Hewlett Packard HP DeskJet 500 Testbericht
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Erfahrungsbericht von schraddel
HP DeskJet 500C - Er druckt und druckt und druckt...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich glaube: Ja. Man muss nicht immer den modernsten Drucker der Welt besitzen, und viele Leute suchen einfach nur ein preiswertes Gerät, um Briefe oder gelegentlich mal ein Bild auszudrucken. Und DJ 500Cs gibt es inzwischen oft geschenkt, oder gebraucht für 5, 10, maximal 20 Euro. Da sollte man zugreifen, auch wenn das Gerät schon älteren Baujahrs ist.
Meinen 500C habe ich Ende 1992 gekauft, er druckt immer noch wie am ersten Tag, und er hatte wahrlich kein leichtes Leben bei mir. Da ich zwischendurch auch andere Drucker besaß, die ich als Neugeräte natürlich schonen wollte, musste der alte DeskJet immer für die "Drecksarbeit" herhalten. Er hat es mir nicht übel genommen, auch wenn er mal sechs Stunden "durchdrucken" musste, und nicht einmal Experimente mit eigentlich viel zu dickem Fotokarton konnten der soliden Mechanik dieses Geräts schaden.
Er ist keine Schönheit, der 500C. Gegen die sanft gerundeten, ja fast stromlinienförmigen neuzeitlichen Modelle kann er mit seinem kantigen Gehäuse nicht konkurrieren. Beinahe schroff sieht er aus, wie er da auf dem Schreibtisch steht, ein schlichter Geselle eben, der dafür aber auch keine großartige Pflege braucht. Hin und wieder etwas Papier nachlegen, oder mal eine frische Druckpatrone: Er ist eben genügsam.
Von den Leuchtdioden am Gehäuse habe ich inzwischen beinahe vergessen, was sie anzeigen, und von den Bedienknöpfen, was sie bewirken: So selten muss man auf eine Anzeige achten oder selber am Gerät etwas einstellen. Papierstau ist ein Fremdwort für den 500C. Das mag daran liegen, dass er das Papier von vorne unten über die Walze nach oben zieht und über dem waagerechten Einzugsfach ebenfalls waagerecht wieder ablegt. Bis zu 100 Blatt Normalpapier passen da rein, und er druckt sie problemlos und fehlerfrei in einem Rutsch durch. Das durfte er beweisen, als mal über Nacht eine Diplomarbeit in vierfacher Ausfertigung ausgedruckt werden durfte. Mit stoischer Gelassenheit erledigte der 500C diese Aufgabe und machte dabei keinen einzigen Fehler. Bei Druckern, die das Papier von oben einziehen, habe ich Papierstaus wesentlich öfter erlebt.
Natürlich kann der 500C auch Fotos drucken. Er macht das auf altmodische Weise mit einer Drei-Farben-Patrone; die Schwarzpatrone muss dazu aus dem Gerät genommen werden. Damit kann er zwar kein reines Schwarz darstellen, aber zumindest mit original HP-Patronen erledigt er seine Aufgabe recht gut. Wenn man beachtet, dass das Bild in der Bildbearbeitung immer etwas dunkler eingestellt werden sollte, als man dies bei modernen Druckern machen würde, und man Fotopapier benutzt, erzielt man recht ansehnliche Ergebnisse. Und obwohl der Drucker nur Papierstärken bis ca. 120 g/qm über den Einzugschacht verarbeiten kann, lässt er sich mit sanftem Druck auch dazu überreden, 160-g-Fotokarton zu akzeptieren - über den Einzelblatt-Einzug, der eigentlich für Briefumschläge vorgesehen ist.
Für einfache Grafiken - wie Diagramme und Ablaufpläne - eignet sich ein Dreifarben-Drucker so gut wie jeder andere. Die Menge an Overhead-Folien, die mein 500C bedruckt hat, kann ich nicht mehr zählen. So manches Referat, das ich während meiner Studienzeit halten musste, gewann durch ihn deutlich an Qualität. Dabei waren die Druckergebnisse auch auf billigen No-name-Folien immer sehr gut und unterschieden sich kaum von Ausdrucken auf original HP-Folien.
Mehr Schwierigkeiten bereiteten da schon Tintenpatronen von Fremdherstellern. Mit einer Farbpatrone von rotring - eigentlich ja ein namhafter Fabrikant von Zeichenbedarf - habe ich nur einmal experimentiert. Alles, was schwarz werden sollte, bekam damit einen hässlich-schmutzigen Braunstich, und als ich verschiedene "Farbkästchen" probehalber einmal mit der rotring- und einmal mit der HP-Patrone ausdruckte, zeigte sich, dass die Farben mit der HP-Tinte doch wesentlich kräftiger dargestellt wurden. Ein weiteres Experiment mit der Farbpatrone eines unbekannten Herstellers führte zu einem noch schlechteren Ergebnis, so dass ich mich entschied, in Zukunft an den Farbpatronen nicht mehr zu sparen, und nur noch HP-Tinte verwendete.
Anders bei den Schwarzpatronen: Hier akzeptierte mein 500C klaglos Patronen verschiedenster Hersteller, auch "Recycling-Ware". Einmal gab es jedoch ein kleines Problem. Eine Patrone, die ich absolut billig eingekauft hatte, "verkeilte" sich beim Zurückfahren in die Parkposition. Optisch konnte ich keinen Unterschied zu anderen Patronen feststellen, aber offenbar war das Gehäuse ungenau gefertigt. Der ungewollte Stopp wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, da der Drucker sich sofort abschaltete, als er bemerkte, dass die Patrone klemmt. Allerdings gab sie - scheinbar durch den Anprall am Druckergehäuse - einige Tröpfchen Tinte von sich, die auf die metallene Führungsschiene unterhalb des Druckkopfes trafen.
Ich empfand das als nicht weiter schlimm und ignorierte den kleinen schwarzen Fleck. Nach einigen Wochen musste ich allerdings feststellen, dass schwarze Druckertinte wohl unheimlich aggressiv ist, denn an der besagten Stelle befand sich ein deutlich sichtbarer Rostfleck. Durch kräftiges Polieren bekam ich ihn weg, bevor er Rostblüten austreiben und so den Druckvorgang behindern konnte. Allen Käufern eines gebrauchten 500C kann ich allerdings nur raten, die Führungsschiene unterhalb der Andruckwalze genau zu inspizieren, denn es ist nicht auszuschließen, dass anderen Leuten dasselbe passierte.
Bei älteren Druckern steht man oft vor dem Problem, einen aktuellen Treiber zu bekommen. Nicht so beim 500C: Zwar wurde der Treiber nicht oft aktualisiert, aber es gibt einen Windows-95-Treiber (der auch mit Win98 funktioniert; andere Versionen habe ich nicht getestet) unter
http://www.hp.com/cposupport/printers/software/dj125en.exe.html
Hier wurden auch Einstellungen für Papiersorten aufgenommen, die bei der Markteinführung des 500C noch überhaupt nicht erfunden waren: Die Einstellungen dafür funktionieren und liefern gute Druckergebnisse.
Wer die Drucker von HP nicht kennt, sollte vielleicht noch wissen, dass hier der Druckkopf in die Tintenpatrone integriert ist. Das macht zwar die Patronen teurer, sorgt aber für gleichbleibend gute Qualität, da man mit jeder neuen Patrone praktisch einen neuen Druckkopf kauft. Solange die Transportmechanik des Geräts nicht "ausgeleiert" ist - und das ist sie beim 500C auch nach Jahren noch nicht -, erhält man immer beste Ergebnisse.
Einen alten DeskJet 500C kann man also guten Gewissens kaufen oder sich schenken lassen. Man muss nur darauf achten, dass das Netzteil dabei ist, denn hier könnte es beim Ersatz Probleme geben. Den Treiber gibt's im Internet, und eine Bedienungsanleitung ist überflüssig, so einfach ist das Gerät zu handhaben.
Da beim HP-DJ500C oft zwischen Farb- und Schwarzpatrone gewechselt werden muss, sollte die "Garage" zum luftdichten Zwischenlagern der Patronen unbedingt mit dabei sein. Es gibt sie aber notfalls auch einzeln als Zubehörteil zu kaufen, entweder bei HP oder - preiswerter - von Apollo. (Druckerhersteller; nicht mit dem Optiker verwechseln!) Deren Drucker arbeiten ebenfalls mit HP-Patronen. Nachfragen beim Fachhändler oder in Eurem Stamm-Computerladen ist häufig billiger als der Kauf übers Internet!
Happy printing... ;-)
13 Bewertungen, 5 Kommentare
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08.05.2002, 10:00 Uhr von vinn21
Bewertung: sehr hilfreichMeine Erfahrungen mit dem 500 C sind leider nicht so erfreulich. Hatte vor allem oft Papierstau. Hab ihn später einfach verschenkt
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24.02.2002, 22:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichich hab auch einen HP und bin sehr zufrieden damit. Gruß bdb84
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20.02.2002, 12:26 Uhr von vollonator
Bewertung: sehr hilfreichEs war mein erster FARBDRUCKER und ich war so stolz. Hat auch nur knapp 900,- DM gekostet. War damals eine Neuheit.
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20.02.2002, 12:23 Uhr von Maeuschen21
Bewertung: sehr hilfreichwir haben auch einen HP ist echt klasse!!
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20.02.2002, 12:19 Uhr von patrickseibert
Bewertung: sehr hilfreichden hab ich auch noch bei mir rumstehen - nicht totzubekommen das ding
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