Hewlett Packard HP DeskJet 3820 Testbericht

Hewlett-packard-hp-deskjet-3820
ab 31,20
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Summe aller Bewertungen
  • Druckqualität:  sehr gut
  • Geschwindigkeit:  schnell
  • Betriebskosten:  gering
  • Installation:  schwierig
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von schraddel

HP DeskJet 3820: Netter Drucker, aber die Software...

4
  • Druckqualität:  sehr gut
  • Betriebskosten:  gering
  • Installation:  sehr schwierig
  • Support & Service:  gut

Pro:

Gute Druckqualität, einfache Handhabung, solide Verarbeitung

Kontra:

zu wenig Einstellmöglichkeiten bei der Software

Empfehlung:

Ja

Dies war mein Testbericht vom 14.07.2003. Im Anschluss gibt's eine Aktualisierung und weitere Erfahrungen, da ich den Drucker ja nun schon länger besitze.

Alter Bericht:
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Bevor ich über den HP 3820 schreibe, muss ich zunächst einmal gestehen, dass ich bekennender HP-Fan bin. Ganz einfach, weil die Drucker von HP gegenüber allen anderen Marken einen Vorteil haben: Mit der Druckpatrone wird praktisch der komplette Druckkopf ausgetauscht, wodurch ein Eintrocknen der Tintendüsen so gut wie ausgeschlossen ist, und falls das doch einmal passiert, kann man das Problem mithilfe eines angefeuchteten Tempo-Taschentuchs leicht lösen, indem man die Patrone rausnimmt, kurz über die Düsen wischt, und das Ganze dann auf der trockenen Taschentuchseite abtupft. Patrone wieder rein, und fertig. Bei vielen anderen Marken (z.B. Epson, Canon,...) wäre das eine größere Reparatur-Aktion, da diese Drucker fest installierte Druckköpfe haben, die mit Tintentanks befüllt werden.

Meinen 3820 besitze ich inzwischen seit fast sechs Monaten, und ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Für Heimanwendungen ist er ausreichend schnell, und die Druckqualität ist meistens ganz hervorragend. Ich will hier keine Herstellerangaben zitieren, sondern lediglich beschreiben, was ich an dem Drucker gut finde, und was mich stört.

Gut ist zum Beispiel, dass er sich sowohl über USB als auch über eine "altmodische" Parallelschnittstelle an den PC anschließen lässt. Und dass er, im Gegensatz zu den älteren Modellen von HP, kein externes Netzteil mehr hat, das unter dem Schreibtisch immer Platz wegnahm, sondern nur noch mit einem flachen Kabel ans Stromnetz angeschlossen wird. Dafür, dass das Netzteil in den Drucker integriert ist, wird er im Betrieb nicht einmal besonders warm.

Die Bedienung ist HP-gewohnt einfach; am Drucker selber befinden sich lediglich drei Tasten, eine große oben und zwei kleine darunter, leicht zugänglich an der Vorderseite rechts von der Drucker-Abdeckung. Wer aber denkt, die oberste, große Taste sei zum Ein- und Ausschalten da, irrt sich: Die dient dazu, die beiden Druckpatronen (es gibt eine Dreifarb- und eine Schwarzpatrone) zum Wechsel aus der Parkposition und wieder zurück zu fahren. Mit der mittleren Taste schaltet man den Drucker on- bzw. offline, und die unterste Taste schließlich dient zum Ein- und Ausschalten. Verwirrend? Anfangs ja; aber man gewöhnt sich daran, weil man im "Normalbetrieb" eigentlich nur die unterste Taste benötigt.

Alles Übrige erledigt man weitgehend über die HP-Treibersoftware, die allerdings auch gewisse Nachteile hat.

Auf HP-Spezialpapier sind die Druckergebnisse exzellent, das ist gar nicht zu bestreiten. Die Software bietet dafür auch entsprechende Einstellmöglichkeiten an, mit denen jeder Anfänger bestens zurecht kommt, denn alle von Hewlett-Packard erhältlichen Papiersorten sind in einer Liste wählbar.

Kompliziert wird es dann, wenn man Papier von Fremdanbietern benutzt. Hier bietet die Software keinerlei weiterführende Einstellmöglichkeiten, und man muss experimentieren, um die richtige Einstellung für "Fremdpapier" zu finden. Für manche Sorten, die als "Fotokarton" angeboten werden, empfiehlt es sich zum Beispiel, die Einstellung für "Normalpapier" zu wählen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Mit einer professionellen Bildbearbeitung wie etwa Photoshop lassen sich natürlich Drucker-Farbprofile anlegen; aber das ist wirklich den Experten vorbehalten. Hier hat HP noch nicht den richtigen Kompromiss zwischen Bedienungsfreundlichkeit und erweiterten Einstellmöglichkeiten gefunden. Die Tinten-Füllstandsanzeige, die die Software anbietet, ist zwar relativ exakt, aber eigentlich nichts weiter als ein nettes "Gadget", auf dessen Implementierung man auch hätte verzichten können, zumal da sie bei Patronen von Drittanbietern ohnehin nicht exakt arbeitet. Statt dessen wären mehr Einstellmöglichkeiten auf unterschiedliche Papiersorten angebrachter gewesen.

Ein Handbuch gibt es zu dem Drucker natürlich auch; aber das kann man eher vergessen anstatt lesen, denn die darin enthaltene deutsche Übersetzung ist so grottenschlecht, dass sie von dem allseits bekannten Babelfisch ( http://babelfish.altavista.com ) stammen könnte. Auf der mitgelieferten CD gibt es ein Online-Handbuch; das mag Papier sparen, lädt aber nicht gerade zum Lesen ein.

Positiv zu erwähnen ist, dass Papiereinzug und Papierführung für einen "Wohnzimmer-Drucker" sehr exakt sind, und sich das Gerät per Software schnell und einfach kalibrieren lässt. Fotodrucke mit 300 dpi (Punkten pro Zoll) Auflösung werden gestochen scharf und erscheinen auf dem "richtigen" Papier in absolut naturgetreuen Farben, und beim Schwarzweißdruck werden die Kanten von Buchstaben deutlich und ohne "Gepixle" dargestellt. Bis zu einem Papiergewicht von 180 Gramm verarbeitet der 3820 alles problemlos; dickeren Karton habe ich noch nicht ausprobiert, aber auch das könnte gehen.

Der Papierschacht fasst etwa 50 Blatt normales Schreibmaschinenpapier (80 Gramm). Man kann auch mehr reinlegen, muss allerdings dann aufpassen, dass der HP sich nicht "überfrisst" und mal zwei oder drei Blätter gleichzeitig einzieht. Hewlett-Packard übertreibt gerne bei der Angabe des Fassungsvermögens. Für Seriendrucke und "Großauflagen" ist dieser Drucker mit Sicherheit nicht geeignet.

Über den genauen Preis den Geräts kann ich nichts sagen, da ich ihn seinerzeit im "Bundle" gekauft habe; wenn man den Druckerpreis rausrechnet, dürften es um die 200 Euro gewesen sein. Die Druckqualität ist - gerade bei Fotodrucken - wirklich hervorragend, sofern man Fotopapier verwendet und die nötige Zeit mitbringt. Laut Herstellerangabe schafft der Drucker 1 Farbseite pro Minute; das ist allerdings großzügig nach unten gerundet. In der Praxis kann man diese Zeitangabe gut und gerne verdoppeln. Der Schwarzweiß-Druck hat die übliche Tintenstrahler-Qualität, wobei ich das vom optischen Eindruck her am oberen Ende des Durchschnitts ansetzen würde, also schon etwas besser als andere Drucker.

Für Heimanwender, die auch Wert auf gute Farbdrucke legen, ist der HP3820 sicher zu empfehlen, und ich würde dazu raten, ein solches Gerät eventuell gebraucht zu kaufen. Für den "harten" Büroeinsatz taugt dieser Drucker nicht unbedingt (ältere HP-Geräte waren mechanisch teilweise stabiler verarbeitet), und für "druckreife" Grafiken sollte man eventuell etwas tiefer in die Tasche greifen, denn die Schwächen des Druckertreibers kann man nur mit viel Mühe und Bildbearbeitungswissen korrigieren. Wer ein leicht bedienbares, ausfallsicheres und zuverlässiges Gerät für den Heimgebrauch sucht, ist mit diesem Drucker aber bestimmt nicht falsch beraten.

Ergänzung:
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Was ich in meinem "alten" Bericht schrieb, kann größtenteils so stehen bleiben. Nachdem ich den Drucker aber inzwischen schon sehr lange besitze, möchte ich für Euch - stichpunktartig - noch ein paar wichtige Punkte zusammenfassen, die für Eure Entscheidung für oder gegen diesen Drucker vielleicht wichtig sind.

* Ich würde nach wie vor, und jetzt, nach langer Betriebsdauer, umso mehr empfehlen, so einen Drucker gebraucht zu kaufen, da die Mechanik der Papierführung ziemlich robust ist, und das Gerät bei mir immer noch absolut exakte und hochwertige Ausdrucke liefert. Zudem dürfte der Preis jetzt sehr niedrig geworden sein.

* In meinem ursprünglichen Bericht nicht erwähnt, weil ich es damals noch nicht wusste: Die Druckerelektronik akzeptiert nur die kleinen 15-ml-Schwarzpatronen anstatt der großen mit mehr Inhalt, obwohl sie größenmäßig perfekt passen würden. Das liegt an einem kleinen, gemeinen eingebauten Chip. Angeblich kann man das umgehen, aber da ich eine günstige Bezugsquelle für Patronen gefunden habe, habe ich das nicht ausprobiert.

* Im Zuge eines Windows-Upgrades hielt ich es für sinnvoll, bei HP auch nach einem aktualisierten Treiber zu suchen. Er ist vorhanden, und man kann ihn sich kostenlos aus dem Internet runterladen. Auch das spricht dafür, sich solch ein Gerät gebraucht zu kaufen, denn wenn die Treiber-CD nicht mehr dabei ist, hilft HP. Weshalb ein Treiber allerdings über 30 MB groß sein muss und somit ohne DSL kaum vernünftig zu laden ist, wissen die Götter.

* Bei einem Umzug verabschiedete sich die "Heckklappe" des Druckers durch einen Sturz im Lkw. Diese Klappe enthält leider Teile des Papierführungsmechanismus, und einer der Plastikzinken, mit denen sie normalerweise im Gehäuse einrasten soll, brach ab, weshalb sie nicht mehr selbsttätig hält. Das Problem wurde durch einen Streifen Paketband gelöst, der die Klappe fixiert; der Papiereinzug funktioniert dadurch wieder einwandfrei. Beim Transport ist jedoch gute Verpackung ratsam, wie ich seither weiß.

Ich hoffe, diesen Bericht dadurch für Euch wieder ein wenig nützlicher gemacht und auf den aktuellen Stand von 2005 gebracht zu haben.

24 Bewertungen, 1 Kommentar

  • kengi

    27.09.2006, 22:53 Uhr von kengi
    Bewertung: sehr hilfreich

    An sich ein Informativer Bericht. Ich habe aber keine Angaben zu den Druckkosten gefunden. Außerdem fand ich den Bericht unübersichtlich. Es wäre besser wenn der Bericht in Kapitel eingeteilt wäre (z.B. Installaton, Druckqualität, Druckkosten, usw.) lg ken