Das Fest (Taschenbuch) / John Grisham Testbericht
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Erfahrungsbericht von Maddogg100
~~~Grisham mal anders~~~
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo Ihr lieben Ciao`ler,
Gestern Abend habe ich mal wieder ein Buch zu Ende gelesen und fühle mich dazu hingezogen hier einen Bericht darüber zu schreiben. Es handelt sich mal wieder ( wie könnte es auch anders sein ) um einen Roman von John Grisham. Alle die meine Berichte kennen, wissen das dieser Autor für mich das non plus ultra ist. Seine Romane fesseln mich einfach und selbst wenn dann wirklich mal einer dazwischen ist der mir nicht so gut gefällt, dann muss ich ihn unbedingt zu ende lesen.
Allerdings könnte ich nicht behaupten dass dies bei seinem neuesten Werk der Fall ist.
Ich schenke mir an dieser Stelle sämtliche Erläuterungen über die Person John Grisham denn das habe ich schon all zu oft aufgeschrieben und in meinen anderen Berichten mit verfasst. Nun ja das Werk von dem ich hier die ganze Zeit Rede heißt „ Das Fest“.
Vor etwa einem halben Jahr erspähte ich schon bei amazon.de die deutsche Version doch als ich sie bestellen wollte ging dies nicht. Es wurde zwar schon vorgestellt aber war leider noch nicht frei verkäuflich. Leider konnte mir auch keiner sagen wann dies soweit sein sollte. Also bestellte ich das Buch vor und wartete voller Ungeduld auf den neuesten Lesestoff.
Vor einer Woche kam dann das ersehnte Paket mit der Post und ich konnte es kaum erwarten es zu öffnen.
Das Buch:
Heißt Das Fest und ist im Heyne Verlag erschienen. Was hier wohl nicht so ganz stimmen kann ist das Erscheinungsdatum für die deutsche Erstausgabe denn die wird angegeben mit 10/2002. Die Umschlagillustration übernahm diesmal die Bildagentur Mauritius/Palmer.
Für die Umschlaggestaltung ist die Hauptmann und Kampa Werbeagentur, CH- Zürich verantwortlich.
Die ISBN Nummer lautet 3-453-21625-3
Der Preis für das Buch beträgt 12,00 € bei amazon.de
Das Buch ist einfach und schlicht gehalten. Das Cover besteht aus einem Hintergrund mit dunklen Bäumen und einer mageren Schneelandschaft. Im Vordergrund liegt auf dem Boden ein geschmückter Weihnachtsbaum mit brennenden bunten Lichtern. Soviel also zum Umschlag. Das Buch selber ist knall Gelb und sticht absolut hervor wenn man das Cover abmacht. Das Buch hat diesmal einen Angenähten Lesefaden, so dass man nicht dauernd ein Papier oder so zwischen die Seiten legen muss um wieder zu finden wo man gerade war. Was meiner Meinung nach sehr praktisch ist.
Das Fest umfasst 208 Seiten was jedoch für einen Grisham Roman ziemlich ungewöhnlich ist.
Die Geschichte:
Luther und Nora Krank wohnen mit ihrer Tochter Blair in der Hemlock Street. Eine kleine Strasse mit ganz genau 42 Häusern in denen Menschen Leben die viel auf Traditionen halten.
Blair hat gerade ihr Studium beendet und sich entschlossen für 1 Jahr nach Peru zu gehen um dort mit dem Missionskorp wohltätige arbeit zu leisten. Ihre Mutter Nora kann das alles nicht fassen. Schließlich ist es doch so kurz vor Weihnachten, aber die Entscheidung ihrer Tochter steht fest.
Luther und Nora bringen also Blair zum Flughafen und müssen mit ansehen wie sie abfliegt in Richtung Peru. Nora ist gekränkt und sehr traurig denn nun werden sie seit 23 Jahren das erste Mal Weihnachten ohne ihre Tochter verbringen müssen.
Anfang Dezember hat Luther die Nase voll davon das Nora damit nicht klar kommt ohne die Tochter zu sein. Er setzt sich also hin und errechnet sich wie viel Geld im vergangenen Jahr an Weihnachten ausgegeben wurde.
Er kommt letztendlich auf einen Betrag von $ 6100 und das nur für Dinge von denen sie im Endeffekt überhaupt nichts hatten. Baumschmuck, Partys, jede Menge Grußkarten, Geschenke, Weine, Spenden usw.
Er entschließt sich kurzerhand dass man Weihnachten ja ausfallen lassen könnte und schmiedet einen Plan.
Er geht am nächsten Tag in ein Reisebüro und bucht für die Feiertage eine 10 tägige Kreuzfahrt.
Nun muss er nur noch Nora überzeugen das auch durchzuziehen.
Als er sich alles zurechtgelegt hat geht er zu seiner Frau und macht ihr die Sache schmackhaft.
Alles klappt wunderbar. Nach anfänglichen bedenken ist seine Frau auch einverstanden und sie sind sich sicher so schwer kann das doch nicht sein Weihnachten ausfallen zu lassen.
Leider haben sie die Rechnung ohne ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn gemacht. Die meisten reagieren mit absolutem Nichtverständnis. Sie können nicht verstehen wie man beschließen kann ein solches Fest einfach ausfallen zu lassen.
Die Kranks stoßen vor allem in der Nachbarschaft auf Unverständnis. Irgendwie werden sie plötzlich mehr oder weniger gefangene in ihrem eigenen Haus. Sie trauen sich nicht mehr so recht auf die Strasse weil sie dauernd von irgendwem dumm angeguckt oder angesprochen werden. Sie werden zu Außenseitern selbst bei Leuten die sie schon jahrelang kennen.
Allerdings bringt dies alles sie nicht davon ab ihr vorhaben beizubehalten.
Dann am Heiligabend als sie schon fast alles endlich überstanden haben klingelt das Telefon und Nora ist hocherfreut die Stimme ihrer Tochter zu hören.
Hallo Mum wir sind in Miami und kommen für zehn Tage nach Hause. Wir?? Na ja ich bringe meinen verlobten mit. Hoffentlich wird es eine schöne Feier bei euch. Ich habe meinem Verlobten so viel von dem Weihnachtsfest zu Hause erzählt.
Eiserne Stille nach dem Gespräch. Nora blickt entgeistert ihren Mann an und dann geht es los. Die absolute Hektik bricht aus denn Nora ist plötzlich nicht mehr bereit auf das Fest zu verzichten und auf große Fahrt zu gehen.
Sie will alles innerhalb von ein paar Stunden die ihr noch bleiben organisieren. Allerdings hat sie da die Rechnung ohne den Wirt gemacht denn alles geht drunter und drüber.
Ob sie es noch rechtzeitig schafft, mit welchen Missgeschicken und Peinlichkeiten die Kranks noch zurechtkommen müssen und ob letztendlich alles gut ausgeht das müsst ihr dann doch schon noch selber lesen.
Die Kapitelgestaltung:
Sie ist schon etwas komisch wenn man von Grisham was anderes gewohnt ist. Alle Kapitel sind absolut ineinander übergreifend. Keine hin und her Springerei von dem einen Ort zum anderen. Eigentlich hätte er sich das mit der Kapitelbezeichnung auch sparen können denn es spielt keine Rolle welches Kapitel gerade dran ist.
Auf seinen 208 Seiten ist eines stark auffällig. Er hat sich diesmal auf das wesentliche Beschränkt. Keine großen Erklärungen wie ein Büro aussieht oder was eine der Personen für Kleidung trägt. Keine Beschreibungen wie das Haus der Kranks aussieht oder der Garten.
Dies ist schon etwas ungewohnt aber es lässt sich sehr gut lesen und man kann sich auch so vorstellen wie alles aussehen würde.
Der Hintergedanke:
Wie wir alle wissen schreibt Grisham nicht ohne in ein tieferes Denken hinein zu gehen. Immer wieder muss man sich auch hier wieder die Frage stellen was will er eigentlich mit diesem Buch ausdrücken.
Ich denke folgendes darüber: Er beschreibt die Einfältigkeit mancher Menschen und ihr starkes Interesse für sich selber und Traditionen. Jeder der mit den Traditionen bricht ohne einen guten Grund zu haben wird zum Außenseiter und Knauser abgestempelt.
Dabei kann es doch so schön sein echtes Interesse am Mitmenschen zu zeigen und vor allem Geschenke von Herzen zu machen und nicht aus irgendwelchen Verpflichtungen heraus.
Fazit:
Dieses Buch sollte ein absolutes Muss in jedem Bücherregal werden. Ich kann es nur weiterempfehlen und ein Top dafür aussprechen.
Als Grisham Fan sollte man sich allerdings ein wenig beim Lesen umstellen denn der Stil den er anwendet ist so extrem anders als seine anderen Werke.
Viel Spaß beim Lesen
Gestern Abend habe ich mal wieder ein Buch zu Ende gelesen und fühle mich dazu hingezogen hier einen Bericht darüber zu schreiben. Es handelt sich mal wieder ( wie könnte es auch anders sein ) um einen Roman von John Grisham. Alle die meine Berichte kennen, wissen das dieser Autor für mich das non plus ultra ist. Seine Romane fesseln mich einfach und selbst wenn dann wirklich mal einer dazwischen ist der mir nicht so gut gefällt, dann muss ich ihn unbedingt zu ende lesen.
Allerdings könnte ich nicht behaupten dass dies bei seinem neuesten Werk der Fall ist.
Ich schenke mir an dieser Stelle sämtliche Erläuterungen über die Person John Grisham denn das habe ich schon all zu oft aufgeschrieben und in meinen anderen Berichten mit verfasst. Nun ja das Werk von dem ich hier die ganze Zeit Rede heißt „ Das Fest“.
Vor etwa einem halben Jahr erspähte ich schon bei amazon.de die deutsche Version doch als ich sie bestellen wollte ging dies nicht. Es wurde zwar schon vorgestellt aber war leider noch nicht frei verkäuflich. Leider konnte mir auch keiner sagen wann dies soweit sein sollte. Also bestellte ich das Buch vor und wartete voller Ungeduld auf den neuesten Lesestoff.
Vor einer Woche kam dann das ersehnte Paket mit der Post und ich konnte es kaum erwarten es zu öffnen.
Das Buch:
Heißt Das Fest und ist im Heyne Verlag erschienen. Was hier wohl nicht so ganz stimmen kann ist das Erscheinungsdatum für die deutsche Erstausgabe denn die wird angegeben mit 10/2002. Die Umschlagillustration übernahm diesmal die Bildagentur Mauritius/Palmer.
Für die Umschlaggestaltung ist die Hauptmann und Kampa Werbeagentur, CH- Zürich verantwortlich.
Die ISBN Nummer lautet 3-453-21625-3
Der Preis für das Buch beträgt 12,00 € bei amazon.de
Das Buch ist einfach und schlicht gehalten. Das Cover besteht aus einem Hintergrund mit dunklen Bäumen und einer mageren Schneelandschaft. Im Vordergrund liegt auf dem Boden ein geschmückter Weihnachtsbaum mit brennenden bunten Lichtern. Soviel also zum Umschlag. Das Buch selber ist knall Gelb und sticht absolut hervor wenn man das Cover abmacht. Das Buch hat diesmal einen Angenähten Lesefaden, so dass man nicht dauernd ein Papier oder so zwischen die Seiten legen muss um wieder zu finden wo man gerade war. Was meiner Meinung nach sehr praktisch ist.
Das Fest umfasst 208 Seiten was jedoch für einen Grisham Roman ziemlich ungewöhnlich ist.
Die Geschichte:
Luther und Nora Krank wohnen mit ihrer Tochter Blair in der Hemlock Street. Eine kleine Strasse mit ganz genau 42 Häusern in denen Menschen Leben die viel auf Traditionen halten.
Blair hat gerade ihr Studium beendet und sich entschlossen für 1 Jahr nach Peru zu gehen um dort mit dem Missionskorp wohltätige arbeit zu leisten. Ihre Mutter Nora kann das alles nicht fassen. Schließlich ist es doch so kurz vor Weihnachten, aber die Entscheidung ihrer Tochter steht fest.
Luther und Nora bringen also Blair zum Flughafen und müssen mit ansehen wie sie abfliegt in Richtung Peru. Nora ist gekränkt und sehr traurig denn nun werden sie seit 23 Jahren das erste Mal Weihnachten ohne ihre Tochter verbringen müssen.
Anfang Dezember hat Luther die Nase voll davon das Nora damit nicht klar kommt ohne die Tochter zu sein. Er setzt sich also hin und errechnet sich wie viel Geld im vergangenen Jahr an Weihnachten ausgegeben wurde.
Er kommt letztendlich auf einen Betrag von $ 6100 und das nur für Dinge von denen sie im Endeffekt überhaupt nichts hatten. Baumschmuck, Partys, jede Menge Grußkarten, Geschenke, Weine, Spenden usw.
Er entschließt sich kurzerhand dass man Weihnachten ja ausfallen lassen könnte und schmiedet einen Plan.
Er geht am nächsten Tag in ein Reisebüro und bucht für die Feiertage eine 10 tägige Kreuzfahrt.
Nun muss er nur noch Nora überzeugen das auch durchzuziehen.
Als er sich alles zurechtgelegt hat geht er zu seiner Frau und macht ihr die Sache schmackhaft.
Alles klappt wunderbar. Nach anfänglichen bedenken ist seine Frau auch einverstanden und sie sind sich sicher so schwer kann das doch nicht sein Weihnachten ausfallen zu lassen.
Leider haben sie die Rechnung ohne ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn gemacht. Die meisten reagieren mit absolutem Nichtverständnis. Sie können nicht verstehen wie man beschließen kann ein solches Fest einfach ausfallen zu lassen.
Die Kranks stoßen vor allem in der Nachbarschaft auf Unverständnis. Irgendwie werden sie plötzlich mehr oder weniger gefangene in ihrem eigenen Haus. Sie trauen sich nicht mehr so recht auf die Strasse weil sie dauernd von irgendwem dumm angeguckt oder angesprochen werden. Sie werden zu Außenseitern selbst bei Leuten die sie schon jahrelang kennen.
Allerdings bringt dies alles sie nicht davon ab ihr vorhaben beizubehalten.
Dann am Heiligabend als sie schon fast alles endlich überstanden haben klingelt das Telefon und Nora ist hocherfreut die Stimme ihrer Tochter zu hören.
Hallo Mum wir sind in Miami und kommen für zehn Tage nach Hause. Wir?? Na ja ich bringe meinen verlobten mit. Hoffentlich wird es eine schöne Feier bei euch. Ich habe meinem Verlobten so viel von dem Weihnachtsfest zu Hause erzählt.
Eiserne Stille nach dem Gespräch. Nora blickt entgeistert ihren Mann an und dann geht es los. Die absolute Hektik bricht aus denn Nora ist plötzlich nicht mehr bereit auf das Fest zu verzichten und auf große Fahrt zu gehen.
Sie will alles innerhalb von ein paar Stunden die ihr noch bleiben organisieren. Allerdings hat sie da die Rechnung ohne den Wirt gemacht denn alles geht drunter und drüber.
Ob sie es noch rechtzeitig schafft, mit welchen Missgeschicken und Peinlichkeiten die Kranks noch zurechtkommen müssen und ob letztendlich alles gut ausgeht das müsst ihr dann doch schon noch selber lesen.
Die Kapitelgestaltung:
Sie ist schon etwas komisch wenn man von Grisham was anderes gewohnt ist. Alle Kapitel sind absolut ineinander übergreifend. Keine hin und her Springerei von dem einen Ort zum anderen. Eigentlich hätte er sich das mit der Kapitelbezeichnung auch sparen können denn es spielt keine Rolle welches Kapitel gerade dran ist.
Auf seinen 208 Seiten ist eines stark auffällig. Er hat sich diesmal auf das wesentliche Beschränkt. Keine großen Erklärungen wie ein Büro aussieht oder was eine der Personen für Kleidung trägt. Keine Beschreibungen wie das Haus der Kranks aussieht oder der Garten.
Dies ist schon etwas ungewohnt aber es lässt sich sehr gut lesen und man kann sich auch so vorstellen wie alles aussehen würde.
Der Hintergedanke:
Wie wir alle wissen schreibt Grisham nicht ohne in ein tieferes Denken hinein zu gehen. Immer wieder muss man sich auch hier wieder die Frage stellen was will er eigentlich mit diesem Buch ausdrücken.
Ich denke folgendes darüber: Er beschreibt die Einfältigkeit mancher Menschen und ihr starkes Interesse für sich selber und Traditionen. Jeder der mit den Traditionen bricht ohne einen guten Grund zu haben wird zum Außenseiter und Knauser abgestempelt.
Dabei kann es doch so schön sein echtes Interesse am Mitmenschen zu zeigen und vor allem Geschenke von Herzen zu machen und nicht aus irgendwelchen Verpflichtungen heraus.
Fazit:
Dieses Buch sollte ein absolutes Muss in jedem Bücherregal werden. Ich kann es nur weiterempfehlen und ein Top dafür aussprechen.
Als Grisham Fan sollte man sich allerdings ein wenig beim Lesen umstellen denn der Stil den er anwendet ist so extrem anders als seine anderen Werke.
Viel Spaß beim Lesen
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