Hitler, Adolf (1889-1945) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Pusteblume22
Nationalsozialismus, Teil 1
Pro:
...
Kontra:
...
Empfehlung:
Nein
Liebe Leserinnen und Leser,
mit diesem Beitrag möchte ich Euch ein paar Gedanken und Informationen rund um den Nationalsozialismus nahe bringen. Ich beschäftige mich seit längerem ausführlich mit diesem Thema und möchte nun mein angelesenes Wissen weitergeben. Sicher möchte ich auch einige zum Nachdenken anregen, wie ich es schon mit meinem Beitrag über die Todesstrafe versucht habe. Da das Thema sehr komplex ist, werde ich es in mehrere Teile gliedern, um die Übersicht zu bewahren.
*~*~*~* Nationalsozialismus *~*~*~*
Nationalsozialistische Partei 1919
1918 war das Jahr, in dem der Krieg verloren war. Der Krieg, der zuvor mit Enthusiasmus begonnen hatte. Mit dem Kriegsende wurde die aktuelle Staatsform abgeschafft. In dieser Zeit gründeten sich zahlreiche Rechtsparteien und –organisationen. Als Beispiel: Deutschnationale Volkspartei und Deutsche Volkspartei. Die Anhängerschaft war groß und sowohl adelige Zivilisten als auch Militärs waren vertreten. Sie alle hatten etwas gemeinsam: Die Ablehnung der demokratischen Republik.
Am 5. Januar 1919 wurde die Deutsche Arbeiterpartei unter Karl Harrer und Anton Drexler gegründet. Es kam dazu, dass Adolf Hitler eine Versammlung der DAP am 12.09.1919 besuchte. Nach diesem ersten Besuch beschrieb Hitler diese Partei in „Mein Kampf“ als „albernen Verein“. Er gab zu verstehen, dass diese Partei noch ungeprägt war und schrieb ebenfalls in „Mein Kampf“: „...Hier konnte noch der Inhalt, das Ziel und der Weg bestimmt werden...“
Hitler bis 1919
Zu diesem Zeitpunkt war Hitler 30 Jahre alt. Er war das vierte von sechs Kindern aus der dritten Ehe seines Vaters. Er wurde am 20. April 1889 in Braunau geboren. Er zog sehr häufig mit seinen Eltern um und somit wechselte er auch oft die Schulen.
1905 verließ Adolf Hitler mit 16 Jahren die Schule für immer. Er wollte in Wied akademischer Maler werden, doch er wurde auf Grund zu schlechter Probezeichnungen nicht aufgenommen.
1913 wurde er zu Musterung gerufen, doch wurde vom Wehrdienst befreit mit der Begründung: „ Zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach. Waffenunfähig!“
Doch bei Kriegsausbruch 1914 meldete sich Hitler ins bayrische Heer. Die gesamte Kriegsdauer war er an der Westfront.
Nach dem Krieg in die Politik
Nach dem Krieg blieb Hitler bei dem Heer. Er hatte hier die Aufgabe des Verbindungsmanns und hielt Aufklärungsvorträge. Die Themen hierbei waren offensichtlich: „Ausbruch und Ende des Krieges“ – Judentum war verantwortlich. Schon in seinen ersten Reden zeigte sich Hitler als fanatischer Antisemit. „Entfernung der Juden“ war seine klare Forderung.
Hitlers Selbstbewusstsein stieg enorm in dieser Zeit.
Im Forum der DAP propagandierte er wirksam seine Vorstellungen und Ziele. Er trat in die Partei ein und wurde Werbeobmann. Er sollte die Partei veröffentlichen – Aufmerksamkeit auf sie ziehen.
Am 13. November 1919 begannen die sehr regelmäßig stattfindenden Versammlungen der Partei. Hier trat Hitler meist selbst als Redner auf. Die Menschen wurden in seinen Bann gezogen.
DAP bis 1923
Am 24. Februar 1920 erstellte die Partei ein neues Parteiprogramm. Es verlangte „Zusammenschluß aller Deutschen zu einem Großdeutschland“, „Aufhebung der Friedensverträge“, „Ausschaltung der Juden“.
Mit diesem Erscheinen änderte sich auch der Name der Partei. Von diesem Zeitpunkt aus nannte sie sich „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterparte“. Die fortlaufende Propaganda zeigte Wirkung, denn jede Schicht wurde von der Partei angesprochen.
Der Vorstand der Partei wurde auf Hitlers Bestreben erweitert und er hatte Männer seiner Wahl hereingeholt. Mit Hilfe dieser Männer gelang es Hitler die Gründer Drexler und Harrer auszuschalten. Er drohte im Juli 1921 überraschend mit einem Parteiaustritt und forderte die umfassende Vollmacht in der Partei. Am 29. Juli 1921 wurde er zum Vorsitzenden gewählt.
Auch nach diesem Machtwechsel kam die Partei nur langsam voran, allerdings waren immer größere Zuhörermengen bei den Versammlungen zu vermerken. Die Mitgliederzahl stieg nur zögernd, denn die Partei steckte in einer permanenten Finanzkrise.
Von 1921 bis 1923 bildeten sich in gesamt Deutschland viele Ortsgruppen der NSDAP.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-30 13:01:31 mit dem Titel Nationalsozialismus, Teil 2
Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Bericht setze ich meinen Erfahrungsbericht über den Nationalsozialismus fort.
~*~*~*~* 1923 – Chancen für Republikgegner ~*~*~*~*
Am 3. November 1922 forderte Hitler auch für Deutschland eine nationale Regierung nach faschistischem Muster. In Bayern gab es unter Knilling eine Regierung die gegen Berlin gerichtet war. Hitler hoffte hierbei die Tendenzen nutzen zu können.
Die allgemeine Situation und die rasende Inflation ließen die Anhängerschaft der Nationalsozialisten stetig und schnell steigen. Die Gesamtzahl derer stieg auf 55 787 Mitglieder.
Die Politiker der Weimarer Republik wurden als Novemberverbrecher und Landesverräter beschimpft. Und NSDAP-Mitglieder, die sich am Widerstand gegen die Ruhrbesetzung beteiligten, drohte der Ausschluss aus der Partei.
In dieser Zeit wurden rechtsorientierte bewaffnete Gruppen zusammen getrommelt. Sie wurden zu einer „Arbeitsgemeinschaft vaterländischer Kampfverbände“. Die bayrische Regierung duldete diese Maßnahmen. Dieser ganze Sachverhalt kam Hitler zugute, denn er glaubte, seine Putschpläne somit umsetzen zu können.
Im Spätsommer verschlechterte sich die allgemeine wirtschaftliche Lage immer weiter. Hitler hatte folgenden Plan: Er wollte General Ludendorff in Bayern die Macht erringen, um dann einen Marsch auf Berlin vollziehen.
~*~*~*~* 8./9. November 1923 – Putschversuch ~*~*~*~*
Das Reichskabinett stellte am 24. September 1923 den passiven Widerstand an der Ruhr ein. Die führte dazu, dass die innenpolitische Situation sich drastisch verschlechterte. Unter Major Bruchrucker begann die „Schwarze Reichswehr“ einen Aufstand. Dies sollte als Signal für alle Regierungsgegner dienen. Doch wegen der schlechten Organisation scheiterte dieses Unternehmen.
Am 25./26. September 1923 wurde Gustav von Kahr zum Generalstaatskommissar. Die Exekutive in diesem Zusammenhang übertrug er Reichswehrminister Geßler, der aber dies seinerseits an Von Lossow weitergab.
Hitler wollte diese Situation ausnutzen. Er setzte alles daran, Von Lossow auf seine Seite zu ziehen. Doch der Plan ging nicht auf. Es gelang ihm nicht, Kahr und Lossow zu überzeugen. Die Zeit für Hitler wurde knapp, denn seine SA-Kampfverbände, die er um München zusammen gezogen hatte, konnten kaum noch verpflegt werden.
Am 8. November riefen Kahr und Lossow die Republik aus. Hitler sah hier seine Chance erneut. Er rief alle Verbände zur Versammlung von Kahr und Lossow. Sie stürmten den Versammlungsraum und Hitler rief die nationale Revolution aus. Er übertrug Lossow und Kahr die Reichsämter, die er sich zuvor für sie zurecht gelegt hatte. Nun stellte er nach seinen Plänen die neue Reichsregierung vor.
Doch Kahr und Lossow sagten sich schon gleich nach Ende der Versammlung von Hitler und Ludendorff los.
Auf Grund dieser Tatsache organisierte Hitler einen Demonstrationszug. Unter den 2000 Menschen die hier mitliefen war auch Hermann Göring, der 1922 der NSDAP beigetreten und Führer der SA geworden war. Der Zug wurde allerdings an der Feldherrenhalle von der Landespolizei aufgehalten. Hitler gelang die Flucht nach Uffing am Staffelsee, wo er aber zwei Tage später aufgespürt wurde und zur Untersuchungshaft nach Landsberg am Lech gebracht wurde.
*~*~*~* Der Prozeß *~*~*~*
Hitler war nach dem Misslungenen Marsch derart gebrochen, dass er sogar an Selbstmord dachte. Am 24. Februar 1924 begann dann der Hochverratsprozess, und sein Selbstbewusstsein schien wieder hergestellt.
Hitler wurde zum Hauptangeklagten, da Ludendorff geschont werden sollte. Die Anhörungen nutzte Hitler, um seine Führerqualitäten unter Beweis zu stellen. Seine Verteidigungsreden wurden zur Propagandarede für die NSDAP.
Auszug: „... Mögen sie uns tausendmal schuldig sprechen, die Göttin des ewigen Gerichts der Geschichte wird lächelnd den Antrag des Staatsanwaltes und das Urteil des Gerichts zerreißen, denn sie spricht uns frei!“
Am 1. April 1924 wurde das Urteil verkündet. Hitler wurde die Untersuchungshaft voll angerechnet und nach weiteren sechs Monaten Haftverbüßung Bewährungsfrist in Aussicht gestellt. Während dieser Haft entstand der erste Teil des Buches „Mein Kampf“.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-25 16:49:30 mit dem Titel Nationalsozialismus, Teil 3
Liebe Leserinnen und Leser,
nun folgt endlich die Fortsetzung des Erfahrungsberichtes über den Nationalsozialismus.
*~*~*~*~* Hitlers Weltanschauung *~*~*~*~*
Mein Kampf wurde eine Mischung aus Autobiographie, Parteigeschichte, Propagandalehre, Auslassung über einzelne Epochen der deutschen und der Weltgeschichte, Darlegung über Themen der verschiedensten Art.
In München fand Hitler nach seiner Entlassung eine weit verbreitete völkische Stimmung vor. Diese wollte er für seine Machtergreifung ausnutzen. In Mein Kampf versuchte er völkisch zu definieren und beschrieb: Im Staat sehe man nur ein Mittel zum Zweck und fasst als seinen Zweck die Erhaltung des rassischen Daseins des Menschen auf. Er glaubt keineswegs an die Gleichheit der Rassen, sondern erkennt mit ihrer Verschiedenheit auch ihren höheren und niederen Wert und fühlt sich durch eignen Wollen, das dieses Universum beherrscht, den Sieg des Besseren, Stärkeren zu fördern, die Unterordnung des Schlechteren und Schwächeren zu verhängen.
Viele solche Begriffserläuterungen, die in Mein Kampf zu finden sind, beweisen das Zusammenströmen verschiedener Gedankenrichtungen aus dem 19. Jahrhundert in Hitlers Weltanschauung.
Das Hakenkreuz tauchte damals bereits als Parteisymbol der damaligen Jungs Partei auf. Der Gründer und Autor Jungs prägte schon damals das Denken Hitlers, wie Hitler in Mein Kampf bestätigte.
*~*~*~*~* Die Entwicklung der NSDAP 25 bis 33*~*~*~*~*
Hitler setzte sich nun zum Ziel, die NSDAP nun nicht mehr durch einen Putsch an die Macht zu bringen sondern wollte fortan den legalen Weg nehmen.
Gleich nach seiner Entlassung am 20. Dezember 1924 besuchte Hitler den bayrischen Ministerpräsidenten Held. Dort gab er ein ausdrückliches Legalitätsversprechen ab.
Am 29. März 1925 waren Neuwahlen angesagt, da der damalige Reichspräsident Friedrich Ebert verstorben war. Die Wahlergebnisse damals waren katastrophal für die NSDAP. Ludendorff, der als Kandidat eingesetzt war, erhielt von 26 870 000 nur 285 000 Stimmen.
Es kamen schlechte Zeiten für die Nationalsozialisten. Größte Teile der Anhängerschaft verließen sie einfach.
Bei der Reichstagswahl am 20. Mai 1928 bekamen sie wieder nur 810 000 Stimmen und verloren somit zwei Mandate.
*~*~*~* Der Young-Plan *~*~*~*~*
Trotz des kleinen Erfolges, den der 1924 abgeschlossene Darwes-Plan zeigte, trat eine neue Verhandlung mit dem Amerikaner Young ein. Hier beschloss man, die alliierten Reparationen auf jährlich 2,2 Milliarden Goldmark auf 59 Jahre festzulegen. Stresemann trat damals für die Annahme des Vertrages ein. Doch sowohl von links, als auch von rechts traf man auf Misstrauen. Die Nationalsozialisten sahen darin eine neue Chance. Sie wollten die misstrauischen Republikfeinde für sich gewinnen. Dieser Plan schien aufzugehen, denn bereits bei den nächsten Landtagswahlen stieg die Zahl der Abgeordneten von 0 auf 6. Im Stadtrat von Coburg erhielten die Nationalsozialisten mit 13 von 25 Abgeordnetensitzen erstmals die absolute Mehrheit in einem Parlament.
*~*~*~* Die Partei in der Wirtschaftskrise *~*~*~*
Anfangs beeinflusste die amerikanische Wirtschaftskrise, schwarzer Freitag 29. Oktober 1929, das deutsche Wirtschaftsleben nicht. Doch nach dem Wahlerfolg der NSDAP am 14. September 1930 verschärfte sich die Wirtschaftskrise zusehend. Eine Ursache dafür war damals sicher auch die gesamtpolitische Entwicklung der Nachkriegszeit. Die Zahl der Unzufriedenen stieg in Millionenhöhe. Diese Unzufriedenen sollte auf die Seite der oppositionellen gezogen werden. Die Zahl der Arbeitslosen, und damit die der Unzufriedenen stieg gewaltig. Im Februar 1932 war die Arbeitslosenzahl mit 6 120 000 am höchsten.
Die Endphase des Weimarer Staates hatte begonnen.
Massengewinnung war fortan die Propagandatätigkeit der NSDAP. Unter Massen verstand Hitler den von der Führung ausgeschlossenen Teil des Volkes. Aus dieser Masse galt es dann, die engere Gefolgschaft der Mitglieder der NSDAP und der anderen Parteiorganisationen, wie SA, SS und Hitlerjugend, auszulesen.
*~*~*~* Propagandastil NSDAP *~*~*~*
Ganz vorneweg versuchte die NSDAP die Problem möglichst zu vereinfachen. Versprechungen wurden nur pauschal und umfassend wie möglich gegeben. Hitlers erstes Anliegen bestand darin, möglichst für die Partei positive Emotionen aufzubauen.
Die Propaganda wurde gesteigert als man beschloss, Hitler per Flugzeug zu möglichst vielen Veranstaltungen zu fliegen, um möglichst viel Präsenz zu zeigen. Ein weitere Zug um die Massengewinnung.
Des weiteren versuchte die Partei das Aufsehen zu erregen, in dem die gegründete SA häufig zu Saalschlachten gerufen wurde.
Von Anfang an wollte Hitler provozieren. Daher wurde später auch die Farbe Rot für die nationalsozialistischen Plakate gewählt.
In dieser heiklen Zeit der Kämpfe und Saalschlachten bekam Hitler persönlichen Schutz. Es wurde die Stabswache gebildet, aus der 1925 die Schutzstaffel (SS) hervorging. Reichsführer dieser Truppe war seit 1929 Heinrich Himmler.
*~*~*~* Wähler der NSDAP *~*~*~*
Auf Grund der gravierenden Wahlerfolge wurde in München eine repräsentative Zentrale errichtet. Sie entstand im Braunen Haus.
mit diesem Beitrag möchte ich Euch ein paar Gedanken und Informationen rund um den Nationalsozialismus nahe bringen. Ich beschäftige mich seit längerem ausführlich mit diesem Thema und möchte nun mein angelesenes Wissen weitergeben. Sicher möchte ich auch einige zum Nachdenken anregen, wie ich es schon mit meinem Beitrag über die Todesstrafe versucht habe. Da das Thema sehr komplex ist, werde ich es in mehrere Teile gliedern, um die Übersicht zu bewahren.
*~*~*~* Nationalsozialismus *~*~*~*
Nationalsozialistische Partei 1919
1918 war das Jahr, in dem der Krieg verloren war. Der Krieg, der zuvor mit Enthusiasmus begonnen hatte. Mit dem Kriegsende wurde die aktuelle Staatsform abgeschafft. In dieser Zeit gründeten sich zahlreiche Rechtsparteien und –organisationen. Als Beispiel: Deutschnationale Volkspartei und Deutsche Volkspartei. Die Anhängerschaft war groß und sowohl adelige Zivilisten als auch Militärs waren vertreten. Sie alle hatten etwas gemeinsam: Die Ablehnung der demokratischen Republik.
Am 5. Januar 1919 wurde die Deutsche Arbeiterpartei unter Karl Harrer und Anton Drexler gegründet. Es kam dazu, dass Adolf Hitler eine Versammlung der DAP am 12.09.1919 besuchte. Nach diesem ersten Besuch beschrieb Hitler diese Partei in „Mein Kampf“ als „albernen Verein“. Er gab zu verstehen, dass diese Partei noch ungeprägt war und schrieb ebenfalls in „Mein Kampf“: „...Hier konnte noch der Inhalt, das Ziel und der Weg bestimmt werden...“
Hitler bis 1919
Zu diesem Zeitpunkt war Hitler 30 Jahre alt. Er war das vierte von sechs Kindern aus der dritten Ehe seines Vaters. Er wurde am 20. April 1889 in Braunau geboren. Er zog sehr häufig mit seinen Eltern um und somit wechselte er auch oft die Schulen.
1905 verließ Adolf Hitler mit 16 Jahren die Schule für immer. Er wollte in Wied akademischer Maler werden, doch er wurde auf Grund zu schlechter Probezeichnungen nicht aufgenommen.
1913 wurde er zu Musterung gerufen, doch wurde vom Wehrdienst befreit mit der Begründung: „ Zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach. Waffenunfähig!“
Doch bei Kriegsausbruch 1914 meldete sich Hitler ins bayrische Heer. Die gesamte Kriegsdauer war er an der Westfront.
Nach dem Krieg in die Politik
Nach dem Krieg blieb Hitler bei dem Heer. Er hatte hier die Aufgabe des Verbindungsmanns und hielt Aufklärungsvorträge. Die Themen hierbei waren offensichtlich: „Ausbruch und Ende des Krieges“ – Judentum war verantwortlich. Schon in seinen ersten Reden zeigte sich Hitler als fanatischer Antisemit. „Entfernung der Juden“ war seine klare Forderung.
Hitlers Selbstbewusstsein stieg enorm in dieser Zeit.
Im Forum der DAP propagandierte er wirksam seine Vorstellungen und Ziele. Er trat in die Partei ein und wurde Werbeobmann. Er sollte die Partei veröffentlichen – Aufmerksamkeit auf sie ziehen.
Am 13. November 1919 begannen die sehr regelmäßig stattfindenden Versammlungen der Partei. Hier trat Hitler meist selbst als Redner auf. Die Menschen wurden in seinen Bann gezogen.
DAP bis 1923
Am 24. Februar 1920 erstellte die Partei ein neues Parteiprogramm. Es verlangte „Zusammenschluß aller Deutschen zu einem Großdeutschland“, „Aufhebung der Friedensverträge“, „Ausschaltung der Juden“.
Mit diesem Erscheinen änderte sich auch der Name der Partei. Von diesem Zeitpunkt aus nannte sie sich „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterparte“. Die fortlaufende Propaganda zeigte Wirkung, denn jede Schicht wurde von der Partei angesprochen.
Der Vorstand der Partei wurde auf Hitlers Bestreben erweitert und er hatte Männer seiner Wahl hereingeholt. Mit Hilfe dieser Männer gelang es Hitler die Gründer Drexler und Harrer auszuschalten. Er drohte im Juli 1921 überraschend mit einem Parteiaustritt und forderte die umfassende Vollmacht in der Partei. Am 29. Juli 1921 wurde er zum Vorsitzenden gewählt.
Auch nach diesem Machtwechsel kam die Partei nur langsam voran, allerdings waren immer größere Zuhörermengen bei den Versammlungen zu vermerken. Die Mitgliederzahl stieg nur zögernd, denn die Partei steckte in einer permanenten Finanzkrise.
Von 1921 bis 1923 bildeten sich in gesamt Deutschland viele Ortsgruppen der NSDAP.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-30 13:01:31 mit dem Titel Nationalsozialismus, Teil 2
Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Bericht setze ich meinen Erfahrungsbericht über den Nationalsozialismus fort.
~*~*~*~* 1923 – Chancen für Republikgegner ~*~*~*~*
Am 3. November 1922 forderte Hitler auch für Deutschland eine nationale Regierung nach faschistischem Muster. In Bayern gab es unter Knilling eine Regierung die gegen Berlin gerichtet war. Hitler hoffte hierbei die Tendenzen nutzen zu können.
Die allgemeine Situation und die rasende Inflation ließen die Anhängerschaft der Nationalsozialisten stetig und schnell steigen. Die Gesamtzahl derer stieg auf 55 787 Mitglieder.
Die Politiker der Weimarer Republik wurden als Novemberverbrecher und Landesverräter beschimpft. Und NSDAP-Mitglieder, die sich am Widerstand gegen die Ruhrbesetzung beteiligten, drohte der Ausschluss aus der Partei.
In dieser Zeit wurden rechtsorientierte bewaffnete Gruppen zusammen getrommelt. Sie wurden zu einer „Arbeitsgemeinschaft vaterländischer Kampfverbände“. Die bayrische Regierung duldete diese Maßnahmen. Dieser ganze Sachverhalt kam Hitler zugute, denn er glaubte, seine Putschpläne somit umsetzen zu können.
Im Spätsommer verschlechterte sich die allgemeine wirtschaftliche Lage immer weiter. Hitler hatte folgenden Plan: Er wollte General Ludendorff in Bayern die Macht erringen, um dann einen Marsch auf Berlin vollziehen.
~*~*~*~* 8./9. November 1923 – Putschversuch ~*~*~*~*
Das Reichskabinett stellte am 24. September 1923 den passiven Widerstand an der Ruhr ein. Die führte dazu, dass die innenpolitische Situation sich drastisch verschlechterte. Unter Major Bruchrucker begann die „Schwarze Reichswehr“ einen Aufstand. Dies sollte als Signal für alle Regierungsgegner dienen. Doch wegen der schlechten Organisation scheiterte dieses Unternehmen.
Am 25./26. September 1923 wurde Gustav von Kahr zum Generalstaatskommissar. Die Exekutive in diesem Zusammenhang übertrug er Reichswehrminister Geßler, der aber dies seinerseits an Von Lossow weitergab.
Hitler wollte diese Situation ausnutzen. Er setzte alles daran, Von Lossow auf seine Seite zu ziehen. Doch der Plan ging nicht auf. Es gelang ihm nicht, Kahr und Lossow zu überzeugen. Die Zeit für Hitler wurde knapp, denn seine SA-Kampfverbände, die er um München zusammen gezogen hatte, konnten kaum noch verpflegt werden.
Am 8. November riefen Kahr und Lossow die Republik aus. Hitler sah hier seine Chance erneut. Er rief alle Verbände zur Versammlung von Kahr und Lossow. Sie stürmten den Versammlungsraum und Hitler rief die nationale Revolution aus. Er übertrug Lossow und Kahr die Reichsämter, die er sich zuvor für sie zurecht gelegt hatte. Nun stellte er nach seinen Plänen die neue Reichsregierung vor.
Doch Kahr und Lossow sagten sich schon gleich nach Ende der Versammlung von Hitler und Ludendorff los.
Auf Grund dieser Tatsache organisierte Hitler einen Demonstrationszug. Unter den 2000 Menschen die hier mitliefen war auch Hermann Göring, der 1922 der NSDAP beigetreten und Führer der SA geworden war. Der Zug wurde allerdings an der Feldherrenhalle von der Landespolizei aufgehalten. Hitler gelang die Flucht nach Uffing am Staffelsee, wo er aber zwei Tage später aufgespürt wurde und zur Untersuchungshaft nach Landsberg am Lech gebracht wurde.
*~*~*~* Der Prozeß *~*~*~*
Hitler war nach dem Misslungenen Marsch derart gebrochen, dass er sogar an Selbstmord dachte. Am 24. Februar 1924 begann dann der Hochverratsprozess, und sein Selbstbewusstsein schien wieder hergestellt.
Hitler wurde zum Hauptangeklagten, da Ludendorff geschont werden sollte. Die Anhörungen nutzte Hitler, um seine Führerqualitäten unter Beweis zu stellen. Seine Verteidigungsreden wurden zur Propagandarede für die NSDAP.
Auszug: „... Mögen sie uns tausendmal schuldig sprechen, die Göttin des ewigen Gerichts der Geschichte wird lächelnd den Antrag des Staatsanwaltes und das Urteil des Gerichts zerreißen, denn sie spricht uns frei!“
Am 1. April 1924 wurde das Urteil verkündet. Hitler wurde die Untersuchungshaft voll angerechnet und nach weiteren sechs Monaten Haftverbüßung Bewährungsfrist in Aussicht gestellt. Während dieser Haft entstand der erste Teil des Buches „Mein Kampf“.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-25 16:49:30 mit dem Titel Nationalsozialismus, Teil 3
Liebe Leserinnen und Leser,
nun folgt endlich die Fortsetzung des Erfahrungsberichtes über den Nationalsozialismus.
*~*~*~*~* Hitlers Weltanschauung *~*~*~*~*
Mein Kampf wurde eine Mischung aus Autobiographie, Parteigeschichte, Propagandalehre, Auslassung über einzelne Epochen der deutschen und der Weltgeschichte, Darlegung über Themen der verschiedensten Art.
In München fand Hitler nach seiner Entlassung eine weit verbreitete völkische Stimmung vor. Diese wollte er für seine Machtergreifung ausnutzen. In Mein Kampf versuchte er völkisch zu definieren und beschrieb: Im Staat sehe man nur ein Mittel zum Zweck und fasst als seinen Zweck die Erhaltung des rassischen Daseins des Menschen auf. Er glaubt keineswegs an die Gleichheit der Rassen, sondern erkennt mit ihrer Verschiedenheit auch ihren höheren und niederen Wert und fühlt sich durch eignen Wollen, das dieses Universum beherrscht, den Sieg des Besseren, Stärkeren zu fördern, die Unterordnung des Schlechteren und Schwächeren zu verhängen.
Viele solche Begriffserläuterungen, die in Mein Kampf zu finden sind, beweisen das Zusammenströmen verschiedener Gedankenrichtungen aus dem 19. Jahrhundert in Hitlers Weltanschauung.
Das Hakenkreuz tauchte damals bereits als Parteisymbol der damaligen Jungs Partei auf. Der Gründer und Autor Jungs prägte schon damals das Denken Hitlers, wie Hitler in Mein Kampf bestätigte.
*~*~*~*~* Die Entwicklung der NSDAP 25 bis 33*~*~*~*~*
Hitler setzte sich nun zum Ziel, die NSDAP nun nicht mehr durch einen Putsch an die Macht zu bringen sondern wollte fortan den legalen Weg nehmen.
Gleich nach seiner Entlassung am 20. Dezember 1924 besuchte Hitler den bayrischen Ministerpräsidenten Held. Dort gab er ein ausdrückliches Legalitätsversprechen ab.
Am 29. März 1925 waren Neuwahlen angesagt, da der damalige Reichspräsident Friedrich Ebert verstorben war. Die Wahlergebnisse damals waren katastrophal für die NSDAP. Ludendorff, der als Kandidat eingesetzt war, erhielt von 26 870 000 nur 285 000 Stimmen.
Es kamen schlechte Zeiten für die Nationalsozialisten. Größte Teile der Anhängerschaft verließen sie einfach.
Bei der Reichstagswahl am 20. Mai 1928 bekamen sie wieder nur 810 000 Stimmen und verloren somit zwei Mandate.
*~*~*~* Der Young-Plan *~*~*~*~*
Trotz des kleinen Erfolges, den der 1924 abgeschlossene Darwes-Plan zeigte, trat eine neue Verhandlung mit dem Amerikaner Young ein. Hier beschloss man, die alliierten Reparationen auf jährlich 2,2 Milliarden Goldmark auf 59 Jahre festzulegen. Stresemann trat damals für die Annahme des Vertrages ein. Doch sowohl von links, als auch von rechts traf man auf Misstrauen. Die Nationalsozialisten sahen darin eine neue Chance. Sie wollten die misstrauischen Republikfeinde für sich gewinnen. Dieser Plan schien aufzugehen, denn bereits bei den nächsten Landtagswahlen stieg die Zahl der Abgeordneten von 0 auf 6. Im Stadtrat von Coburg erhielten die Nationalsozialisten mit 13 von 25 Abgeordnetensitzen erstmals die absolute Mehrheit in einem Parlament.
*~*~*~* Die Partei in der Wirtschaftskrise *~*~*~*
Anfangs beeinflusste die amerikanische Wirtschaftskrise, schwarzer Freitag 29. Oktober 1929, das deutsche Wirtschaftsleben nicht. Doch nach dem Wahlerfolg der NSDAP am 14. September 1930 verschärfte sich die Wirtschaftskrise zusehend. Eine Ursache dafür war damals sicher auch die gesamtpolitische Entwicklung der Nachkriegszeit. Die Zahl der Unzufriedenen stieg in Millionenhöhe. Diese Unzufriedenen sollte auf die Seite der oppositionellen gezogen werden. Die Zahl der Arbeitslosen, und damit die der Unzufriedenen stieg gewaltig. Im Februar 1932 war die Arbeitslosenzahl mit 6 120 000 am höchsten.
Die Endphase des Weimarer Staates hatte begonnen.
Massengewinnung war fortan die Propagandatätigkeit der NSDAP. Unter Massen verstand Hitler den von der Führung ausgeschlossenen Teil des Volkes. Aus dieser Masse galt es dann, die engere Gefolgschaft der Mitglieder der NSDAP und der anderen Parteiorganisationen, wie SA, SS und Hitlerjugend, auszulesen.
*~*~*~* Propagandastil NSDAP *~*~*~*
Ganz vorneweg versuchte die NSDAP die Problem möglichst zu vereinfachen. Versprechungen wurden nur pauschal und umfassend wie möglich gegeben. Hitlers erstes Anliegen bestand darin, möglichst für die Partei positive Emotionen aufzubauen.
Die Propaganda wurde gesteigert als man beschloss, Hitler per Flugzeug zu möglichst vielen Veranstaltungen zu fliegen, um möglichst viel Präsenz zu zeigen. Ein weitere Zug um die Massengewinnung.
Des weiteren versuchte die Partei das Aufsehen zu erregen, in dem die gegründete SA häufig zu Saalschlachten gerufen wurde.
Von Anfang an wollte Hitler provozieren. Daher wurde später auch die Farbe Rot für die nationalsozialistischen Plakate gewählt.
In dieser heiklen Zeit der Kämpfe und Saalschlachten bekam Hitler persönlichen Schutz. Es wurde die Stabswache gebildet, aus der 1925 die Schutzstaffel (SS) hervorging. Reichsführer dieser Truppe war seit 1929 Heinrich Himmler.
*~*~*~* Wähler der NSDAP *~*~*~*
Auf Grund der gravierenden Wahlerfolge wurde in München eine repräsentative Zentrale errichtet. Sie entstand im Braunen Haus.
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