Die Schuld (gebundene Ausgabe) / John Grisham Testbericht

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Erfahrungsbericht von Lanzelot

Ja, wer hat denn nun die Schuld??

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Meinung – endlich habe ich es geschafft „die Schuld“ von John Grisham zu lesen und kann nun davon berichten!

Doch zunächst einige Informationen zum Autor, den von mir sehr geschätzten John Grisham:
Geboren wurde der erfolgreiche Krimi-Autor im Jahre 1955 im amerikanischen Jonesboro. Nach seinem Jurystudium arbeitete er einige Jahre als Anwalt, daher kann man durchaus davon ausgehen, dass er weiss, wovon er schreibt.
Darüber hinaus war Grisham auch politisch tätig, als Abgeordneter im Parlament von Mississippi.
Im Jahre 1988 begann er seine Schriftstellerkarierre. Angefangen mit „die Jury“ über „die Firma“, bis hin zu Büchern wie „der Regenmacher“ oder „die Farm“, alles wurden Welterfolge.

Und nun die Schuld...
...sicher ein weiterer Erfolg von Grisham!!!

Die Handlung

„Die Schuld“ erzählt die Geschichte von Clay Carter. Carter ist ein junger Anwalt, der seine Brötchen als Pflichtverteidiger in Washington, D.C. verdient.
Eines Tages geschieht ein Mord, ein junger Schwarzer ist dringend tatverdächtig – und wie kann es anders sein, er hat keinen Anwalt. Also tritt Clay Carter auf die Bühne, um Tequila Watson, so heisst der Schwarze, zu verteidigen.
Mitten in den Vorbereitungen auf den Prozess, trifft er auf Max Pace. Dieses Treffen sollte sein Leben verändern.
Pace erzählt Carter von einem Medikament namens Tarvan. Dieses Medikament soll Drogensüchtigen helfen sich von ihrem Laster zu befreien. Es ist noch nicht auf dem Markt, jedoch gelingt es dem Hersteller mit der Hilfe von ausgewählten Drogenkliniken bzw. Suchtberatungsstellen das Medikament an Menschen auszuprobieren – mit dem Erfolg, Menschen tatsächlich von ihrer Sucht zu befreien. Leider hat das Medikament bei einigen Anwendern auch schreckliche Nebenwirkungen hervorgerufen – es lies sie zu Mördern werden!
Auch Tequila Watson wurde, wie viele andere Drogensüchtige auch, mit Tarvan behandelt. Und er ist nicht als Einziger zum Mörder geworden.
Max Pace macht Carter ein Angebot. Er soll seine Tätigkeit als Pflichtverteidiger aufgeben und damit natürlich auch sein Mandat an dem Mordfall fallen lassen. Dafür soll er im Auftrag des Herstellers von Tarvan, der natürlich ungenannt bleiben will, die Familien der Mordopfer mit viel Geld entschädigen, bevor jemand etwas über das teuflische Medikament erfährt. Wenn er das Angebot annimmt, kann auch er sehr, sehr reich werden!!
Er wird dieses Angebot annehmen, viel Geld verdienen und plötzlich ist er mitten drin im Geschäft der Sammelklagen.
Sammelklagen sind ein von vielen Anwälten in Amerika eingereichte Schadenersatzklagen. Die Besonderheit besteht darin, dass hier sehr viele Geschädigte gesucht werden, für die dann gemeinsam versucht wird eine Menge Geld zu erstreiten. Aus dem „Erlös“ werden die Kläger befriedigt, aber meist erst nachdem sich die Anwaltkanzlei ein großes Stück von Kuchen, bis zu 30% der Schadenssumme, abgeschnitten haben.

Wie sich die Geschichte entwickelt, das solltet ihr bitte selber nachlesen, denn zuviel möchte ich nicht verraten – ansonsten würde die ganze Spannung verloren gehen.

Mein Fazit:

John Grisham greift mit dem Thema „Sammelklagen“ ein Geschäft auf, das in gerade in der amerikanischen Gesellschaft moralisch in Frage gestellt wird. Sein Buch bringt das noch einmal sehr deutlich zum Ausdruck
Gerade bei dem hier aufgegriffenen Fall stellt sich dem Leser oft die Frage, wer hat hier eigentlich Schuld? Ist es der junge Mörder, der zum Mörder wurde, weil er ein Medikament eingenommen hat, welches ihm helfen sollten seine Drogensucht zu besiegen. Ist es das Pharma-Unternehmen, das aus lauter Profitgier Medikamente am lebenden Objekt testen? Oder sind es die Anwälte, die sich auf Kosten der Betroffenen und an deren Leiden mittels ertragsstarker Sammelklagen bereichern.
Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich seinen Schuldigen zu suchen und dieses Buch zu lesen. Grisham kehrt zu seinem Ursprüngen zurück und erzählt uns die Geschichte es US-Anwaltes, wie er es schon oftmals getan hat. Er scheut auch diesmal nicht davor zurück, etwas zu übertreiben, aber das ist es ja auch, was Grisham ausmacht. Er weißt seine Leser immer wieder auf Missstände in unserer Gesellschaft hin und er verblüfft immer wieder damit, das die Moral siegt.

Ich habe das gebundene Buch mit 447 Seiten für 25,00 € gekauft.

Viel Spaß beim lesen wünscht Lanzelot

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hoink123

    06.05.2005, 16:11 Uhr von hoink123
    Bewertung: sehr hilfreich

    der bericht ist super. ich lese das buch gerade. mir ist es aber in die wanne gefallen, jetzt ist es nass. aber morgen lese ich weiter. lg hoink123