Hitler, Adolf (1889-1945) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Ich2609
never again -Adolf Hitler
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Barrikaden aus Stacheldraht vor dem bayrischen Kriegminesterium - dahinter posierten bewaffnete Männer. In der mitte Heinrich Himmler mit der Reichskriegsflagge, rechts aussen - von einem Balkon verdeckt - SA Chef Ernst Röhm. Später schrieb der Mitkämpfer Ernst Hanfstaengel über die Ereignisse des 8. und 9. November 1923: \'\'Ich war, weiss Gott, nur ein Amateur-Revolutionär. Doch muss Hitler an jenen Tagen ein noch grösserer Amateur gewesen sein als ich.\'\'
Der politische Amateur Adolf Hitler war schon damals der gefährlichste Demagoge der Weimarer Republik - nur wusten es die meisten Zeitgenossen leider noch nicht. Mit antisemitischen Parolen hatte er sich einen Namen in der rechtsextremen Szene gemacht. In Bayern, der reaktionären Hochburg im Reich, traf er auf zahlreiche Gleichgesinnte. Hitlers Zeil war der Sturz der demokratischen Regierung in Berlin.
1923 war das Kriesenjahr der Republick: Inflation und Ruhrbesetzung trieben das Land an den Rand des Abgrunds. Die Führer der bayrischen Reaktion witterten die Chance eines Staatsstreichs. Mussolini hatte es ihnen in Rom gerade vorgemacht. Mit dem Weltkriegsgeneral Luddendorf alas Zugpferd versuchten sie die bayrische Regierung zum gemeinsamen Marsch auf Berlin zu überreden. Spätestens im November, so hatten die Führer der rechten Bewegung vereinbart, wollten sie nach Berlin ziehen. Das gegenseitige Misstrauen war jedoch gross - vo allem dem Emporkömmling Hitler traute niemand. Als die bayrische Regierung unter Generalstaabskommissar von Kahr die gesammte Münchener Promienz zu einem Treffen in den Bürgerbräukeller einlud, fürchtete Hilter, ausgebootet zu werden. Der Propagandiest beschloss, von Kahr auf der Versammlung am nächsten Tag zuvorzukommen.
Am Abend des 8. November, kurz vor zwanzig Uhr, betrat Hitler sichtlich nervös den Bürgerbäukeller. 3. 000 Menschen, darunter viele Anhänger des NS- Führers, drängten sich bereits im Lokal. Während der Agitator ungeduldig vor dem Versammlungssaal wartete, marschierten schwerbewaffnete SA-Männer vor dem Gebäude auf und besetzten die Eingänge. Dann überschlugen sich die Ereignisse.
Um 20:30 Uhr stürmte Adolf Hitler mit gezogener Browning in die Versammlung. Der Augenzeuge Günther Grassmann erlebte den \'\'Putsch\'\' hautnah mit. \'\'Ich sass auf der Galerie unmittelbar neben dem Rednerpult. Zuerst hat Herr von Kahr gesprochen, und dann ist nach einiger Zeit Herr Hitler, gefolgt von seinen Gefolgsleuten, in den Saal reingedrängt. Hitler ist aufs Rednerpult zugegangen und hat mit dem Revolver in die Decke geschossen.\'\' In einer hitzigen Rede erklärte der Demagoge die bayrische Regierung für angesetzt. Er verkündete die Bildung einer provisorischen Regierung und proklamierte den Marsch auf berlin. Die drei Vertreter der bayrischen Regierung, von Kahr, von Seisser und von Lossow, forderte er mit barschem Befehlston auf, ihn umgehend ins Nebenzimmer zu folgen.
Die Müncher Prominenz war sichtlich überrascht. Augenzeuge Günther Grassmann erinnert sich: \'\'Die Stimmung im Saal war keineswegs begeistert, sie war eher erschreckt, man hat nicht gewusst, was wollen diese Leute eigentlich? Mir ist das alles furchtbar komisch vorgekommen. Neben mir strand ein Bekannter meines Vaters, ein Ministerialrat, und der sagte immer wieder:\'\' Kasperltheater, Kasperltheater.\'\'
Hinter verschlossenen Türen bedrängte Hilter nun das Triumvirat, gemeinsame Sache mit dem Putschisten zu machen. Von Kahr zeigte sich allerdings wenig beeindruckt von Hitlers Drohungen. Inzwischen war auch General Ludendorff eingetroffen - sichtlich überrascht von Hitlers eingenmächtigem Handeln. Doch als der \'\'Weltkreigskamerad\'\' dem Ex-Heerführer fälschlich versicherte, die Reichswehr stünde bedingsungslos hinter ihm, forderte schliesslich auch Ludendorff die drei Männer auf, dem Angebot zuzustimmen. Wiederwillig gab von Kahr sein Jawort.
Um 22:30 uhr verliess Hitler vorzeitig den Bürgerbräukeller. Das war ein fataler Fehler, denn Ludendorff schickte die \'\'abgesetzte\'\' Regierung nach Hause. Ihr Ehrenwort hatte dem Weltkriegsgeneral genügt. Noch verhielten sich die Landespolizei und Reichswehr neutral. Trotzdem war es den SA-Männern nicht gelungen, strategisch wichtige Punkte zu besetzten. Nur das Wehrkreiskomando befand sich in Röhms Hand. Die Putschisten verfügten zu diesem Zeitpunkt über 25. 000 Mann in der Stadt. Schon in jener Nacht gingen die ersten Schreiben zu Bruch. Die Redaktion der sozialdemokratischen \'Münchener Post\' wurde verwüstet, Sozialdemokraten, Kommunisten und Juden verhaftet. Vier Stunden nach seiner Freilassung, um 02:55 Uhr nachts, gab von Kahr einen Funkspruch durch, in dem er sich gegen die Putschisten stellte. Berlin reagierte promp und verhängte den Aussnahmezustand.
Am Morgen des 9. November herrschte Verwirrung in der Stadt. Plakate kündeten vom Machtwechsel. Auf dem Markplatz versammelten sich Zehntausende, um die neuen Machthaben zu hören. General Ludendorff schlug einen Marsch durch die Münchener Innenstadt vor, um damit gleichsam in letzter Minute das Debakel eines gescheiterten Putsches abzuwenden. Gegen Mittag trafen sich mehrere tausend Menschen vor dem Bürgerbräukeller. Dann marschierten sie los zur Feldherrnhalle - mit Ludendorf und Hitler an der Spitze. Mit militärischen Wiederstand rechnete niemand. Erst am Odeonsplatz stellte sich ihnen die Landespolizei in den Weg. Ein Schuss viel - dann folgte eine wilde Schiesserei im Laufe derer Hitler zu Boden stürzte. Sein Leibwächter Ulrich Graf warf sich schützend auf ihn und wurde von mehreren Kurgeln getroffen. Während die meisten Putschisten auseinanderstoben, schritt Ludendorff unbeirrt weiter. Doch niemand folge ihm. Drei Polizisten und vierzehen Putschisten starben, Adolf Hitler entkam leicht verletzt und flüchtete in ein Sanitätsauto zu seinen Gönnern, dem Ehepaar Hanfstaengl, nach Uffing an den Staffelsee. ALs ihn die Polizei zwei Tage später dort fand wollte Hitler sich der Verhaftung entziehen. Der Sohn der Familie, Egon Hanfstaengle, erinnert sich genau: \'\'Da hat er gesagt:\'\'Jetzt hat es keinen Sinn mehr\'\', und dergleichen - und hat Anstalten gemacht sich mit einer Pistole zu erschiessen. Meine Mutter hat ihn davon abgehalten, ist ihm in den Arm gefallen, hat ihm die Pistole abgenommen und gesagt: \'\'Herr Hitler, das können Sie doch nicht tun. Denken Sie an Ihre treuen Gefolgsleute, die können Sie doch nicht im Stich lassen\'\': Hätte ihn Helene Hanfstaengel doch gewähren lassen!
Drei Monate später wurd eden Putschisten der Prozess wegen Hochverrats gemacht - eine Farce, denn das Gericht war voreingenommen. Hitler erkannte seine Chance. Vor der Öffentlichkeit nahm er alle Verantwortung auf sich und verdrängste den Volkshelden Ludendorff aus der Führungsrolle. Das Urteil für Hitler: Fünf Jahre Festungshaft - Zeit genug, seine Taktig neu zu überdenken. Im Gefängnis diktierte Hitler seinem Sekretär Rudeolf Hess das biographische Pampleth \'\'Mein Kampf\'\'. Nach nur neun Monaten wurde der Demagoge entlassen. Neun Jahre nach seinem peinlich gescheiterten \'\'Putsch\'\', gelang ihm 1933 im zweiten Anlauf die Machtübernahme: Diesmal duckte er sich nicht mehr vor den Schüssen der Polizei, diesmal überreichte ihm der Reichspräsident die Ernennungsurkunde. Fortan feierte der Diktator den 09. November als Kulttag der nationalsozialistischen Bewegung. Dabei war alles nur ein peinliches Farce gewesen - ein \'Kasperltheater\' mit weitreichenden Folgen....
Der politische Amateur Adolf Hitler war schon damals der gefährlichste Demagoge der Weimarer Republik - nur wusten es die meisten Zeitgenossen leider noch nicht. Mit antisemitischen Parolen hatte er sich einen Namen in der rechtsextremen Szene gemacht. In Bayern, der reaktionären Hochburg im Reich, traf er auf zahlreiche Gleichgesinnte. Hitlers Zeil war der Sturz der demokratischen Regierung in Berlin.
1923 war das Kriesenjahr der Republick: Inflation und Ruhrbesetzung trieben das Land an den Rand des Abgrunds. Die Führer der bayrischen Reaktion witterten die Chance eines Staatsstreichs. Mussolini hatte es ihnen in Rom gerade vorgemacht. Mit dem Weltkriegsgeneral Luddendorf alas Zugpferd versuchten sie die bayrische Regierung zum gemeinsamen Marsch auf Berlin zu überreden. Spätestens im November, so hatten die Führer der rechten Bewegung vereinbart, wollten sie nach Berlin ziehen. Das gegenseitige Misstrauen war jedoch gross - vo allem dem Emporkömmling Hitler traute niemand. Als die bayrische Regierung unter Generalstaabskommissar von Kahr die gesammte Münchener Promienz zu einem Treffen in den Bürgerbräukeller einlud, fürchtete Hilter, ausgebootet zu werden. Der Propagandiest beschloss, von Kahr auf der Versammlung am nächsten Tag zuvorzukommen.
Am Abend des 8. November, kurz vor zwanzig Uhr, betrat Hitler sichtlich nervös den Bürgerbäukeller. 3. 000 Menschen, darunter viele Anhänger des NS- Führers, drängten sich bereits im Lokal. Während der Agitator ungeduldig vor dem Versammlungssaal wartete, marschierten schwerbewaffnete SA-Männer vor dem Gebäude auf und besetzten die Eingänge. Dann überschlugen sich die Ereignisse.
Um 20:30 Uhr stürmte Adolf Hitler mit gezogener Browning in die Versammlung. Der Augenzeuge Günther Grassmann erlebte den \'\'Putsch\'\' hautnah mit. \'\'Ich sass auf der Galerie unmittelbar neben dem Rednerpult. Zuerst hat Herr von Kahr gesprochen, und dann ist nach einiger Zeit Herr Hitler, gefolgt von seinen Gefolgsleuten, in den Saal reingedrängt. Hitler ist aufs Rednerpult zugegangen und hat mit dem Revolver in die Decke geschossen.\'\' In einer hitzigen Rede erklärte der Demagoge die bayrische Regierung für angesetzt. Er verkündete die Bildung einer provisorischen Regierung und proklamierte den Marsch auf berlin. Die drei Vertreter der bayrischen Regierung, von Kahr, von Seisser und von Lossow, forderte er mit barschem Befehlston auf, ihn umgehend ins Nebenzimmer zu folgen.
Die Müncher Prominenz war sichtlich überrascht. Augenzeuge Günther Grassmann erinnert sich: \'\'Die Stimmung im Saal war keineswegs begeistert, sie war eher erschreckt, man hat nicht gewusst, was wollen diese Leute eigentlich? Mir ist das alles furchtbar komisch vorgekommen. Neben mir strand ein Bekannter meines Vaters, ein Ministerialrat, und der sagte immer wieder:\'\' Kasperltheater, Kasperltheater.\'\'
Hinter verschlossenen Türen bedrängte Hilter nun das Triumvirat, gemeinsame Sache mit dem Putschisten zu machen. Von Kahr zeigte sich allerdings wenig beeindruckt von Hitlers Drohungen. Inzwischen war auch General Ludendorff eingetroffen - sichtlich überrascht von Hitlers eingenmächtigem Handeln. Doch als der \'\'Weltkreigskamerad\'\' dem Ex-Heerführer fälschlich versicherte, die Reichswehr stünde bedingsungslos hinter ihm, forderte schliesslich auch Ludendorff die drei Männer auf, dem Angebot zuzustimmen. Wiederwillig gab von Kahr sein Jawort.
Um 22:30 uhr verliess Hitler vorzeitig den Bürgerbräukeller. Das war ein fataler Fehler, denn Ludendorff schickte die \'\'abgesetzte\'\' Regierung nach Hause. Ihr Ehrenwort hatte dem Weltkriegsgeneral genügt. Noch verhielten sich die Landespolizei und Reichswehr neutral. Trotzdem war es den SA-Männern nicht gelungen, strategisch wichtige Punkte zu besetzten. Nur das Wehrkreiskomando befand sich in Röhms Hand. Die Putschisten verfügten zu diesem Zeitpunkt über 25. 000 Mann in der Stadt. Schon in jener Nacht gingen die ersten Schreiben zu Bruch. Die Redaktion der sozialdemokratischen \'Münchener Post\' wurde verwüstet, Sozialdemokraten, Kommunisten und Juden verhaftet. Vier Stunden nach seiner Freilassung, um 02:55 Uhr nachts, gab von Kahr einen Funkspruch durch, in dem er sich gegen die Putschisten stellte. Berlin reagierte promp und verhängte den Aussnahmezustand.
Am Morgen des 9. November herrschte Verwirrung in der Stadt. Plakate kündeten vom Machtwechsel. Auf dem Markplatz versammelten sich Zehntausende, um die neuen Machthaben zu hören. General Ludendorff schlug einen Marsch durch die Münchener Innenstadt vor, um damit gleichsam in letzter Minute das Debakel eines gescheiterten Putsches abzuwenden. Gegen Mittag trafen sich mehrere tausend Menschen vor dem Bürgerbräukeller. Dann marschierten sie los zur Feldherrnhalle - mit Ludendorf und Hitler an der Spitze. Mit militärischen Wiederstand rechnete niemand. Erst am Odeonsplatz stellte sich ihnen die Landespolizei in den Weg. Ein Schuss viel - dann folgte eine wilde Schiesserei im Laufe derer Hitler zu Boden stürzte. Sein Leibwächter Ulrich Graf warf sich schützend auf ihn und wurde von mehreren Kurgeln getroffen. Während die meisten Putschisten auseinanderstoben, schritt Ludendorff unbeirrt weiter. Doch niemand folge ihm. Drei Polizisten und vierzehen Putschisten starben, Adolf Hitler entkam leicht verletzt und flüchtete in ein Sanitätsauto zu seinen Gönnern, dem Ehepaar Hanfstaengl, nach Uffing an den Staffelsee. ALs ihn die Polizei zwei Tage später dort fand wollte Hitler sich der Verhaftung entziehen. Der Sohn der Familie, Egon Hanfstaengle, erinnert sich genau: \'\'Da hat er gesagt:\'\'Jetzt hat es keinen Sinn mehr\'\', und dergleichen - und hat Anstalten gemacht sich mit einer Pistole zu erschiessen. Meine Mutter hat ihn davon abgehalten, ist ihm in den Arm gefallen, hat ihm die Pistole abgenommen und gesagt: \'\'Herr Hitler, das können Sie doch nicht tun. Denken Sie an Ihre treuen Gefolgsleute, die können Sie doch nicht im Stich lassen\'\': Hätte ihn Helene Hanfstaengel doch gewähren lassen!
Drei Monate später wurd eden Putschisten der Prozess wegen Hochverrats gemacht - eine Farce, denn das Gericht war voreingenommen. Hitler erkannte seine Chance. Vor der Öffentlichkeit nahm er alle Verantwortung auf sich und verdrängste den Volkshelden Ludendorff aus der Führungsrolle. Das Urteil für Hitler: Fünf Jahre Festungshaft - Zeit genug, seine Taktig neu zu überdenken. Im Gefängnis diktierte Hitler seinem Sekretär Rudeolf Hess das biographische Pampleth \'\'Mein Kampf\'\'. Nach nur neun Monaten wurde der Demagoge entlassen. Neun Jahre nach seinem peinlich gescheiterten \'\'Putsch\'\', gelang ihm 1933 im zweiten Anlauf die Machtübernahme: Diesmal duckte er sich nicht mehr vor den Schüssen der Polizei, diesmal überreichte ihm der Reichspräsident die Ernennungsurkunde. Fortan feierte der Diktator den 09. November als Kulttag der nationalsozialistischen Bewegung. Dabei war alles nur ein peinliches Farce gewesen - ein \'Kasperltheater\' mit weitreichenden Folgen....
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