Der Vogelmann (Taschenbuch) / Mo Hayder Testbericht

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Erfahrungsbericht von SeeHummel

Bist du gut zu Vögeln???

Pro:

Spannung bis zum Schluß da es immer wieder zu unverhofften Wechseln im Handlungsverlauf kommt

Kontra:

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Empfehlung:

Ja

Hallo meine Lieben,

und wieder möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, welches ich erst vor kurzem gelesen habe und von dem ich ... begeistert oder nicht??? Ach, das lest ihr alles im folgenden Bericht.

Zum Autor
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Mo Hayder verließ mit fünfzehn ihr Zuhause, um in London das Abenteuer zu suchen. Sie arbeitete in Bars und Kneipen, zog dann nach Japan und jobbte eine Weile in Tokio, wo sie auch für eine englische Zeitung schrieb. Später bereiste sie weite Teile Asiens und absolvierte anschließend ein Studium an einer amerikanischen Filmhochschule. Mo Hayder ist heute freie Schriftstellerin und lebt zusammen mit ihrem Lebensgefährten und ihrer kleinen Tochter in London.

***Quelle: Meine Taschenbuchausgabe aus dem Goldmann-Verlag***

Zum Buch
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Detektiv Inspektor Caffery erhält einen Anruf, dass er sofort zu einem neuen Einsatzort kommen soll, denn auf einem Gelände in der Nähe der Themse wurde von ein paar Jugendlichen eine Frauenleiche gefunden. Wie sich aber kurze Zeit später herausstellt ist es nicht nur eine Frauenleiche, sondern es sind fünf – die meisten grausam verstümmelt, denn wenn die Opfer ‚zu große Brüste’ hatten, hat der Mörder ihnen diese einfach verkleinert. Wie sich bei der Obduktion herausstellt ist diese Verstümmlung aber nicht das einzige was den Serientäter charakterisiert, sondern er setzt den Frauenleichen auch noch lebende Vögel in den Brustkorb ein, weswegen er den Namen ‚Der Vogelmann’ bekommt.

Für Cafferys Kollegen Diamond ist der Täter schnell gefunden, denn er versteift sich sofort auf einen schwarzen Drogendealer und nimmt ihn in die Mangel. Caffery ist da aber ganz anderer Meinung. Für ihn ist klar, dass die Mädchen, die allesamt Prostituierte waren, vier davon Drogenabhängig, nicht von diesem Schwarzen umgebracht wurden, denn wie sich an der ‚Operation’ und an vielen anderen Kleinigkeiten der Verstümmlung an den Mädchen zeigt, muss der Täter medizinische Kenntnisse besitzen. Seine eigenen Ermittlungen, die er gegen seinen Vorgesetzen durchboxen muss und die in ihm auch unschöne Erinnerungen an seinen in seiner Kindheit verschwundenen und wahrscheinlich ermordeten Bruder hervorholen, ergeben, dass alle Mädchen in einen Pub Namens Dog and Bell gearbeitet haben und dort ihre Freier gefunden haben. Bei einer Befragung in dem Pub lernt er auch Rebecca kennen, die ihn sofort fasziniert. Rebecca arbeitet nicht mehr als Prostituierte ‚Pinky’, sondern studiert Kunst und will als Malerin erfolgreich werden.

Wie sich nach und nach herausstellt versucht der Täter durch seine Verstümmlungen an den Leichen und das annähen einer Blonden Perücke den Opfern ein bestimmtes Aussehen zu geben und zwar das Aussehen von Joni, der Freundin und Mitbewohnerin von Rebecca, welche auch Prostituierte ist und sehr dem Alkohol und den Drogen zugetan ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn wie sich herausstellt ist der Mörder der ersten fünf Leichen und auch einer folgenden zwar Tod, aber er hatte einen Komplizen der nun selber auf Jagd geht und er will nur eins, Joni und damit ist auch Rebecca in Gefahr in die sich Caffery langsam beginnt zu verlieben.

Gedanken
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Ich muss sagen, den Kauf dieses Buches habe ich nicht bereut und werde mir nun sicher auch noch den zweiten Teil ‚Die Behandlung’ zulegen und ein dritter Teil soll ja laut Gerüchten auch schon in Vorbereitung sein *aber da teilen sich die Aussagen recht zu, weswegen ich mich einfach mal überraschen lasse*.

Die Geschichte ist wirklich von Anfang bis Ende sehr spannend, da man auch als Leser zunächst denkt der Täter sei gefasst und auf einmal passiert wieder etwas. Man hat wieder jemanden in Verdacht doch am Ende stellt sich heraus, dass man auch damit falsch liegt und es schon fast zu spät ist. Der Charakter des Jack Caffery kommt dabei aber sehr glaubhaft und menschlich rüber. Er ist auf keinen Fall so eine überdramatisierte Heldenfigur, die alles und jeden besiegt und keine Fehler hat und macht, nein, denn er wird richtig menschlich dargestellt. Ein Mann der mit dem Tod seines Bruders nicht klarkommt und deswegen Polizist geworden ist und versucht diesen Fall immer noch aufzuklären, damit er vielleicht wieder mehr Kontakt zu seinen Eltern hat, für die Ewan, sein Bruder, immer das liebste Kind war. Er ist auch ein Mann, der sich nicht getraut mit seiner Freundin Schluss zu machen, als diese ihm erzählt, dass bei ihr wieder Krebs ausgebrochen wäre. Und er verliebt sich in die schöne Rebecca, die so anders als die Mädchen zu sein scheint mit denen sie sich umgibt.

Gerade das der Detektiv so normal zu sein scheint, macht das Buch sehr interessant, denn ich glaube, hätte man einer dieser Superhelden würde viel der Spannung verloren gehen, da dieser ja dann keine Fehler macht, wie sie Caffery schon einmal passieren und dieser dann sicher auch nicht wie Caffery am Ende handeln würde – menschlich. Mo Hayder schafft es aber auch den Leser immer bei der Stange zu halten, indem sie gerade wenn es spannende wird abbricht und zu einem anderen Schauplatz wechselt, dort wieder wechselt wenn es auch da spannend wird usw.. Dadurch habe ich die Geschichte wirklich nicht wieder aus der Hand legen können und die knapp über 400 Seiten binnen zwei Tagen verputzt gehabt. Dass Mo Hayder die Geschichte in so viele Kapitel unterteilt, die noch einmal in kleinere Kapitel unterteilt zu sein scheinen, stört aber nicht im Geringsten. Erstens erfolgen gerade bei den ‚großen’ Kapitelumbrüchen auch immer die die spannendsten Szenenwechsel und durch die kleinen Kapitelabschnitte kann man das Buch auch mal zur Seite legen, wenn man noch in einem großen Kapitel ist, ohne dann vielleicht den Faden zu verlieren. Eine praktische Lesepausestütze also :o).

Wer allerdings ein zartes Gemüt hat, sollte sich schon überlegen, ob er dieses Buch zur Hand nimmt, denn Mo Hayder hat einen wirklich ausschmückenden Erzählstil an manchen Stellen, der dem einen oder anderen wohl etwas auf den Magen schlagen könnte. Für mich als Krimi-/Thrillerfan ist das allerdings nicht das Problem gewesen, denn ich bin das quasi schon gewohnt.

Erstehen könnt ihr ‚Der Vogelmann’ zum Beispiel als Paperbackausgabe für 10€. Einen Preis den ich schon ok finde, da die Geschichte wie gesagt sehr gut ist und man sie sicher auch mehrmals lesen kann. Wem der Preis allerdings immer noch zu hoch ist, der kann sich natürlich auch bei ebay oder booklooker.de umschauen, denn da ist das Buch natürlich auch für erheblich niedrigere Preise zu bekommen, allerdings gebraucht.

Von mir gibt es hiermit eine weitere Empfehlung an alle Fans der spannenden und manchmal auch blutigen Literatur und an dieses Buch selber eine 5 Sterne Vergabe.

In diesem Sinne: ich wünsch euch was.

*winke* euer Hummelchen

27 Bewertungen, 1 Kommentar

  • frankensteins

    26.09.2008, 21:45 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    das hab ich gelesen, faszinierend und brutal lg