Das Fest (Taschenbuch) / John Grisham Testbericht
ab 11,72 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 07/2005
Auf yopi.de gelistet seit 07/2005
Erfahrungsbericht von magnifico
Weihnachten ist nicht tot zu kriegen
Pro:
sehr amüsant und unterhaltsam
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Die aktuelle Jahreszeit ist sicherlich auf den ersten Blick nicht gerade ein Umfeld, in dem jeder auf die Idee kommen würde eine Weihnachtsgeschichte zu lesen. Selbst Bücherwürmer müssten sich wohl schon einer etwas längeren, unfreiwilligen, Abstinenz gegenüber allem Geschriebenen ausgesetzt fühlen, um einen Roman zu lesen, der ausgerechnet das Weihnachtsfest als solches zum Kern der Erzählung hat. Damit nun nicht der Eindruck entsteht, ich hätte endlich erkannt, ein unheilbarer anormaler Exzentriker zu sein und dabei zu gleich den Mut gefunden, dies auch ausgerechnet hier in diesem Beitrag jedem, der es wissen – oder auch nicht wissen – will, mitzuteilen, erlaube ich mir, schon an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass nicht nur der Autor, John Grisham, ein Aspekt ist, der bei dem Roman „Das Fest“ die Erwartung genährt – und letztlich auch befriedigt – hat, dass es kein moderner Aufguss von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte sein wird. Vielmehr handelt es sich um die Vorlage für den, mir selbst zugegebenermaßen unbekannten, Film „Verrückte Weihnachten“, der im letzten (?) Jahr in den Kinos gelaufen ist.
Das Buch
+++++++
Erschienen ist der Roman als Taschenbuchausgabe beim Heyne-Verlag unter der ISBN 3-453-40006-2. Für 7,95 € erhält man hier eine 208 Seiten starke Lektüre, die im Mittelteil auch einige Photoseiten mit Material aus dem Film enthält. Im englischen Original betitelte Grisham sein Werk mit „Skipping Christmas“.
Der Autor
+++++++
John Grisham ist wohl nur den wenigsten Lesern ein Unbekannter, nachdem er mit seinen früheren Werken wie etwa „Die Akte“, „Die Jury“, „Die Kammer“, „Das Urteil“ oder „Der Prozess“ nicht nur die Bücherregale zu erobern pflegte, sondern mittlerweile auch mehrfach verfilmt worden ist. Geboren wurde Grisham 1955 in Jonesboro, Arkansas. Der Sohn eines kleinen Bauunternehmer studierte zunächst ian der Universität von Mississippi Jura, bevor er Rechtsanwalt und Strafverteidiger wurde. Neben seiner Tagesarbeit in der Kanzlei begann Grisham, zum Zeitvertreib einen Roman zu schreiben, der im Jahre 1998 in einer Auflage von 5.000 Stück als „Die Jury“ im Buchhandel erschienen ist. Bereits der zweite Roman, „Die Firma“ katapultierte Grisham in die Liste der Bestsellerautoren. Mittlerweile lebt Grisham mit seiner Frau und zwei Kindern in Oxford, einer kleinen Stad in Tennessee.
Der Inhalt
++++++++
Luther Krank, Steuerberater und Buchprüfer mit Leib und Seele, kommt eines Tages hinter den Schwindel des Weihnachtsfestes und der damit verbundenen Kosten. Beinahe ein Zehntel seines Jahreseinkommens verschlingen die keineswegs stressfreien Feiertage. Nachdem nun seine einzige Tochter an Weinachten im Ausland sein wird, überzeugt er seine skeptische Frau, Weinachten zu Gunsten einer Kreuzfahrt schlichtweg ausfallen zu lassen: Keine Dekoration, kein Baum, keine Party, keine Spenden – kein Weihnachten. Anfänglich skeptisch, schließt sich Nora Krank dem Plan ihres Gatten an und stößt, mehr oder weniger direkt, Nachbarn, Freunde und Bekannte vor den Kopf. Doch was, wenn die liebe Nachbarschaft nicht daran denkt, das Weihnachtsfest in unmittelbarer Umgebung ausfallen zu lassen?
Die Bewertung
++++++++++++
„Das Fest“ in eine gelungene, zugleich vielleicht aber auch eine etwas beklemmende, Satire auf den alljährlichen Weihnachtsstress, dem zu entgehen jährlich wohl Huntertausende geloben und sich wechselseitig verpflichten, doch mit den ersten Adventstagen, mehr oder weniger freudig und bereitwillig, sich erneut ausliefern. „Das Fest“ ist zugleich aber auch eine nicht ganz subtil ausgefallene Botschaft an all jene, die im Weihnachtsfest vielleicht nur einen Konsumrausch erblicken oder, gesellschaftskritisch, glauben, dass die Weihnachtszeit eine althergebrachte Erfindung der Händler und Kaufleute ist, die in den letzten Tagen des alten (Geschäfts-)Jahres noch einmal schnell ihre Bilanzen schönen wollen: Weihnachten ist und bleibt zunächst einmal das Fest der Nächstenliebe und der Freude, der Ver- und Aussöhnung.
Inhaltlich liest sich der Roman hervorragend, da Grisham sich unverändert einer sehr lebendigen, plastischen und flüssigen Schreibweise bedient, wodurch die Handlung nur so unter den Augen des Lesenden dahinrauscht. Je nach persönlicher Neigung empfindet man vielleicht auch Sympathie mit dem ein oder anderen Charakter, der durch Grishams Vorstadtidylle tänzelt. Alles in allem ein Buch, das zu Lesen sich nicht nur im Vorfeld von Weihnachten anbietet.
Persönlicher Eindruck
+++++++++++++++++
Wann genau – und letztlich auch warum genau – ich mir „Das Fest“ gekauft habe, kann ich leider nicht mehr sagen. Nachdem ich in den letzten Wochen verstärkt Bücher aus meinem Schrank „gezupft“ habe, die sich eher mit philosophischen Fragen, eingepackt in eine beinahe schon kafkaeske Surrealität im Gewande von Science-Fiction-Romanen, beschäftigt haben, stand mir vor wenigen Tagen mehr der Sinn nach einer etwas leichteren und vielleicht auch aufmunternden Lektüre, wie ich sie mit „Das Fest“ auch wirklich gefunden habe. Düsterkeit, Schwermut oder Ähnliches lassen sich hier weder in noch zwischen den Zeilen erblicken. Als Freund von Weihnachtssatiren wie „Hilfe, es weihnachtet sehr“ hat mir der ironische Unterton, mit dem Grisham seinen Hauptakteur zunächst mit Volldampf auf die kanarischen Inseln zurauschen und in letzter Sekunde mit vollem Gegenschub davon wieder Abstand nehmen lässt, sehr gut gefallen. Überhaupt ist das Buch eine gelungene, ausbalancierte, Lektüre, die sehr unterhaltsam, da witzig und ansprechend, ausgefallen ist. Stress und andere Alltagssorgen verblassen da doch recht schnell, zumal das ein oder andere Schmunzeln auch einfach nur aus der die eigene Phantasie bedienenden Ausdrucks- und Darstellungsweise hervorgeht, bei der man nicht allzu lange braucht, um sich den sprichwörtlichen „Biss in die Zitrone“ wortnah vorstellen zu können.
Die Empfehlung
++++++++++++
„Das Fest“ wird sicherlich nicht nur Weihnachtsmuffeln gefallen, wie andererseits auch Gelegenheitsleser hier sehr gut auf ihre Kosten kommen dürften. Vom Umfang her für Bücherwürmer beinahe schon als Kurzgeschichte anzusehen, werden Fans von Satire, Sarkasmus, Slapstick und Ironie unzweifelhaft auf ihre Kosten kommen. Anhänger der „ernsten“ Literatur könnten sich, je nach Purität, ebenfalls mit dem Buch anfreunden können, wohingegen Romantiker, Action-Fans oder auch eingefleischte Grisham-Fans, für die ein Grisham ohne Juristerei kein Grisham ist, hier nicht so recht auf Begeisterung stoßen werden.
Das Buch
+++++++
Erschienen ist der Roman als Taschenbuchausgabe beim Heyne-Verlag unter der ISBN 3-453-40006-2. Für 7,95 € erhält man hier eine 208 Seiten starke Lektüre, die im Mittelteil auch einige Photoseiten mit Material aus dem Film enthält. Im englischen Original betitelte Grisham sein Werk mit „Skipping Christmas“.
Der Autor
+++++++
John Grisham ist wohl nur den wenigsten Lesern ein Unbekannter, nachdem er mit seinen früheren Werken wie etwa „Die Akte“, „Die Jury“, „Die Kammer“, „Das Urteil“ oder „Der Prozess“ nicht nur die Bücherregale zu erobern pflegte, sondern mittlerweile auch mehrfach verfilmt worden ist. Geboren wurde Grisham 1955 in Jonesboro, Arkansas. Der Sohn eines kleinen Bauunternehmer studierte zunächst ian der Universität von Mississippi Jura, bevor er Rechtsanwalt und Strafverteidiger wurde. Neben seiner Tagesarbeit in der Kanzlei begann Grisham, zum Zeitvertreib einen Roman zu schreiben, der im Jahre 1998 in einer Auflage von 5.000 Stück als „Die Jury“ im Buchhandel erschienen ist. Bereits der zweite Roman, „Die Firma“ katapultierte Grisham in die Liste der Bestsellerautoren. Mittlerweile lebt Grisham mit seiner Frau und zwei Kindern in Oxford, einer kleinen Stad in Tennessee.
Der Inhalt
++++++++
Luther Krank, Steuerberater und Buchprüfer mit Leib und Seele, kommt eines Tages hinter den Schwindel des Weihnachtsfestes und der damit verbundenen Kosten. Beinahe ein Zehntel seines Jahreseinkommens verschlingen die keineswegs stressfreien Feiertage. Nachdem nun seine einzige Tochter an Weinachten im Ausland sein wird, überzeugt er seine skeptische Frau, Weinachten zu Gunsten einer Kreuzfahrt schlichtweg ausfallen zu lassen: Keine Dekoration, kein Baum, keine Party, keine Spenden – kein Weihnachten. Anfänglich skeptisch, schließt sich Nora Krank dem Plan ihres Gatten an und stößt, mehr oder weniger direkt, Nachbarn, Freunde und Bekannte vor den Kopf. Doch was, wenn die liebe Nachbarschaft nicht daran denkt, das Weihnachtsfest in unmittelbarer Umgebung ausfallen zu lassen?
Die Bewertung
++++++++++++
„Das Fest“ in eine gelungene, zugleich vielleicht aber auch eine etwas beklemmende, Satire auf den alljährlichen Weihnachtsstress, dem zu entgehen jährlich wohl Huntertausende geloben und sich wechselseitig verpflichten, doch mit den ersten Adventstagen, mehr oder weniger freudig und bereitwillig, sich erneut ausliefern. „Das Fest“ ist zugleich aber auch eine nicht ganz subtil ausgefallene Botschaft an all jene, die im Weihnachtsfest vielleicht nur einen Konsumrausch erblicken oder, gesellschaftskritisch, glauben, dass die Weihnachtszeit eine althergebrachte Erfindung der Händler und Kaufleute ist, die in den letzten Tagen des alten (Geschäfts-)Jahres noch einmal schnell ihre Bilanzen schönen wollen: Weihnachten ist und bleibt zunächst einmal das Fest der Nächstenliebe und der Freude, der Ver- und Aussöhnung.
Inhaltlich liest sich der Roman hervorragend, da Grisham sich unverändert einer sehr lebendigen, plastischen und flüssigen Schreibweise bedient, wodurch die Handlung nur so unter den Augen des Lesenden dahinrauscht. Je nach persönlicher Neigung empfindet man vielleicht auch Sympathie mit dem ein oder anderen Charakter, der durch Grishams Vorstadtidylle tänzelt. Alles in allem ein Buch, das zu Lesen sich nicht nur im Vorfeld von Weihnachten anbietet.
Persönlicher Eindruck
+++++++++++++++++
Wann genau – und letztlich auch warum genau – ich mir „Das Fest“ gekauft habe, kann ich leider nicht mehr sagen. Nachdem ich in den letzten Wochen verstärkt Bücher aus meinem Schrank „gezupft“ habe, die sich eher mit philosophischen Fragen, eingepackt in eine beinahe schon kafkaeske Surrealität im Gewande von Science-Fiction-Romanen, beschäftigt haben, stand mir vor wenigen Tagen mehr der Sinn nach einer etwas leichteren und vielleicht auch aufmunternden Lektüre, wie ich sie mit „Das Fest“ auch wirklich gefunden habe. Düsterkeit, Schwermut oder Ähnliches lassen sich hier weder in noch zwischen den Zeilen erblicken. Als Freund von Weihnachtssatiren wie „Hilfe, es weihnachtet sehr“ hat mir der ironische Unterton, mit dem Grisham seinen Hauptakteur zunächst mit Volldampf auf die kanarischen Inseln zurauschen und in letzter Sekunde mit vollem Gegenschub davon wieder Abstand nehmen lässt, sehr gut gefallen. Überhaupt ist das Buch eine gelungene, ausbalancierte, Lektüre, die sehr unterhaltsam, da witzig und ansprechend, ausgefallen ist. Stress und andere Alltagssorgen verblassen da doch recht schnell, zumal das ein oder andere Schmunzeln auch einfach nur aus der die eigene Phantasie bedienenden Ausdrucks- und Darstellungsweise hervorgeht, bei der man nicht allzu lange braucht, um sich den sprichwörtlichen „Biss in die Zitrone“ wortnah vorstellen zu können.
Die Empfehlung
++++++++++++
„Das Fest“ wird sicherlich nicht nur Weihnachtsmuffeln gefallen, wie andererseits auch Gelegenheitsleser hier sehr gut auf ihre Kosten kommen dürften. Vom Umfang her für Bücherwürmer beinahe schon als Kurzgeschichte anzusehen, werden Fans von Satire, Sarkasmus, Slapstick und Ironie unzweifelhaft auf ihre Kosten kommen. Anhänger der „ernsten“ Literatur könnten sich, je nach Purität, ebenfalls mit dem Buch anfreunden können, wohingegen Romantiker, Action-Fans oder auch eingefleischte Grisham-Fans, für die ein Grisham ohne Juristerei kein Grisham ist, hier nicht so recht auf Begeisterung stoßen werden.
Bewerten / Kommentar schreiben