Harry Potter und die Kammer des Schreckens (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von starfax
Blasser potter
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach Herr der Ringe war 2002 jawohl Harry Potter der größte Reißer in unseren Kinos - und da habe ich den auch gesehen, aber als ich den Film jetzt als gebrauchtes Video in meiner Videothek sah, habe ich gleich alles, was ich ausleihen wollte, zurückgelegt und mir HP gekauft...obwohl ich ihn damals nicht so gut fand, aber ich hatte grad so große Lust auf was fantastisches (und ich habe mir den Weg zum Zurückbringen erspart...hehe!)
Der Inhalt:
Nach den Geschehnissen im ersten Teil ist Harry wieder bei seinen unsympathischen Pflegeeltern und diesmal noch trauriger als sonst, denn von seinen neuen Freunden erhält er seltsamerweise nicht einen einzigen Brief.
Das klärt sich auf, als plötzlich der etwas masochistisch veranlagte Hauself Dobby in seinem Zimmer steht und Harry davor warnt, nach Hogwarts zurückzukehren. In seinem Bemühen, Harry die Lust daran zu nehmen, bringt er ihn bei seinen Pflegemuggels in Schwierigkeiten - die nämlich fühlen sich anläßlich eines Geschäftsbesuchs sehr gestört, woraufhin sie Harry einsperren.
In der Nacht wird er von Ron und den beiden Weasley - Zwillingen befreit und sie nehmen ihn mit nach Hause.
Die Probleme beginnen, als Ron und Harry versuchen, den Bahnsteig zum Hogwarts - Expreß zu erreichen: Das ist nämlich nicht mehr möglich.
Um dennoch nach Hogwarts zu gelangen, kapern sie Mr. Weasleys fliegendes Auto, mit dem Harry schon befreit worden war.
Und es kommt noch schlimmer:
Ein seltsames unsichtbares Wesen geht auf Hogwarts um und droht Harry, ihn zu töten...mehrere Schüler werden versteinert und ein ziemlich unfähiger neuer Lehrer für \"Verteidigung gegen die dunklen Künste\" macht das Chaos perfekt.
Als schließlich Ginny, Rons kleine Schwester verschwindet, spitzt sich die Lage zu...alle Spuren weisen in die Vergangenheit...findet sich da die Lösung? Und wer ist Tom Riddle?
Der Film:
Das zweite Buch der inzwischen berühmten Engländerin stand dem tollen Erstling in Punkto Spannung ja in nichts nach. Die seltsame Zaubererwelt konnte noch genauso wie beim ersten Mal faszinieren, die Figuren sind nach wie vor liebenswert (naja, mit Dobby, Gilderoy Lockhart und dem dauerfotografierenden wiehießernochmal gabs gleich drei Nervensägen, aber die gibts im richtigen Leben ja auch...)
Und die Geschichte hat alles, was eine gute Geschichte braucht - Rätsel in der Vergangenheit liebe ich ja sowieso.
Und der Film ist im Grunde ebenso, keine Veränderung zum Vorgänger...hier aber ist das nicht so gut, wie beim Buch!
Zunächst mal ist vorauszuschicken, daß der Film nicht zu unrecht höchst erfolgreich war. Für einen Haufen Geld wurde hier in opulenten Bildern eine fremde Welt abgebildet und wirklich kein Mittel gescheut. Er ist perfektes Popcornkino und, anders als beim \"Herrn der Ringe\", wo ich als absoluter Liebhaber des Buches jeden Mißgriff in Besetzung und Figurenübersetzung sowie die Storyabweichungen in Bausch und Bogen verdammt habe, konnte ich mir hier eigentlich alles gefallen lassen.
Daß dennoch gelegentlich Langeweile aufkam, hat andere Gründe.
Die Tricks sind im großen und ganzen gelungen, bis auf die Spinnen, die in ihrer vollen Computeranimation einfach nicht wirklich ekeln konnten (zum Glück ist inzwischen allerorten zu hören, daß seit DHDR der Trend wieder vom Computzer weggeht...)
Die Musik von John Williams ist symphonisch, stimmig in der Atmosphäre, was aber auch einfach daran liegen kann, daß er seit \"Hook\" immer das gleiche komponiert und immer zu fantastischen Filmen hinzugezogen wird (wers nicht glaubt, höre sich bitte die Titelthemen von \"Hook\", \"Kevin allein zu Haus\" und \"Harry Potter\" an).
Die Figur des Dobby ist eigentlich ganz klasse, sehr natürlich und echt und ganz witzig.
Die Schauspieler, allen voran die alten Hasen, sind klasse und machen ihre Sache gut -aber, und jetzt kommen wir zum größten Schwachpunkt:
Ausgerechnet Harry Potter vermag nicht ganz zu überzeugen. Er bleibt einfach blaß.
Nun ist das mit Hauptfiguren ja so eine Sache, und grad Harry Potter ist wirklich ungeheuer edelmütig und gut, aber dennoch bleibt gerade der Harry Potter - Darsteller hinter den anderen Kindern des Films weit zurück.
Hermine mag rechthaberisch und strebsam sein, sie hat auch Charme.
Ron ist ein alter Feigling und gerade in diesem Teil wird diese Figur durch allzu häufiges Grimmassieren des Darstellers geradezu denunziert, aber er hat ein gut Teil Frechheit, die noch noch darüberstrahlt und sympathisch wirkt.
Allein harry Potter selbst wirkt in allem seltsam unbeteiligt und - langweilig.
In dem Bemühen, einen möglichst weltweit gängigen Potter - Typus zu finden, hat man die Leinwandwirkung etwas vernachlässigt und sich auf Brille und Narbe verlassen. Sehr schade, denn meiner Meinung nach sieht man gerade hier mehr einen Jungen die Anweisungen des Regisseurs ausführen (schau mal langsam hierher, dreh dich klangsam um,etc) als wirklich vor der Kamera leben - und das ist gerade bei den Amerikanern, die mit begabten Kinderdarstellern nun wirklich viel Erfahrung haben, bedauerlich.
Weiteres Problem dieses Films ist seine in der Bemühung möglichst viel Fantasie zu beweisen offenkundige Fantasielosigkeit. Will sagen, vor optischen Mätzchen und stauneffekten in jedem Bild ist der Zuschauer irgendwann überfordert und staunt einfach nicht mehr...das Geheimnis des Ungezeigten ist den Amerikanern aber vielleicht auch weltweit den meisten Filmschaffenden abhanden gekommen...
Unter der bunten Oberfläche fehlt der Charme, der die Bücher ausmachte.
Fazit:
Schön zum angucken, gute, routinierte Unterhaltung, kein Meisterwurf. Hollywood verkauft wieder einmal seine Seele.
Der Inhalt:
Nach den Geschehnissen im ersten Teil ist Harry wieder bei seinen unsympathischen Pflegeeltern und diesmal noch trauriger als sonst, denn von seinen neuen Freunden erhält er seltsamerweise nicht einen einzigen Brief.
Das klärt sich auf, als plötzlich der etwas masochistisch veranlagte Hauself Dobby in seinem Zimmer steht und Harry davor warnt, nach Hogwarts zurückzukehren. In seinem Bemühen, Harry die Lust daran zu nehmen, bringt er ihn bei seinen Pflegemuggels in Schwierigkeiten - die nämlich fühlen sich anläßlich eines Geschäftsbesuchs sehr gestört, woraufhin sie Harry einsperren.
In der Nacht wird er von Ron und den beiden Weasley - Zwillingen befreit und sie nehmen ihn mit nach Hause.
Die Probleme beginnen, als Ron und Harry versuchen, den Bahnsteig zum Hogwarts - Expreß zu erreichen: Das ist nämlich nicht mehr möglich.
Um dennoch nach Hogwarts zu gelangen, kapern sie Mr. Weasleys fliegendes Auto, mit dem Harry schon befreit worden war.
Und es kommt noch schlimmer:
Ein seltsames unsichtbares Wesen geht auf Hogwarts um und droht Harry, ihn zu töten...mehrere Schüler werden versteinert und ein ziemlich unfähiger neuer Lehrer für \"Verteidigung gegen die dunklen Künste\" macht das Chaos perfekt.
Als schließlich Ginny, Rons kleine Schwester verschwindet, spitzt sich die Lage zu...alle Spuren weisen in die Vergangenheit...findet sich da die Lösung? Und wer ist Tom Riddle?
Der Film:
Das zweite Buch der inzwischen berühmten Engländerin stand dem tollen Erstling in Punkto Spannung ja in nichts nach. Die seltsame Zaubererwelt konnte noch genauso wie beim ersten Mal faszinieren, die Figuren sind nach wie vor liebenswert (naja, mit Dobby, Gilderoy Lockhart und dem dauerfotografierenden wiehießernochmal gabs gleich drei Nervensägen, aber die gibts im richtigen Leben ja auch...)
Und die Geschichte hat alles, was eine gute Geschichte braucht - Rätsel in der Vergangenheit liebe ich ja sowieso.
Und der Film ist im Grunde ebenso, keine Veränderung zum Vorgänger...hier aber ist das nicht so gut, wie beim Buch!
Zunächst mal ist vorauszuschicken, daß der Film nicht zu unrecht höchst erfolgreich war. Für einen Haufen Geld wurde hier in opulenten Bildern eine fremde Welt abgebildet und wirklich kein Mittel gescheut. Er ist perfektes Popcornkino und, anders als beim \"Herrn der Ringe\", wo ich als absoluter Liebhaber des Buches jeden Mißgriff in Besetzung und Figurenübersetzung sowie die Storyabweichungen in Bausch und Bogen verdammt habe, konnte ich mir hier eigentlich alles gefallen lassen.
Daß dennoch gelegentlich Langeweile aufkam, hat andere Gründe.
Die Tricks sind im großen und ganzen gelungen, bis auf die Spinnen, die in ihrer vollen Computeranimation einfach nicht wirklich ekeln konnten (zum Glück ist inzwischen allerorten zu hören, daß seit DHDR der Trend wieder vom Computzer weggeht...)
Die Musik von John Williams ist symphonisch, stimmig in der Atmosphäre, was aber auch einfach daran liegen kann, daß er seit \"Hook\" immer das gleiche komponiert und immer zu fantastischen Filmen hinzugezogen wird (wers nicht glaubt, höre sich bitte die Titelthemen von \"Hook\", \"Kevin allein zu Haus\" und \"Harry Potter\" an).
Die Figur des Dobby ist eigentlich ganz klasse, sehr natürlich und echt und ganz witzig.
Die Schauspieler, allen voran die alten Hasen, sind klasse und machen ihre Sache gut -aber, und jetzt kommen wir zum größten Schwachpunkt:
Ausgerechnet Harry Potter vermag nicht ganz zu überzeugen. Er bleibt einfach blaß.
Nun ist das mit Hauptfiguren ja so eine Sache, und grad Harry Potter ist wirklich ungeheuer edelmütig und gut, aber dennoch bleibt gerade der Harry Potter - Darsteller hinter den anderen Kindern des Films weit zurück.
Hermine mag rechthaberisch und strebsam sein, sie hat auch Charme.
Ron ist ein alter Feigling und gerade in diesem Teil wird diese Figur durch allzu häufiges Grimmassieren des Darstellers geradezu denunziert, aber er hat ein gut Teil Frechheit, die noch noch darüberstrahlt und sympathisch wirkt.
Allein harry Potter selbst wirkt in allem seltsam unbeteiligt und - langweilig.
In dem Bemühen, einen möglichst weltweit gängigen Potter - Typus zu finden, hat man die Leinwandwirkung etwas vernachlässigt und sich auf Brille und Narbe verlassen. Sehr schade, denn meiner Meinung nach sieht man gerade hier mehr einen Jungen die Anweisungen des Regisseurs ausführen (schau mal langsam hierher, dreh dich klangsam um,etc) als wirklich vor der Kamera leben - und das ist gerade bei den Amerikanern, die mit begabten Kinderdarstellern nun wirklich viel Erfahrung haben, bedauerlich.
Weiteres Problem dieses Films ist seine in der Bemühung möglichst viel Fantasie zu beweisen offenkundige Fantasielosigkeit. Will sagen, vor optischen Mätzchen und stauneffekten in jedem Bild ist der Zuschauer irgendwann überfordert und staunt einfach nicht mehr...das Geheimnis des Ungezeigten ist den Amerikanern aber vielleicht auch weltweit den meisten Filmschaffenden abhanden gekommen...
Unter der bunten Oberfläche fehlt der Charme, der die Bücher ausmachte.
Fazit:
Schön zum angucken, gute, routinierte Unterhaltung, kein Meisterwurf. Hollywood verkauft wieder einmal seine Seele.
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