Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von Diescher
Ja so war´n die alte Rittersleut
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
... immer darauf bedacht, die größte Burg zu haben... Und wenn es mit dem Eigenbau nicht klappte, wurde halt eine brauchbare okkupiert. Ob sich das Leben in der südfranzösischen Stadt Carcassonne, die es heute noch gibt tatsächlich nur um Burgen und Ritter drehte, kann ich nicht nachvollziehen, aber das gleichnamige Spiel ist genial.
Vor kurzem stand mal wieder ein gemütlicher Abend mit Freunden auf dem Programm. Und weil wir schon so viel von „Carcassonne“ gehört, aber es noch nie gespielt hatten, mussten die beiden ein wenig schleppen. Die Betonung liegt auf „ein wenig“, denn schwer ist der Kasten nun wirklich nicht.
Wie so viele waren auch wir begeistert von dieser Mischung aus Taktik, Glück und Risiko. Wie sich später herausstellte, haben wir an diesem Abend etwas falsch gespielt, was die Besetzung der Burgen anging. Dies tat aber der Begeisterung keinen Abbruch.
Wenige Tage später fand ich bei einem Bummel durch die Müller-Drogerie dieses Spiel im Angebot für 9 EUR und griff sofort zu. Da gab es gar keine Frage.
Zu Hause angekommen, hab ich sofort alles ausgepackt und die Spielkarten (insgesamt sind es 72) von der Umwandung getrennt.
Dann musste ich warten, bis mein Freund nach Hause kommt. Allein kann man leider nicht spielen. Jaja, und wenn die Männer sagen, sie kommen pünktlich, setzen sie das noch lange nicht in die Tat um. Ich saß auf heißen Kohlen und wollte endlich spielen. Tja, wenigstens konnte ich das Spiel schon mal aufbauen.
Aufbau des Spiels
Viel hatte ich dafür nicht zu tun. Es gibt ein Spielbrett, auf dem von jedem Mitspieler ein Männchen seiner Wege zieht, sprich die Punktzahl anzeigt.
Dann wie gesagt die Spielkarten. Diese werden in 5 etwa gleichgroßen Stapeln mit dem Bild nach unten auf den Tisch gelegt. Die Startkarte (gekennzeichnet durch eine dunklere Unterseite) wird aufgedeckt in die Mitte gelegt. Inzwischen wählen wir irgendeine Karte vom Stapel als Startkarte aus. Auf den Karten gibt es mehr oder weniger zu sehen: ein Klostergebäude, einen Stadtteil, Kreuzungen, Straßenabschnitte, zum Teil miteinander kombiniert. Auf fast jeder Karte gibt es ein Stück Wiese.
Pro Mitspieler gibt es Gefolgsleute. Das sind die Spiel-Männchen. Einer steht auf dem Spielplan, die anderen werden farblich sortiert an die Mitspieler verteilt. Insgesamt bekommt jeder 7.
Ziel des Spieles
Á la Domino werden Zug um Zug die Landschaftskarten aufgedeckt und an die passenden Stellen angelegt. Sprich Stadtteil zu Stadtteil, Straße zu Straße und Wiese zu Wiese. So entstehen die Städte bzw. Burgen, die Straßen und die Klöster. Auf die gelegten Karten können die Mitspieler (müssen aber nicht) einen ihrer Gefolgsleute stellen, je nachdem was besetzt werden soll auf die Straße (= Wegelagerer), auf die Wiese (= Bauer), auf die Stadt (= Ritter) oder auf das Kloster (=Mönch). So entsteht im Verlauf des Spiels eine bunt gemischte Landschaft.
Sollte mal eine Karte nicht passen, legen wir die immer wieder in irgendeinen Stapel zurück. Irgendwann kann man sie schon passend anlegen. In der Regel findet man aber immer ein freies Plätzchen, auch wenn das in dem Moment nicht den Wünschen entsprechen sollte. Aber davon lebt das Spiel.
Vergabe der Punkte
Wird durch das Anlegen eine Straße oder eine Stadt fertig, werden diese gewertet. Eine Straße geht von einer Kreuzung zur anderen bzw. bis zum Kloster oder einer Stadt. Eine Stadt ist fertig, wenn sie völlig von der Stadtmauer umgrenzt ist.
Für jeden Straßenabschnitt (sprich jede angrenzende Karte) gibt es einen Punkt. Städte sind ergiebiger und bringen pro anliegender Karte 2 bzw. 4 Punkte, wenn sich ein Wappen auf der Karte befindet. Der Adelsstand zählt also doppelt. 9 Punkte für ein Kloster bekommt man nur, wenn es von allen Seiten umbaut ist.
Setzen der Gefolgsleute
Beim Setzen der Gefolgsmänner ist zu beachten, dass immer nur ein Männchen gesetzt werden kann und immer nur auf die Karte, die zuletzt von dem Mitspieler angelegt wurde. Außerdem darf die Gegend, die besetzt werden soll noch nicht an ein bereits besetztes Gebiet angrenzen. Klingt etwas kompliziert, den Dreh hat man nach einigem Setzen aber raus. Genau hier haben wir auch bei unserem ersten Spiel mit unseren Freunden den Fehler gemacht. Jeder konnte da nämlich munter drauf lossetzen und sämtlich Städte und Straßen wurden ohne Schwierigkeiten geteilt.
Hat ein Mitspieler keine Männchen mehr, bleibt ihm nur die Möglichkeit, seine gezogene Karte so anzulegen, dass er irgendwann welche zurückbekommt, oder den anderen das Spielen erschwert oder selbst punktet, indem er eine Straße oder Stadt erweitert, die er bereits besetzt.
Man bekommt nämlich die Spielsteine zurück, die auf einem fertig gebauten Feld liegen.
Perfide Pläne
Seit wir dieses Spiel haben, höre ich immer wieder von meinem Freund, dass er sich einen „perfiden Plan“ ausdenken muss. Was er damit sagen will? Ganz einfach und gemein: er versucht damit, etwas vom großen Kuchen einer Stadt abzubekommen, indem er seine Karten trickreich anlegt und durch späteres Verbinden einen Fuß in die Stadt bekommt. Da hofft man die ganze Zeit auf die richtige Karte, um ihn ausschließen zu können. Und was passiert? Nichts, zumindest bei mir. Er bekommt genau die passenden und kann damit meine bereits gelegten Karten für sich in Anspruch nehmen. Wird eine solche Stadt dann fertig gebaut, bekommt derjenige die Punkte, der die meisten Gefolgsleute in der Stadt sitzen hat.
Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei den Straßen und Wiesen. Tückisch ist es vor allem bei den Wiesen. Wer am Ende die meisten Leute auf den Wiesen liegen hat, bekommt Extra-Punkte. Manchmal sieht man gar nicht so richtig, wo ein Steinchen liegt bzw. schafft man es nicht, die Wiesen miteinander zu verbinden, weil einfach nicht die richtigen Karten kommen wollen.
Je näher das Spiel dem Ende rückt, desto schwieriger wird es natürlich, die passende Karte zu finden. Einige Bauvorhaben können dadurch auf der Strecke bleiben.
Ende des Spiels
Das Spiel endet nicht mit dem Erreichen des letzten Feldes auf dem Spielplan, sondern mit dem Ausspielen der letzten Landschaftskarte. Nachdem diese angelegt wurde, wird „abgerechnet“. Zunächst werden alle Steine entfernt, die keine Punkte bringen, zum Beispiel unfertige Klöster. Dann bekommen die Mitspieler je einen Punkt pro unfertigem zusammenhängendem Straßensegment, dass sie besetzen. Jede unfertige Stadt bringt so viele Punkte, wie Karten anliegen (für solche mit Wappen gibt es 2 Punkte, für einfache Stadtteile 1 Punkt).
Dann wird es spannend: Nun muss herausgefunden werden, welche Wiesen zusammenhängen und wer die meisten Männchen darauf verteilen konnte. Derjenige bekommt nämlich für jede fertige Stadt, die an diese Wiese angrenzt je 3 Punkte. Damit kann jemand, der während des Spiels ein wenig hinten lag, noch gewinnen.
Erschienen ist das Spiel 2001 in der Hans im Glück Verlags - GmbH. Autor ist Klaus-Jürgen Wrede.
Das Spiel ist geeignet für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre (laut Herstellerhinweis). Die Spieldauer ist unterschiedlich. Als wir es letztens meinem Bruder und meiner Schwägerin erklärten dauerte es natürlich länger. Aber mit etwas Erfahrung kommt die angegebene Spieldauer von 30 bis 45 Minuten schon hin.
„Carcassonne“ ist ein MUSS für alle Spielefans. Wer die „Siedler von Catan“ liebt, findet hier einen würdigen Nachfolger des Titels „Spiel des Jahres“.
Was mir noch sehr gut gefällt: Der geringe Platzbedarf. Man kann das Spiel bequem mit in Urlaub nehmen (dann vielleicht nicht in dem üblichen blauen Kasten). Die Karten und Männchen würden mit Sicherheit in eine Handtasche passen und den Spielplan kann man zwischen die T-Shirts schieben. *g*
Viel Spaß beim Aushecken perfider Pläne,
Diescher
Vor kurzem stand mal wieder ein gemütlicher Abend mit Freunden auf dem Programm. Und weil wir schon so viel von „Carcassonne“ gehört, aber es noch nie gespielt hatten, mussten die beiden ein wenig schleppen. Die Betonung liegt auf „ein wenig“, denn schwer ist der Kasten nun wirklich nicht.
Wie so viele waren auch wir begeistert von dieser Mischung aus Taktik, Glück und Risiko. Wie sich später herausstellte, haben wir an diesem Abend etwas falsch gespielt, was die Besetzung der Burgen anging. Dies tat aber der Begeisterung keinen Abbruch.
Wenige Tage später fand ich bei einem Bummel durch die Müller-Drogerie dieses Spiel im Angebot für 9 EUR und griff sofort zu. Da gab es gar keine Frage.
Zu Hause angekommen, hab ich sofort alles ausgepackt und die Spielkarten (insgesamt sind es 72) von der Umwandung getrennt.
Dann musste ich warten, bis mein Freund nach Hause kommt. Allein kann man leider nicht spielen. Jaja, und wenn die Männer sagen, sie kommen pünktlich, setzen sie das noch lange nicht in die Tat um. Ich saß auf heißen Kohlen und wollte endlich spielen. Tja, wenigstens konnte ich das Spiel schon mal aufbauen.
Aufbau des Spiels
Viel hatte ich dafür nicht zu tun. Es gibt ein Spielbrett, auf dem von jedem Mitspieler ein Männchen seiner Wege zieht, sprich die Punktzahl anzeigt.
Dann wie gesagt die Spielkarten. Diese werden in 5 etwa gleichgroßen Stapeln mit dem Bild nach unten auf den Tisch gelegt. Die Startkarte (gekennzeichnet durch eine dunklere Unterseite) wird aufgedeckt in die Mitte gelegt. Inzwischen wählen wir irgendeine Karte vom Stapel als Startkarte aus. Auf den Karten gibt es mehr oder weniger zu sehen: ein Klostergebäude, einen Stadtteil, Kreuzungen, Straßenabschnitte, zum Teil miteinander kombiniert. Auf fast jeder Karte gibt es ein Stück Wiese.
Pro Mitspieler gibt es Gefolgsleute. Das sind die Spiel-Männchen. Einer steht auf dem Spielplan, die anderen werden farblich sortiert an die Mitspieler verteilt. Insgesamt bekommt jeder 7.
Ziel des Spieles
Á la Domino werden Zug um Zug die Landschaftskarten aufgedeckt und an die passenden Stellen angelegt. Sprich Stadtteil zu Stadtteil, Straße zu Straße und Wiese zu Wiese. So entstehen die Städte bzw. Burgen, die Straßen und die Klöster. Auf die gelegten Karten können die Mitspieler (müssen aber nicht) einen ihrer Gefolgsleute stellen, je nachdem was besetzt werden soll auf die Straße (= Wegelagerer), auf die Wiese (= Bauer), auf die Stadt (= Ritter) oder auf das Kloster (=Mönch). So entsteht im Verlauf des Spiels eine bunt gemischte Landschaft.
Sollte mal eine Karte nicht passen, legen wir die immer wieder in irgendeinen Stapel zurück. Irgendwann kann man sie schon passend anlegen. In der Regel findet man aber immer ein freies Plätzchen, auch wenn das in dem Moment nicht den Wünschen entsprechen sollte. Aber davon lebt das Spiel.
Vergabe der Punkte
Wird durch das Anlegen eine Straße oder eine Stadt fertig, werden diese gewertet. Eine Straße geht von einer Kreuzung zur anderen bzw. bis zum Kloster oder einer Stadt. Eine Stadt ist fertig, wenn sie völlig von der Stadtmauer umgrenzt ist.
Für jeden Straßenabschnitt (sprich jede angrenzende Karte) gibt es einen Punkt. Städte sind ergiebiger und bringen pro anliegender Karte 2 bzw. 4 Punkte, wenn sich ein Wappen auf der Karte befindet. Der Adelsstand zählt also doppelt. 9 Punkte für ein Kloster bekommt man nur, wenn es von allen Seiten umbaut ist.
Setzen der Gefolgsleute
Beim Setzen der Gefolgsmänner ist zu beachten, dass immer nur ein Männchen gesetzt werden kann und immer nur auf die Karte, die zuletzt von dem Mitspieler angelegt wurde. Außerdem darf die Gegend, die besetzt werden soll noch nicht an ein bereits besetztes Gebiet angrenzen. Klingt etwas kompliziert, den Dreh hat man nach einigem Setzen aber raus. Genau hier haben wir auch bei unserem ersten Spiel mit unseren Freunden den Fehler gemacht. Jeder konnte da nämlich munter drauf lossetzen und sämtlich Städte und Straßen wurden ohne Schwierigkeiten geteilt.
Hat ein Mitspieler keine Männchen mehr, bleibt ihm nur die Möglichkeit, seine gezogene Karte so anzulegen, dass er irgendwann welche zurückbekommt, oder den anderen das Spielen erschwert oder selbst punktet, indem er eine Straße oder Stadt erweitert, die er bereits besetzt.
Man bekommt nämlich die Spielsteine zurück, die auf einem fertig gebauten Feld liegen.
Perfide Pläne
Seit wir dieses Spiel haben, höre ich immer wieder von meinem Freund, dass er sich einen „perfiden Plan“ ausdenken muss. Was er damit sagen will? Ganz einfach und gemein: er versucht damit, etwas vom großen Kuchen einer Stadt abzubekommen, indem er seine Karten trickreich anlegt und durch späteres Verbinden einen Fuß in die Stadt bekommt. Da hofft man die ganze Zeit auf die richtige Karte, um ihn ausschließen zu können. Und was passiert? Nichts, zumindest bei mir. Er bekommt genau die passenden und kann damit meine bereits gelegten Karten für sich in Anspruch nehmen. Wird eine solche Stadt dann fertig gebaut, bekommt derjenige die Punkte, der die meisten Gefolgsleute in der Stadt sitzen hat.
Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei den Straßen und Wiesen. Tückisch ist es vor allem bei den Wiesen. Wer am Ende die meisten Leute auf den Wiesen liegen hat, bekommt Extra-Punkte. Manchmal sieht man gar nicht so richtig, wo ein Steinchen liegt bzw. schafft man es nicht, die Wiesen miteinander zu verbinden, weil einfach nicht die richtigen Karten kommen wollen.
Je näher das Spiel dem Ende rückt, desto schwieriger wird es natürlich, die passende Karte zu finden. Einige Bauvorhaben können dadurch auf der Strecke bleiben.
Ende des Spiels
Das Spiel endet nicht mit dem Erreichen des letzten Feldes auf dem Spielplan, sondern mit dem Ausspielen der letzten Landschaftskarte. Nachdem diese angelegt wurde, wird „abgerechnet“. Zunächst werden alle Steine entfernt, die keine Punkte bringen, zum Beispiel unfertige Klöster. Dann bekommen die Mitspieler je einen Punkt pro unfertigem zusammenhängendem Straßensegment, dass sie besetzen. Jede unfertige Stadt bringt so viele Punkte, wie Karten anliegen (für solche mit Wappen gibt es 2 Punkte, für einfache Stadtteile 1 Punkt).
Dann wird es spannend: Nun muss herausgefunden werden, welche Wiesen zusammenhängen und wer die meisten Männchen darauf verteilen konnte. Derjenige bekommt nämlich für jede fertige Stadt, die an diese Wiese angrenzt je 3 Punkte. Damit kann jemand, der während des Spiels ein wenig hinten lag, noch gewinnen.
Erschienen ist das Spiel 2001 in der Hans im Glück Verlags - GmbH. Autor ist Klaus-Jürgen Wrede.
Das Spiel ist geeignet für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre (laut Herstellerhinweis). Die Spieldauer ist unterschiedlich. Als wir es letztens meinem Bruder und meiner Schwägerin erklärten dauerte es natürlich länger. Aber mit etwas Erfahrung kommt die angegebene Spieldauer von 30 bis 45 Minuten schon hin.
„Carcassonne“ ist ein MUSS für alle Spielefans. Wer die „Siedler von Catan“ liebt, findet hier einen würdigen Nachfolger des Titels „Spiel des Jahres“.
Was mir noch sehr gut gefällt: Der geringe Platzbedarf. Man kann das Spiel bequem mit in Urlaub nehmen (dann vielleicht nicht in dem üblichen blauen Kasten). Die Karten und Männchen würden mit Sicherheit in eine Handtasche passen und den Spielplan kann man zwischen die T-Shirts schieben. *g*
Viel Spaß beim Aushecken perfider Pläne,
Diescher
14 Bewertungen, 1 Kommentar
-
04.06.2002, 14:53 Uhr von Mesalina
Bewertung: sehr hilfreich"Perfide Pläne" kann ich leider noch keine... aber ich bin fleißig am Üben.... ;) CU Mesalina
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