Dr. Reckeweg & Co. Thuja D12 Globuli Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Wirkung:  durchschnittlich
  • Verträglichkeit:  durchschnittlich
  • Nebenwirkungen:  erträglich

Erfahrungsbericht von STYXX

Migräne - Die Angst vor dem nächsten Anfall

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vorweg: Meine Bewertung bezieht sich auf die Migräne allgemein! Und empfehlenswert ist sie nicht!!!

So, jetzt - nachdem sie bei mir für´s erste mal wieder vorüber ist - will ich Euch einen kleinen Einblick in meine Erfahrungen mit der Migräne geben.

Angefangen hat das alles wohl schon in meiner Kindheit. Meine Mutter erzählte mir, dass wir bei vielen Ärzten waren wegen meiner extremen Kopfschmerzen. Und das schon mit vier/fünf Jahren. Nun, so ganz düster erinnere ich mich auch an den ein und anderen Besuch bei diesen (damals) \"netten\" Herren in Weiß.

Aber geglaubt wurde mir irgendwie nicht so richtig. \"Der simuliert\"....war eine häufige Aussage, die ich sowohl früher als auch in späteren Jahren bekam.

Es sind wohl bei jedem andere Merkmale der Migräne - dem einen wird so schlecht und elend, dass er sich nochmals alles \"durch den Kopf gehen lassen\" muss. Wieder andere mögen es sehr hell oder dunkel....ein einheitliches Krankheitsbild gibt es nicht. Wie auch. Es spielt sich ja im Gehirn ab. Und da haben wir ja nicht alle das selbe!

Nun, wie sieht es bei mir mit der Migräne aus?... Ich habe sie so ziemlich jede Woche. Nicht nur an den Wochenenden, nein, auch unter der Woche. Die schlimmen Anfälle dauern gut drei Tage. Leichtere mindestens einen, aber meistens zwei Tage.
Und sie fangen nicht immer gleich an.

Ich erinnere mich, ich war mit meiner Familie und Freunden auf dem Weg zu einem Turnier und fuhr das Auto. Irgendwann während der Fahrt stellte ich fest, dass in meinem Blickfeld irgendwie ein unsichtbarer Punkt ist....da fehlte einfach etwas. Aber noch kein Kopfschmerz. Aber es war noch nicht so schlimm, ich habe noch genug gesehen. Aber nicht mehr lange. Es ging sehr schnell....das Sehfeld wurde immer kleiner...dafür breitete sich etwas flimmerndes aus. Zackig und grell, so eine Art flimmernder Halbkreis mit grellen Zacken. Nun, da musste ich anhalten und jemand anderes fuhr weiter. Das war unser Glück, denn kurz darauf stellte sich ein wahnsinniger Schmerz ein, hämmernd und stechend zugleich. Und sehen konnte ich dann gar nichts mehr...nur das Geflimmer. An Sprechen war auch nicht zu denken. Zwar konnte ich das noch, aber nicht mehr so klar und voll artikuliert. Tja, das Turnier konnten wir vergessen und die Heimreise antreten. Dort angekommen war zwar das Flimmern endlich weg, aber der Schmerz war kaum zum Aushalten. Das einzige Medikament, das ich damals daheim hatte, war Novalgin. Davon nahm ich dann einige Tropfen und nach ein paar Stunden nochmals. Immer im Abstand von mehreren Stunden nahm ich dieses. Irgendwann wurde der Schmerz dann etwas weniger. Aber gedauert hat es ganze vier Tage, bis es endlich ganz vorbei war. Bei meinem Arzt bekam ich nicht gleich einen Termin, so dass ich es dann auch nicht mehr für nötig sah, da hin zu gehen.

Tja, diese Art Anfälle haben sich in den letzten Jahren stark gehäuft.

Ich möchte Euch mal einen kleinen Einblick geben, wie es bei mir \"abläuft\":

Beginnen tut es meistens sehr unscheinbar (mittlerweile erkenne ich die meisten kleinen Anzeichen schon sehr früh). Entweder fühle ich einen leichten Druck auf der linken oder rechten Kopfseite. Oder immer wieder flimmert es mal so ganz kurz vor meinen Augen. Irgenwie fühle ich mich nicht so Top-Fit. Als hätte ich zu lange geschlafen. Nun, wenn ich dann nichts nehme (und das tu ich leider öfters), dann kommt der Schmerz. Ich muss mich dann zurück ziehen. Nicht unbedingt alleine sein. Aber nichts reden (denn das Reden fällt mir dann manchmal ungeheuer schwer) und keine Berührungen. Diese brennen irgendwie und machen mir noch mehr Angst. Der Raum muss abgedunkelt sein und totale Stille. Obwohl..totale Stille ... nicht immer....manchmal habe ich auch das Bedürfnis gehabt extrem laute Musik zu hören....die Strafe war dann um so heftiger. Tja, und dann liege ich ziemlich lange einfach nur da. Hin und wieder nehme ich dann ein Schmerzmittel, aber ansonsten geht nichts. Irgenwann hat der Schmerz seinen Höhepunkt erreicht....die Phase, in der ich mir schon oft gewünscht habe, dass endlich alles vorbei sein soll. Danach lässt der Schmerz - und das dauert richtig lange - irgendwann nach. Dann werden auch die Gedanken wieder klarer. Wenn die Migräne dann endlich vorbei ist, bin ich total ausgepumpt. Dann kann ich auch endlich schlafen. Nach dem Erwachen habe ich dann einen Riesenhunger und eine total euphorische Phase. Und diese dauert fast genau immer zwei Stunden an. Eine Phase, in der ich Bäume ausreissen könnte und die Welt erneuern. Danach kommt dann eine Phase der totalen Angst....der Angst vor dem nächsten Anfall....denn der kommt bestimmt. Und da kann einem keiner helfen.

Und damit das Bild noch komplett wird: Der Schmerzmittel gibt es ja viele. Seit einiger Zeit gibt es sog. Triptan-Verbindungen. Diese Mittel sind zum Einen sehr teuer und zum anderen sehr starke Hämmer. Sie sind sehr wirksam. Ich freue mich für diejenigen, die sie nehmen können....ich darf sie leider nicht nehmen, da ich gegen Triptan-Verbindungen jeglicher Art höchst allergisch bin.
So bleibt mir nur Paracetamol. Aspirin habe ich auch strengstens verboten bekommen, wegen meines Magens.

Ich werde jetzt eine Akkupunktur-Behandlung versuchen, denn mit Beta-Blockern und Beruhigungsmitteln aller Art haben wir es schon versucht. Glück habe ich, dass die Kasse einen Teil der Behandlung übernimmt. Ist ja auch das Mindeste, denn die Schmerzmittel muss ich selbst bezahlen.

Dies ist für Außenstehende nicht leicht zu verstehen. Und ich wünsche wirklich keinem solche Migräneanfälle.
Ich hoffe, dieser Bericht ist Euch nicht zu lang, aber ich musste es mir einfach einmal von der Seele schreiben. Und eine Bitte habe ich noch:

Wenn jemand Migräne hat...habt einfach Verständnis mit ihm/ihr. Und: Migräne ist keine Nur-Frauen-haben-das-Krankheit. Ich kann das bestätigen!

Vielleicht schreibt mir ja mal jemand über seine/ihre Erfahrungen.

Gruß vom STYXX
(und gerade jetzt beginnt schon der nächste Anfall)

Meine Bewertung bezieht sich auf die Migräne. Die ist wirklich sehr sehr schlecht!
Handhabung der Migräne? Schlecht!
Empfehlen an Freunde: Niemals.

12 Bewertungen