Die purpurnen Flüsse (Taschenbuch) / Jean-Christophe Grange Testbericht

ab 7,39
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von GAWOnline1983

+++ Die Romanvorlage zum Film: Hochspannung pur +++

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

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Allgemeines
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Vielen von euch dürfte der Titel des Buch bekannt vorkommen - mittlerweile wurde der Roman auch verfilmt. Doch nun erst einmal zu dem Buch; da ich eher eine Leseratte bin, als permanent Fernsehen zu schauen, habe ich mir dieses natürlich zuerst zu Gemüte geführt.

Wie so oft musste ich auf den Zug warten und vertrieb mir zusammen mit ein paar Kommilitonen die Zeit am Bahnhof. Mich führte das natürlich prompt wieder in den Buchladen. Mein erster Blick lief auf einige Sonderausgaben von Bastei Lübbe, die nur 6,00 Euro kosten sollten. Neben Ken Folletts "Kinder von Eden" war auch das Buch "Die purpurnen Flüsse" von Jean-Christoph Grangé zu finden. Ich dachte, dass ich bei diesem Preis nicht wirklich etwas zu verlieren hatte. Da ich zuvor bereits auch von der Verfilmung hörte, war dies natürlich ein zusätzlicher Kaufanreiz.

Ihr bekommt von mir erst den gewohnten Kurzüberblick über den Inhalt des Buches, bevor ihr euch in dem darauf folgenden Punkt näher über den Verlauf der Geschichte und die Charaktere informieren könnt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, hoffe euch gefällt mein Bericht und ihr greift eventuell doch zu diesem Buch. Und natürlich freue mich auch wieder auf eure Bewertungen und Kommentare! :)



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Kurzinhalt
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Zwei Morde und ein rätselhaftes Verschwinden eines Zehnjährigen. Zwei Fälle, die scheinbar nicht miteinander zu tun haben, sich aber schließlich immer mehr verdichten.



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Inhalt
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Der Polizist Pierre Niémans soll in der Universitätsstadt Guernon, welche sich in der Nähe von Grenoble befindet, einen grausamen Mord aufdecken. Die Leiche des Bibliothekars Rémy Callois wird gefunden. Zunächst deuten alle Anzeichen auf einen Ritualmord hin. Der an sich sehr verschlossene und wortkarge Mann wird in einer Felsnische eingeklemmt gefunden. Der Mörder hat es wohl auf diese Pose angelegt. Bei der Obduktion lassen sich schwere Misshandlungen feststellen - Fesselspuren sind noch das Harmloseste. Anstelle der Augen sind nämlich die Höhlen mit Eiswasser gefüllt.

Als jedoch ein weiterer Mord verübt wird, schleichen sich langsam die ersten Zweifel ein. Bei dem zweiten Toten handelt es sich um den Krankenpfleger Philippe Sertys.

Zur gleichen Zeit ermittelt Karim Abdouf in Sarzac (von der Größe her vergleichbar mit Guernon), wo er das Verschwinden eines zehnjährigen Schülers untersucht. Was sich am Anfang als Routinefall herausstelle, entpuppt sich mit der Zeit als etwas ganz anderes. Seine Nachforschungen führen ihn zu dem Grab des Jungen, doch seltsamerweise erweist sich das Grab als leer. Was ist damals wirklich geschehen? Der Junge soll nämlich bei einem Autounfall gestorben sein. Allerlei Ungereimtheiten folgen, bis sich herausstellt, dass es sich dabei in Wirklichkeit um das Mädchen Judith Hérault handelt. Die Mutter ging in einer Verschleierungsaktion vor und legte bei dem Unfall falsche Hinweise, die auf den Tod eines kleinen Jungen hindeuteten. Doch was bezweckte sie in Wirklichkeit?

Irgendwann verzweigen sich die beiden Fälle; denn sie haben mehr miteinander zu tun, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Und es ist einige mächtige Personen darin verwickelt...



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Meine Meinung
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Neben meiner Ahnung, dass die Verfilmung recht spannend sein könnte und der spannenden Inhaltsangabe auf dem Klappentext, erwies sich das Buch als wahrer Glückstreffer! Es zählt zu denjenigen Werken, die man äußerst schnell durch hat, am besten die ganze Nacht durchliest oder zumindest einen großen Teil davon und danach das Licht brennen lässt.

Der Autor schafft es, zwei Fälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, auf tolle Weise miteinander zu verweben. Das Endergebnis ist unglaublich stimmig und vermag absolut zu überzeugen.

Die Geschichte wird wie bereits erwähnt absolut spannend erzählt und raubt einem zum Teil den Atem. Kaum denkt man, dass man beim Lesen eine kleine Ruhepause einlegen kann, tritt das nächste unvorhergesehene Ereignis ein - Zeugen, neue Hintergrundinformationen, eine neue Tat - so dass man leider nicht anders kann, als weiterzublättern und zu lesen. Für manch einen mögen jedoch die Schilderungen von Grangé etwas zu detailliert sein; so z.B. bei der Obduktion des ersten Opfers, welches in der Felsspalte gefunden wird.


Neben dieser spannungsgeladenen Geschichte präsentiert Grangé auch einige ausführliche Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen. Für manchen mag dies bei solch einem Buch überflüssig sein, doch für mich ist es sehr wichtig, da durch die Geschichte an Plastizität gewinnt und man sich das Szenario noch besser vorstellen kann; was zum Teil auch für etwas mehr Gänsehaut sorgt.

Ebenso ging es mir bei seinen Figuren; besonders bei den beiden Ermittelnden. Man erfährt neben dem Fall auch ein bißchen um das drumherum. So wird Niémans zunächst bei einem Fußballspiel beschrieben, wo er einen Hooligan zusammenschlägt. Auch über den Charakter Abdoufs erfährt man durch seine unkonventionelle Art, als Polizist zu ermitteln einiges. Die Figuren sind hier zwar etwas abgebrühter als in anderen Romanen, wirken allerdings keineswegs farblos und eintönig, sondern gewinnen so etwas auch an Tiefe und man kann ihr Denken und Handeln nachvollziehen sowie sich in sie hineinzuversetzen.

Kurzum: Von mir gibts für dieses Buch fünf Sterne und ich freue mich schon, mehr von dem Autor lesen zu können.



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Das Buch
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"Die purpurnen Flüsse" erschien erstmals 1998 in Deutschland bei Bastei Lübbe. Das Buch umfasst 413 Seiten und ist für 6,00 Euro (Sonderausgabe; ISBN 3-404-25918-1 oder unter 3-404-14403-1 für 8,90 Euro) im Handel erhältlich. Unter dem Orginaltitel "Les Rivières pourpres" erschien das Buch 1997 bei Editions Albin Michel in Paris. Übersetzt ins Deutsche wurde der Roman von Barbara Schaden.



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Der Autor
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Der Autor arbeitet ebenfalls als Journalist und lebt noch heute mit seiner Verlobten und seinen beiden Töchtern in Frankreich.



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Mehr von Jean-Christopher Grangé
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1. Der Flug der Störche
2. Die purpurnen Flüsse
3. Der steinerne Kreis
4. Das Imperium der Wölfe




(copyright by Laura Thoma, März 2004 / Februar 2005)

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