Hirsch Testbericht

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Erfahrungsbericht von schnulli0815

Wild in der Küche - Hirsch

5
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  durchschnittlich
  • Kosten:  durchschnittlich
  • Geeignet für:  Sonn- & Feiertage

Pro:

schnelle Wildküche, experimentelle Küche

Kontra:

außergewöhnliche Zutaten

Empfehlung:

Ja

Hier ein Bericht aus meiner Serie über Rezepte mit Wildfleisch, diesmal zum Thema

*** Der beste Hirschbraten ***

... wobei ich gestehen muss, dass es kein Braten im klasischen Sinne ist.

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*** Allgemeines zum Hirsch ***
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Der Hirsch kommt in zwei Varianten bei uns vor, als Rotwild und als Damwild. Die lateinischen Namen sind cervus elaphus bzw. dama dama. Der Rothirsch ist das größte bei uns vorkommende Wildtier. Die Kopf/Rumpflänge geht bis 235 cm und die Schulterhöhe kann bis 140 cm gehen. An Körpergewicht bringen die Tiere männlich bis 260 kg und weiblich bis 150 kg auf die Waage. Männliche Hirsche tragen bekanntlich ein Geweih, mit vielen spitzen Enden. Nahrungsmäßig ernähren sich Hirsche pflanzlich. Geschmacklich ähnelt dieses Fleisch sehr dem Rehfleisch, es ist allerdings etwas kräftiger im Geschmack. Zudem sind die Portionen aufgrund der Größe des Tieres einfach größer als beim Reh.

Das Damwild ist kleiner als das Rotwild. Die Kopf/Rumpflänge mißt bis 150 cm und die Schulterhöhe geht nur bis 95 cm. Auch das Gewicht bis 130 kg ist bedeutend geringer. Am meisten ist jedoch auffällig, das die männlichen Tiere ein schaufelartiges Geweih haben. Als Nahrung werden Blätter und Gräser, aber auch Obst, Beeren und Früchte bevorzugt. Das Fleisch ist sehr viel zarter als das vom Rothirsch, wenn auch ein wenig fetter. Damwild wird sogar in Gehegen speziell zur Fleischerzeugung gehalten.

Dies alles sei alles nur deshalb erwähnt, damit man sich beim Hirschfleischkauf auch etwas besser orientieren kann.

Nun aber zu dem überaus einfachen Rezept:

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*** Hirschsteaks mit Fischsauce ***
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Zutaten:
4 Hirschsteaks
12 Wacholderbeeren, getrocknet
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zutaten für die Sauce:
1 Teelöffel Sadellenpaste
1 Scheibe Graubrot ohne Rinde und zerbröselt
1 Zwiebel
½ l Rotwein
2 Eßlöffel Johannisbeergelee

Die Hirschsteaks werden mit den zerkleinerten Wacholderbeeren, gewürzt mit Salz und Pfeffer in dem Öl etwa 3 Stunden eingelegt. Dann werden sie in einer Pfanne von beiden Seiten durchgebraten... eine einfache Sache an sich.

Nun aber das besondere, die Sauce. Alle Saucenzutaten werden in einen Topf gegeben und man läßt alles gut und kräftig aufkochen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und die fertig gebratenen Hirschsteaks nochmals für 15 Minuten bei schwacher Hitze in der Sauce ziehen lassen.

Als Beilage eignen sich hier besonders: Nudeln!!!

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*** Fazit ***
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Niemals denkt man, das gerade Wild und Fisch zusammenpassen könnten, aber man sieht an diesem außergewöhnlichen Rezept, dass es gut klappt. Die Sauce ist wirklich einzigartig im Geschmack!!! Außergewöhnlich auch die Kombination mit Nudeln. Der Kick an diesem Gericht ist für mich daher die mediterane, südländische Note im Geschmack. Mal was anderes, als die meist schwere, klassische Küche mit Wild. Wunderbar ist auch, das es sich um ein schnelles Rezept handelt... man muss nur die etwas ungewöhnlichen Zutaten wie Sardellenpaste parat haben.

Meine Meinung: Die einfachen Rezepte sind immer noch die besten ;-)

Schlemmertip: Nudeln und Steak mit Sauce auf den Teller... und alles schööön mit frischem Parmesan überstreuen.

... Guten Appetit ...

10 Bewertungen, 1 Kommentar

  • plötzlichpapa

    08.04.2005, 11:29 Uhr von plötzlichpapa
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gutes Kochwissen zu verfügen. Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Du gar nicht in der Branche tätig bist. Viele Grüße, Uwe