Hövels Bitterbier Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Wirkungsgrad:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von BeethovensSymphonie5

DAS WOMÖGLICH BESTE BIER WO GIBT

  • Geschmack:  sehr gut
  • Wirkungsgrad:  durchschnittlich

Pro:

Geshcmack, Stil, Einzigartigkeit

Kontra:

Preis,Verfügbarkeit

Empfehlung:

Ja

Deutschland ist Bierland. Nirgendwo ist die Vielfalt derart groß wie hierzulande. Und das haben wir derart einzigartigen Spezialitäten wie eben Hövels Bitterbier zu verdanken.
Folgender Testbericht ist so gegliedert:

1 EINLEITUNG

2 GESCHICHTE DES HÖVELS BRAUHAUS

3 VERFÜGBARKEIT

4 VERPACKUNG/AUSSEHEN

5 GERUCH/AROMA

6 GESCHMACK

7 NACHWIRKUNG

8PREIS/LEISTUNG

9 FAZIT
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1EINLEITUNG

Das erste mal konsumiert habe ich das hier vorgestellte Gebräu in einer Gaststätte in Bad Godesberg. Und ja, es hat nahezu göttlich geschmeckt. Und es war relativ peinlich,die Wirtin zu fragen wie man sich Hövels Bitterbier geschmacklich vorzustellen hat;) Achja,dazu hab ich einen Sauerbraten gegessen, ich weiß,eine recht merkwürdige Kombination,aber was solls.

2 GESCHICHTE

Am 2. Juli 1854 unterzeichneten die Herren Gustav Thier, Freiherr v. Hövel und Heinrich Sonnenschein den Gesellschaftsvertrag zur Gründung der Brauerei und Mälzerei
\"von Hövel, Thier & Co\". Nach der Originalrezeptur wird auch heute noch das Bier gebraut.

3 VERFÜGBARKEIT

Ausserhalb Dortmunds ist es sehr sehr schwer, in den Genuß dieses Bieres zu kommen. Und das ist schade,aber leider ein Fakt. Normale Getränkeläden führen dieses BIer wohl auch aufgrund seines Preises nicht,nur dazu später.

4VERPACKUNG/AUSSEHEN

Ein Highlight ist das Aussehen der Flaschen: Sie sind wohl noch genau in derselben Form wie die Bierflaschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren. Der Hals ist sehr schmal und lang, in der Mitte ist die Flasche etwas bauchiger. Das schönste jedoch ist eindeutig der Verschluss: Anstatt eines schnöden Kronkorkens gibt es hier einen klassischen Schnappverschluss wie bei Flensburger. Das Ettikett ist wie die ganze Flasche in grün gehalten, hat einen noblen goldfarbenen Rand und ist sehr reich verziert.
Der einzigartige, traditionelle Auftritt trägt mit dazu bei,dass man Hövels nicht einfach nur als ein Bier ansieht, sondern als eine exklusive Spezialität.
Ist das Bier einmal aus der Flasche in ein Glas geflossen, zeigt sich die besondere Farbe, die schwer einzuordnen ist. Heller als ein Alt, aber dunkler als ein Pils,bernsteinfarben eben. Die Schaumkrone ist eher klein und bildet sich wie bei obergärigem Bier üblich auch rehct schnell wieder zurück.

5 GERUCH/AROMA

Hier ist es relativ schwer,konkrete Vergleiche zu anderen Biersorten herzustellen, die Vergleichsmöglichkeit fehlt halt. Ich würde den Geruch als nicht so herb und agressiv wie bei konventionellen Biersorten bezeichnen, eher feinwürzig und fast schon ein bisschen süßlich. Auf jeden fall anders als der Rest der Industriebierwelt.

6 GESCHMACK

Hier zeigt sich die wahre Klasse dieses Bieres. Es liegt irgendwo zwischen gutem Alt Bier und sehr hochweritgem belgischen Trapistenbier. Auf jeden Fall schwer mit Worten zu beschreiben.
Tritt das bier zunächst auf der Zunge auf, registriert man einen leicht süßlichen,feinherben
Geschmack mit einer zarten Malznote. Der Nachgeschmack ist noch viel malziger und nur leicht bitter, was aber keineswegs negativ auffällt. Das besondere daran ist, dass das Bier zugleich süffig ist wie ein Kölsch, eben wegen des obergährigen Brauverfahrens. Deshalb sättigt das Getränk auch nicht übermäßig und eignet sich daraus resultierend auch wunderbar als Begleiter zu Wildgerichten.

7 NACHWIRKUNG

Wenig Fuselstoffe im Gerstensaft sorgen eigentlich in der Regel dafür, dass die Reue am nächsten Tag äußerst gering ausfällt, trotz stattlicher 5,5% Alkoholgehalt.

8 PREIS/LEISTUNG

Ausserhalb der Brauerei erhält man Hövels in sehr ungewöhnlichen Plastikkästen mit Holzmaserung mit 12mal 0,5 Liter, der Preis exclusive Pfand liegt c.a. bei stolzen 15€ pro Kasten. Nur wie bereits oft erwähnt,sollte man Hövels diesbezüglich nicht mit anderen Bieren industriller Machart vergleichen. Hövels ist eine etwas größere Hausbrauerei, und das spezielle Maischverfahren rechtfertigt den höheren Preis. Und angesichts des sehr guten Geschmacks und der sonstigen Qualitäten sollte man das Getränk auch eher als exclusive Alternative zu Tafelwein ansehen, dann erscheint das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut.

9 DAS FAZIT

Fassen wir doch einmal kurz zusammen: Hier handelt es sich zumindest meiner Ansicht nach um ein exklusives, sehr köstliches und überaus bekömmliches Bier zum stolzen Preis. Doch vielen hängt ja bereits das ewig gleich schmeckende Industriebier zum Halse raus, was man daran sieht, dass es immer mehr Hausbrauereien ind Deutschland gibt. und Hövels ist eben eine traditionelle Hausbrauerei.
Und so sollte man zumindest das Bier einmal probiert haben, trotz des Preises lohnt es sich!

4 Bewertungen, 1 Kommentar

  • indra

    24.03.2005, 12:13 Uhr von indra
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht! Bekomme irgendwie Lust auf Biergarten!