Guano Apes Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Frederik
Proud like a god
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als 1997 auf dem Sampler "Crossing all over, Vol. 6" der Track "Open your eyes" erstmals einem größeren Publikum vorgestellt wurde, ahnte niemand, welche Folgen für die Guano Apes bevorstanden. Der Song entwickelte sich zu einem globalen Hit - sogar die US Top20 wurde geknackt - und das nachfolgende Album "Proud like a God" wurde zum meistverkauften Debüt einer englischsprachigen Gruppe in und aus Deutschland. Mit einem eher unkonventionellen und nicht gerade radiofreundlichen Sound gelang es dem Göttinger Vierer in Platinregionen vorzustoßen.
Nach der den Hits folgenden Tour fielen sie jedoch in ein kreatives Loch und die Öffentlichkeit begann zu rätseln, ob der Erfolg des Erstlings nur heiße Luft war. Um so heißer bläst es nun in "Don't give me names" los, wenn mit "Innocent greed" der Opener erfreulich an die seligen Faith No More erinnert. Dennoch ist der Song, genau wie die meisten anderen härteren Tracks wie "No speech" oder "Money and milk", erfreulich melodisch und ergeht sich nicht in stupidem Gekloppe. Mit "Living in a lie" folgt das erste Highlight des Albums. In diesem Song über die Suche nach sich selbst, musikalisch in der Tradition von "Rain" stehend, unterstreicht Sandra Nasic das gewachsene Spektrum ihrer Stimme auf beeindruckende Weise. Neben Skin von Skunk Anansie kombiniert sie wohl am eindrucksvollsten Power und Gefühl. Trotz der vorhandenen Parallelen wirken die Guano Apes aber etwas verspielter und doch druckvoller.
Der eher flache Singlehit "Big in Japan", bei dem der Alphaville-Klassiker durch den Rockwolf gedreht wurde, deutet eine neue Richtung an, stellt aber doch nur einen weiteren Fixpunkt im Klangbild der Band dar. Die gesunde Mischung aus Brettern und Balladen, die das Debüt so reizvoll machte, wird auch hier zu einem geschmackvollen Cocktail zusammengerührt. Das Songwriting hat ebenso wie das Klangspektrum neue Akzente hinzugewonnen. Ein allzu flippiger Kreuzüber wird zugunsten von spannungsreiche Melodiebögen meist vermieden, kommt aber dennoch in den deutlich von Primus beeinflußten Songs wie "Dödel up" oder "Gogan" dennoch zum Zuge. Die neuen Stärken liegen aber in den düsteren Tracks, die fast als Balladen durchgehen könnten. Ähnlich wie im Soundtrackbeitrag "Don't you turn your back on me" spielt Frontfrau Nasic in Songs wie "Too close to leave" und "Heaven" mit Melodien zwischen Himmel und Hölle. Mit "Anne Claire" findet dieses Spiel im letzten Track einen würdigen Abschluß. So zerbrechlich und doch kraftvoll, wie sie dabei klingt, kann sogar die eine oder andere Gänsehaut dabei herauskommen.
Wer mit dem Debütalbum etwas anzufangen wußte, wird sicherlich auch mit "Don't give me names" glücklich werden können, obwohl der Reiz des Neuen nicht mehr ganz so groß erscheint. Die Guano Apes haben einen eigenen Sound gefunden, der durch die radiokompatibler gewordene Produktion und die leicht verdaulicher geratenen Songs auch neue Fangruppen erschließen können wird.
Nach der den Hits folgenden Tour fielen sie jedoch in ein kreatives Loch und die Öffentlichkeit begann zu rätseln, ob der Erfolg des Erstlings nur heiße Luft war. Um so heißer bläst es nun in "Don't give me names" los, wenn mit "Innocent greed" der Opener erfreulich an die seligen Faith No More erinnert. Dennoch ist der Song, genau wie die meisten anderen härteren Tracks wie "No speech" oder "Money and milk", erfreulich melodisch und ergeht sich nicht in stupidem Gekloppe. Mit "Living in a lie" folgt das erste Highlight des Albums. In diesem Song über die Suche nach sich selbst, musikalisch in der Tradition von "Rain" stehend, unterstreicht Sandra Nasic das gewachsene Spektrum ihrer Stimme auf beeindruckende Weise. Neben Skin von Skunk Anansie kombiniert sie wohl am eindrucksvollsten Power und Gefühl. Trotz der vorhandenen Parallelen wirken die Guano Apes aber etwas verspielter und doch druckvoller.
Der eher flache Singlehit "Big in Japan", bei dem der Alphaville-Klassiker durch den Rockwolf gedreht wurde, deutet eine neue Richtung an, stellt aber doch nur einen weiteren Fixpunkt im Klangbild der Band dar. Die gesunde Mischung aus Brettern und Balladen, die das Debüt so reizvoll machte, wird auch hier zu einem geschmackvollen Cocktail zusammengerührt. Das Songwriting hat ebenso wie das Klangspektrum neue Akzente hinzugewonnen. Ein allzu flippiger Kreuzüber wird zugunsten von spannungsreiche Melodiebögen meist vermieden, kommt aber dennoch in den deutlich von Primus beeinflußten Songs wie "Dödel up" oder "Gogan" dennoch zum Zuge. Die neuen Stärken liegen aber in den düsteren Tracks, die fast als Balladen durchgehen könnten. Ähnlich wie im Soundtrackbeitrag "Don't you turn your back on me" spielt Frontfrau Nasic in Songs wie "Too close to leave" und "Heaven" mit Melodien zwischen Himmel und Hölle. Mit "Anne Claire" findet dieses Spiel im letzten Track einen würdigen Abschluß. So zerbrechlich und doch kraftvoll, wie sie dabei klingt, kann sogar die eine oder andere Gänsehaut dabei herauskommen.
Wer mit dem Debütalbum etwas anzufangen wußte, wird sicherlich auch mit "Don't give me names" glücklich werden können, obwohl der Reiz des Neuen nicht mehr ganz so groß erscheint. Die Guano Apes haben einen eigenen Sound gefunden, der durch die radiokompatibler gewordene Produktion und die leicht verdaulicher geratenen Songs auch neue Fangruppen erschließen können wird.
4 Bewertungen, 2 Kommentare
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27.06.2002, 15:22 Uhr von werwoelfin666
Bewertung: nicht hilfreichwww.motorhorst.de/plattentests/rezi.php3?show=44
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30.04.2002, 16:29 Uhr von PuschelHaeschen
Bewertung: sehr hilfreich29,99 DM? Schon älter die CD *g* Aber der Bericht ist gut!
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