalls ins Wohnzimmer und vor den Augen des wehrlosen und betäubten Mannes vergewaltigt er sie auf schändlichste und brutalste Art.
Nachdem er seinen Machtanspruch vor Richard bewiesen hatte, schnitt er ihm die Kehle durch und verschleppte seine noch immer lebende Frau Gail.
Kurze Zeit später erreicht sie die Nachricht, dass sie tote Gail Yeager in einem Waldstück nahe dem Tatort von einem Jogger gefunden wurde.
Zu dieser Zeit taucht ein ungewöhnlicher Mann bei den Ermittlungen auf, den Jane weder leiden kann, noch versteht warum sie ab jetzt mit ihm zusammenarbeiten muss.
Der gut gekleidete, aber doch sehr wortkarge Mann stellt sich als Agent Gabriel Dean heraus, der für das FBI arbeitet.
Warum er diesem Fall zugeteilt worden ist, erfährt Jane vorerst nicht, denn sie hat momentan andere Probleme:
Eine zweite Frauenleiche wurde nahe der Mrs Yeager gefunden. Was es mit ihr auf sich hat, erfährt Rizzolli erst bei der Autopsie.
Die Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles hat während ihren Untersuchungen der Leiche frisches Sperma im Unterleib Mrs Yeagers gefunden. Da diese aber schon seit mindestens 3 Tagen tot ist und langsam beginnt zu verwesen, stockt selbst den Harterkorensten unter den Detectives der Atem.
Das Team unter der Leitung Janes kommt zu der Auffassung, dass es sich bei dem Täter nicht nur um einen Nachahmer Warren Hoyts handelt, sondern auch um einen Dominator, der seine „Errungenschaften“ als seine geliebten Ansieht. Es erregt ihn den Körper einer Frauenleiche unter sich zu spüren und mit ihr Sex zuhaben.
Nach einigen Beratschlagungen des Teams wie man den Täter am besten hinter Gittern bringen könnte, wird Jane auf einmal in das Büro ihres Vorgesetzten Detective Marquettes gerufen.
Er hat für sie eine Nachricht, die für sie schlimmer sein sollte als die Ermittlungen dieses Falles zuleiten:
Ihr Vergewaltiger Warren Hoyt ist aus dem schwerbewachten Gefängnis ausgebrochen und macht sich auf die Suche nach seinem letzten Opfer, das als Einziges seinen blutigen Ritualen entkommen ist:
Detective Jane Rizzolli.
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DIE LESEPROBE
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" >Nekrophilie<, sagte Dr. Lawrence Zucker oder >Liebe zu Toten< ist schon seit jeher eines der dunklen Geheimnisse der Menschheit. Das Wort kommt aus dem Griechischen, aber solche Praktiken sind bereits viel früher belegt, seit den Tagen der Pharaonen. Wenn bei den alten Ägyptern eine schöne oder ranghohe Frau starb, wurde sie grundsätzlich erst drei Tage nach ihrem Tod in die Hände der Einbalsamierer gegeben. Damit sollte verhindert werden, dass die Männer, die sie für die Beisetzung herrichteten, sich an ihr vergingen. Sexuelle Handlungen mit Toten sind in allen Epochen dokumentiert. Selbst König Herodes soll nach dem Ableben seiner Gattin noch sieben Jahre lang mit ihr verkehrt haben.
Als Rizzoli sich im Besprechungszimmer umblickte, kam ihr die Situation merkwürdig vertraut vor: Eine Versammlung erschöpfter Detectives, ein mit Akten und Tatortfotos übersäter Tisch. Die Flüsterstimme des Psychologen Lawrence Zucker, die sie in die albtraumhafte Gedankenwelt eines Monsters entführte. Und die Kälte - mehr als alles andere war ihr die Kälte in diesem Raum in Erinnerung geblieben, die ihr in die Glieder gekrochen war und ihre Hände taub gemacht hatte. Und die Gesichter waren größtenteils auch dieselben wie damals: die Detectives Jerry Sleeper, Darren Crowe, dazu Rizzolis Partner Barry Frost. Die Polizisten, mit denen sie vor einem Jahr an der Ergreifung des Chirurgen gearbeitet hatte.
Ein neuer Sommer, ein neues Monster."
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DIE HAUPTFIGUREN
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Jane Rizzolli
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Jane Rizzolli wird schon zu Beginn des Buches äußerlich als eine sehr starke und nicht auf den Mund gefallene Frau dargestellt, die ihr Äußeres sehr gut pflegt und auch bei Männern ganz gut ankommt.
Sie selber sieht sich als eine Art Störfall in der von Männern geleiteten Mordkommission des South Bostoner Dezernats. In ihrem Beruf und ihren Fällen zeigt sie deutlich die Stellung in der sie sich selber gerne sieht: als Leiterin. Sie kann es nicht leiden, wenn ihre Position streitig gemacht wird von einem Mann.
Innerlich dagegen scheint sie sehr zerrissen zu sein: Der Angriff auf sie vor einem Jahr bereitet ihr noch immer Alpträume und die Gedanken daran, was Warren Hoyt ihr angetan hat, begleitet sie durch ihr Leben und ihren Beruf.
Vince Korsak
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Vince Korsak ist genau wie Jane ein Detective für Mordfälle in South Boston. Als die beiden das erste Mal aufeinander treffen, ist sie ganz und gar nicht begeistert von diesem Ekelpaket. Sie selber bezeichnet ihn als einen „Jungen, der immer ungehemmt rülpst und in der Nase bohrt, dem man schon am Hemd ansehen kann, was er zum Frühstück gegessen hat.“ (S.206)
Korsak wirkt auf den Leser zwar als eine Hauptfigur, aber durch sein Benehmen ist er wahrlich kein Angenehmer Begleiter durch das Buch. Vor allem durch seine kleinen, aber doch recht aggressiven Alkoholprobleme wirkt er recht unsympathisch.
Als Detective scheint er nicht gerade geeignet zu sein, denn durch seine voreiligen Schlüsse und den aggressiven Unterton der er in der Stimme mitschwingen lässt, bringt er den ein oder anderen Kollegen in Gefahr.
Gabriel Dean
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Detective Gabriel Dean ist FBI-Agent und wurde Jane Rizzollis Fall zugeteilt. Über das warum schweigt er allerdings und macht sich so nicht gerade zu einem klasse Partner. Sowieso, er sagt nicht viel und wenn, geht es Jane sehr nahe. Er ist der Einzige im Team, dem sie nicht vertraut. Trotzdem schafft er es, Rizzolli psychisch in die Ecke zu drängen:
Durch seine Fragen und Feststellungen über ihr Vergangenheit, bringt er die Ängste Rizzollis zum Vorschein und nutzt das für sich aus.
Warren Hoyt
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Warren Hoyt ist der zentrale Punkt der Geschichte, die Tess Gerritsen hier niederschrieb. Seine Gedanken drehen sich einzig und allein an das Blut der Frauen. Vor allem das von Jane Rizzolli. Jane ist die Frau, die ihn vor einem Jahr entkommen war und seinen brutalen Ritualen ein Ende gesetzt hatte.
Er hat Rache geschworen und will das, was er vor einem Jahr begonnen hatte nun endlich zu Ende bringen.
Zu Beginn des Romans wird Warren als Erstes vorgestellt. Er sitzt im Gefängnis und scheint eine eigentlich ganz nette Persönlichkeit zu sein. Erst nach ein paar Seiten merkt der Leser was er wirklich will und wovon er niemals genug bekommen kann: Blut.
Der Dominator
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Der Dominator ist Jane Rizzollis neuster Problemkandidat, der ihre Erinnerung an das Geschehene vor einem Jahr wachruft. Er scheint für sie ein Nachahmer Warren’s zu sein, denn sein Tatenverlauf ist identisch. Er liebt es die Schutzlosen Frauen zu vergewaltigen und sie zu quälen. Seine perverse Vorliebe:
Sex mit einer Frauenleiche.
Im Laufe der Geschichte scheinen sich beide Charaktere, Hoyt und der Dominator, zu „vereinigen“. Sie beginnen sgemeinsame Sache zu machen und bringen so Jane zur Verzweiflung.
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MEINE BEWERTUNG
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Mit dem Roman „Der Meister“ hat Tess Gerritsen ein sehr spannendes Werk geschaffen, dass für zarte Gemüte nicht unbedingt der Beste Unterhaltungsfaktor darstellt. Vor allem durch ihre detailgetreue Schilderung des Falles, der Mordopfer und der beteiligten Hauptfiguren, stellt sie den Leser schon anfangs auf die Probe:
Wer ist der Dominator?
Tess Gerritsen lässt kaum Schlüsse auf ihn zu und bis zur letzten Minute bleibt die Frage offen und damit die Spannung erhalten.
Aber gerade aus diesem Grunde sollten zart Beseitete dieses Buch meiden. Manche perverse Abgründe der Täter könnten wahren Hintergrund haben und durch die detailgetreue Darstellung zu nicht gerade angenehmen Momenten führen. Ich selber habe dieses Buch als sehr „aufschlussreich“ und interessant empfunden, denn das Thema „Gerichtsmedizin“ und „Straftaten“ faszinieren mich schon seit Jahren. Ich wollte mal Gerichtsmedizinerin werden, aber hab mich nun doch für Jura entschieden… So ganz nebenbei…
Trotzdem liegt gerade hier die Schwierigkeit: Einige Passagen des Buches sind gefüllt mit medizinischen Wörtern, die kaum ein Laie versteht. Erklärungen sind dazu nur wenige vorhanden, wodurch der Leser letztendlich seine eigenen Schlüsse über die Verletzungen ziehen muss.
An diesen Stellen ist das Verständnis des Romans also nicht unbedingt das Beste, was der Qualität allerdings keinen Abbruch tut:
Erkenntnisse die der Leser über die Figuren erfährt, sind sowohl schockierend als auch interessant. Tess Gerritsen schafft in ihrem Roman eine Grundlage für das „Verständnis“ von Serienverbrechern, die sie aber keinesfalls gut heißen will:
Durch Verletzungen des Gehirns können bestimmte Empfindungen wie Reue, Mitleid oder das moralische Verständnis getrübt werden, die für einen „normalen“ Menschen überaus von wichtigem Ursprung sind.
Ir denken zwar nicht darüber nach, aber was wäre wenn wir alle durch eine Verletzung perverse Ansätze in uns finden und ausleben würden?
„Von Zeit zu Zeit haben wir alle solche verstörenden und unangemessenen Gedanken, so flüchtig sie auch sein mögen. Wir sehen einen attraktiven Mann oder eine attraktive frau, und unser erster Gedanke ist Sex. Aber mehr ist es auch nicht – ein flüchtiger Gedanke. Was aber wäre, wenn wir den Impuls nachgäben? Wenn wir uns nicht beherrschen? Dann könnte dieser sexuelle Impuls zu Vergewaltigung oder noch Schlimmeren führen.“ Und wer kann von sich sagen, dass er 100%ig davor gewahrt ist?
Letztendlich finde ich den Roman sehr gelungen. Zwar habe ich den ersten Teil dieser „Rizzolli-Romane“ nie gelesen, aber anknüpfen und die Handlung verfolgen bzw. nachvollziehen ist ziemlich einfach. Durch Andeutungen der Autorin in Gesprächen oder der Art der Figuren zu Handeln, lässt sich einfach nachvollziehen, was vor einem Jahr mit Jane geschehen ist.
Man muss also nicht unbedingt den ersten Teil gelesen haben, denn ich wusste nicht einmal, dass es den überhaupt gibt. Trotzdem gelingt es Tess Gerritsen auf eine bewundernswerte Weise, den Leser tief in die Story eintauchen zu lassen, die Gefühle der Hauptperson zu verstehen und ihre daraus folgenden Handlungen nachzuvollziehen, ohne dabei auch nur ein bisschen an Spannung zu verlieren.
Ich habe dieses Buch quasi verschlungen, obwohl ich momentan nicht gerade viel lese. Aber wie schon auf dem Buchcover angedeutet:
Bevor man sich das Buch kauft, sollte man überlegen, wie viel Perversität man verträgt. Denn in diesem Buch ist davon einiges enthalten:
Vergewaltigung einer Frau vor den Augen des eigenen Mannes, Schändung und Ausweidung der Frauenleichname.
Alles in Allem kann ich das Buch aber nur empfehlen. Vor allem wer sich für Gerichtsmedizin und Täterverfolgung interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen. Viele Verfahren der Pathologen werden näher beleuchtet und geben einen tieferen Einblick in die heute mögliche Technik.
Aber auch die Geschichte rund um Detective Rizzolli ist seine Zeit wert.
Für mich eine sehr tragische, aber durchaus realistische (so schlimm ich das auch finde) Story, der sehr lesenswert und „unterhaltsam“ ist.
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WEITERE RIZZOLLI-ROMANE
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- The Surgeon (2001) --> Die Chirurgin (2002)
- The Apprentice (2002) --> Der Meister (2003)
- The Sinner (2003) --> Todsünde (2004)
- Body Double (2004) --> Schwesternmord (2004)
- Vanish (2005)
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MEIN FAZIT
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Da ich gerade schon im Punkt „Bewertung“ meine Stellung bekundet habe, soll dieser Teil nicht allzu lang ausfallen:
Ich bin sehr Fasziniert von der Story rund um Jane Rizzolli, dem Dominator und Warren Hoyt, die hier eindeutig im Vordergrund stehen.
Gefühle der Personen, aber auch die Perversitäten der Täter werden detailgetreu und damit sehr realistisch dargestellt. Theoretisch gesehen, könnte dieses Buch auch auf wahren Begebenheiten bestehen.
Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen, denn Tess Gerritsen hat ihr einen klasse Kriminalroman geschaffen, der voller Spannung steckt.
Ich vergebe somit die volle Punktzahl und ein klare Weiterempfehlung!
Ich freue mich auf eure Lesungen, Bewertungen & Kommentare!
~Eure Katrin~
Made By Lilliana, 03/08/2006
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41 Bewertungen, 15 Kommentare
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12.10.2006, 19:44 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreichSchön geschrieben, extrem Ausführlich. Klasse!
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21.08.2006, 12:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich*** sh & lg ***
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15.08.2006, 14:57 Uhr von Binki
Bewertung: sehr hilfreich°°° SH und LG Binki °°°
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12.08.2006, 18:53 Uhr von maus1991
Bewertung: sehr hilfreichlg yvonne
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12.08.2006, 17:51 Uhr von tanja2003
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht!! LG Tanja
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10.08.2006, 21:37 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich☼☼☼ ... lg susi ... ☼☼☼
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05.08.2006, 03:40 Uhr von sudden23
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Martin
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04.08.2006, 21:41 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Anett
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04.08.2006, 19:07 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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04.08.2006, 15:37 Uhr von PierreWM06
Bewertung: sehr hilfreich*sh* und *lg* ;o)
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04.08.2006, 13:41 Uhr von Arti25
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht. Sh :-) LG, Arti
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04.08.2006, 13:10 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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04.08.2006, 11:10 Uhr von phobee
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! LG, Pia
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04.08.2006, 10:52 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreich* Sehr hilfeich - Vic *
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04.08.2006, 10:32 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichGuten Morgen! Na, auch schon wach?! Sehr schöner Bericht. LG
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