Hewlett Packard HP PSC 950 Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Handhabung & Komfort:
- Druckqualität:
Erfahrungsbericht von dottigross_juliaa
Drück mich, ich bin dein Drucker!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Unser Arbeitszimmer ist hightech-mäßig ausgestattet. Neben zwei PCs, stehen dort zwei Scanner, zwei Drucker und eine Telefoneinheit inkl. FritzCard herum. Doch irgendwie fehlte zu meinem vollkommenen Glück noch ein Kopierer und/oder ein Faxgerät. Natürlich könnte ich auch mit meinem Scanner eine Seite einlesen und diese dann ausdrucken - fertig wäre meine Kopie bzw. mein Fax. Doch diese Methode ist ziemlich umständig. Ärgerlich empfand ich außerdem, dass ich jedesmal, wenn ein Fax ankommen sollte, mein PC angeschaltet und die FritzCard aktiviert werden musste. Zudem musste der Absender mich vorher anrufen und mich auffordern, den PC einzuschalten, was äußerst umständlich war.
Kaufgrund
++++++++
PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS. Wir machten uns also auf die Suche nach einem Fax und/oder einem Kopierer. Da ich schon von sogenannten Multifunktionsgeräten gehört hatte, suchte ich im Internet nach einem günstigen Gerät. Dabei verglich ich alle namhaften Hersteller wie Brother, Samsung, Lexmark und Hewlett-Packard. Bei letzterem fand ich den HP PSC 950 und dessen Nachfolger den HP PSC 2210, die in die engere Auswahl kamen. Beide Geräte sind recht günstig (jawoll, HP kann auch günstig sein!) und überzeugen durch ihr Leistungsangebot. Außerdem ist mein alter Drucker auch ein HP und ich war immer sehr zufrieden mit ihm.
Ausschlaggebend für den Kauf des 950ers war dann allerdings der Preis. Beide Geräte werden in der Regel für 399.- EUR angeboten, wobei es nur geringe Preisschwankungen gibt. Da ich nicht einsah, für ein älteres Gerät den gleichen Preis zu bezahlen wie für das Nachfolgemodell, war ich eigentlich schon entschlossen, die 2210er Ausführung zu nehmen. Doch da entdeckten wir bei Media Markt ein Sonderangebot: der HP PSC 950 für nur 299.- EUR. - Na also, so soll es sein: Ein älteres Modell für weniger Geld. Wir tiegerten also sofort los und hatten gerade noch Glück. Es war nur noch das Ausstellungsstück zu haben, wobei wir den Käufer baten, dieses Manko zu berücksichtigen und uns noch ein Druckerkabel (USB-Anschluss) zu überlassen, welches im regulären Lieferumfang nicht enthalten war.
Aussehen
++++++++
SCHÖN. Der HP PSC 950 ist in modernem Silber und Blau gehalten. Die Hartschale (etwa 45 L x 37 B x 25 H cm) ist kompakt und zeichnet sich durch formschöne Rundungen aus. Das Bedienelement befindet sich auf der Oberseite des Gerätes und ist sehr gut zu erreichen. Da der Hersteller wahrscheinlich davon ausgeht, dass das Gerät in einem hellen Raum und auf einem Tisch steht, hat er leider kein beleuchtetes Display eingebaut. Ich habe es jedoch unter dem Schreibtisch stehen und tue mir mit der direkten Bedienung sehr schwer. Außerdem ist besagte Anzeige nicht sehr groß, was mich dazu veranlasst, Feineinstellungen möglichst über den PC zu machen.
Der Papiereinzug erfolgt über die Vorderseite, wobei das ziemlich instabiles Papierfach etwa 50 Blatt fasst. Angegeben sind wohl 150 Blatt, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass es wesentlich unkomplizierter ist, wenn man nur 50 Blätter einlegt. In meinen alten Drucker haben jedoch 100 Blatt gepasst, was ich schon damals sehr wenig fand. Für den Druck stehen zwei Farbpatronen zur Verfügung: eine Schwarz- und eine größere Farbpatrone (cyan, yellow, magenta). Beim Kauf des Gerätes erhält man ein Patronensortiment kostenlos dazu, wobei diese - wie üblich - nur halb gefüllt sind. Außerdem liegt eine Auswahl an HP-Papieren bei. Ein Netzkabel, Telefonkabel, Software und Treiber sowie ein ausführliches Benutzerhandbuch sind im Lieferumfang ebenfalls enthalten.
Aufbau und Installation
++++++++++++++++++
GANZ EASY. Das Gerät war schnell ausgepackt. Wir breiteten das große Installations-Plakat auf dem Schreibtisch aus und lasen uns die Anweisungen Punkt für Punkt durch. Als Betriebssystem werden wie folgt empfohlen: Windows 98, Me, 2000, XP oder Mac OS 9.1.
Es wurde darauf hingewiesen, dass man zuerst die Software auf dem PC installieren sollte (soweit ein PC vorhanden ist - das Gerät funktioniert natürlich auch ohne Computer!), bevor man ihn anschließt. Die Installation - CD rein und los ging’s - verlief völlig problemlos. Einzig beim Anschluss des Faxen kamen wir ins grübeln. Besitzt unsere ISDN-Telefon-Anlage nun einen gemeinsamen Anschluss für Fax und Telefon oder einen getrennten? Wir wählten erst einmal die getrennte Version. Diese Angabe kann man - wie wir später merkten - jederzeit wieder ändern. Also kein Grund zur Panik. Auch die Beschriftung des Absenders (Name, Faxnummer, Telefonnummer) kann man hinterher sehr einfach korrigieren.
Die Farbpatronen werden - nachdem man das Verdeck aufgeklappt hat - hineingeschoben und arritiert. Klappe zu - den Rest übernimmt das Gerät. Es putzt und und richtet die Druckköpfe der Patronen automatisch aus. Eine HP-Patrone hat nämlich die Druckköpfe in den Farbpatronen, deshalb sind sie auch so teuer. Ein Vorteil hat die ganze Sache aber doch. So werden bei jedem Patronenwechsel auch gleich die Druckköpfe erneuert.
Alle weiteren Grundeinstellungen nahmen wir über den übersichtlichen *Director* vor, der von sich während der Installation ein Icon auf dem Desktop abgelegt hatte. Über dieses Einstellungsfeld kann man die meisten Justierungen vornehmen - und das kinderleicht. So werden unter anderem Klingeldauer und Antwortfunktionen fürs Fax, Papiersorte und Druckqualität für Kopierer und Printer sowie Auflösung und Ansicht des Scanners eingestellt. Ich wählte die einzelnen Funktionen nach den Erfahrungen aus, die ich mit meinen alten Geräten gemacht hatte. So bevorzuge ich zum Beispiel als Standardeinstellung eine hohe dpi-Zahl beim Scannen und eine ebenso hochwertige Qualität beim Ausdruck (kein Entwurf-Modus). Ins Fax speiste ich gleich diverse Nummern ein und den Energiesparmodus schraubte ich von standardmäßigen 12 Stunden auf eine Stunde hinunter. So wird das Gerät, nachdem ich es eine Stunde in Betrieb hatte, in die Ruhephase gesetzt. Das hat einerseits den Vorteil, dass es dann weniger Strom verbraucht und andererseits die Aufwärmphase kürzer ist. Da ich den ganzen Tag *faxial* erreichbar sein will, das Gerät aber nicht unter voller Energie laufen lassen möchte, stelle ich das Fax tagsüber auf diesen Energiesparmodus. In ausgeschaltetem Zustand kann das Gerät keine Faxe empfangen. Deshalb schalte ich das Fax über Nacht komplett aus, so dass ich vor lästigen Werbemails verschont bleibe.
Funktionen
+++++++++
IRRE VIEL. Jetzt habe ich ja schon viele Funktionen verraten. Doch möchte ich euch das Gerät ruhige etwas genauer beschreiben. Dass ich natürlich nicht alle Funktionen aufführen kann, sollte wohl jedem klar sein. Außerdem handelt es sich hierbei ja um eine Meinung und so werde ich euch vor allem Fakten näher bringen, die mich beeindruckt haben.
[Kopieren/Drucken]
KINDERLEICHT. Klappe hoch. Vorlage einlegen. Druckfunktion voreinstellen. Starten. Fertig. - Es gibt Kopierer, bei denen man die Vorlage in ein Einzugsfach legt und beim Kopiervorgang diese Vorlage durch das Gerät gezogen wird. Dass dabei ein verschobenes Bild entstehen kann, weil sich das Blatt verkeilt hat, ist verständlich. Beim HP PSC 950 liegt die Vorlage flach auf einer Glasscheibe und die zu kopierende Fläche wird gleichmäßig und gerade abgetastet. Dadurch bekommt man ein einwandfreies Ergebnis. Außerdem kann ich so auch Teile aus einem Buch oder Prospekt einscannen, was mit einem Einzugsscanner nicht möglich wäre. Ich bin froh, dass der PSC 950 diese Einrichtung hat und würde jedem einen solchen *Flachbett-Scanner/Kopierer* empfehlen.
Mit dem Kopierer kann man sowohl Schwarz-weiß- (600 x 600 dpi = völlig ausreichend) als auch Farbkopien erstellen. Die Qualität der Farbausdrucke ist dank 2400 x 1200 dpi sehr gut. Das Nachfolgermodell PSC 2210, mit dem ich anfangs geliebäugelt habe, hat zwar eine Farbsättigung von 4800 x 1200 dpi, aber mir reicht das Ergebnis völlig aus. Ein 15x13-Foto, dass ich auf unbeschichtetes 80-g-Papier kopiert habe, hat eine sehr gute Schärfe, Bilddetails sind wunderbar zu erkennen und die Farben sind kräftig. Die Farbe trocknete übrigens sehr schnell und der Druck dauerte keine fünf Sekunden. Ich war von dem Ergebnis wirklich überrascht, zumal es sich um ganz einfaches Papier handelte. Natürlich probierte ich auch gleich einige Kopien mit mattem und glänzendem Photopapier aus. Fantastisch! Scharfe Konturen, frische Farben - super! - Hier muss ich jetzt auch noch erwähnen, dass ich bei den Voreinstellungen *Tintenmenge: wenig* eingestellt hatte, was absolut ausreichend ist und ich hiermit wärmstens empfehlen kann. Man hat einen niedrigeren Farbverbrauch und trotzdem schöne Bilder. Zum Verbrauch des Toners kann ich noch nicht viel sagen, da wir immer noch die gleichen Patronen drin haben. Auch der Preis dieser Kartuschen - der sehr hoch sein soll -ist mir noch nicht bekannt. Ich habe aber gehört, dass man nicht unbedingt die HP-Patronen nehmen muss und so werde auch ich auf No-name-Produkte umsteigen, sobald es sich ergibt.
Probleme hat der Drucker, wenn ich ein einzelnes beschichtetes Blatt auf den restlichen Normalpapierstapel lege und den Druck starte. Es kann vorkommen, dass der Drucker dann zwei Blätter auf einmal nimmt und dabei das Normalpapier bedruckt und nicht wie gewollt, das Glanzpapier-Blatt. Vermieden habe ich dieses Problem, indem ich den Papierstapel vorher aus dem Fach entfernte und nur das einzelne Glanzpapier-Blatt einlegte.
Ich habe verschiedene Rasterwerte in den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz auf normalem 80-g-Papier ausgedruckt und erhielt von 5 bis 100 Prozent einen einwandfreien optischen Ausdruck. Ich freue mich schon drauf, wenn ich mir meinen nächsten Traum von einer Digitalkamera verwirkliche und meine Fotos zu Hause ausdrucken kann. Natürlich ist mir bewusst, dass es der HP PSC 950 mit keinem Photodrucker aufnehmen kann, aber trotzdem bin ich überzeugt, dass er meinen (Anfänger-)Ansprüchen genügen wird.
In den Voreinstellungen (die ich grundsätzlich über PC einstelle) kann ich den Papiertyp, die Kopierqualität (hoch, normal oder schnell) und die Kopiergröße einstellen. Ich kann die Vorlage bis zu 400 Prozent vergrößern. Der Kopierer hält auch ein paar Sonderfunktionen bereit. So kann ich die Vorlage auf Papiergröße anpassen, mehrere Nutzen belichten oder die Vorlage auf Posterformat vergrößern. Beim Poster wird das eingelegte Bild auf vier einzelne Blätter aufgeteilt, so dass man sie später nur noch zusammenkleben muss. Wichtig ist dabei natürlich, dass das Bild eine hohe Qualität vorweist. Die Funktion *Nutzen* ist gewöhnungsbedürftig. Ich lege ein Bild in der Größe 10x15 cm ein und möchte vier Nutzen ziehen. Das würde ein Endergebnis von 20x30 cm bedeuten. Erstens ist ein DIN A4-Blatt nur 29,7 cm lang und zweitens berechnet er einen Abstand zwischen den einzelnen Bildern von 1-2 mm und einem undefinierbaren Greiferrand. Also verkleinert er die Kopie proportional, damit alle vier Bilder aufs Blatt passen. Ähnlich verfährt er auch bei einer achtfachen Nutzenberechnung.
Das Drucken vom PC bereitet keinerlei Probleme. Sowohl TT- als auch T1-Schriften können verwendet werden. Eps-, tif- und jpg-Dateien werden einwandfrei belichtet. Die Druckqualität entspricht natürlich der Kopierqualität, weil es ein und das selbe Druckwerk ist. Da ich professionelle Text- und Bildsoftware benutze, kann ich leider nicht sagen, ob es bei Word- oder Excel-Dateien Schwierigkeiten gibt. Aber da Seiten aus dem Internet problemlos ausgedruckt werden, denke ich mal, dass Ausdrucke aus anderen Anwendungen auch funktionieren. Der Treiber hat sich bei der Installation automatisch in alle meine Programme installiert, so dass ich in keinem Anwendungsprogramm einen Druckertreiber manuell hinzufügen musste.
Die Druckgeschwindigkeit wird vom Hersteller mit 12 Seiten pro Minute in Schwarz und 9 Seiten pro Minute in Farbe angegeben. Diese Daten sind relativ, denn es kommt schließlich immer darauf an, wieviel Bildpunkte auf das Blatt gedruckt werden müssen. Ein großes vierfarbiges Bild benötigt natürlich mehr Zeit, als ein kleines Motiv.
Ich kann bis zu 99 Kopien hintereinander machen, was ich allerdings niemals ausnützen werde. Das Gerät wird von mir auch nur für Ausnahmekopien benützt. Größere Auflagen gebe ich auch weiterhin in den Copy-Shop, weil es (über den Daumen gerechnet) günstiger ist.
[Faxen]
GENIAL. Wir mussten etwas tüfteln, bis wir die Faxleitung richtig angeschlossen hatten. Doch lag das nicht am Gerät selber, sondern an unserer internen Telefonanlage. Da wir mehrere Telefonnummern, mehrere Anschlüsse und auch mehrere Funktionen (Anrufbeantworter, Nebenstellen etc.) eingerichtet haben, dauerte es eine Weile, bis wir uns einen Überblick verschafft hatten. Wir verschickten auch gleich ein paar Testfaxe und waren vor allem von der Geschwindigkeit (14,4 Kbps = 6 Sek./Seite) angetan. Die Anwahlgeschwindigkeit ist natürlich von der ISDN-Anlage abhängig, aber der PSC 950 tat seine Pflicht und schickte die Seite in einem *Affentempo* zum Empfänger. Da es sich bei dem Gerät um einen Farbdrucker handelt, kann ich sowohl Farbfaxe verschicken, als auch Farbfaxe empfangen. Bedingung ist allerdings, dass auch die Gegenstelle eine solche Möglichkeit besitzt. Leider konnten wir diese Einrichtung noch nicht ausprobieren, da wir keinen anderen Farbfax-Eigentümer kennen.
Möchte ich ein Fax zu einem späteren Zeitpunkt abschicken, um z.B. Telefongebühren zu sparen, kann ich einen Timer einstellen. Das Fax scannt dann die jeweilige Seite ein und speichert sie. Dass hat den Vorteil, dass ich die Vorlage wieder aus dem Gerät nehmen und abheften kann und die Seite erst Stunden später weggeschickt wird. Möchte ich mehrere Seiten verschicken, ist das auch kein Problem. Ich lege ein Blatt auf die Glasfläche, wähle die Nummer, lasse die Vorlage abscannen und werde jetzt vom Gerät gefragt, ob ich ein weiteres Blatt einlegen möchte. Ja oder nein - die nächste Seite wird gescannt oder durch drucken der Starttaste wird das Fax versendet. Ich bin von der kinderleichten Bedienung total begeistert.
Natürlich kann ich auch am Fax einige Grundeinstellungen vornehmen. So stelle ich die Lautstärke des Piepstons ein, reguliere die Helligkeit und den Kontrast und gebe schon vorher an, ob ich überwiegend Schwarz-weiß- oder Farbfaxe empfange. Klar, dass ich mich hier für den sw-Modus entscheide, da bis jetzt noch alle Faxe einfarbig sind. Im Kurzwahlspeicher kann ich bis zu 60 Nummern hinterlegen und sie sowohl vom PC als auch manuell vom Multifunktionsgerät anwählen. Außerdem ist es möglich, sich Berichte ausdrucken zu lassen. Dabei kann ich entscheiden, ob ich nach jedem Senden oder Empfangen einen Bericht haben möchte oder nach gewisser Anzahl von Faxsendungen. Ich habe keinen Bedarf an diesen Berichten, da sie nur Papier verschwenden und sich ja automatisch eine Meldung im PC speichert. Dadurch habe ich auch nach längerer Zeit noch einen Überblick.
Das Versenden von Rundfaxen ist auch möglich. Diese Funktion bediene ich aber lieber über den PC, da sie hier übersichtlicher zu handhaben ist. Wie ich schon erwähnt habe, ist das Display am Gerät recht klein und für größere Aktionen benutze ich lieber den Director am Computer.
Sollte ich ein Fax bekommen, dass größer ist als mein DIN A4-Blatt, kann ich einstellen, ob es verkleinert oder auf mehrere Blätter aufgeteilt werden soll. Ich habe die Standardeinstellung nicht verändert und so werden eingehende Faxe auf Papierformat verkleinert. Ist das Papierfach leer, können bis zu 50 Seiten empfangen und gespeichert werden. Sobald ich Papier nachlade, bringt das Gerät eine Meldung und ich kann die gespeicherten Seiten abrufen.
Kommt ein Fax an, höre ich das an einem Klingelton. Die Lautstärke, Ruffolge und Reaktionszeit kann ich individuell einstellen. So reagiert mein Fax nach dem dritten Signal, damit ein Anrufer, der sich in der Nummer geirrt hat, noch rechtzeitig vom Anfrufbeantworter abgefangen wird. Aber diese Einstellung wird bei euch wahrscheinlich nicht nötig sein, da sich dieses Problem bei uns wegen der Telefonhausanlage ergibt.
So, das war das Fax. Es gibt wirklich nichts, was ich nicht nach meinen eigenen Wünschen einstellen kann. Es ist schon faszinierend, wie komfortabel das integrierte Faxgerät des HP PSC 950 ist. Das die Druckqualität der ankommenden Faxe klasse iat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Logisch, da es sich hierbei um die gleiche Qualität wie beim Drucken und Kopieren handelt.
[Scannen]
AUSREICHEND. Mit dem Scanner kann ich eine Bildqualität von 600 x 1200 (bei 36 bit) optisch erreichen, was nicht sonderlich viel ist. Ein einfacher Flachbettscanner von Aldi oder Lidl leistet mehr. Trotzdem reicht mir die Qualität völlig aus und ich sehe nicht ein, warum ich das Nachfolgermodell mit 1200 x 2400 dpi (bei 48 bit intern) hätte nehmen sollen. Für den Hausgebrauch reicht der Scanner völlig aus und weist keine nennenswerten Mängel auf. Das integrierte Scannprogramm ist ausgezeichnet. Mein alter Scanner hatte nur das Ulead Photo Express 2.0 und damit stieß ich schnell an meine Grenzen. Doch jetzt kann ich die wichtigsten Bildbearbeitungen über das mitgelieferte, einfache Programm vornehmen. Erwähnen möchte ich noch, dass man den Scan-Vorgang auch am Gerät selber vornehmen kann. Die ausführliche Tastatur auf der Oberseite des Gerätes lässt ein Bedienung am Gerät zu. Aber auch hier würde ich raten, lieber die Möglichkeiten des PCs auszuschöpfen.
[Kartenleser für Digitalkameras]
ERFAHRUNGSLOS. Besitzer einer Digitalkamera werden von dieser Einrichtung sicherlich begeistert sein. Man kann SmartMedia-Karten, CompactFlash und Memory Stick direkt in das Gerät einschieben und die darauf befindlichen Fotos auf den Computer schicken. Sogar das Drucken eines Index ist möglich. Praktisch dabei: Man markiert die Bilder auf dem Index mit einem Stift, legt das Blatt auf den Vorlagenhalter und nach Eingabe eines Befehles, druckt (oder speichert) das Gerät die Bilder, die man markiert hat. Toll, was? Da ich leider keine Digitalkamera besitze, konnte ich diese Funktionen nicht überprüfen, werde es aber zu gegebenen Zeitpunkt nachholen und diesen Bericht dann aktualisieren.
Sonstiges
++++++++
ERKLÄRUNG. Falls es euch etwas irritiert haben sollte, dass ich manche Eingaben am Gerät selbst, andere am PC vornehme, so möchte ich dazu nochmal folgendes erklären. Alle Funktionen lassen sich am Multifunktionsgerät selbst einstellen. Klar, denn viele wollen das Gerät vielleicht gar nicht an einen Computer anschließen. Die meisten Aktionen können aber auch vom PC erledigt werden. Ich persönlich bevorzuge die PC-Version, weil es komfortabler und übersichtlicher ist. Mein Computer ist sowieso die meiste Zeit an und so arbeite ich lieber an seinem großen Bildschirm, als dass ich mich mit dem kleinen Display am HP PSC 950 abmühe. Außerdem steht mein Gerät unter dem Schreibtisch und ich habe keine Lust, mich ständig zu bücken. So erledige ich alles, was möglich ist, über meinen Computer und dem darauf installierten Director.
[Mitgelieferte Programme]
SPASSIG. Es werden ein paar nützliche Programme mitgeliefert. So kann ich zum Beispiel mit dem *Readiris* Textvorlagen einscannen und sie als txt-Dateien abspeichern. Diese Funktion habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich sie noch nicht benötigt habe.
Interessant ist das *HP Fotodruck-Programm*, mit dem ich ein komplettes Fotoalbum gestalten kann. Ich lade die einzelnen Bilddateien einfach in ein Vorschaufenster, sortiere sie nach meinen Wünschen und ziehe sie per *Drag-and-drop* auf eine Ausdruckseite. Dabei kann ich zwischen vielen Layout-Mustern wählen. Es macht Spaß, jede Seite nach einem neuen Muster zu gestalten und ich bin von dieser Funktion ganz begeistert.
[Informationen im Internet]
Infos zum HP PSC 950 und seinen Kollegen gibt es natürlich auf der Homepage von Hewlett-Packard unter www.hp.com. Die Seite ist etwas unübersichtlich gestaltet und die Suchfunktion ist mehr als dürftig. Trotzdem bietet sie die meisten technischen Informationen, die das Netz zu bieten hat.
[Zusammenfassung: Vor- und Nachteile]
VORTEILE:
- Platzsparend
- Günstiger als wenn man alle Geräte einzeln kauft
- Gute Druckqualität
- Zuverlässig
- Kompakt
- Einfache Handhabung
- Interessante Software
NACHTEILE:
- Hohe Druckkosten (kann ich noch icht bescheinigen, da ich noch keine Erfahrungen mit dem Farbverbrauch und Tonerpreisen gemacht habe)
- Angeblich zu schwer für diverse Möbelstücke, was ich nicht bestätigen kann, weil der HP bei mir auf dem Boden steht.
Fazit
++++
Ich bin begeistert von den Fähigkeiten des HP PSV 950 und freue mich, dass ich ihn für den sagenhaften Preis von 299.- ergattern konnte. Ich hoffe, ich konnte euch nützliche Infos zu dem Gerät liefern. Falls ich noch irgendetwas vergessen haben sollte, wäre ich über einen kurzen Kommentar erfreut. Ich habe an diesem Bericht über drei Tage geschrieben und mir ist immer wieder etwas neues eingefallen, was ich erwähnen wollte. Deshalb glaube ich, dass er nicht perfekt sein kann. Trotzdem würde ich mich über eine positive Resonanz freuen, da ich sehr viel Zeit, Mühe und Herzblut in diese Meinung gesteckt habe.
Kaufgrund
++++++++
PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS. Wir machten uns also auf die Suche nach einem Fax und/oder einem Kopierer. Da ich schon von sogenannten Multifunktionsgeräten gehört hatte, suchte ich im Internet nach einem günstigen Gerät. Dabei verglich ich alle namhaften Hersteller wie Brother, Samsung, Lexmark und Hewlett-Packard. Bei letzterem fand ich den HP PSC 950 und dessen Nachfolger den HP PSC 2210, die in die engere Auswahl kamen. Beide Geräte sind recht günstig (jawoll, HP kann auch günstig sein!) und überzeugen durch ihr Leistungsangebot. Außerdem ist mein alter Drucker auch ein HP und ich war immer sehr zufrieden mit ihm.
Ausschlaggebend für den Kauf des 950ers war dann allerdings der Preis. Beide Geräte werden in der Regel für 399.- EUR angeboten, wobei es nur geringe Preisschwankungen gibt. Da ich nicht einsah, für ein älteres Gerät den gleichen Preis zu bezahlen wie für das Nachfolgemodell, war ich eigentlich schon entschlossen, die 2210er Ausführung zu nehmen. Doch da entdeckten wir bei Media Markt ein Sonderangebot: der HP PSC 950 für nur 299.- EUR. - Na also, so soll es sein: Ein älteres Modell für weniger Geld. Wir tiegerten also sofort los und hatten gerade noch Glück. Es war nur noch das Ausstellungsstück zu haben, wobei wir den Käufer baten, dieses Manko zu berücksichtigen und uns noch ein Druckerkabel (USB-Anschluss) zu überlassen, welches im regulären Lieferumfang nicht enthalten war.
Aussehen
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SCHÖN. Der HP PSC 950 ist in modernem Silber und Blau gehalten. Die Hartschale (etwa 45 L x 37 B x 25 H cm) ist kompakt und zeichnet sich durch formschöne Rundungen aus. Das Bedienelement befindet sich auf der Oberseite des Gerätes und ist sehr gut zu erreichen. Da der Hersteller wahrscheinlich davon ausgeht, dass das Gerät in einem hellen Raum und auf einem Tisch steht, hat er leider kein beleuchtetes Display eingebaut. Ich habe es jedoch unter dem Schreibtisch stehen und tue mir mit der direkten Bedienung sehr schwer. Außerdem ist besagte Anzeige nicht sehr groß, was mich dazu veranlasst, Feineinstellungen möglichst über den PC zu machen.
Der Papiereinzug erfolgt über die Vorderseite, wobei das ziemlich instabiles Papierfach etwa 50 Blatt fasst. Angegeben sind wohl 150 Blatt, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass es wesentlich unkomplizierter ist, wenn man nur 50 Blätter einlegt. In meinen alten Drucker haben jedoch 100 Blatt gepasst, was ich schon damals sehr wenig fand. Für den Druck stehen zwei Farbpatronen zur Verfügung: eine Schwarz- und eine größere Farbpatrone (cyan, yellow, magenta). Beim Kauf des Gerätes erhält man ein Patronensortiment kostenlos dazu, wobei diese - wie üblich - nur halb gefüllt sind. Außerdem liegt eine Auswahl an HP-Papieren bei. Ein Netzkabel, Telefonkabel, Software und Treiber sowie ein ausführliches Benutzerhandbuch sind im Lieferumfang ebenfalls enthalten.
Aufbau und Installation
++++++++++++++++++
GANZ EASY. Das Gerät war schnell ausgepackt. Wir breiteten das große Installations-Plakat auf dem Schreibtisch aus und lasen uns die Anweisungen Punkt für Punkt durch. Als Betriebssystem werden wie folgt empfohlen: Windows 98, Me, 2000, XP oder Mac OS 9.1.
Es wurde darauf hingewiesen, dass man zuerst die Software auf dem PC installieren sollte (soweit ein PC vorhanden ist - das Gerät funktioniert natürlich auch ohne Computer!), bevor man ihn anschließt. Die Installation - CD rein und los ging’s - verlief völlig problemlos. Einzig beim Anschluss des Faxen kamen wir ins grübeln. Besitzt unsere ISDN-Telefon-Anlage nun einen gemeinsamen Anschluss für Fax und Telefon oder einen getrennten? Wir wählten erst einmal die getrennte Version. Diese Angabe kann man - wie wir später merkten - jederzeit wieder ändern. Also kein Grund zur Panik. Auch die Beschriftung des Absenders (Name, Faxnummer, Telefonnummer) kann man hinterher sehr einfach korrigieren.
Die Farbpatronen werden - nachdem man das Verdeck aufgeklappt hat - hineingeschoben und arritiert. Klappe zu - den Rest übernimmt das Gerät. Es putzt und und richtet die Druckköpfe der Patronen automatisch aus. Eine HP-Patrone hat nämlich die Druckköpfe in den Farbpatronen, deshalb sind sie auch so teuer. Ein Vorteil hat die ganze Sache aber doch. So werden bei jedem Patronenwechsel auch gleich die Druckköpfe erneuert.
Alle weiteren Grundeinstellungen nahmen wir über den übersichtlichen *Director* vor, der von sich während der Installation ein Icon auf dem Desktop abgelegt hatte. Über dieses Einstellungsfeld kann man die meisten Justierungen vornehmen - und das kinderleicht. So werden unter anderem Klingeldauer und Antwortfunktionen fürs Fax, Papiersorte und Druckqualität für Kopierer und Printer sowie Auflösung und Ansicht des Scanners eingestellt. Ich wählte die einzelnen Funktionen nach den Erfahrungen aus, die ich mit meinen alten Geräten gemacht hatte. So bevorzuge ich zum Beispiel als Standardeinstellung eine hohe dpi-Zahl beim Scannen und eine ebenso hochwertige Qualität beim Ausdruck (kein Entwurf-Modus). Ins Fax speiste ich gleich diverse Nummern ein und den Energiesparmodus schraubte ich von standardmäßigen 12 Stunden auf eine Stunde hinunter. So wird das Gerät, nachdem ich es eine Stunde in Betrieb hatte, in die Ruhephase gesetzt. Das hat einerseits den Vorteil, dass es dann weniger Strom verbraucht und andererseits die Aufwärmphase kürzer ist. Da ich den ganzen Tag *faxial* erreichbar sein will, das Gerät aber nicht unter voller Energie laufen lassen möchte, stelle ich das Fax tagsüber auf diesen Energiesparmodus. In ausgeschaltetem Zustand kann das Gerät keine Faxe empfangen. Deshalb schalte ich das Fax über Nacht komplett aus, so dass ich vor lästigen Werbemails verschont bleibe.
Funktionen
+++++++++
IRRE VIEL. Jetzt habe ich ja schon viele Funktionen verraten. Doch möchte ich euch das Gerät ruhige etwas genauer beschreiben. Dass ich natürlich nicht alle Funktionen aufführen kann, sollte wohl jedem klar sein. Außerdem handelt es sich hierbei ja um eine Meinung und so werde ich euch vor allem Fakten näher bringen, die mich beeindruckt haben.
[Kopieren/Drucken]
KINDERLEICHT. Klappe hoch. Vorlage einlegen. Druckfunktion voreinstellen. Starten. Fertig. - Es gibt Kopierer, bei denen man die Vorlage in ein Einzugsfach legt und beim Kopiervorgang diese Vorlage durch das Gerät gezogen wird. Dass dabei ein verschobenes Bild entstehen kann, weil sich das Blatt verkeilt hat, ist verständlich. Beim HP PSC 950 liegt die Vorlage flach auf einer Glasscheibe und die zu kopierende Fläche wird gleichmäßig und gerade abgetastet. Dadurch bekommt man ein einwandfreies Ergebnis. Außerdem kann ich so auch Teile aus einem Buch oder Prospekt einscannen, was mit einem Einzugsscanner nicht möglich wäre. Ich bin froh, dass der PSC 950 diese Einrichtung hat und würde jedem einen solchen *Flachbett-Scanner/Kopierer* empfehlen.
Mit dem Kopierer kann man sowohl Schwarz-weiß- (600 x 600 dpi = völlig ausreichend) als auch Farbkopien erstellen. Die Qualität der Farbausdrucke ist dank 2400 x 1200 dpi sehr gut. Das Nachfolgermodell PSC 2210, mit dem ich anfangs geliebäugelt habe, hat zwar eine Farbsättigung von 4800 x 1200 dpi, aber mir reicht das Ergebnis völlig aus. Ein 15x13-Foto, dass ich auf unbeschichtetes 80-g-Papier kopiert habe, hat eine sehr gute Schärfe, Bilddetails sind wunderbar zu erkennen und die Farben sind kräftig. Die Farbe trocknete übrigens sehr schnell und der Druck dauerte keine fünf Sekunden. Ich war von dem Ergebnis wirklich überrascht, zumal es sich um ganz einfaches Papier handelte. Natürlich probierte ich auch gleich einige Kopien mit mattem und glänzendem Photopapier aus. Fantastisch! Scharfe Konturen, frische Farben - super! - Hier muss ich jetzt auch noch erwähnen, dass ich bei den Voreinstellungen *Tintenmenge: wenig* eingestellt hatte, was absolut ausreichend ist und ich hiermit wärmstens empfehlen kann. Man hat einen niedrigeren Farbverbrauch und trotzdem schöne Bilder. Zum Verbrauch des Toners kann ich noch nicht viel sagen, da wir immer noch die gleichen Patronen drin haben. Auch der Preis dieser Kartuschen - der sehr hoch sein soll -ist mir noch nicht bekannt. Ich habe aber gehört, dass man nicht unbedingt die HP-Patronen nehmen muss und so werde auch ich auf No-name-Produkte umsteigen, sobald es sich ergibt.
Probleme hat der Drucker, wenn ich ein einzelnes beschichtetes Blatt auf den restlichen Normalpapierstapel lege und den Druck starte. Es kann vorkommen, dass der Drucker dann zwei Blätter auf einmal nimmt und dabei das Normalpapier bedruckt und nicht wie gewollt, das Glanzpapier-Blatt. Vermieden habe ich dieses Problem, indem ich den Papierstapel vorher aus dem Fach entfernte und nur das einzelne Glanzpapier-Blatt einlegte.
Ich habe verschiedene Rasterwerte in den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz auf normalem 80-g-Papier ausgedruckt und erhielt von 5 bis 100 Prozent einen einwandfreien optischen Ausdruck. Ich freue mich schon drauf, wenn ich mir meinen nächsten Traum von einer Digitalkamera verwirkliche und meine Fotos zu Hause ausdrucken kann. Natürlich ist mir bewusst, dass es der HP PSC 950 mit keinem Photodrucker aufnehmen kann, aber trotzdem bin ich überzeugt, dass er meinen (Anfänger-)Ansprüchen genügen wird.
In den Voreinstellungen (die ich grundsätzlich über PC einstelle) kann ich den Papiertyp, die Kopierqualität (hoch, normal oder schnell) und die Kopiergröße einstellen. Ich kann die Vorlage bis zu 400 Prozent vergrößern. Der Kopierer hält auch ein paar Sonderfunktionen bereit. So kann ich die Vorlage auf Papiergröße anpassen, mehrere Nutzen belichten oder die Vorlage auf Posterformat vergrößern. Beim Poster wird das eingelegte Bild auf vier einzelne Blätter aufgeteilt, so dass man sie später nur noch zusammenkleben muss. Wichtig ist dabei natürlich, dass das Bild eine hohe Qualität vorweist. Die Funktion *Nutzen* ist gewöhnungsbedürftig. Ich lege ein Bild in der Größe 10x15 cm ein und möchte vier Nutzen ziehen. Das würde ein Endergebnis von 20x30 cm bedeuten. Erstens ist ein DIN A4-Blatt nur 29,7 cm lang und zweitens berechnet er einen Abstand zwischen den einzelnen Bildern von 1-2 mm und einem undefinierbaren Greiferrand. Also verkleinert er die Kopie proportional, damit alle vier Bilder aufs Blatt passen. Ähnlich verfährt er auch bei einer achtfachen Nutzenberechnung.
Das Drucken vom PC bereitet keinerlei Probleme. Sowohl TT- als auch T1-Schriften können verwendet werden. Eps-, tif- und jpg-Dateien werden einwandfrei belichtet. Die Druckqualität entspricht natürlich der Kopierqualität, weil es ein und das selbe Druckwerk ist. Da ich professionelle Text- und Bildsoftware benutze, kann ich leider nicht sagen, ob es bei Word- oder Excel-Dateien Schwierigkeiten gibt. Aber da Seiten aus dem Internet problemlos ausgedruckt werden, denke ich mal, dass Ausdrucke aus anderen Anwendungen auch funktionieren. Der Treiber hat sich bei der Installation automatisch in alle meine Programme installiert, so dass ich in keinem Anwendungsprogramm einen Druckertreiber manuell hinzufügen musste.
Die Druckgeschwindigkeit wird vom Hersteller mit 12 Seiten pro Minute in Schwarz und 9 Seiten pro Minute in Farbe angegeben. Diese Daten sind relativ, denn es kommt schließlich immer darauf an, wieviel Bildpunkte auf das Blatt gedruckt werden müssen. Ein großes vierfarbiges Bild benötigt natürlich mehr Zeit, als ein kleines Motiv.
Ich kann bis zu 99 Kopien hintereinander machen, was ich allerdings niemals ausnützen werde. Das Gerät wird von mir auch nur für Ausnahmekopien benützt. Größere Auflagen gebe ich auch weiterhin in den Copy-Shop, weil es (über den Daumen gerechnet) günstiger ist.
[Faxen]
GENIAL. Wir mussten etwas tüfteln, bis wir die Faxleitung richtig angeschlossen hatten. Doch lag das nicht am Gerät selber, sondern an unserer internen Telefonanlage. Da wir mehrere Telefonnummern, mehrere Anschlüsse und auch mehrere Funktionen (Anrufbeantworter, Nebenstellen etc.) eingerichtet haben, dauerte es eine Weile, bis wir uns einen Überblick verschafft hatten. Wir verschickten auch gleich ein paar Testfaxe und waren vor allem von der Geschwindigkeit (14,4 Kbps = 6 Sek./Seite) angetan. Die Anwahlgeschwindigkeit ist natürlich von der ISDN-Anlage abhängig, aber der PSC 950 tat seine Pflicht und schickte die Seite in einem *Affentempo* zum Empfänger. Da es sich bei dem Gerät um einen Farbdrucker handelt, kann ich sowohl Farbfaxe verschicken, als auch Farbfaxe empfangen. Bedingung ist allerdings, dass auch die Gegenstelle eine solche Möglichkeit besitzt. Leider konnten wir diese Einrichtung noch nicht ausprobieren, da wir keinen anderen Farbfax-Eigentümer kennen.
Möchte ich ein Fax zu einem späteren Zeitpunkt abschicken, um z.B. Telefongebühren zu sparen, kann ich einen Timer einstellen. Das Fax scannt dann die jeweilige Seite ein und speichert sie. Dass hat den Vorteil, dass ich die Vorlage wieder aus dem Gerät nehmen und abheften kann und die Seite erst Stunden später weggeschickt wird. Möchte ich mehrere Seiten verschicken, ist das auch kein Problem. Ich lege ein Blatt auf die Glasfläche, wähle die Nummer, lasse die Vorlage abscannen und werde jetzt vom Gerät gefragt, ob ich ein weiteres Blatt einlegen möchte. Ja oder nein - die nächste Seite wird gescannt oder durch drucken der Starttaste wird das Fax versendet. Ich bin von der kinderleichten Bedienung total begeistert.
Natürlich kann ich auch am Fax einige Grundeinstellungen vornehmen. So stelle ich die Lautstärke des Piepstons ein, reguliere die Helligkeit und den Kontrast und gebe schon vorher an, ob ich überwiegend Schwarz-weiß- oder Farbfaxe empfange. Klar, dass ich mich hier für den sw-Modus entscheide, da bis jetzt noch alle Faxe einfarbig sind. Im Kurzwahlspeicher kann ich bis zu 60 Nummern hinterlegen und sie sowohl vom PC als auch manuell vom Multifunktionsgerät anwählen. Außerdem ist es möglich, sich Berichte ausdrucken zu lassen. Dabei kann ich entscheiden, ob ich nach jedem Senden oder Empfangen einen Bericht haben möchte oder nach gewisser Anzahl von Faxsendungen. Ich habe keinen Bedarf an diesen Berichten, da sie nur Papier verschwenden und sich ja automatisch eine Meldung im PC speichert. Dadurch habe ich auch nach längerer Zeit noch einen Überblick.
Das Versenden von Rundfaxen ist auch möglich. Diese Funktion bediene ich aber lieber über den PC, da sie hier übersichtlicher zu handhaben ist. Wie ich schon erwähnt habe, ist das Display am Gerät recht klein und für größere Aktionen benutze ich lieber den Director am Computer.
Sollte ich ein Fax bekommen, dass größer ist als mein DIN A4-Blatt, kann ich einstellen, ob es verkleinert oder auf mehrere Blätter aufgeteilt werden soll. Ich habe die Standardeinstellung nicht verändert und so werden eingehende Faxe auf Papierformat verkleinert. Ist das Papierfach leer, können bis zu 50 Seiten empfangen und gespeichert werden. Sobald ich Papier nachlade, bringt das Gerät eine Meldung und ich kann die gespeicherten Seiten abrufen.
Kommt ein Fax an, höre ich das an einem Klingelton. Die Lautstärke, Ruffolge und Reaktionszeit kann ich individuell einstellen. So reagiert mein Fax nach dem dritten Signal, damit ein Anrufer, der sich in der Nummer geirrt hat, noch rechtzeitig vom Anfrufbeantworter abgefangen wird. Aber diese Einstellung wird bei euch wahrscheinlich nicht nötig sein, da sich dieses Problem bei uns wegen der Telefonhausanlage ergibt.
So, das war das Fax. Es gibt wirklich nichts, was ich nicht nach meinen eigenen Wünschen einstellen kann. Es ist schon faszinierend, wie komfortabel das integrierte Faxgerät des HP PSC 950 ist. Das die Druckqualität der ankommenden Faxe klasse iat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Logisch, da es sich hierbei um die gleiche Qualität wie beim Drucken und Kopieren handelt.
[Scannen]
AUSREICHEND. Mit dem Scanner kann ich eine Bildqualität von 600 x 1200 (bei 36 bit) optisch erreichen, was nicht sonderlich viel ist. Ein einfacher Flachbettscanner von Aldi oder Lidl leistet mehr. Trotzdem reicht mir die Qualität völlig aus und ich sehe nicht ein, warum ich das Nachfolgermodell mit 1200 x 2400 dpi (bei 48 bit intern) hätte nehmen sollen. Für den Hausgebrauch reicht der Scanner völlig aus und weist keine nennenswerten Mängel auf. Das integrierte Scannprogramm ist ausgezeichnet. Mein alter Scanner hatte nur das Ulead Photo Express 2.0 und damit stieß ich schnell an meine Grenzen. Doch jetzt kann ich die wichtigsten Bildbearbeitungen über das mitgelieferte, einfache Programm vornehmen. Erwähnen möchte ich noch, dass man den Scan-Vorgang auch am Gerät selber vornehmen kann. Die ausführliche Tastatur auf der Oberseite des Gerätes lässt ein Bedienung am Gerät zu. Aber auch hier würde ich raten, lieber die Möglichkeiten des PCs auszuschöpfen.
[Kartenleser für Digitalkameras]
ERFAHRUNGSLOS. Besitzer einer Digitalkamera werden von dieser Einrichtung sicherlich begeistert sein. Man kann SmartMedia-Karten, CompactFlash und Memory Stick direkt in das Gerät einschieben und die darauf befindlichen Fotos auf den Computer schicken. Sogar das Drucken eines Index ist möglich. Praktisch dabei: Man markiert die Bilder auf dem Index mit einem Stift, legt das Blatt auf den Vorlagenhalter und nach Eingabe eines Befehles, druckt (oder speichert) das Gerät die Bilder, die man markiert hat. Toll, was? Da ich leider keine Digitalkamera besitze, konnte ich diese Funktionen nicht überprüfen, werde es aber zu gegebenen Zeitpunkt nachholen und diesen Bericht dann aktualisieren.
Sonstiges
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ERKLÄRUNG. Falls es euch etwas irritiert haben sollte, dass ich manche Eingaben am Gerät selbst, andere am PC vornehme, so möchte ich dazu nochmal folgendes erklären. Alle Funktionen lassen sich am Multifunktionsgerät selbst einstellen. Klar, denn viele wollen das Gerät vielleicht gar nicht an einen Computer anschließen. Die meisten Aktionen können aber auch vom PC erledigt werden. Ich persönlich bevorzuge die PC-Version, weil es komfortabler und übersichtlicher ist. Mein Computer ist sowieso die meiste Zeit an und so arbeite ich lieber an seinem großen Bildschirm, als dass ich mich mit dem kleinen Display am HP PSC 950 abmühe. Außerdem steht mein Gerät unter dem Schreibtisch und ich habe keine Lust, mich ständig zu bücken. So erledige ich alles, was möglich ist, über meinen Computer und dem darauf installierten Director.
[Mitgelieferte Programme]
SPASSIG. Es werden ein paar nützliche Programme mitgeliefert. So kann ich zum Beispiel mit dem *Readiris* Textvorlagen einscannen und sie als txt-Dateien abspeichern. Diese Funktion habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich sie noch nicht benötigt habe.
Interessant ist das *HP Fotodruck-Programm*, mit dem ich ein komplettes Fotoalbum gestalten kann. Ich lade die einzelnen Bilddateien einfach in ein Vorschaufenster, sortiere sie nach meinen Wünschen und ziehe sie per *Drag-and-drop* auf eine Ausdruckseite. Dabei kann ich zwischen vielen Layout-Mustern wählen. Es macht Spaß, jede Seite nach einem neuen Muster zu gestalten und ich bin von dieser Funktion ganz begeistert.
[Informationen im Internet]
Infos zum HP PSC 950 und seinen Kollegen gibt es natürlich auf der Homepage von Hewlett-Packard unter www.hp.com. Die Seite ist etwas unübersichtlich gestaltet und die Suchfunktion ist mehr als dürftig. Trotzdem bietet sie die meisten technischen Informationen, die das Netz zu bieten hat.
[Zusammenfassung: Vor- und Nachteile]
VORTEILE:
- Platzsparend
- Günstiger als wenn man alle Geräte einzeln kauft
- Gute Druckqualität
- Zuverlässig
- Kompakt
- Einfache Handhabung
- Interessante Software
NACHTEILE:
- Hohe Druckkosten (kann ich noch icht bescheinigen, da ich noch keine Erfahrungen mit dem Farbverbrauch und Tonerpreisen gemacht habe)
- Angeblich zu schwer für diverse Möbelstücke, was ich nicht bestätigen kann, weil der HP bei mir auf dem Boden steht.
Fazit
++++
Ich bin begeistert von den Fähigkeiten des HP PSV 950 und freue mich, dass ich ihn für den sagenhaften Preis von 299.- ergattern konnte. Ich hoffe, ich konnte euch nützliche Infos zu dem Gerät liefern. Falls ich noch irgendetwas vergessen haben sollte, wäre ich über einen kurzen Kommentar erfreut. Ich habe an diesem Bericht über drei Tage geschrieben und mir ist immer wieder etwas neues eingefallen, was ich erwähnen wollte. Deshalb glaube ich, dass er nicht perfekt sein kann. Trotzdem würde ich mich über eine positive Resonanz freuen, da ich sehr viel Zeit, Mühe und Herzblut in diese Meinung gesteckt habe.
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