Grünes Gewölbe Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Bernsteinlicht
Das Grüne Gewölbe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Schatzkammer August des Starken
Im Jahr 1723 gründete August der Starke in Dresden das Schatzkammermuseum. Offiziell trug die Sammlung von da an den Namen "Königliche Schatz - Kammer". Allerdings setzte sich schon bald der Name "Grünes Gewölbe" durch. Diese Bezeichnung entstand durch den grünlichen Anstrich einiger Architekturteile in einem Raum des Dresdner Schlosses.
Geschichte:
In diesem Raum wurden bereits über 160 Jahre vor der Regierungszeit August des Starken die wertvollsten Gegenstände eingelagert. Dazu gehörten nicht nur die wichtigsten Staatspapiere und die Vorräte an Edelmetallen, sondern auch die wertvollsten Kleinodien und Kunstkammerstücke. Diese Schatzkammer der kurfürstlichen Familie wurde als die "Geheime Verwahrung" bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die kurfürstlichen Kunstkammer gegründet. Diese Sammlung bestand vorwiegend aus neuartigen und kostbaren Instrumenten und wissenschaftlichen Apparaten, sowie seltenen Naturalien und Kuriositäten. In den folgenden Jahrzehnten ergänzten und erweiterten die Wettiner die Sammlung. Die Sammlungsgegenstände umfaßten unterschiedliche Gebiete der Wissenschaft. August der Starke gründete im 18. Jahrhundert auf der Grundlage dieses Bestandes Einzelsammlungen. So baute er in enzyklopädischer Ordnung Sammlungen auf, die heute zu den bedeutendsten Museen Dresdens gezählt werden und in den staatlichen Kunstsammlungen Dresden zusammengefaßt werden. Dazu gehören u.a. die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer, das Museum für Mineralogie und Geologie aber auch die Sächsische Landbibliothek entstand aus den Beständen der Kunstkammer. Das Schatzkammermuseum, das August der Starke 1723 gründete, nahm das gesamte Erdgeschoß des Westflügels im Dresdner Schloß ein. Diese gehörten zu den sichersten Räumen im gesamten Schloß. Neben den vier alten ursprünglich zur "Geheimen Verwahrung" aus dem 16. Jh. gehörenden Räumen, entstanden unter dem Zwingerbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann vier weitere, so daß 1730, bei der Vollendung des Museums, 8 Schauräume entstanden waren. Die Sammlungsgegenstände waren nach Materialien geordnet. So gab es ein Bronzezimmer, Elfenbeinzimmer, Weißsilberzimmer, Silbervergoldetes Zimmer usw. In diesen Räumen gab es einen klaren Rundgang der die Sinneseindrücke von Raum zu Raum steigerte. Bis zum frühen 20. Jahrhundert blieb der wesentliche Sammlungsaufbau erhalten. 1942 wurde das Grüne Gewölbe aufgrund der drohenden Bombenangriffe geschlossen. Die Sammlungsgegenstände überstanden den Krieg auf der Festung Königsstein im Elbsandsteingebirge. Die ausgelagerten Kunstwerke wurden 1945 nach Moskau und Leningrad verbracht. 1985 kehrten sie zurück. Ein Jahr später wurde ein Teil der Sammlung wiedereröffnet. Die ursprünglichen Ausstellungsräume im Schloß waren jedoch durch die Kriegseinwirkung nicht mehr nutzbar. Aus diesem Grund wurde die heutige Daueraustellung ab 1974 in vier Räumen des Albertinums eröffnet. Von Anfang an waren diese Ausstellungsräume nur als Zwischenlösung gedacht. Im Jahre 2003 werden die Sammlungsgegenstände an ihren ursprünglichen Platz in den restaurierten Räumen des Dresdner Schlosses zurückkehren.
Der grüne Raum
Das Grüne Gewölbe bestand als es im Dresdner Schloß untergebracht war aus 8 Schauräumen. Im grünen Raum befinden sich nun Kunstgegenstände, die ursprünglich in vier verschiedenen Räumen des Schlosses ausgestellt waren. (Pretiosen, Bronze - Zimmer, Weißsilberzimmer und Wappenzimmer) Die meisten Gegenstände stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Die Kunstkammerobjekte sind die ältesten Sammlungsgegenstände des Grünen Gewölbes. Im 16. Jh. wurden neuartige kostbare technische Apparate, wie z.B. diese Uhr von 1570 gesammelt. Die Schatzkammer Augusts des Starken ist eine weltliche Schatzkammer. Sakrale Gegenstände finden sich, aufgrund der Reformation, der Ausgangspunkt ja Sachsen war, nur vereinzelt.
Der blaue Raum
Im blauen Raum werden vor allem Kunstwerke aus Elfenbein, Bernstein und Bleikristall ausgestellt. Die Sammlung der Elfenbeinkuststücke umfasst alleine etwa 300 Werke.
In diesen ersten beiden Räumen sieht man vor allem Kunstwerke, die im Laufe der Zeit in die kurfürstliche Schatzkammer gelangten. Dabei handelte es sich nicht nur um Stücke die am sächsischen Hofe gefertigt wurden, sondern auch um internationale Kunstwerke, viele davon aus Italien. Im roten Raum kann man die sächsische Hofkunst des augusteischen Barocks bewundern.
Der rote Raum
Die Kunstwerke in diesem Raum entstanden in der Regierungszeit August des Starken.
Ihm gelang es hochbegabte Künstler an den Hof zu holen und diese mit anspruchsvollen Aufträgen maßgeblich zu fördern. Um 1700 begann die Blütezeit der Goldschmiede - und Juwelierkunst in der sächsischen Residenzstadt. Eine führende Position auf dem Gebiet der Juwelierkunst übernahm die Werkstatt der Familie Dinglinger. Im roten Raum sind die großen Kabinettstücke der Hofjuweliere zu sehen: das Goldene Kaffezeug, der Hofstaat des Großmoguls, das Dianabad und den Mohr mit der Smaragdstufe, so wie viele andere Kostbarkeiten.
Der gelbe Raum
Im letzten Raum befindet sich der Kronschatz der sächsisch - polnischen Könige. Neben den Juwelengarnituren Augusts des Starken, wird hier der Repräsentationsschmuck der Königinnen, sowie weitere Schmuckstücke und Pretiosen aus dem kurfürstlichen Familienbesitz ausgestellt. Außerdem sieht man einige Orden der sächsische Könige des 19. Jh.
Eine Spezialvitrine enthält Mikroschnitzereien, wobei der Kirschkern mit 185 Menschenköpfen der berühmteste ist . Er entstand im 16. Jahrhundert. Heute weiß man nicht einmal mehr, welche Werkzeuge damals diese Arbeit ermöglichten. Die technische Meisterleistung bewirkte, daß die Kurfürsten trotz des eigentlich wertlosen Materials, diese Stücke sammelten und in der Kunst - und Wunderkammer unterbrachten. Die Schnitzereien zählen zu den ältesten Sammlungsgegenständen des Grünen Gewölbes.
Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr
Donnerstag geschlossen
Eintrittspreise:
Erwachsene 7 DM
Ermäßigt 4 DM
Gruppen 5,50 DM
Tel.: 0351/4914619
Im Jahr 1723 gründete August der Starke in Dresden das Schatzkammermuseum. Offiziell trug die Sammlung von da an den Namen "Königliche Schatz - Kammer". Allerdings setzte sich schon bald der Name "Grünes Gewölbe" durch. Diese Bezeichnung entstand durch den grünlichen Anstrich einiger Architekturteile in einem Raum des Dresdner Schlosses.
Geschichte:
In diesem Raum wurden bereits über 160 Jahre vor der Regierungszeit August des Starken die wertvollsten Gegenstände eingelagert. Dazu gehörten nicht nur die wichtigsten Staatspapiere und die Vorräte an Edelmetallen, sondern auch die wertvollsten Kleinodien und Kunstkammerstücke. Diese Schatzkammer der kurfürstlichen Familie wurde als die "Geheime Verwahrung" bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die kurfürstlichen Kunstkammer gegründet. Diese Sammlung bestand vorwiegend aus neuartigen und kostbaren Instrumenten und wissenschaftlichen Apparaten, sowie seltenen Naturalien und Kuriositäten. In den folgenden Jahrzehnten ergänzten und erweiterten die Wettiner die Sammlung. Die Sammlungsgegenstände umfaßten unterschiedliche Gebiete der Wissenschaft. August der Starke gründete im 18. Jahrhundert auf der Grundlage dieses Bestandes Einzelsammlungen. So baute er in enzyklopädischer Ordnung Sammlungen auf, die heute zu den bedeutendsten Museen Dresdens gezählt werden und in den staatlichen Kunstsammlungen Dresden zusammengefaßt werden. Dazu gehören u.a. die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer, das Museum für Mineralogie und Geologie aber auch die Sächsische Landbibliothek entstand aus den Beständen der Kunstkammer. Das Schatzkammermuseum, das August der Starke 1723 gründete, nahm das gesamte Erdgeschoß des Westflügels im Dresdner Schloß ein. Diese gehörten zu den sichersten Räumen im gesamten Schloß. Neben den vier alten ursprünglich zur "Geheimen Verwahrung" aus dem 16. Jh. gehörenden Räumen, entstanden unter dem Zwingerbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann vier weitere, so daß 1730, bei der Vollendung des Museums, 8 Schauräume entstanden waren. Die Sammlungsgegenstände waren nach Materialien geordnet. So gab es ein Bronzezimmer, Elfenbeinzimmer, Weißsilberzimmer, Silbervergoldetes Zimmer usw. In diesen Räumen gab es einen klaren Rundgang der die Sinneseindrücke von Raum zu Raum steigerte. Bis zum frühen 20. Jahrhundert blieb der wesentliche Sammlungsaufbau erhalten. 1942 wurde das Grüne Gewölbe aufgrund der drohenden Bombenangriffe geschlossen. Die Sammlungsgegenstände überstanden den Krieg auf der Festung Königsstein im Elbsandsteingebirge. Die ausgelagerten Kunstwerke wurden 1945 nach Moskau und Leningrad verbracht. 1985 kehrten sie zurück. Ein Jahr später wurde ein Teil der Sammlung wiedereröffnet. Die ursprünglichen Ausstellungsräume im Schloß waren jedoch durch die Kriegseinwirkung nicht mehr nutzbar. Aus diesem Grund wurde die heutige Daueraustellung ab 1974 in vier Räumen des Albertinums eröffnet. Von Anfang an waren diese Ausstellungsräume nur als Zwischenlösung gedacht. Im Jahre 2003 werden die Sammlungsgegenstände an ihren ursprünglichen Platz in den restaurierten Räumen des Dresdner Schlosses zurückkehren.
Der grüne Raum
Das Grüne Gewölbe bestand als es im Dresdner Schloß untergebracht war aus 8 Schauräumen. Im grünen Raum befinden sich nun Kunstgegenstände, die ursprünglich in vier verschiedenen Räumen des Schlosses ausgestellt waren. (Pretiosen, Bronze - Zimmer, Weißsilberzimmer und Wappenzimmer) Die meisten Gegenstände stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Die Kunstkammerobjekte sind die ältesten Sammlungsgegenstände des Grünen Gewölbes. Im 16. Jh. wurden neuartige kostbare technische Apparate, wie z.B. diese Uhr von 1570 gesammelt. Die Schatzkammer Augusts des Starken ist eine weltliche Schatzkammer. Sakrale Gegenstände finden sich, aufgrund der Reformation, der Ausgangspunkt ja Sachsen war, nur vereinzelt.
Der blaue Raum
Im blauen Raum werden vor allem Kunstwerke aus Elfenbein, Bernstein und Bleikristall ausgestellt. Die Sammlung der Elfenbeinkuststücke umfasst alleine etwa 300 Werke.
In diesen ersten beiden Räumen sieht man vor allem Kunstwerke, die im Laufe der Zeit in die kurfürstliche Schatzkammer gelangten. Dabei handelte es sich nicht nur um Stücke die am sächsischen Hofe gefertigt wurden, sondern auch um internationale Kunstwerke, viele davon aus Italien. Im roten Raum kann man die sächsische Hofkunst des augusteischen Barocks bewundern.
Der rote Raum
Die Kunstwerke in diesem Raum entstanden in der Regierungszeit August des Starken.
Ihm gelang es hochbegabte Künstler an den Hof zu holen und diese mit anspruchsvollen Aufträgen maßgeblich zu fördern. Um 1700 begann die Blütezeit der Goldschmiede - und Juwelierkunst in der sächsischen Residenzstadt. Eine führende Position auf dem Gebiet der Juwelierkunst übernahm die Werkstatt der Familie Dinglinger. Im roten Raum sind die großen Kabinettstücke der Hofjuweliere zu sehen: das Goldene Kaffezeug, der Hofstaat des Großmoguls, das Dianabad und den Mohr mit der Smaragdstufe, so wie viele andere Kostbarkeiten.
Der gelbe Raum
Im letzten Raum befindet sich der Kronschatz der sächsisch - polnischen Könige. Neben den Juwelengarnituren Augusts des Starken, wird hier der Repräsentationsschmuck der Königinnen, sowie weitere Schmuckstücke und Pretiosen aus dem kurfürstlichen Familienbesitz ausgestellt. Außerdem sieht man einige Orden der sächsische Könige des 19. Jh.
Eine Spezialvitrine enthält Mikroschnitzereien, wobei der Kirschkern mit 185 Menschenköpfen der berühmteste ist . Er entstand im 16. Jahrhundert. Heute weiß man nicht einmal mehr, welche Werkzeuge damals diese Arbeit ermöglichten. Die technische Meisterleistung bewirkte, daß die Kurfürsten trotz des eigentlich wertlosen Materials, diese Stücke sammelten und in der Kunst - und Wunderkammer unterbrachten. Die Schnitzereien zählen zu den ältesten Sammlungsgegenständen des Grünen Gewölbes.
Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr
Donnerstag geschlossen
Eintrittspreise:
Erwachsene 7 DM
Ermäßigt 4 DM
Gruppen 5,50 DM
Tel.: 0351/4914619
10 Bewertungen, 4 Kommentare
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13.07.2002, 00:02 Uhr von Mischka27
Bewertung: sehr hilfreichIch habe es besucht und kenne nichts vergleichbares
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24.06.2002, 15:30 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichEin beeindruckender Bericht! Sachsen hatte ein besonderes Verhältnis zur Kultur. Die Rückgabe der nach dem Krieg geraubten "Beutekunst" ist eine sehr freundschaftliche Geste der Russen, deren Bedeutung gerade für das deutsch-russis
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16.04.2002, 00:22 Uhr von store_troll
Bewertung: sehr hilfreichWieder was Neues gelernt über Dresden ..
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27.03.2002, 19:45 Uhr von botanik
Bewertung: sehr hilfreichEin bemerkswerter Betrag, weiter so !
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