Herbstgeschichten Testbericht

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Erfahrungsbericht von tempoaw

>> MEIN HERBST <<

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die Blätter sind müde, erloschen vom Glanz fallen sie herab. Letzte Pigmente erfreuen die Augen und zieren den Zimmerschmuck. Das Farbenspiel der Natur findet ihr Ende in den kürzer werdenden Tagen.

Merklich sinken die Temperaturen, der Sonnenstrahl macht sich rar, es scheint als wandert die Wärme aus. Nebel und Regen durchdringen den kürzeren Tag, hat er nicht mehr 24 Stunden?

Das Licht weilt kurz, länger der Schatten, die Zeit des Besinnens findet ihren Anfang. Fast schon festgeschrieben ist der Start, jedoch richtet sich nicht jeder nach dem Kalender.

Die Zeit des Wandelns, des Wanderns, die Zeit dazwischen, wieso können Übergänge nicht sprunghaft sein? Das Gemüt stellt sich erst langsam darauf ein, richtig dann, wenn er schon wieder fortgezogen ist.

Ich rede vom Herbst, auch als Autumn oder Otoño bekannt, sehr schleppend sieht er sich durchs Land. Oft weilt er länger als der Sommer, der Summer, sprich Verano, sehnsüchtig wünscht man sich ihn wieder herbei.

Dabei folgt doch das Eis, der Schnee und der Winter, der Winter,
der Invierno, auch dieser wird schiebt sich noch dazwischen. Ich zähle den Monat, die Stunden, den Tag, ein langes Maßband trennt mich noch davon, doch es ist immer noch Herbst.

Er senkt meine Stimmung, fordert die Kraft, rüttelt an meinem Körper. Schnell gebe ich mich hin und leide zurück, Sehnsüchte suchen nach der Hitze.

Der Acker liegt brach, die Stille nimmt zu, Formationen von Vögeln suchen nach ihrem Ziel. Sie fliehen schon jetzt, erkannten die Zeit, ihr inneres lehnte sich auf. Ich schein auch ein Vogel, vom Willen her, der Zugtrieb fordert seinen Tribut.

Grau in Grau, wo sind die weißen Wolken, auch der Himmel scheint seine Jungfräulichkeit verloren zu haben. Es fehlen die Muster, Figuren und Bilder, der Fantasie wird es nicht einfach gemacht.

Man dreht gern am Schalter, erwärmt sich den Raum, zusätzliches Licht vertreibt den Nebel. Kerzen erleuchten den Geist, künstliche Gerüche gaukeln um die Wette. Schlägt man so dem Herbst ein Schnäppchen?

Der Schlafdrang nimmt zu, immer nur müde, sollte ich doch ein Bär sein? Der frisst sich noch voll, hortet sein Fett, mir fehlt der nötigte Appetit. Oder bin ich ein Igel, suche meinen Hort, wo werde ich überwintern?

Könnte ich nur drehen, an der Achse geschwind, wir hätten wieder Sommer, den Herbst brauch kein Kind. Jetzt habe ich es gefunden, dass was ich doch bin, es lag in der Seele, ich bin doch nur ein Kind….

Es grüßt Euch der Jürgen

(Bereits bei www.ciao.de veröffentlicht)

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Teressa

    22.11.2004, 00:13 Uhr von Teressa
    Bewertung: sehr hilfreich

    auch Sommer haben will *schnief*