Herta Knacki Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Streichfähigkeit:
Erfahrungsbericht von Comte_de_Flandre
Pulleralarm bei Herta
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Deutsche und seine Wurst - ein Thema, das sicherlich ganze Doktorarbeiten füllen könnte.
Der Vielfalt dieses kulinarischen Ereignisses in Form eines mit Fleisch gefüllten Darms sind hierzulande kaum Grenzen gesetzt. In punkto Länge, Dicke, Fleischsorte, weiterer Zutaten, Zubereitung, Essweise und Namensgebung kennt die Phantasie - manchmal auch leider - kein Ende. Auch zum heurigen Weihnachts- und Sylvesterfest werden wieder abermals Millionen von Würsten auf deutschen Tellern landen und den Weg der Wurstmetamorphose beschreiten.
Bedauernswerterweise ist der Deutsche allerdings beim Thema Wurst auch zu sehr auf seine eigenen Spezialitäten fixiert, so dass ausländische Spitzenprodukte in deutschen Wursttheken wenn überhaupt ein Stiefmütterchendasein fristen. An dieser Stelle gehen meine besten Grüße an alle österreichischen Würstelstand-Fetischisten; zumindest in Gedanken esse ich täglich meine Eitrige.
Gelegentlich eines mittäglichen Gangs in einen meiner Ausbeutungsstelle nahegelegenen HL-Supermarkt entdeckte ich ein Produkt, welches sich gleich abzielend auf sofortigen Erwerb und Verzehr anbiederte: Knackis von Herta.
Hier mein Bericht:
Kleine Bockwurst-Kunde vorab
============================
Knackis von Herta fallen unter die Wurstkategorie der Brühpuller oder auch Bockwürste genannt. Der Name \'Bockwurst\' stammt ursprünglich aus Berlin, wo diese Wurst Studenten als Grundlage beim Bockbier-Besäufnis diente.
Die Bockwurst ist landläufig aber auch als Frankfurter oder Wiener Würstchen bekannt. Frankfurter Würstchen stammen in der Tat aus Frankfurt. In Deutschland dürfen nur Würstchen \'Frankfurter\' heißen, die auch im Raum Frankfurt hergestellt wurden. So entschied der Bundesgerichtshof. Im Ausland wird das allerdings weniger genau genommen.
Der Begriff \'Wiener Würstchen\' stammt aus dem Jahre 1805 als ein Frankfurter Metzger in Wien seine Frankfurter Würstchen auf den Markt brachte und die Originalrezeptur auf Kundenwunsch mit Kalbfleisch zusätzlich zum Schweinefleisch veränderte. Wiener Würstchen heißen dort allerdings immer noch Frankfurter.
Darüber hinaus haben sich über die Jahre in Deutschland für Bockwürste die perversesten Produktbezeichnungen gebildet. So bekamen Bockwürste hier fiese Namen wie Deutschländer, Lange Kerls, Große Bengels, Stramme Jungs oder eben Knackis.
Ehe jetzt aber der Staatsanwalt kommt, weg vom Allgemeinen und hin zum Protagonisten des Berichtes himself.
Das Produkt
===========
Knackis werden von der Firma Herta aus Herten in Westfalen produziert. Zur Firma folgen später noch ein paar Sätze.
Laut Werbung handelt es sich um das beliebteste Würstchen Deutschlands. Ein freches Würstchen, das vor allem von Kindern heiß und kalt geliebt wird. Na ja, über den Sinn von Werbung lässt sich streiten, aber freche Würstchen.......
Knacki gibt es entweder aus Schweinefleisch in der 200g Packung mit 6 Pullern sowie 350g Packung mit 10 Schlingeln oder aus Geflügel in der 200g Packung. Darüber hinaus führt Herta auch noch Knacki max zum Verzehr unterwegs in der Einzel-, Doppel- oder Vierer-Packung.
Ich erwarb eine 6er Packung aus Schweinefleisch um € 0,99. Die Würste sind in Folie eingeschweißt. Oben findet man schön bunt die Hersteller- und Produktbezeichnung sowie die Inhaltsstoffe und das Verfalldatum.
Der Hersteller
==============
Die Firma Herta blickt auf eine rd. 105jährige Geschichte zurück. Im Jahre 1897 öffneten die Fleischermeister Ludwig und Wilhelmine Schweisfurth (hieraus hätten sich auch herrliche Produktnamen ableiten lassen) im westfälischen Herten ihren Metzgerladen. Anno 1902 begannen sie die fabrikmäßige Produktion von Wurstartikeln.
Zum 50jährigen Jubiläum 1947 wurde die Marke \'Herta\' in Anlehnung an den Firmensitz etabliert (welch Glück, dass dieser Herten ist und nicht Pforzheim). 1948 folgte der Einsatz von firmeneigenen Kühlwagen, so dass die Produkte in ganz Westdeutschland ausgeliefert werden konnten.
In 1964 eröffnete Herta eine Fabrik in Frankreich und der Vertrieb wurde auf die Benelux-Länder, Dänemark und England ausgedehnt. 1986 wurde Herta dann vom Nestlé-Konzern geschluckt, lebt aber bis heute als eigenständige Marke mit Produktionsstandorten in Herten, Neuenkirchen und Berlin sowie in Frankreich und Italien weiter.
Im Internet ist Herta unter www.herta.de zu finden. Hier kann man Interessantes oder auch weniger Spannendes zu Produkten, Unternehmen etc. nachlesen.
Inhaltsstoffe
=============
Die Knacki-Würstchen bestehen aus Schweinefleisch (alternativ Geflügel), Speck, Wasser, Nitritpökelsalz, Laktose, Dextrose, nicht näher genannten Gewürzen und Rauch. Als Antioxidationsmittel dient Natriumisoascorbat (E 316), dessen Verzehr in kleinen Mengen unbedenklich ist.
Nährwerte
=========
Die Knackis sind recht fett bei einem Fettanteil von 29% und haben ordentlich Kalorien. Auf 100g kommen immerhin 1.280 kJ, das bedeutet 426 kJ je Würstchen. Der Eiweißanteil liegt bei 12g je 100g Fleisch, der Kohlenhydratanteil unter 1g.
Zubereitung
===========
Knackis können sowohl kalt als auch warm gegessen werden. Neben dem nackten kalten Verzehr - mit oder ohne Senf bzw. Sauce - können sie auch zum Beispiel für Salate gut verwendet werden.
Auch die Zubereitung in warmer Form ist denkbar einfach: einfach rein damit in heißes Wasser. Darüber hinaus können Knackis natürlich auch in anderen warmen Gerichten wie beispielsweise einem Wurstgulasch delikat sein.
Geschmack / Aussehen
====================
Meine Geschmacksanalyse bezieht sich alleine auf die Variante mit Schweinefleisch. Die Knackis fand ich echt lecker - egal ob kalt oder warm. Sie schmeckten frisch, das Fleisch war sehr zart ohne irgendwelche größeren Plocken und sie machten in der Tat ihrem Namen Ehre, denn sie sind beim Abbeißen recht knackig.
Von der Form her sind sie etwa 15cm lang bei einem Durchmesser von ca. 1cm. Somit sind sie wohl jedem \'Langen Kerl\' oder \'Großen Bengel\' im Duell Wurst gegen Wurst klar unterlegen, aber sie sehen sehr appetitlich und schmackhaft aus. Geruchsmäßig sind sie eher angenehm neutral und unauffällig.
Die 6er Packung mit ihren 200g hat mich gut gesättigt, aber ohne ein unangenehmes Völlegefühl davon zu bekommen.
Fazit
=====
Ohne schlechtes Gewissen kann ich die Knackis als eine leckere und appetitliche Bockwurst empfehlen. Sie schmeckt gleichwohl kalt oder warm.
Aufgrund des Fettgehalts kann übermäßiger Genuss aber auf die Figur schlagen und man könnte leicht die Form so manchen Schlachtersohnes, an den ich mich noch aus Schulzeiten erinnern kann, annehmen.
Preislich fand ich die Knackis mit einem Preis von € 0,50 je 100g absolut in Ordnung. Da gab es durchaus teureres im Regal zu finden.
Guten Hunger!!
© Comte de Flandre im Dezember 2002
Der Vielfalt dieses kulinarischen Ereignisses in Form eines mit Fleisch gefüllten Darms sind hierzulande kaum Grenzen gesetzt. In punkto Länge, Dicke, Fleischsorte, weiterer Zutaten, Zubereitung, Essweise und Namensgebung kennt die Phantasie - manchmal auch leider - kein Ende. Auch zum heurigen Weihnachts- und Sylvesterfest werden wieder abermals Millionen von Würsten auf deutschen Tellern landen und den Weg der Wurstmetamorphose beschreiten.
Bedauernswerterweise ist der Deutsche allerdings beim Thema Wurst auch zu sehr auf seine eigenen Spezialitäten fixiert, so dass ausländische Spitzenprodukte in deutschen Wursttheken wenn überhaupt ein Stiefmütterchendasein fristen. An dieser Stelle gehen meine besten Grüße an alle österreichischen Würstelstand-Fetischisten; zumindest in Gedanken esse ich täglich meine Eitrige.
Gelegentlich eines mittäglichen Gangs in einen meiner Ausbeutungsstelle nahegelegenen HL-Supermarkt entdeckte ich ein Produkt, welches sich gleich abzielend auf sofortigen Erwerb und Verzehr anbiederte: Knackis von Herta.
Hier mein Bericht:
Kleine Bockwurst-Kunde vorab
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Knackis von Herta fallen unter die Wurstkategorie der Brühpuller oder auch Bockwürste genannt. Der Name \'Bockwurst\' stammt ursprünglich aus Berlin, wo diese Wurst Studenten als Grundlage beim Bockbier-Besäufnis diente.
Die Bockwurst ist landläufig aber auch als Frankfurter oder Wiener Würstchen bekannt. Frankfurter Würstchen stammen in der Tat aus Frankfurt. In Deutschland dürfen nur Würstchen \'Frankfurter\' heißen, die auch im Raum Frankfurt hergestellt wurden. So entschied der Bundesgerichtshof. Im Ausland wird das allerdings weniger genau genommen.
Der Begriff \'Wiener Würstchen\' stammt aus dem Jahre 1805 als ein Frankfurter Metzger in Wien seine Frankfurter Würstchen auf den Markt brachte und die Originalrezeptur auf Kundenwunsch mit Kalbfleisch zusätzlich zum Schweinefleisch veränderte. Wiener Würstchen heißen dort allerdings immer noch Frankfurter.
Darüber hinaus haben sich über die Jahre in Deutschland für Bockwürste die perversesten Produktbezeichnungen gebildet. So bekamen Bockwürste hier fiese Namen wie Deutschländer, Lange Kerls, Große Bengels, Stramme Jungs oder eben Knackis.
Ehe jetzt aber der Staatsanwalt kommt, weg vom Allgemeinen und hin zum Protagonisten des Berichtes himself.
Das Produkt
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Knackis werden von der Firma Herta aus Herten in Westfalen produziert. Zur Firma folgen später noch ein paar Sätze.
Laut Werbung handelt es sich um das beliebteste Würstchen Deutschlands. Ein freches Würstchen, das vor allem von Kindern heiß und kalt geliebt wird. Na ja, über den Sinn von Werbung lässt sich streiten, aber freche Würstchen.......
Knacki gibt es entweder aus Schweinefleisch in der 200g Packung mit 6 Pullern sowie 350g Packung mit 10 Schlingeln oder aus Geflügel in der 200g Packung. Darüber hinaus führt Herta auch noch Knacki max zum Verzehr unterwegs in der Einzel-, Doppel- oder Vierer-Packung.
Ich erwarb eine 6er Packung aus Schweinefleisch um € 0,99. Die Würste sind in Folie eingeschweißt. Oben findet man schön bunt die Hersteller- und Produktbezeichnung sowie die Inhaltsstoffe und das Verfalldatum.
Der Hersteller
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Die Firma Herta blickt auf eine rd. 105jährige Geschichte zurück. Im Jahre 1897 öffneten die Fleischermeister Ludwig und Wilhelmine Schweisfurth (hieraus hätten sich auch herrliche Produktnamen ableiten lassen) im westfälischen Herten ihren Metzgerladen. Anno 1902 begannen sie die fabrikmäßige Produktion von Wurstartikeln.
Zum 50jährigen Jubiläum 1947 wurde die Marke \'Herta\' in Anlehnung an den Firmensitz etabliert (welch Glück, dass dieser Herten ist und nicht Pforzheim). 1948 folgte der Einsatz von firmeneigenen Kühlwagen, so dass die Produkte in ganz Westdeutschland ausgeliefert werden konnten.
In 1964 eröffnete Herta eine Fabrik in Frankreich und der Vertrieb wurde auf die Benelux-Länder, Dänemark und England ausgedehnt. 1986 wurde Herta dann vom Nestlé-Konzern geschluckt, lebt aber bis heute als eigenständige Marke mit Produktionsstandorten in Herten, Neuenkirchen und Berlin sowie in Frankreich und Italien weiter.
Im Internet ist Herta unter www.herta.de zu finden. Hier kann man Interessantes oder auch weniger Spannendes zu Produkten, Unternehmen etc. nachlesen.
Inhaltsstoffe
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Die Knacki-Würstchen bestehen aus Schweinefleisch (alternativ Geflügel), Speck, Wasser, Nitritpökelsalz, Laktose, Dextrose, nicht näher genannten Gewürzen und Rauch. Als Antioxidationsmittel dient Natriumisoascorbat (E 316), dessen Verzehr in kleinen Mengen unbedenklich ist.
Nährwerte
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Die Knackis sind recht fett bei einem Fettanteil von 29% und haben ordentlich Kalorien. Auf 100g kommen immerhin 1.280 kJ, das bedeutet 426 kJ je Würstchen. Der Eiweißanteil liegt bei 12g je 100g Fleisch, der Kohlenhydratanteil unter 1g.
Zubereitung
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Knackis können sowohl kalt als auch warm gegessen werden. Neben dem nackten kalten Verzehr - mit oder ohne Senf bzw. Sauce - können sie auch zum Beispiel für Salate gut verwendet werden.
Auch die Zubereitung in warmer Form ist denkbar einfach: einfach rein damit in heißes Wasser. Darüber hinaus können Knackis natürlich auch in anderen warmen Gerichten wie beispielsweise einem Wurstgulasch delikat sein.
Geschmack / Aussehen
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Meine Geschmacksanalyse bezieht sich alleine auf die Variante mit Schweinefleisch. Die Knackis fand ich echt lecker - egal ob kalt oder warm. Sie schmeckten frisch, das Fleisch war sehr zart ohne irgendwelche größeren Plocken und sie machten in der Tat ihrem Namen Ehre, denn sie sind beim Abbeißen recht knackig.
Von der Form her sind sie etwa 15cm lang bei einem Durchmesser von ca. 1cm. Somit sind sie wohl jedem \'Langen Kerl\' oder \'Großen Bengel\' im Duell Wurst gegen Wurst klar unterlegen, aber sie sehen sehr appetitlich und schmackhaft aus. Geruchsmäßig sind sie eher angenehm neutral und unauffällig.
Die 6er Packung mit ihren 200g hat mich gut gesättigt, aber ohne ein unangenehmes Völlegefühl davon zu bekommen.
Fazit
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Ohne schlechtes Gewissen kann ich die Knackis als eine leckere und appetitliche Bockwurst empfehlen. Sie schmeckt gleichwohl kalt oder warm.
Aufgrund des Fettgehalts kann übermäßiger Genuss aber auf die Figur schlagen und man könnte leicht die Form so manchen Schlachtersohnes, an den ich mich noch aus Schulzeiten erinnern kann, annehmen.
Preislich fand ich die Knackis mit einem Preis von € 0,50 je 100g absolut in Ordnung. Da gab es durchaus teureres im Regal zu finden.
Guten Hunger!!
© Comte de Flandre im Dezember 2002
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