Hamburger Rathaus Testbericht

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Erfahrungsbericht von Tigerente1106

*** Hamburg, meine Stadt Teil 2 ***

Pro:

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Kontra:

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Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Yopia `ner,


Da mein 1. Teil ja ganz gut angekommen ist, möchte ich nun auch zum 2. Teil kommen. Heute will ich einen Spaziergang durch die Hamburger City machen und deren Geschichte berichten! Nun, viel Spaß beim lesen

Meine persönliche Meinung
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Ich habe diesen Stadtgang am Rathausmarkt angefangen, den man mit allen U-Bahnen auch erreichen kann! Vom Hauptbahnhof sind es nur 2 Stationen! Auf dem Rathausmarkt finden auch viele Feste statt, wie z.B. „Stuttgarter Weinfest“ bis zum traditionellen „Weihnachtsmarkt“, der sich sogar bis zum Gänsemarkt erweitert. Sämtliche Stände laden zum heißen Glühwein ein, andere sogar zu Handarbeiten zum verschenken und natürlich auch schöne Weihnachtsbäckereien, die auch musikalisch das weihnachtliche Flair ausdrücken. Ich brauch da nicht extra zum bekannten Weihnachtsmarkt nach Lübeck zu fahren, wenn ich hier auch alles sehen und bekommen kann. Das heißt aber nicht, das ich nicht gern dahin fahre *g*! Im August findet in Hamburg rund um die Binnenalster und am Rathausmarkt das jährliche Alstervergnügen statt, welches auch für viel Spaß und Trubel sorgt. Ich bin an den Tagen sogar Abends hingegangen, weil dann Feuerwerke präsentiert werden! *Ich liebe Feuerwerk*!! Nun aber zurück zum Rathaus, denn wenn ich da lang spaziere schaue ich sehr gerne auf die Alsterarkaden und diese historischen Häusern. Von da sieht man den Fleet, der Alster und Elbe verbindet. Im Sommer kann man überhaupt hier überall draußen sitzen, Kaffee trinken und einfach mal die Aussichten geniessen! Wer einmal herkommt, sollte sich zumindest mal beim Alsterpavillon auf der Terrasse einen Kaffee gönnen, denn der Blick auf die schöne Binnenalster und seiner Schifffahrt ist idyllisch schön! Leider muss da aber der Geldbeutel dran glauben. Bei schlechtem Wetter ist die Stadt natürlich auch ideal passierbar. Seine zahlreichen Passagen laden wirklich zum schönen Schaufensterbummel ein


Nun will ich aber über die Geschichte dieser Themen berichten, diesmal aufgeteilt in:
- Rathausmarkt
- Das Rathaus
- Börse (Rückseite des Rathauses)
- Alsterarkaden
- Alsterpavillon
- Neuer Jungfernstieg
- Gänsemarkt
- Passagen
- Einkaufsstrassen



Der Rathausmarkt
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Die Anlage des heutigen Rathausmarktes geht auf die Zeit nach dem großen Stadtbrand 1842 zurück. Gottfried Semper und Alexis de Chateauneuf konzipierten dieses Zentrum der Hansestadt nach dem Vorbild des Marktplatzes in Venedig. Mit den Alsterarkaden, der Wassertreppe und der Kleinen Alster kann sich die Anlage durchaus gegenüber ihrem Vorbild behaupten. Die Zeitgeschichte hat sich in den verschiedenen baulichen Veränderungen des Platzes niedergeschlagen. Zwischen 1903 und 1930 schmückte ein Denkmal Kaiser Wilhelm I. den Platz. Man beachte die Feinheiten: Der Kaiser ritt auf das Hamburger Rathaus zu, war also damals Gast in der Stadt. Heute erinnern nur noch die beiden Flaggenmasten an diese Anlage. Wer das Denkmal besichtigen möchte, muss zum Sievekingsplatz gehen, wo es nun an weniger prominenter Stelle steht. In den 30er Jahren wurde an der Wassertreppe ein Denkmal errichtet, welches durch das Relief der „Trauernden Mauer“ von Ernst Barlach an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnert. Zwei weitere Denkmäler auf dem Rathausmarkt erinnern an berühmte Künstler, die zeitweise in Hamburg lebten: Ein Standbild Heinrich Heines findet man an der Südostseite des Platzes. Und eine vor dem Rathaus eingelassene Gedenkplatte hält das Gedächtnis an den aus Magdeburg stammenden Komponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767) und an den Standort des Klosters St. Johannis, in dem er als Kantor tätig war, wach.


Das Rathaus
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Zwischen 1886 und 1897 wurde dieser eindrucksvolle Bau als sechster Hamburger Rathaus im Stil der Neorenaissance errichtet. Die Architekturgemeinschaft schuf unter der Leitung Martin Hallers einen der bedeutendsten Bauten des Historismus in Deutschland. Der Neubau, der durch die Zerstörung des alten Rathauses an der Trostbrücke (Stadtbrand 1842) notwendig geworden war, markiert einen wichtigen Einschnitt in der Baugeschichte der Hansestadt. Mit der Errichtung, des neuen Rathauses verschob sich das Zentrum der Stadt, von der Elbe an die Binnenalster. Heute ist das Rathaus Sitz des Hamburger Senats (Landesregierung). Das Zimmer des Ersten regierenden Bürgermeisters (heute: Ole von Beust) befindet sich in der Nordecke des Gebäudes. Besonders beeindruckend ist das strahlend-grüne Kupferdach. Der ganz in Granit und Sandstein gearbeitete Bau ist mit seiner 111 m breiten Fassade und einem 112 m hohen Mittelturm symmetrisch angelegt. Interessant ist an der Rathausfassade vor allem die Anordnung des Figurenschmucks: Darstellungen der 20 deutsche Kaiser finden sich in den Nischen zwischen den Fenstern am Hauptgeschoss der Rathausmarktseite. Über den Monarchen aber thronen am Turm Darstellungen der bürgerlichen Tugenden wie Weisheit, Eintracht, Tapferkeit und Frömmigkeit. Deutlicher könnte es nicht sein: Hamburg ist keine Kaiser-, sondern eine Hansestadt.
Die Räumlichkeiten des Rathauses wie Festsaal, Diele, Treppenhäuser oder Repräsentationssäle sind zwar aufwendig gestaltet, doch keineswegs prunkvoll. Der 47 m lange, 18 m breite und 15 m hohe Festsaal, zwischen Bürgerschaft und Ratsstube gelegen, ist mit 5 großen Wandbildern (1903-1909) des Malers Hugo Vogel geschmückt. Die Gemälde zeigen die Hamburger Geschichte in den Stationen Urlandschaft, Besiedlung, Christianisierung, Mittelalter und Neuzeit. Am 24. Februar jeden Jahres lädt der Bürgermeister traditionell 300 Ehrengäste zu „Matthiae-Mahlzeit“ in den Festsaal. Der Eingang zum gutbürgerlichen Ratsweinkeller findet sich auf der Seite zur Großen Johannisstraße.


Börse (Rückseite des Rathauses)
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Noch heute dient die Hamburger Börse als Ort des Handels. Sie ist die älteste Einrichtung dieser Art (1558 gegründet) in Nordeuropa. Ein brunnengeschmückter Innenhof verbindet das Rathaus und Börse, eine Einheit, nicht ganz ohne symbolischen Charakter. Wie das Rathaus stand die Börse zunächst an der Trostbrücke. Anders aber als beim Rathaus dauerte es nur bis 1859, dass mit dem Neubau im spätklassischen Stil begonnen wurde. Der Mittelteil der Börse mit seiner klassizistischen Fassade geht auf diese erste Bauphase zurück. Erweiterungen gab es zwischen 1882 und 1884. Der neue Ortsteil mit Uhrturm kam 1909-1912 dazu. Heute hat hier die Hanseatische Wertpapierbörse ihren Sitz. Vom hektischen Börsenalltag bekommt man als Besucher aber kaum etwas zu sehen, da alle Transaktionen mittlerweile elektronisch verarbeitet werden.


Alsterarkaden
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Man nennt es ein Stück Venedigs. Erst durch die Alsterarkaden gewinnt der Rathausmarkt seinen ganz eigenen Charme. Wie auf eine Perlenkette reihen sich die schlichten weißen Häuser mit den historischen Putzfassaden und den vorgesetzten Bogengängen entlang der kleinen Alster. Alexis de Chateauneuf entwarf 1842-1843 dieses Ensemble als vornehme Ladenpassage. Am Warenangebot hat sich seit dieser Zeit nicht viel geändert. Hier kauft man Schmuck und vornehme Mode, erlesenes Porzellan und köstliche Schokolade. 1949-1950 hatte man die Arkaden in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt, nach dem der Bogengang Ende des 19. Jahrhunderts stark verändert und im 2. Weltkrieg teilweise zerstört worden war. Zum Jahreswechsel 1988/89 machten die Alsterarkaden Schlagzeilen in der Hamburger Presse. Im Haus Nr. 11a war ein Feuer ausgebrochen und hatte mehrere Häuser der Anlage schwer beschädigt. Ein verschuldeter Kaufmann hatte das Gebäude in Brand gesteckt, um die Versicherungssumme zu kassieren. Die Gebäudezeile, darunter die aus dem Jahr 1846 stammenden Häuser 9 bis 13 und die historische Mellin-Passage mit ihren hübschen Wandzeichnungen, wurde darauf aufwendig restauriert.


Jungfernstieg
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Wenn man vom Rathaus durch die Alsterarkaden geht, kommt man zum Jungfernstieg an die Binnenalster. Der Jungfernstieg ist eines der ersten Adressen in Hamburg. Heute dominieren Kontorhäuser aus der Gründerzeit und Stadthäuser, die nach dem 2. Weltkrieg gebaut wurden, das Straßenbild. Juweliere, exklusive Modehäuser und Schuhgeschäfte bieten hier ihre Waren an. In den Jahren 1911/12 wurde das Warenhaus „Alsterhaus“ vom Architekturbüro Cremer & Wolfenstein errichtet. Schon 1896-1899 entstand das jetzige Gebäude der Dresdner Bank, das einst als Luxushotel geplant und im Neorenaissancestil erbaut wurde. Das Haus daneben wurde 1842 mit in diesen Gebäudekomplex eingebunden. Im Vorgängerbau dieses Hauses lebte bis 1815 der Dichter Matthias Claudius. Unmittelbar gegenüber steht der rote Sandsteinbau „Hamburger Hof“, dass 1881-1883 als Hotel errichtet und in den Jahren 1976-1979 erweitert wurde. In dem Gebäude befindet sich die gleichnamige Passage mit zahlreichen Luxusgeschäften, mehreren Restaurants und Cafès. Eine Passage gab es hier bereits Mitte des 19. Jahrhunderts.


Alsterpavillon
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An den Terrassen und Treppenanlagen der Binnenalster am Jungfernstieg legen die Alsterschiffe zu ihrer Fahrt durch die Fleete und die Kanäle ab. Südländisches Flair vermittelt im Sommer der Alsterpavillon, der sich zwischen Palmen und Blumenkästen in unmittelbarer Nähe des Anlegers befindet. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Alster und die Alsterfontäne. Der heutige ist bereits der sechste Bau in der Reihe der Pavillons, die hier seit 1799 errichtet wurden! In den vergangenen Jahrhunderten waren die Pavillons Anziehungspunkte für die Hamburger Gesellschaft.


Neuer Jungfernstieg
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Der Neue Jungfernstieg ist die Westseite der Binnenalster. Hier steht das beste Hotel Hamburgs, das „Raffles Vier Jahreszeiten“! 1904 wurde das Gebäude von den Architekten Freytag & Würzbach errichtet und ist seit dem bekannten Hotel „Atlantic“ an der Außenalster die Top-Adresse für die Prominenz. Hier waren sogar Stars wie Elizabeth Taylor oder Herbert von Karajan.


Gänsemarkt
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Gänsemarkt ist etwas weiter westlich vom Jungfernstieg. Der heutige Gänsemarkt war eigentlich kein Marktplatz, sondern ein Verkehrsknotenpunkt, von dem aus die wichtigsten Landstraßen nach Norden führten. Um den Marktplatz rum sind Kontorhäuser, die aus der Zeit nach dem Stadtbrand von 1842 und nach der Wende zu 20. Jahrhundert stammen. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte und der fast neu gebaute UFA-Palast. Ein Multiplex Kino mit 8 Kinos! Damals war hier schon ein Multiplex-Kino, sogar das Größte Europas. Vom Gänsemarkt kann man durch verschiedenen Einkaufsstrassen und Passagen gehen, auf die ich in meinem nächsten Punkt eingehen werde! Auf dem Marktplatz steht das Denkmal von Dichter Gotthold Ephraim Lessing.


Passagen
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Zwischen Jungfernstieg und Rathausmarkt bis zum Gänsemarkt sind bekannte Passagen, wie das Hanse-Viertel. Die 9400 qm große Einkaufsmeile ist eine der 13 Passagen der Stadt, die den Rathausmarkt und Gänsemarkt verbinden. Einen Bummel durch die Galerien könnte in der Gänsemarktpassage anfangen und durch gegenüberliegende Einkaufszentren Neuer Gänsemarkt und Gerhof-Passage enden. In diesen Passagen befinden sich Boutiquen und Ladenketten, die Ware in allen Preislagen anbieten. Eine der schönsten Passagen ist die 1983 eröffnete Galleria, dass in deren rund 25 kleinen Läden besonders das junge und zahlungskräftige Publikum bevorzugen. Hier ist ein grauer Granitfußboden mit Einlege- Arbeiten aus Marmor, dass eine klassisch-kühle Atmosphäre hervorruft. Die 13 Passagen sind auch in der Vorweihnachtszeit ein „Muss“!!! Lauter kleine Stände sind in den Passagen aufgebaut, und der Duft nach „Weihnachten“ lockt viele Besucher an. Die anderen Passagen heißen: Bleichenhof, Kaufmannshaus, Alten Post, Hamburger Hof, Europa-Passage, Levantenhaus und die junge Mellin-Passage.


Einkaufsstrassen
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Die beliebten Einkaufsstrassen sind ab dem Hauptbahnhof zum Rathausmarkt die Spitalerstrasse (Fussgängerzone) und die Mönckebergstrasse, die wir auch nur „Mö“ nennen. Ab dem Rathausmarkt sind westlich die Einkaufsstrassen Neuer Wall (sieht zu Weihnachten besonders schön beleuchtet aus!) und Grosse Bleichen. Hier ist auch das berühmte „Ohnsorg-Theater“, wo Heidi Kabel ihre Auftritte hatte.



Nachwort:
Ich hätte ja noch so vieles berichten können, aber ich mache auch weiter!! Wie viele Teile es noch werden, weiß ich selbst nicht! Aber ich will mich so ausführlich wie möglich ausdrücken! Namen und Zahlen hab ich natürlich aus Medien! Aber selbst getextet! Ich bedanke mich für `s lesen und kommentieren, und sage „Tschüss“, bis zum „3.Teil“!

LG und sage von hier aus: „Hummel Hummel!“
Stefan

39 Bewertungen, 11 Kommentare

  • Meyerhoffsche

    08.08.2008, 03:20 Uhr von Meyerhoffsche
    Bewertung: besonders wertvoll

    Laue Sommergrüße von Meyerhoffsche :)

  • anonym

    14.03.2008, 18:16 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße Linda

  • sindimindi

    31.03.2006, 01:15 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das "Stuttgarter Weinfest" findet dort statt? - hätte ich nicht gedacht...;-) <br/>Roland Sindimindi, der aus der Nähe von Stuttgart kommt...

  • absinth_girl

    28.03.2006, 02:30 Uhr von absinth_girl
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, toller bericht

  • fast_help

    02.03.2006, 13:03 Uhr von fast_help
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Andy

  • Sky112

    20.02.2006, 01:40 Uhr von Sky112
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht

  • Cicila

    19.02.2006, 18:56 Uhr von Cicila
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hört sich toll an! <br/>LG Cicila

  • MasterT86

    16.01.2006, 09:51 Uhr von MasterT86
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da freu ich mich schon auf den dritten Teil. Lg

  • Lidlefood

    15.01.2006, 21:38 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • anonym

    15.01.2006, 21:06 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • anonym

    15.01.2006, 20:42 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Birgit :-)