Herbert Grönemeyer Testbericht
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Erfahrungsbericht von schneeschuhhase
Herby is back.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der am 12.04.1956 geborene Sänger und Schauspieler Herbert Grönemeyer veröffentlichte nach 4 jähriger Pause sein neues Album „Mensch“. Die gleichnamige Singel, welche die erste Auskopplung aus dem Album ist, wurde schon Wochen vor der Albumveröffentlichung herausgebracht. Die Singel, mit der er wochenlang auf Platz eins der deutschen Charts stand, sowie das Album, mit dem er bereits mehrere Platinauszeichnungen bekommen hat, sind bei den deutschen Mitbürgern sehr beliebt.
In dem Song verarbeitet Grönemeyer den Tod seiner Frau Anna und seines Bruders Wilhelm, die beide im November 1998 den Kampf gegen den Krebs verloren. Vielleicht will er uns mit dem Lied sagen, dass wir uns genauer mit dem Leben und den Menschen auseinandersetzen sollen. Durch eine lange Trauerphase, die er durchlebt hat bzw. durchleben musste, bekommt man einen ganz anderen Einblick über die Menschen und das Leben.
Das Lied trägt den Titel „Mensch“. Ein Mensch ist ein Lebewesen, das vom Tier abstammt und sprechen und denken kann. Dadurch unterscheidet er sich von ihm. Tiere kommunizieren ebenfalls zusammen und können auch denken, aber nicht in dem Maße in dem wir es tun. Wir sind höher entwickelt als jede andere Tierart. Herbert Grönemeyer nennt viele menschliche Eigenschaften, die ein Tier nicht aufweist.
Er stellt den Menschen als ein Individuum dar, das gute als auch schlechte Seiten besitzt. Diese drückt er in den Zeilen 13-17 („und der mensch heißt mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt und weil er schwärmt und stählt, weil er wärmt wenn er erzählt“), 33-36 („und der mensch heißt mensch, weil er irrt und weil er kämpft und weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt“), sowie in den Zeilen 47-49 („und der mensch heißt mensch, weil er vergisst, weil der verdrängt“) aus. Er verteilt die Eigenschaften auf das gesamte Lied, weil sonst die Passagen und somit der Refrain zu lang wären.
In Zeile 3 („nichts ist wirklich wichtig, nach der ebbe kommt die flut“) kann man folgende zwei Interpretationsvarianten hineinlegen: 1. Grönemeyer möchte hier zum Ausdruck bringen, dass die Menschen das Leben nicht in seinen wahren Bestandteilen betrachten. Viele laufen Zielen hinterher, die bei genauer Betrachtung meist unnütz sind und sehen das „wahre“ Leben gar nicht. Er könnte aber auch sagen wollen (2.), dass das Leben nicht sinnlos ist, egal wie viele Niederlagen, oder Schicksale einen getroffen haben.
Nach dem Tiefschlag („ebbe“) geht es auch wieder bergauf(„flut“), was er mit den Worten „es ist ok“ in Zeile 9 noch verstärkt ausdrückt. Man soll an die „sonnenzeit“ (Zeile 11) denken, an die schönen Zeiten die folgen.
In Zeile 5 („am strand des lebens“) stellt Herbert Grönemeyer zwei Möglichkeiten. Entweder man geht ins Wasser, also wird nass oder man bleibt am Ufer im trocknen. Man soll sich für einen Weg entscheiden. Egal welcher gewählt wird, welche Ziele und Träume verfolgt werden, es ist nicht schlimm, wenn diese nicht erreicht werden. Das wird in der Zeile 8 („ich bau die träume auf den sand“) deutlich. Sand ist kein guter Untergrund, weil er nicht hält, was auf ihm gebaut ist. Irgendwann bricht das Erbaute zusammen.
Mit der Textpassage „und weil er lacht, weil er lebt du fehlst“ (Zeilen 18-20) drückt Grönemeyer seine tiefe Trauer aus. Er denkt an seine Frau und seinen Bruder, die er nie wieder lachen hören kann. Einerseits kommt er damit klar und macht weiter, weil er eben ein Mensch ist. Der Schmerz des Verlustes ist stark, aber das Leben geht weiter.
Andererseits möchte Herbert Grönemeyer aber auch bei ihnen sein, was in Zeile 25 („teil mit mir deinen frieden“) zum Ausdruck kommt.
Er möchte sie gerne wieder reden hören („ich will nur dein wort“ Zeile 28), aber er weiß, dass das nie der Fall sein wird.
Sein innerlicher Schmerz wird immer in ihm bleiben, aber er ist zu einem Bestandteil seines Lebens geworden und Grönemeyer kann damit umgehen. („es tut gleichmäßig weh“ in Zeile 56)
In dem Text sind sehr viele Wiederholungen vorhanden. Herbert Grönemeyer verwendet sehr viel die Worte „und“, „weil“, „ich“, „er“ und „mensch“. Er will alles aufzählen und begründen, warum der Mensch so ist. Grönemeyer geht davon aus, was er selbst macht und sich wünscht. Die Worte „mensch“ und „er“ benutzt er so oft, damit sich die Zuhörer angesprochen fühlen. Sie sind auch Menschen. Grönemeyer spricht alle Menschen auf einmal an und nicht nur eine einzigste Person, da doch alle Menschen gleich sind.
Nach mehrmaligem hören kann man den Text schon fast auswendig, weil so viele Wiederholungen dabei sind. Zwar sind diese oft etwas abgewandelt, aber der Großteil ist identisch. Der Song ist sein erster, der an der Spitze der deutschen Charts stand. Mit den anderen Liedern war Herbert Grönemeyer nicht so erfolgreich.
Leider ist es nur eine wage Interpretation, die ich nicht weiter belegen bzw. untermauern kann. Wenn man den Text der Biographie des Musikers gegenüberstellt ist dies eine halbwegs gängige Variante. Der Song ist sehr gefühlvoll geschrieben und klingt etwas melancholisch, was Hoffnung vermitteln soll nicht aufzugeben, sondern nach vorn zu schauen. Grönemeyer ist ein Mensch, der trotz vieler Niederschläge in seinem Leben nicht einfach aufgibt, sondern weitermacht. Er stellt heute nicht mehr die Frage: „Wann ist ein Mann ein Mann?“, sondern: „Wann ist ein Mensch ein Mensch?“
In dem Song verarbeitet Grönemeyer den Tod seiner Frau Anna und seines Bruders Wilhelm, die beide im November 1998 den Kampf gegen den Krebs verloren. Vielleicht will er uns mit dem Lied sagen, dass wir uns genauer mit dem Leben und den Menschen auseinandersetzen sollen. Durch eine lange Trauerphase, die er durchlebt hat bzw. durchleben musste, bekommt man einen ganz anderen Einblick über die Menschen und das Leben.
Das Lied trägt den Titel „Mensch“. Ein Mensch ist ein Lebewesen, das vom Tier abstammt und sprechen und denken kann. Dadurch unterscheidet er sich von ihm. Tiere kommunizieren ebenfalls zusammen und können auch denken, aber nicht in dem Maße in dem wir es tun. Wir sind höher entwickelt als jede andere Tierart. Herbert Grönemeyer nennt viele menschliche Eigenschaften, die ein Tier nicht aufweist.
Er stellt den Menschen als ein Individuum dar, das gute als auch schlechte Seiten besitzt. Diese drückt er in den Zeilen 13-17 („und der mensch heißt mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt und weil er schwärmt und stählt, weil er wärmt wenn er erzählt“), 33-36 („und der mensch heißt mensch, weil er irrt und weil er kämpft und weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt“), sowie in den Zeilen 47-49 („und der mensch heißt mensch, weil er vergisst, weil der verdrängt“) aus. Er verteilt die Eigenschaften auf das gesamte Lied, weil sonst die Passagen und somit der Refrain zu lang wären.
In Zeile 3 („nichts ist wirklich wichtig, nach der ebbe kommt die flut“) kann man folgende zwei Interpretationsvarianten hineinlegen: 1. Grönemeyer möchte hier zum Ausdruck bringen, dass die Menschen das Leben nicht in seinen wahren Bestandteilen betrachten. Viele laufen Zielen hinterher, die bei genauer Betrachtung meist unnütz sind und sehen das „wahre“ Leben gar nicht. Er könnte aber auch sagen wollen (2.), dass das Leben nicht sinnlos ist, egal wie viele Niederlagen, oder Schicksale einen getroffen haben.
Nach dem Tiefschlag („ebbe“) geht es auch wieder bergauf(„flut“), was er mit den Worten „es ist ok“ in Zeile 9 noch verstärkt ausdrückt. Man soll an die „sonnenzeit“ (Zeile 11) denken, an die schönen Zeiten die folgen.
In Zeile 5 („am strand des lebens“) stellt Herbert Grönemeyer zwei Möglichkeiten. Entweder man geht ins Wasser, also wird nass oder man bleibt am Ufer im trocknen. Man soll sich für einen Weg entscheiden. Egal welcher gewählt wird, welche Ziele und Träume verfolgt werden, es ist nicht schlimm, wenn diese nicht erreicht werden. Das wird in der Zeile 8 („ich bau die träume auf den sand“) deutlich. Sand ist kein guter Untergrund, weil er nicht hält, was auf ihm gebaut ist. Irgendwann bricht das Erbaute zusammen.
Mit der Textpassage „und weil er lacht, weil er lebt du fehlst“ (Zeilen 18-20) drückt Grönemeyer seine tiefe Trauer aus. Er denkt an seine Frau und seinen Bruder, die er nie wieder lachen hören kann. Einerseits kommt er damit klar und macht weiter, weil er eben ein Mensch ist. Der Schmerz des Verlustes ist stark, aber das Leben geht weiter.
Andererseits möchte Herbert Grönemeyer aber auch bei ihnen sein, was in Zeile 25 („teil mit mir deinen frieden“) zum Ausdruck kommt.
Er möchte sie gerne wieder reden hören („ich will nur dein wort“ Zeile 28), aber er weiß, dass das nie der Fall sein wird.
Sein innerlicher Schmerz wird immer in ihm bleiben, aber er ist zu einem Bestandteil seines Lebens geworden und Grönemeyer kann damit umgehen. („es tut gleichmäßig weh“ in Zeile 56)
In dem Text sind sehr viele Wiederholungen vorhanden. Herbert Grönemeyer verwendet sehr viel die Worte „und“, „weil“, „ich“, „er“ und „mensch“. Er will alles aufzählen und begründen, warum der Mensch so ist. Grönemeyer geht davon aus, was er selbst macht und sich wünscht. Die Worte „mensch“ und „er“ benutzt er so oft, damit sich die Zuhörer angesprochen fühlen. Sie sind auch Menschen. Grönemeyer spricht alle Menschen auf einmal an und nicht nur eine einzigste Person, da doch alle Menschen gleich sind.
Nach mehrmaligem hören kann man den Text schon fast auswendig, weil so viele Wiederholungen dabei sind. Zwar sind diese oft etwas abgewandelt, aber der Großteil ist identisch. Der Song ist sein erster, der an der Spitze der deutschen Charts stand. Mit den anderen Liedern war Herbert Grönemeyer nicht so erfolgreich.
Leider ist es nur eine wage Interpretation, die ich nicht weiter belegen bzw. untermauern kann. Wenn man den Text der Biographie des Musikers gegenüberstellt ist dies eine halbwegs gängige Variante. Der Song ist sehr gefühlvoll geschrieben und klingt etwas melancholisch, was Hoffnung vermitteln soll nicht aufzugeben, sondern nach vorn zu schauen. Grönemeyer ist ein Mensch, der trotz vieler Niederschläge in seinem Leben nicht einfach aufgibt, sondern weitermacht. Er stellt heute nicht mehr die Frage: „Wann ist ein Mann ein Mann?“, sondern: „Wann ist ein Mensch ein Mensch?“
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