Hawaii Testbericht

Hawaii
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Erfahrungsbericht von Mhkize

Wandern auf Hawai

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wo Engel leise schreiten – Wandern in Hawaii

Es klingt wie eine Engelsstimme, eine kraftvolle , ja wohltuende klassische Stimme getragen vom Wind. Das Echo schallt vom naheliegenden Tal und den Hügeln, es scheint als würde es aus den Hügeln oben kommen.
Bevor der Wind die Lieder herangetragen hat, folgte ich den steilen Weg zum Bergrücken, um das Makiki Tal (Makiki Vally) zu überblicken. Der Weg dorthin ist eher ein Treppe aus Wurzel und Steinen. Als ich meinen Schritte um Bäume und Baumstümpfen lenkte, da erblickte ich eine wehendes goldenes Tuch in den Bäumen vor mir. Die singende Stimme kam immer näher.
Plötzlich, ich stand Angesicht zu Angesicht mit einer Frau, die mit einer goldenen Robe bekleidet und ihr Haar mit dem gleichen goldenen Tuch bedeckt war. Sie trug ihre Habe in die Hände und balancierte ein Stück Holz auf ihrem Kopf. Ich fühlte mich in die biblische Zeit versetzt und sah sie von obern bis unter erstaunt an.
Sie spürte mein Erstaunen und hörte auf zu singen. Etwas unbeholfen lobte ich sie und ihren Gesang. Sie fragte nach den Gott des Waldes und erklärte, wenn sie diesen Weg benutzen darf. Sie sagte, das kümmere sie aber nicht.
Die Begegnung mit der Frau mit dieser goldenen Stimme war unter anderem einer meiner ersten eindrucksvollen Erfahrungen auf den Wanderwegen von Oahu nach meiner Ankunft auf Hawaii. Dies war beileibe nicht die letzte Begegnung mit der Mystik auf dieser Insel.
Ohua's Wanderweg zu durchwandern ist die besten Gelegenheit, um den natürlichen Reichtum dieser Insel mit wenig Aufwand zu erforschen.
Vögel, vorallem entlang des Makiki Wanderweges, scheinen zahm zu sein. Mir wurde jedem Morgen eine Ständchen von den "white-rumped shama"gebracht. Ein Vogel, ungefähr so groß, wie ein Rotkehlchen, mit einer ockergelb gefärbten Brust, seine Erscheinungsbild ist genauso wunderbar, wie der Gesang. Ich konnte bis auf dreißig Zentimeter an den "Shama" heran kommen, dann hat er erst aufgehört zu singen. Ich piff mit meiner Pfeife, wenn ich den "shama" sah. Der Vogel erwiderte meine Töne und spreizte dreißig Sekunden lang sein Gefieder, damit er noch schöner aussah. Vielleicht glaubte er ich sei ein Weibchen?
Die Wildtiere sind nicht das einzige, was auf diesem Wanderweg zu bewundern ist, es sind auch die Früchte der Bäume.
Im Herbst und im Frühling reifen die wunderbaren Erdbeeren-Guaven. Die Frucht hat ungefähr die Kirschgröße und hat einen süß-bittlichen Geschmack. Sie sind so reichhaltig, dass jemand ohne Probleme in kurzer Zeit einen Korb voll pflücken kann. Es gibt noch viele andere Früchte, wie Bananen, Kaffee, Papayas und Avocados, die nur so über dem Wanderpfad taumeln.
Für den ungeübten Wanderer ist es schwierig die teils steilen Wanderweg auf Oahu zu bewältigen. Es fällte einem schwer diese wunderbare Insel mit ihren Naturwunder, wie Vulkankratern, Wasserfällen mit Regenbogen, wunderbaren Aus- und Weitsichten und ihrer wohlriechenden Blumen, zu verlassen.
Der Makiki Wanderweg (The Makiki Trail), ungefähr fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrum von Honolulu, wird von den Einheimischen bevorzugt. Er windet sich durch kleine Bananen-Plantagen und steigt einen Hügel hinauf, der eine wunderbare Fernsicht über das Tal bietet und dann, wenn man Glück hat kann man einen oder zwei Hähne krähen hören. Auch Wildschweinen kann man begegnen. Ich habe drei oder vier entlang dieses ausgewöhnlich schönen Weges gesehen.
Glücklicherweise, waren es nur Frischlinge. Im Unterholz sah ich einen Eber mit seinen Hauern, dem ich nicht begegnen wollte, denn es könnte sehr gefährlich werden. Die örtlichen Jäger sind sehr darauf bedacht diese Population sehr niedrig zu halten. Aber auch ein Begegnung mit diesen Jägern kann ungemütlich werden.
Bei einem Aufstieg mit zwei Freunden auf den Berge Ka'ala, der höchste Gipfel Oahu's, trafen wir einige dieser "Jäger". Als wir den Bergrücken erreichten, waren dort ungefähr ein dutzend Männer im Tarnanzug, bewaffnet mit Büchsen, Buschmesser und ungefähr zwanzig Pit-Bull-Terrier an einer Leine gebunden und jagten uns eines Schrecken ein.
Wir fragten sie, wohl mehr um uns selbst zu beruhigen, ob sie Jagdglück hatten. Der Anführer, ein ältere Mann mit weißen Haaren und einer tiefen Narbe in der Magengegend, grinste und sagte: "Wir sind gerade erst angekommen."
"Haben Sie sonst jemanden gesehen auf dem Weg hierher?" fragte er zurück. Ich warf ein Blick zu meinen Wanderkameraden und fragte mich, ob nun der Zeitpunkt gekommen sei, um zu rennen? Nachher wurde uns klar, er fragte nur, um zu erfahren, ob wir einen Jagdaufseher sahen. Den in diesem Gebiet ist jagen verboten, es waren also Wilderer. Später, ungefähr nach neunhundert Metern, stand auf dem schmalen Bergrücken ein Tisch, an dem wir unsere Brotzeit machten, und einen herrlichen Überblick über das Wai'anae Tal (Wai'anae Valley) hatten. Mir wurde bewusst, dies ist eines meiner Erlebnisse, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde.

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Volker111

    11.03.2002, 21:18 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auch ich verspüre Fernweh!

  • anonym

    09.03.2002, 16:16 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    da kriege ich richtig Fernweh

  • seehuhn

    09.03.2002, 16:14 Uhr von seehuhn
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht, allerdings ist es einfach zu lesen, wenn du Absätze machst. Gruß Seehuhn