Grundig ELEGANCE 63 ST 63-300 DOLBY Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Ausstattung:
- Bildqualität:
- Klangqualität:
- Bedienkomfort:
- Verarbeitung:
Erfahrungsbericht von klausalfred
Der Grundig mit dem Sponsor
Pro:
Gutes Aussehen, flimmerfreies Bild, sinnvolle Zusatzfunktionen
Kontra:
Beim Einschalten kommt das falsche Programm
Empfehlung:
Ja
Ich habe überhaupt nichts gegen n-tv. Schließlich strahlt der Sender keine exhibitionistischen Talk-Shows und dümmliche Seifenopern aus, sondern in erster Linie Nachrichten. Und immerhin habe ich auch eine persönliche Beziehung zum n-tv-Studio in der Berliner Taubenstraße, wo ich ein paar Mal an der inzwischen eingestellten Live-Sendung „Schlagzeile des Tages“ mitwirkte. Aber wenn ich abends den Fernseher einschalte, dann möchte ich gern selbst bestimmen, welchen Sender mir das Gerät als erstes zeigt. Unser Grundig bot mir lange Zeit erst einmal n-tv. Ob er wohl heimlich einen Sponsorenvertrag abgeschlossen hatte?
Könnte sein, denn er hat wirklich etwas von einem Star: matt-silberne Oberfläche, breite Brust (wegen der rechts und links versteckten Lautsprecher), die etwas zurückgesetzte sparsam-elegante Bedienungseinheit – very distinguished, würde meine schottische Freundin Lady McGuire sagen.
Unser Grundig ist schon der soundsovielste seiner Familie, der unser Heim und unsere Abende bereichert hat. Er steht im oberen Wohnbereich, wo wir uns in der Regel aufhalten, wenn wir allein sind. Im unteren Wohnbereich haben wir auch noch einen kleineren aus seiner Familie.
Wir waren mit unseren Grundigs eigentlich immer zufrieden. Als unser letzter größerer nach weit mehr als zehn Jahren immer altersschwächer, also reparaturanfälliger wurde, schauten wir uns also wieder nach einem Gerät dieser deutschen Traditionsmarke um. Klar war, es sollte eine 63er Röhre haben, was einer Bildschirmgröße von 59 Zentimetern gleich kommt. „Das reicht“, meinte Helma, die bei uns die etwas größere TV-Verbraucherin ist. (Ich lese meist nebenher die Zeitung oder ein Buch und frage sie beim Krimi ab und zu, ob was Neues passiert ist.)
Klar war auch, dass wir uns ein Gerät mit 100 Hertz leisten wollten, was nach Angaben des Verkäufers beim ProMarkt ein weitgehend flimmerfreies Bild gewährleistet. Und so kamen wir auf den Grundig „Elegance 63 ST 63-300 Dolby“. Den Namen trägt er also zu Recht. Doch hält er auch sonst, was uns sein elegantes mattsilbernes Äußeres verheißt?
Das Aufstellen und die Senderbelegung übernahm der Monteur, der uns das Gerät lieferte. Ich guckte ihm dabei über die Schulter. Es gibt einen Programmsuchlauf, der die Senderbelegung automatisch vornimmt, allerdings nach seinem Geschmack. Also mussten wir später die Reihenfolge wieder ändern, RTL 2 und VIVA weiter nach hinten verbannen und die dritten Programme weiter nach vorn holen. Das ist kein Problem – allerdings nur, wenn man das Arbeiten am Rechner gewöhnt ist. Denn solche Einstellungen laufen über ein Menü, das „Easy Dialog“ verspricht und auch so heißt. Wirklich easy ist es wie gesagt aber nur für Menschen, die mit Ordnern und Popup- Menüs umgehen können. Meine alte Tante Marga jedenfalls käme damit nicht zurecht.
Aber Tante Marga wird im Zweifel ja nur einstellen und das Programm wählen wollen. Das schafft sie leicht, weil der Einschaltknopf als einziges Bedienelement am Gerätevorderteil zu erreichen ist, ohne dass man die Klappe öffnet, hinter der sich die üblichen Knöpfchen und Buchsen verbergen. Aber das Programm wählt sie natürlich mit der Fernbedienung. Die ist funktional. Das heißt, das meiste erschließt sich von selbst. Bei genauerem Hinsehen allerdings findet man noch weitere Funktionen, zum Beispiel die zum Zappen.
Wenn man den Button mit dem Z betätigt, dann wird die aktuelle Station gespeichert. So kann ich auf einen anderen Kanal umschalten, jederzeit aber zu dem ursprünglichen zurückkehren. Das finde ich praktisch, wenn auf zwei Kanälen Sportübertragungen laufen. Wenn man mich auf dem einen mit Werbung ärgern will, drücke ich bloß aufs Zapp-Knöpfchen und ... sehe auch Werbung (wenn ich Pech habe).
Noch nützlicher aber ist der Button, der die Buchstaben TV-G trägt, wohinter sich der so genannte TV-Guide verbirgt. (Endlich mal ein englisches Wort, für das ich dankbar bin. Denn beim Wort Führer sträubt sich bei mir immer noch was.) Mit Hilfe dieser Funktion kann ich die Programmankündigungen aller TV-Sender speichern und nach inhaltlichen Kriterien sortieren, also zum Beispiel mir alle gerade laufenden und am selben Abend beginnenden Nachrichtensendungen anzeigen lassen. Und jetzt kommt der Clou. Ich kann mich bei einzelnen Sendungen erinnern oder den Fernseher einschalten lassen. Ich könnte mit dieser Funktion auch die betreffende Sendung aufzeichnen lassen, wenn ... ja wenn mein Videorecorder mit Megalogic ausgestattet wäre. Ich vermute, dass nur Grundig-Recorder diesen höchsten Grad an Logik aufweisen. Unser JVC-Gerät hat die jedenfalls nicht.
(Das ist insofern ärgerlich, weil wir Fernseher und Recorder zusammen gekauft haben, im ProMarkt aber wohl kein Grundig-Recorder angeboten wurde und der Verkäufer auf unsere Frage, was er uns denn für ein Aufnahmegerät empfehle, antwortete, das sei völlig egal. „Die sind ja alle gleich.)
Die Megalogic erlaubt wohl eine automatische Synchronisation der Sendertabelle zwischen Fernseher und Recorder – eine Übung, die mein Weib mühsam per Hand erledigt hat. Und was mir als Technikfreak besonders gefallen würde: Megalogic erlaubt auch die Einblendung eines zweiten Fernsehbildes in das laufende Programm.
Ohne ein solch schlaues Gerät kann ich das nur beim Videotext. Dazu muss ich nur den Button mit der witzigen Buchstabenkombination PIP drücken. Zum Videotext auch noch ein Wort: Noch nie habe den Wechsel von Videotextseiten so schnell erlebt wie bei unserem neuen Grundig. Ich kann mit den Seiten einfach vorwärts und rückwärts gehen und muss nicht mühsam die Seitenzahlen eingeben.
Dass die 100 Hertz halten, was sie versprechen, das erschien mir eher selbstverständlich. Das Bild ist flimmerfrei – na ja, beim ZDF nicht, aber das liegt ganz offenkundig nicht an unserem Grundig, sondern an unserem Kabelanschluss. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung, doch von der hoch gepriesenen Dolby-Surround-Technik habe ich nichts gemerkt.
Unser neuester Grundig ist also durchaus seine 616 Euro (inzwischen auch billiger zu bekommen) wert: Das Bild ist brillant, der Ton ist in Ordnung, und klassische Musik höre ich sowieso nicht im Fernsehen. Die Zusatzfunktionen, vor allem der TV Guide und der Videotext, sind eine echte Bereicherung. Und dass ich von Megalogic nicht profitieren kann, das haben wir unserer offenbar übereilten Entscheidung für einen falschen Recorder (und einem inkompetenten Verkäufer) zuzuschreiben.
Ach so, da war doch noch was? Natürlich versuchte ich, im Easy Dialog die Einstellung zu ändern, die dafür sorgte, dass sich nach dem Einschalten immer n-tv meldete. Tatsächlich kann man dort wählen, ob das Gerät immer mit dem zuletzt eingeschalteten Programm startet oder mit dem Sender auf Programmplatz 1. (Wohlgemerkt: n-tv erfüllt niemals eine dieser Voraussetzungen.) Also aktivierte ich diese Funktion, schaltete dann das Gerät aus und sehr gespannt wieder ein – n-tv.
Nun gibt es auch ein Kundenberatungszentrum, das einem von Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr unter folgenden Nummern zur Verfügung steht: 0180/530 21 22 (Deutschland) und: 0800/700 600 (Österreich). Aber morgens bin ich noch nicht in der Lage, einen normalen Satz zu formulieren, und um 19 Uhr komme ich erst nach Hause. Und ich wollte mir die Geschichte auch nicht ohne den Fernseher erklären lassen.
Ich suchte also die Homepage von Grundig (www.grundig.de) auf, in der Hoffnung, dass ich dort vielleicht Hilfe finden würde. Sie bieten dort tatsächlich Bedienungsanleitungen als PDF-Dateien an, sofern man vorher seinen Namen und seine Adresse preisgibt. Das habe ich brav gemacht. Aber nachdem ich „Abschicken“ gedrückt hatte, erschien immer die Fehlermeldung „Die Seite kann nicht angezeigt werden“. Also gab ich es auf.
Und siehe da, kaum hatte ich meine Bemühungen eingestellt, schon kam mein Grundig mit dem gewünschten Programm. Sicher war der Vertrag mit seinem Sponsor ausgelaufen. Inzwischen hat er aber offenbar einen neuen: Nun beginnt er immer mit Eurosport.
Könnte sein, denn er hat wirklich etwas von einem Star: matt-silberne Oberfläche, breite Brust (wegen der rechts und links versteckten Lautsprecher), die etwas zurückgesetzte sparsam-elegante Bedienungseinheit – very distinguished, würde meine schottische Freundin Lady McGuire sagen.
Unser Grundig ist schon der soundsovielste seiner Familie, der unser Heim und unsere Abende bereichert hat. Er steht im oberen Wohnbereich, wo wir uns in der Regel aufhalten, wenn wir allein sind. Im unteren Wohnbereich haben wir auch noch einen kleineren aus seiner Familie.
Wir waren mit unseren Grundigs eigentlich immer zufrieden. Als unser letzter größerer nach weit mehr als zehn Jahren immer altersschwächer, also reparaturanfälliger wurde, schauten wir uns also wieder nach einem Gerät dieser deutschen Traditionsmarke um. Klar war, es sollte eine 63er Röhre haben, was einer Bildschirmgröße von 59 Zentimetern gleich kommt. „Das reicht“, meinte Helma, die bei uns die etwas größere TV-Verbraucherin ist. (Ich lese meist nebenher die Zeitung oder ein Buch und frage sie beim Krimi ab und zu, ob was Neues passiert ist.)
Klar war auch, dass wir uns ein Gerät mit 100 Hertz leisten wollten, was nach Angaben des Verkäufers beim ProMarkt ein weitgehend flimmerfreies Bild gewährleistet. Und so kamen wir auf den Grundig „Elegance 63 ST 63-300 Dolby“. Den Namen trägt er also zu Recht. Doch hält er auch sonst, was uns sein elegantes mattsilbernes Äußeres verheißt?
Das Aufstellen und die Senderbelegung übernahm der Monteur, der uns das Gerät lieferte. Ich guckte ihm dabei über die Schulter. Es gibt einen Programmsuchlauf, der die Senderbelegung automatisch vornimmt, allerdings nach seinem Geschmack. Also mussten wir später die Reihenfolge wieder ändern, RTL 2 und VIVA weiter nach hinten verbannen und die dritten Programme weiter nach vorn holen. Das ist kein Problem – allerdings nur, wenn man das Arbeiten am Rechner gewöhnt ist. Denn solche Einstellungen laufen über ein Menü, das „Easy Dialog“ verspricht und auch so heißt. Wirklich easy ist es wie gesagt aber nur für Menschen, die mit Ordnern und Popup- Menüs umgehen können. Meine alte Tante Marga jedenfalls käme damit nicht zurecht.
Aber Tante Marga wird im Zweifel ja nur einstellen und das Programm wählen wollen. Das schafft sie leicht, weil der Einschaltknopf als einziges Bedienelement am Gerätevorderteil zu erreichen ist, ohne dass man die Klappe öffnet, hinter der sich die üblichen Knöpfchen und Buchsen verbergen. Aber das Programm wählt sie natürlich mit der Fernbedienung. Die ist funktional. Das heißt, das meiste erschließt sich von selbst. Bei genauerem Hinsehen allerdings findet man noch weitere Funktionen, zum Beispiel die zum Zappen.
Wenn man den Button mit dem Z betätigt, dann wird die aktuelle Station gespeichert. So kann ich auf einen anderen Kanal umschalten, jederzeit aber zu dem ursprünglichen zurückkehren. Das finde ich praktisch, wenn auf zwei Kanälen Sportübertragungen laufen. Wenn man mich auf dem einen mit Werbung ärgern will, drücke ich bloß aufs Zapp-Knöpfchen und ... sehe auch Werbung (wenn ich Pech habe).
Noch nützlicher aber ist der Button, der die Buchstaben TV-G trägt, wohinter sich der so genannte TV-Guide verbirgt. (Endlich mal ein englisches Wort, für das ich dankbar bin. Denn beim Wort Führer sträubt sich bei mir immer noch was.) Mit Hilfe dieser Funktion kann ich die Programmankündigungen aller TV-Sender speichern und nach inhaltlichen Kriterien sortieren, also zum Beispiel mir alle gerade laufenden und am selben Abend beginnenden Nachrichtensendungen anzeigen lassen. Und jetzt kommt der Clou. Ich kann mich bei einzelnen Sendungen erinnern oder den Fernseher einschalten lassen. Ich könnte mit dieser Funktion auch die betreffende Sendung aufzeichnen lassen, wenn ... ja wenn mein Videorecorder mit Megalogic ausgestattet wäre. Ich vermute, dass nur Grundig-Recorder diesen höchsten Grad an Logik aufweisen. Unser JVC-Gerät hat die jedenfalls nicht.
(Das ist insofern ärgerlich, weil wir Fernseher und Recorder zusammen gekauft haben, im ProMarkt aber wohl kein Grundig-Recorder angeboten wurde und der Verkäufer auf unsere Frage, was er uns denn für ein Aufnahmegerät empfehle, antwortete, das sei völlig egal. „Die sind ja alle gleich.)
Die Megalogic erlaubt wohl eine automatische Synchronisation der Sendertabelle zwischen Fernseher und Recorder – eine Übung, die mein Weib mühsam per Hand erledigt hat. Und was mir als Technikfreak besonders gefallen würde: Megalogic erlaubt auch die Einblendung eines zweiten Fernsehbildes in das laufende Programm.
Ohne ein solch schlaues Gerät kann ich das nur beim Videotext. Dazu muss ich nur den Button mit der witzigen Buchstabenkombination PIP drücken. Zum Videotext auch noch ein Wort: Noch nie habe den Wechsel von Videotextseiten so schnell erlebt wie bei unserem neuen Grundig. Ich kann mit den Seiten einfach vorwärts und rückwärts gehen und muss nicht mühsam die Seitenzahlen eingeben.
Dass die 100 Hertz halten, was sie versprechen, das erschien mir eher selbstverständlich. Das Bild ist flimmerfrei – na ja, beim ZDF nicht, aber das liegt ganz offenkundig nicht an unserem Grundig, sondern an unserem Kabelanschluss. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung, doch von der hoch gepriesenen Dolby-Surround-Technik habe ich nichts gemerkt.
Unser neuester Grundig ist also durchaus seine 616 Euro (inzwischen auch billiger zu bekommen) wert: Das Bild ist brillant, der Ton ist in Ordnung, und klassische Musik höre ich sowieso nicht im Fernsehen. Die Zusatzfunktionen, vor allem der TV Guide und der Videotext, sind eine echte Bereicherung. Und dass ich von Megalogic nicht profitieren kann, das haben wir unserer offenbar übereilten Entscheidung für einen falschen Recorder (und einem inkompetenten Verkäufer) zuzuschreiben.
Ach so, da war doch noch was? Natürlich versuchte ich, im Easy Dialog die Einstellung zu ändern, die dafür sorgte, dass sich nach dem Einschalten immer n-tv meldete. Tatsächlich kann man dort wählen, ob das Gerät immer mit dem zuletzt eingeschalteten Programm startet oder mit dem Sender auf Programmplatz 1. (Wohlgemerkt: n-tv erfüllt niemals eine dieser Voraussetzungen.) Also aktivierte ich diese Funktion, schaltete dann das Gerät aus und sehr gespannt wieder ein – n-tv.
Nun gibt es auch ein Kundenberatungszentrum, das einem von Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr unter folgenden Nummern zur Verfügung steht: 0180/530 21 22 (Deutschland) und: 0800/700 600 (Österreich). Aber morgens bin ich noch nicht in der Lage, einen normalen Satz zu formulieren, und um 19 Uhr komme ich erst nach Hause. Und ich wollte mir die Geschichte auch nicht ohne den Fernseher erklären lassen.
Ich suchte also die Homepage von Grundig (www.grundig.de) auf, in der Hoffnung, dass ich dort vielleicht Hilfe finden würde. Sie bieten dort tatsächlich Bedienungsanleitungen als PDF-Dateien an, sofern man vorher seinen Namen und seine Adresse preisgibt. Das habe ich brav gemacht. Aber nachdem ich „Abschicken“ gedrückt hatte, erschien immer die Fehlermeldung „Die Seite kann nicht angezeigt werden“. Also gab ich es auf.
Und siehe da, kaum hatte ich meine Bemühungen eingestellt, schon kam mein Grundig mit dem gewünschten Programm. Sicher war der Vertrag mit seinem Sponsor ausgelaufen. Inzwischen hat er aber offenbar einen neuen: Nun beginnt er immer mit Eurosport.
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