Cupido (Taschenbuch) / Jilliane Hoffman Testbericht
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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Paukenfrosch
... es könnte auch DEIN Nachbar sein !!!
Pro:
pure Spannung von Anfang bis Ende; nicht vorhersehbar; Schreibstil . . . etc .
Kontra:
brutal, blutig, sehr gewaltvoll (nichts für zarte Gemüter)
Empfehlung:
Ja
"Cupido"
von
Jilliane Hoffman
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Infos zur Autorin
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Jilliane Hoffman wurde 1967 in Long Island (USA) geboren.
Sie arbeitete als stellvertretende Staatsanwältin und juristische Beraterin in Florida. Sie unterrichtete Spezialeinheiten der Polizei auf dem Gebiet der Drogenfahnndung und des Organisierten Verbrechens.
Heute lebt Jilliane Hoffman mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Fort Lauderdale.
"Cupido" ist ihr erster Roman, dem "Morpheus" und "Vater unser" folgten.
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Infos zum Buch
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Erschienen ist "Cupido" bereits 2003 unter dem Originaltitel "Retribution". In Deutschland wurde dieser Thriller 2004 veröffentlicht.
Ich bin im Besitz der bereits 24. Auflage, die 2007 beim Rowohlt Taschenbuch Verlag unter der ISBN 978-3-499-23966-3 erschienen ist. Dieses 477-seitige Taschenbuch kostet 9,90 €.
Cupido (auch Cupidus), besser bekannt als Amor, ist in der römischen Mythologie der Name für den römischen Liebesgott.
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Klappentext
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Der Albtraum jeder Frau:
Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Duz kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet…
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Inhalt & Meinung
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Chloe Larson wird von ihrem Freund nach Haus gebracht, doch sie begibt sich allein in ihre Wohnung. Dort lauert ihr ein psychopathischer Vergewaltiger auf, der Chloe so sehr mißhandelt, daß sie nur knapp mit dem Leben davon kommt. In dieser Nacht hat sich das gesamte Leben Chloes geändert. Doch vom Täter fehlt jede Spur.
12 Jahre später: Chloe lebt jetzt in Miami und nicht mehr in New York, außerdem hat sie ihren Namen in C.J. Townshend geändert. Sie ist eine erfolgreiche Staatsanwältin und sie soll die Anklage gegen "Cupido" übernehmen.
Cupido ist der Spitzname, den man dem bisher namenlosen Serienmörder gegeben hat, der seine jungen, blonden, weiblichen Opfer nicht nur mißhandelt und foltert, sondern ihnen auch bei lebendigem Leibe das Herz herausschneidet.
Eigentlich müßte T.C Townshend diesen Fall wegen Befangenheit abgeben, doch sie meint, sich, wenn es nötig sein sollte, herausreden zu können, indem sie sagt, daß sie in dem Angeklagten nicht ihren Vergewaltiger erkannt habe, da dieser während der Tat eine Maske trug.
Und somit beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel der besonderen Art…
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"Cupido" ist ein Thriller, wie ich ihn schon lange nicht mehr gelesen habe. Er ist durch und durch brutal, blutig und voller Gewalt. Die psychischen Spielchen der beteiligten Personen verstärken dieses Gefühl der Widerwärtigkeit enorm. "Cupido" ist kein Buch für Zartbesaitete, aber dennoch habe ich es verschlungen, denn es ist gleichzeitig auch unheimlich spannend.
Von Anfang an ist man von der abstoßenden Gewalt des Buches ergriffen. Jill Hoffman beschreibt einzelne Horrorszenarien sehr detailliert. Die erste derartige "Kostprobe" ist die Vergewaltigung Chloes. Doch es werden nicht nur die ekelerregenden und grausamen Handlungen des Täters beschrieben, sondern auch der Psychoterror, den Chloe währenddessen erleben muß, denn der Täter kennt nicht nur ihren Namen, ihren Spitznamen und sonstige Details aus ihrem Leben, er kennt sich auch bestens in ihrer Wohnung aus, weiß sogar, wo er die Kerzen findet, die er zur Vergewaltigung anzündet. Bei diesen Textpassagen war ich von Angst ergriffen und gleichzeitig voller Hoffnung, daß mir derartiges niemals passieren wird.
Doch auch später, als es um die Mordtaten geht, bleibt kein Detail verborgen. Man erfährt wie und womit die Frauen geschändet werden und auf welche Art und Weise sie umgebracht werden. Die einst wunderhübschen jungen Frauen werden als Leiche beschrieben. Da sie jedoch erst Tage, Wochen oder gar Monate nach dem Mord gefunden werden und zudem unheimlich zugerichtet sind, bekommt man hier per Wort furchtbare Bilder geliefert.
Und so gewaltvoll und furchtbar dieser Thriller auch vom Inhalt her ist, er ist eben auch sehr spannend.
Spannend ist natürlich allein schon der Aufhänger der Geschichte. Kaum nachvollziehbar ist das Leid, welches Chloe erfahren mußte. Anfangs hat man Mitleid mit ihr. Dann geht das Gefühl in Bewunderung über, denn es ist schon erstaunlich, daß sie mit dem, was sie in ihrer Vergangenheit selbst erlebt hat, überhaupt fähig ist, als Staatsanwälten gleichwertige Fälle zu bearbeiten und sich somit Tag für Tag mit den Grausamkeiten des Lebens zu beschäftigen.
Der Schock, als sie in dem Angeklagten ihren Peiniger wieder erkennt, überträgt sich völlig auf den Leser. War das Buch bisher schon spannend und fesselnd, so hat man jetzt natürlich keine Möglichkeit mehr, es aus der Hand zu legen. Denn man will wissen, wie diese brisante Geschichte ausgeht.
In diesem Thriller wird dann hauptsächlich die Arbeit der Polizei beschrieben, die sich wie in fast allen amerikanischen Thrillern mit dem FBI ein Kompetenzgerangel liefert und es geht natürlich vor allem um den Gerichtsprozeß. Hier kann Jillian Hoffman aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz plaudern. Und das nicht zu wenig. Sie baut sämtliche Dinge mit ein, die einen am Rechtssystem zweifeln lassen. Nicht allein am amerikanischen, denn wer will uns glaubhaft vermitteln, daß Aussagen von Polizisten immer der Wahrheit entsprechen? Oder daß nicht doch jemand die Möglichkeit hat, Beweismittel zu fälschen, bzw. Beweismaterial verschwinden zu lassen? Nicht allein, daß ermittelte Fakten unterschiedlich ausgelegt werden können und man sich über deren Bewertung streiten könnte, nein, ich meine diverse Manipulationsmöglichkeiten derer, die die Möglichkeit dazu haben. Nicht zuletzt im eigenen Interesse.
Diesbezüglich wirft der Thriller viele Fragen in den Raum, angefangen bei der Vorverurteilung eines Menschen. Teilweise fand ich es geradezu schockierend, was so alles möglich ist, selbst wenn letztendlich kein Unschuldiger unter diesen krummen Tricks gelitten hat, aber da sollte man dann wohl doch lieber darüber nachdenken, ob nicht entsprechende Gesetze geändert werden sollten, egal in welchem Land.
Des Weiteren geht es um Justizirrtümer, um die Todesstrafe, um anonyme Hinweise, die die Polizei erhält und um vor Gericht verwertbare und nicht verwertbare Beweismittel. All diese Dinge kombiniert mit dem im Thriller beschriebenen Fall lassen dem Leser kaum Zeit zum Atmen, denn irgendwie verstrickt sich alles zu einem verwirrenden Gesamtbild. Die Guten werden böse, das Böse scheint bedauernswert - alles ist ziemlich verknäuelt, so daß man sich zuletzt kaum eine allgemeingültige Meinung zu den angesprochenen Themen machen kann, zumal man es immer wieder an dem Fall des Serienmörders festmacht.
"Cupido" ist durchweg ein sehr nervenaufreibender Thriller. Doch es gibt am Ende wenigstens ein herzerwärmendes Happy End, denn die Staatsanwältin verliebt sich in der Detektiven Falconetti, der ihre Liebe seinerseits erwidert. Diese kleine Randgeschichte ist es, die den Thriller wenigstens ein klein wenig menschlich erscheinen läßt. Ansonsten ist er durch und durch düster.
Dieser Thriller besticht nicht nur inhaltlich, er ist auch in einer Art geschrieben, daß man ihn Seite für Seite in sich aufsaugt. In insgesamt 100 kurze Kapitel ist er eingeteilt, was mich beim Lesen immer sehr beflügelt. Außerdem ist er randvoll mit Überraschungseffekten. Immer, wenn man denkt, jetzt geht es in eine bestimmte Richtung, dann gibt es einen erstaunlichen Haken. Der Thriller ist wahnsinnig und gleichzeitig wahnsinnig gut. Nicht nur die Geschichte ist spannend und fesselnd, auch all die erwähnten Thematiken, die in ihm aufgegriffen werden, denn sie lassen einen selbst nach Auslesen des Buches sehr nachdenklich zurück.
Für abgehärtete Thriller-Fans empfehle ich "Cupido" ohne Einschränkung. Und für mich steht fest, daß ich mir nun umgehend "Morpheus" kaufen werde…
( Mein Bericht erschien bereits auf Ciao am 13. Februar 2008 )
12 Bewertungen, 4 Kommentare
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08.05.2010, 02:21 Uhr von Fullmoon
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht hab das Buch auch gelesen und du hast es gut beschrieben ^^
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08.11.2008, 22:57 Uhr von Draky
Bewertung: sehr hilfreichDieses Buch muss ich einfach lesen! Dein Bericht war sehr gut!
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26.02.2008, 07:52 Uhr von BroeselWerner
Bewertung: sehr hilfreichut mir leid, dass ich mich auf Deine Nachricht erst heute melde. Habe Dich in meine CIS geklickt. lieben Gruß und noch einen schönen Dienstag
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26.02.2008, 02:22 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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