Graupapagei Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  durchschnittlich
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  sehr gering

Erfahrungsbericht von seehuhn

Mehr als ein sprachgewandter Hausgenosse

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser,

heute ein Bericht über den Graupapagei meiner Eltern.
Der muntere Kerl heißt Rico. Ich kann sagen, ich habe ca. 6 Jahre mit im unter einem Dach verbracht.
Er ist ein ziemlich aufgewecktes Kerlchen und nicht für Menschen mit nörgelden Nachbarn bestimmt.
Aber ich fang mal mit ein paar Details an bevor ich euch meine eigenen Erfahrungen schildere

Herkunft
Der Graupapagei lebt im zentralen und westlichen Afrika.
Dort hat er sich hauptsächlich von Beeren, Samen, Früchten und Knospen ernährt.
Der Graupapagei ist ein Gruppentier und ist in der Freiheit eigentlich immer mit seinen Artgenossen unterwegs.

Alter
Ein Graupapagei kann schon bis zu 60 Jahren alt werden. Gerade über diesen Aspekt sollte man sich vor der Anschaffung im Klaren sein.

Anschaffungskosten
Ein Graupapagei ist nicht gerade günstig. Bei einem Züchter kann man ihn für ca. 500 € - 1000 € erhalten.
Man sollte aber auch dazusagen, dass es für den Vogel wesentlich besser ist, mit einem Artgenossen zusammen gehalten zu werden.
Dazu kommt dann noch ein Käfig, der groß genug sein sollte, damit sich der neue Freund auch wohlfühlt.
Die Kosten für einen anständigen Käfig belaufen sich auch noch einmal auf ca. 400 €.

Sonstige Kosten
Die Futter- und Wasserkosten halten sich eigentlich im Rahmen. Ich würde jetzt mal sagen ca. 10 € im Monat.
Allerdings freut sich der kleine Kerl auch, wenn er mal etwas Spielzeug bekommt.
Was wahrscheinlich die höchsten Kosten sind, sind die Tierarztrechnungen.
Ich muss sagen, unser Graupapagei hatte noch nie gesundheitliche Probleme, allerdings reicht schon ein Tierarztbesuch aus um mehrere hundert Euro loszuwerden.

Käfig
Graupapageien sind sehr fluggewandte Vögel, so daß eine Unterbringung im Käfig nur für einen zahmen Vogel in Frage kommt, der täglich die Möglichkeit zum Freiflug im Zimmer erhält.
Ein Käfig sollte mindestens so groß sein, dass das Tier darin mit den Flügeln schlagen kann, ohne daß die Schwungfedern die Wände berühren.
Als Bodenbelag empfielt sich Zeitungspapier. Dieses sollte allerdings durch Sand ersetzt werden, wenn der Vogel, die Zeitung zerkanbbert.
Die Sitzstangen sollten aus Naturholz sein und am besten in verschiedenen Stärken im Käfig vorhanden sein.
Ausserdem muss ein Futter- und ein Trinknapf im Käfig vorhanden sein. Dazu eignen sich am besten Näpfe aus Metall, da diese am besten gereinigt werden können.

Spielzeug
Dem Vogel sollte was zum Spielen angeboten werden, damit es ihm nicht langweilig wird.
Ich kann dazu nur sagen, dass unser Papagei jegliches Spielzeug ablehnt und eher Angst davor hat.

Futter
Für Papageien gibt es extra Futtermischungen in den Supermärkten und Tierhandlungen.
Außerdem liebt der Graupapagei Erdnüsse.
Noch dazu sollte man ihm immer wieder Obst und Gemüse (das nicht bläht) anbieten.
Rico mag am liebsten Bananen, Äpfel und Melonen.
Allerdings liebt es Rico auch einen Biss zu nehmen und sich dann zu schütteln, damit die ganze Soße an der Tapete hängt.

Tägliche / Wöchentlich Arbeiten
Das Wasser und das Futter müssen täglich erneuert werden.
Zusätzlich sollten die Schalen mindestens einmal die Woche mit heißem Wasser ausgespült werden.
Einmal wöchentlich ist das die Käfigreinigung dran.
Monatlich sollte der ganze Käfig unter heißem Wasser abgeduscht werden. (BITTE: Vogel vorher rausnehmen!!)

Sprachgewandheit
Graupapageien sind sehr sprachgewandt. Eigentlich. Ich werde hier nicht viel dazu schreiben können, da unser Papagei nur seinen Namen spricht und das auch nur wenn keiner zuhört.
Ansonsten hab ich aber von sehr vielen gehört, dass sie auch sehr gerne Geräusche nachahmen und das auch sehr gut.

Erfahrungen
Wir hatten Rico damals von seiner Besitzerin übernommen, da diese eine Allergie entwickelte.
Rico war ca. 4 Jahre alt und konnte nicht fliegen, da er einmal in der Dusche abgestürzt war und sich den Flügel gebrochen hatte.
Diesen Bruch hat er bis heute noch. Ihr werdet euch sicher fragen wieso.
Eine Operation kam aus dem Grund nie in Frage, da der Tierarzt meinte, dass die Überlebenschance sehr gering sei und der Vogel auch mit dem Bruch ohne Schmerzen leben kann. Und das tut er.
Allerdings denke ich, hat ihn dieses Erlebnis sehr geprägt, warum er auch nicht spricht.
Von "Vorteil" ist natürlich, dass er den ganzen Tag draußen sein kann und die Welt erkunden kann.
Er ist sehr neugierung und beisst auch in alles rein, was lecker ausschaut. Er ist sehr gerne Pommes, allerdings nur mit Ketchup.
Wenn er morgens geweckt wird, schreit er das ganze Haus zusammen, so dass meine Mutter meistens im Wohnzimmer frühstücken muss.
Rico ist ein sehr friedliches Tier, hat aber ganz klar den größten Bezug zu meinem Vater. Er ist wie sein Freund.
Er darf ich kraulen und eigentlich alles mit ihm machen.
Gebissen hat er übrigens noch nie. Wenn ihm was nichts passt schiebt er die Hand weg.
Trotzdem würde ich sagen, dass das Tier keinenfalls für Kinder unter 10 Jahren geeignet ist, da er doch seinen eigenen Willen hat und wenn er will kann er auch richtig zubeißen.
So sollte noch was offen sein, Ihr Fragen haben oder Kritik, dann hinterlasst mir einen Kommentar.
Ich bin mir natürlich im Klaren darüber, dass ich nicht alles geschrieben habe, aber ich möchte ja nur einen Bericht und kein Buch schreiben.

27 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Kuschelbiene

    01.05.2002, 23:28 Uhr von Kuschelbiene
    Bewertung: sehr hilfreich

    Rico ahmt aber auch geräusche nacht!! :)

  • Babajaga7

    17.04.2002, 23:02 Uhr von Babajaga7
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ist ja wirklich interessant! Ich hätte trotzdem ein bischen Schiss, mir einen anzuschaffen, denn Papageien haben einen ganz schön großen und harten Schnabel. *g* Liebe Grüße, Christine