Hauptbahnhof Aachen Testbericht

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Erfahrungsbericht von liskailonka

Schmuddelige Baustelle im Frühjahr 2005

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

ERREICHBARKEIT

Nun, erreichen läßt sich der Bahnhof mit dem Bus ganz gut, da an beiden Straßenseiten, die Busse im Fünfminutentakt an- und abfahren. Vorsichtig.... nicht unterm Bus geraten. Geht da nämlich ziemlich drunter und drüber.

Mit dem Auto, Roller, Motorrad oder gar Fahrrad, sieht es schon problematischer aus. Es fehlen genügend Parkplätze direkt vor dem Bahnhof zum Beispiel. Über eine Seitenstraße, kann man auf einen befristeten Parkplatz gelangen, aber da dies eine Einbahnstraße ist (wie fast jede Straße im Zentrum Aachens), hat man sie schnell übersehen und kann 10 Minuten um den Block kurven. Etwa 30 Meter vor dem Bahnhof ist zwar ein Parkhaus, aber wer schleppt schon gerne seine Koffer so weit? Und dann die lieben Damen der Stadt - die Politessen - es ist, als ob sie darauf warten, daß man jemand schnell aussteigen läßt. Sicher die machen ihre Arbeit, aber die Parklage bzw. Erreichbarkeit vor dem Bahnhof ist derart schlecht, daß man da etwas flexibeler sein müßte. Außerdem ist die Haltestelle vom Bus derart groß geraten, daß eh kein Platz ist zum aussteigen aus dem Auto. Am besten also mit dem Bus zum Bahnhof und sich nicht ärgern.

Obwohl derzeit alles umgebaut wird, hat man trotzdem daran gedacht, die Rampen für Rollstuhlfahrer wieder anzubringen. Wenigestens ein Pluspunkt für die Erreichbarkeit. Obwohl.... alles ist derzeit so eng aufeinander gestellt mit Baucontainer u.s.w. daß man sogar zu Fuß schlecht an den den Eingangsbereich kommt. Da nützt auch die Rollstuhlrampe wenig, wenn da 100e Leute draufrum latschen.

MUSS MAN GESEHEN HABEN?

Nö, muß man nicht. :o) Was mich am meisten stört, sind die vielen Penner die sich direkt am Eingangsbereich und auf dem Vorplatz aufhalten. Wenn man den Bahnhof verläßt und die 20 Meter bis zur Bushaltestelle geht, wird man teilweise 3x angeschnorrt. Entweder wegen Zigaretten, noch gültige Bus- und Bahnkarten oder wegen Geld. Nun ja, Penner gibt es überall, also auch in Aachen. Mir fällt es aber immer wieder auf, daß sie sich extrem gerne am Bahnhof aufhalten und so etwas macht schon, daß man sich doch etwas bedroht fühlt.

Derzeit wird der ganze Bahnhof umgebaut. Dies hat zu Folge, daß alle Geschäfte, den Supermarkt, die Schalter, die Information und alles andere, nach Außen verlagert wurden und alles in Container untergebracht ist. Diese sind erstens absolute Heizöfen. Wer, wie ich, eine halbe Stunde ansteht um eine Fahrkarte zu kaufen, kann sich die Hitze in so einem Container vorstellen. Außerdem ist alles eng auf einander geklatsch und man steht ständig jemand auf die Füße.

Nun kenne ich den Bahnhof schon ewig und diese Baumaßnahmen, sind recht neu und werden auch noch eine Weile dauern. Trotzdem sah der bahnhof vorher nicht gerade gut oder toll aus. Ein altes Sandstein-Bauwerk aus wilhelminischer Zeit und ebenso durch diese angefressen. Alt, schmuddelig, zweckmäßig. Nichts wo man hinrennt um tolle Bilder zu machen, also.

BUDGET-FREUNDLICHKEIT

Mein Lieblingsthema. ;o) Mittlerweile wird vom Besucher 50 Cent verlangt, damit er/sie auf´s stille Örtchen kann. Nicht nur, daß man mit Gepäck erst mal durch ein klemmendes Drehkreuz muß, nein, für die 50 Cent, bekommt man nicht mal ein sauberes Klo. Da ich eh schon die Nase rümpfe für fremde Toiletten, ist 50 cent für ein schmuddeliges Klo (teilweise sogar ohne Papier) einfach kein Verhältnis.

Durch die Baumaßnahmen, ist man jetzt gezwungen sich seinen Kaffee draußen zu holen. Bei meinem letzten Besuch, zahlte ich für einen Kaffee + ein belegtes Brot (nicht mal dolles Sandwich, 2 Scheiben Graubrot mit Käse bekam ich) grauenhafte 5 Euro. Gut, ich hatte hunger und wollte nicht mit leeren Magen in den Zug steigen, aber der Appetit verging mir dann doch ein wenig bei dem Preis. Auf meiner Frage, ob ich den Rest vom Paket Kaffee auch bekomme, bei dem Preis, konnte der Verkäufer allerdings nicht antworten. Bahnhof halt. Die wissen genau, daß die Passagiere Hunger und Durst haben und scheuen also nicht, da auch preislich Nutzen draus zu ziehen.

ZUSTAND

Derzeit erbärmlich, aber das wurde oben schon angesprochen. Alle Bahnhofshallen und -geschäfte strahlen in gähnender Leere. Geputzt wird auch nicht mehr richtig. Hat aber auch irgendwie keinen Sinn, wenn gebaut und gebohrt wird. Daher sollte man hier etwas gnädiger mit dem Urteil sein, denn bei normalem Betrieb, ist alles relativ sauber und auch technisch in Ordnung. Lediglich die Toiletten, bilden hier wieder die Ausnahme.

FAZIT

Momentan ist der Aachener Hauptbahnhof also optisch, als auch technisch eine Baustelle. Wer von hier verreisen will, wird sich auf längere Wartezeiten, schlechtes Zurechtfinden und mehr Streß gefaßt machen müssen. Ich hoffe aber, daß der Bahnhof irgendwann mal fertig ist - dieser Jahr bestimmt nicht mehr - und daß man dann wieder in aller Ruhe hier an- oder abreisen kann.

Copyright Ilonka Liska

Bericht habe ich am 12.05.2005 zuerst bei Trivago veröffentlicht.

14 Bewertungen, 4 Kommentare

  • MasterDeniz

    13.12.2005, 13:38 Uhr von MasterDeniz
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr Hilfreich :-)

  • HiRD1

    13.12.2005, 02:30 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich. Gruß, Ralf

  • sindimindi

    13.12.2005, 01:01 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo Ilonka! :-)- auf dem Aachener Bahnhof war ich noch nie...nur mal auf dem Kölner HBF - aber schmuddelige Toiletten finde ich allerhand, bei einem "Eintrittspreis" von einem halben Euro! *Frechheitdenk* <br/>LG, Roland

  • morla

    13.12.2005, 00:58 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich