Jugend ohne Gott (gebundene Ausgabe) / Ödön von Horvath Testbericht

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Erfahrungsbericht von lieblingsbabe

Hast du Gott gefunden?

Pro:

Hast du\'s verstanden...

Kontra:

...oder nicht?

Empfehlung:

Ja

"Alles Denken ist ihnen verhaßt.
Sie pfeifen auf den Menschen! Sie wollen Maschinen sein, Schrauben, Räder, Kolben, Riemen - doch lieber als Maschinen wären sie Munition: Bomben, Schrapnells, Granaten. Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät."

Ich muss zugeben, dass ich diesen Text der Rückseite des Buches "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath sehr abschreckend empfunden habe und ich bin mir nicht sicher, ob ich es mir tatsächlich gekauft hätte, wäre es nicht Aufgabe meines Referates der 10. Klasse gewesen. Wie auch immer, ich habe es mir gekauft, gelesen und bin begeistert. Noch heute lese ich es manchmal durch, weil es mich noch immer fasziniert.
Zunächst einmal etwas über den Autor:


AUTOR
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Ödön von Horvath (Ich weiß bis heute nicht wie man es richtig ausspricht!) wurde als unehelicher Sohne am 9.Dezember 1901 im damals ungarischen (heute kraotischen) Rijeke geboren. Zunächst besuchte er verschiedene Schule in Budapest, Wien und München und studierte anschließend Germanistik in München. Bis 1933 lebte er in Berlin und Salzburg, dort veröffentlicheet er seine ersten Theaterstücke, die immer von der Geschichte Deutschlands handeln. Er warnt in seinen Stücken zunehmend vor den Gefahren des Faschismus.
Durch die Uraufführung des Theaterstücks "Italienische Nacht" in Berlin wird Carl Zuckmayer auf Horvath aufmerksam und es entwickelt sich einen Freundschaft zwischen den beiden.
Nach der Machtübernahem durch die Nationalsozialisten in Deutschland übersiedelt er nach Wien und schreibt weiterhin Theaterstücke und Romane.
1937 veröffentlicht er schließlich den Roman "Jugend ohne Gott" in Amsterdam, der sich gegen die Dikattur richtet.
Am 1.6.1938 wird Ödön von Horvath auf den Champs.Elysees während eines Gewitters vom einem Ast erschlagen.


INHALT
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Hier möchte ich die einzelnen Kapitel etwas zusammenfassen

1.Die Neger:
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Er hat Geburtstag, wird 34 Jahre alt. Er ist Lehrer und muss 26 Schulhefete korrigieren. Die Aufgabe war es zu beurteilen, wozu man Kollonien braucht. Ein Schüler, der "N", schreibt dazu: "Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul". Er möchte es durchstreichen, aber er weiss, dass er nicht darf, weil im Radio jeden Tag das gleiche gesagt wird.

2. Es regnet:
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Am nächsten Tag auf dem Pausenhof beobachtet er wie 5 Schüler einen anderen verprügeln. Er fragt sie, wieso sie nicht fair 5 gegen 5 oder 1 gegen 2 kämpfen. Sie schauen ihn entgeistert an und lachen. Selbst der Verprügelte lacht. Sie lachen ihn aus bis er geht.

3. Die reichen Plebejer:
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Er gibt den Schülern ihre Schulhefte zurück, dem N sagt er, er könne nicht schreiben, dass alle Neger schlecht sind und es nicht darauf ankommt, ob sie leben oder nicht. Am nächsten Tag kommt der Vater des N in die Schule und beklagt sich darüber, dass seinem Sohn beigebracht wird, dass Neger auch Menschen seien. Sabotage am Vaterland nennt er das. Am nächsten Morgen muss er beim Direktor erscheinen, dieser legt ihm nahe seine Schüler moralischen zum Krieg zu erziehen.

4. Das Brot:
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Seine Schüler überreichen ihm an nächsten Tag einen Brief, in dem sie schreiben, dass sie ihn nicht weiter als Lehrer wünschen, weil sie ihm kein Vertrauen mehr schenken können. Dennoch beschließt der Direkt, dass er die Klasse weiterhin unterrichten soll. Er wünscht sich, dass sie alle sterben.

5. Die Pest:
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Er geht in eine Bar. Dort fragt ihn eine junge Dame ob sie sich neben ihn setzen könne, er lehnt ab mit der Begründung, er wäre alleine.

6. Das Zeitalter der Fische:
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Nach dem 8.Schnaps trifft er auf einen alten Kollegen, Julius Caesar. Er sagt, die Jugend schreibt nur, was man ihnen sagt und was sie im Radio hören. Ihre Seelen spiegeln das Antlitz eines Fisches wieder. Das ist alles, was er am nächsten Morgen noch weiß, als er neben einer Frau aufwacht. Sie schläft. Er macht das Licht nicht an und schaut nicht nach draußen. Er hat Angst, dass die Fische ans Fenster schwimmen und herein schauen.

7. Der Tormann:
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Als er nach Hause kommt wartet der Vater des W auf ihn. Er erzählt, dass der W im sterben liegt, weil er sich am letzten Sonntag beim Fußballspiel so schlimm erkältet hat. Er habe nur einen letzten Wunsch: Er möchte den Tormann sehen, der gespielt hat, er ist sein ganzes Ideal. Sofort geht der Lehrer los und sucht diesen Tormann, als es ihn findet gehen die beiden gemeinsam zum W. Dieser wünscht sich, dass der Tormann von der Welt erzählt und währenddessen schläft er leise ein. Am Mittwoch darauf findet das Begräbnis statt. Dort entdeckt der Lehrer ein paar seiner Schüler, den N, den L, den H und den F. Nichts im gesicht des N rührt sich. Er spürt, dass er vom T beobachtet wird. Zwei helle, runde Augen starren ihn an, ohne Schimmer, ohne Glanz. Ein Fisch.

8. Der total Krieg:
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Die Klasse muss zu einer vormilitärischen Ausbildung, in der freien Natur kampieren wie Soldaten. Maschieren und vom 14. Lebensjahr an auch schießen. Bevor sie zum Zeltlager aufbrechen zieht der Pfarrer den Lehrer zu sich und teilt ihm mit, dass anderthlab Stunden vom Zeltplatz entfernt ein Schloß stehet, in welchem junge Mädchen wohnen. Er legt ihm nahe Acht zu gebe auf die Buben, damit keine Klagen kommen. In der Nacht entdeckt er in seinem Zelt einen braunroten Fleck. Blut?

9. Die maschierende Venus:
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Als die Klasse am nächsten Tag maschieren geht, bleibt der Lehrer mit 2 Schülern zurück um Kartoffeln zu schälen. Dem M und dem B. Plötzlich kommt eine Gruppe von 20 Mädchen anmaschiert, deren Lehrerin sich mit dem Lehrer unhält und bedauert, dass Mädchen nicht an die Front kommen. Maschiert nur zu, Mütter zu Zukunft, ruft er ihnen hinterher.

10. Unkraut
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Als der Lehrer um das Lager herumgeht beobachtet er 3 Kinder, die eine alte Dame aus ihrem Haus locken und anschließend hineinrennen und einen Laib Brot stehlen. Die alte Dame ist blind. Sie schlagen ihr den Gehstock aus der Hand und laufen fort. Der Lehrer hilft der alten Dame und erzählt, diese Kinder stehlen oft in der Gegend und er solle vorsichtig sein, damit sich nichts vom Lager stehlen, erzählt sie. "Es ist Unkraut und gehört vertilgt"

11. Der verschollene Flieger
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Auf dem Weg zurück zum Lager entdeckt er zwei Mädchen, die im Schloß wohnen. Sie weinen und sagen, dass sie nach Hause wollen, sich waschen und kämmen, dass die Männer Schuld sind, denn die machen die Gesetze. "Die Männer sind verrückt geworden. Auch ich bin feige", stellt der Lehrer fest.

12. Geh heim!
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Im Lager angekommen ist die Klasse schon zurück. Er erzählt dem Feldwebel von den Kindern, von der Bande. Er beschließt sofort, dass ab jetzt nachts Wachen aufgestellt werden. Je vier Jungs für je zwei Stunden. Die Jungs schreien "Hurrah!"
Er geht durchs Dorf und trifft den Pfaffer. Als er an dessen Wand im Pfarrhaus ein Bild sieht, erinnert er sich an sein Vaterhaus. Er denkt an seinen Beruf und erkennt, dass sein Beruf ihn nicht mehr erfreut.

13. Auf der Suche nach den Idealen der Menschheit
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Als er mit dem Pfaffer Wein trint, fragt er diesen wieso sich die Kirche immer auf die Seite der Reichen stellt und der Pfaffer antwortet, weil die Reichen immer siegen. Der Pfaffer sagt, dass Gott das schrecklichste ist, was es gibt, weil es uns Menschen bestraft. Weil er Kinder bestraft. Der Lehrer sagt, er glaube nicht an Gott.

14. Der römische Hauptmann
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Nach 4 Tagen im Lager kommt der junge L angerannt und erzählt, dass ihm sein Fotoappart gestohlen wurde. Der Lehrer und der Feldwebel sind sich einig, dass keiner der Schüler der Dieb gewesen sein kann und sie vermuten, dass einer der Wachen in der Nacht seinen Dienst nicht ordentilich erfüllt hat. Somit beschließen sie die Wachen in dieser Nacht zu beobachten.

15. Der Dreck
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Um 2 Uhr in der Nacht steht der Lehrer auf seinem Posten um die Wächter zu beobachten. Er denkt daran, dass sie alle sortieren nach SPrache, Rasse und Nation. Sie sind lauter Dreck.

16. Z und N
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Plötzlich beobachtet er wie ein Wächter, der Z, mit einem fremden Jungen spricht, der ihm etwas gibt. Der fremde Junge geht fort, dann erkennt der Lehrer, dass der Z einen Brief in der Hand hält. Er liest ihn und steckt ihn wieder in seine Tasche. Deer Lehrer beschließt dem Feldwebel nichts von diesem Brief zu erzählen.
Am Nachmittag kommt der R zum Lehrer. Er sagt, er möchte nicht im Zelt mit dem Z und dem N schlafen, da die sich immerfort raufen.
Er spricht den N darauf an, dieser erzählt ihm, der Z würde die ganze Nacht schreiben in seinem Tagebuch und deshalb könne er nicht schlafen.
Dann fragt er den Z wieso er sich mit dem N rauft. Dieser erzählt ihm, dass er nachts Tagebuch schreibt und es in seinem Kästchen versteckt und der N immer versucht es zu zertrümmern, weil er nicht haben kann, dass man über alles nachdenkt. Der Lehrer beschließt das Tagebuch des Z zu lesen.

17. Adam und Eva
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Der Lehrer bleibt am Nachmittag alleine im Lager zurück. Er findet einen Brief vom Vater des N in dessen Zelt, sein Vater schreibt ihm, er solle sich nicht über die Äußerung des Lehrers gegenüber den Negern unterdrücken lassen. "Ich breche ihm das Genick", schreibt er. Dann findet er das Kästchen des Z und öffnet es. Er liest im Tagebuch:
Der Z hat sich im Dickciht des Waldes verlaufen und ein Nädchen getroffen, was einen Laib Brot in der Hand hatte, sie sagt, sie würde ihm einen Kuss geben, wenn er es keinem Menschen je erzählen würde. Als er sie weggestoßen hatte, warf sie einen Stein nach ihm und sagte, wenn der ihn getroffen hätte und er "hin" wäre, würde ihr das nichts ausmachen. Da warf er einen Ast nach ihr und schlug auf sie ein. Sie rauften und haben miteinander geschlafen. Er hat vergessen sie zu fragen, wie sie heißt.
Am Freitag darauf kam sie zu ihm mitten in der Nacht und sie liebten sich noch einmal. Jetzt wusste er endlich wie sie hieß: Eva.
Er schreibt, er werde den N irgendwann erschlagen, wenn dieser nicht aufhört wegen dem Licht zu schreien, welches der Z braucht um Tagebuch schreiben zu können. Am Ende des Tagebuchs schreibt er "Jeder, der mein Tagebuch anrührt, stirb!" Der Lehrer liest diesen Satz und muss lächeln.

18. Verurteilt
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Als der Lehrer hört, dass die Klasse und der Feldwebel zurücklehren vom Maschieren, will er das Kästchen schnell verschließen, dabei macht er das Schloß kaputt.
Später raufen der Z und N wieder, der Feldwebel schreibt "Der N hat sein Kästchen erbrochen!", der N streitet es ab. In der Nacht bittet der N den Lehrer in einem anderen Zelt schlafen zu dürfen, weil er Angst hat vor dem Z, der glaubt er habe sein Kästchen zertrümmert. Der Lehrer beschließt am nächsten Tag zu gestehen, dass er das Kästchen geöffnet habe.

19. Der Mann im Mond
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In der Nacht darauf beobachtet der Lehrer wieder den Z wie er Wache hält. Das Mädchen ist plötzlich da, die beiden küssen sich. Er denkt daran wie sie der blinden alten Frau das Gehstock aus der hand geschlagen hat und ihre Augen möchte er sehen. Dennoch traut der Lehrer nicht zu beiden hinzugehen. Als er zurückgehen möchte setzt Nebel ein, er muss sich voran tasten und er ertastet in der Dunkelheit ein Gesicht, was er nicht erkennen kann.

20. Der vorletzte Tag
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Als er erwacht ist die Klasse bereits maschieren. Heute wird er es sagen, dass er es war und nicht der N. Mittag kommt die Klasse zurück, der N. fehlt. Der Felwebel glaubt, er habe sich verlaufen. Der Lehrer geht zum Z und bemerkt, dass seine Hände zerkratzt sind. Er fragt ihn, wo der N stecken könnte. Dieser erzählt ihm, den N hätte ihm gestanden sein Kästchen aufgebrochen zu haben und er habe ihm verziehen. Der Lehrer weiss, dass er lügt. Er geht los und sucht den N bevor es dunkel wird.

21. Der letzte Tag
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Zwei Waldarbeiten berichten, sie hätten einen toten Jungen gefunden in der Nähe einer Hähle, der mit einem Gegenstand erschlagen wurde. Der N lag tot im Graben. Der Staatsanwalt fragt den Lehrer:"Haben sie einen Verdacht?" und er verneint. Plötzlich drängt der kleine R sich vor und erzählt dem Staatsanwalt davon, dass der Z und der N sich immer gerauft haben und Todfeinde waren. Daraufhin gesteht der Z.

22. Die Mitarbeiter
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Am Morgen beginnt der Prozess, der Lehrer wird von der Zeitung interviewt. Sie schreiben, dass hauptsächlich das Mädchen verurteilt wird, weil sie den Z beherrscht hat

23. Mordprozess Z oder N
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Alle Zeugen sind geladen, die Eltern des N, die Mutter des Z, der Feldwebel , der R, der mit Z und N das Zelt teilte, die beiden Waldarbeiter, der Untersuchungsrichter und natürlich der Lehrer und Eva.

24. Schleier
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Der Z wird gefragt, ob er seine Tat bereut und er bejaht, aber es klingt nicht nach Reue. Er erzählt davon wie er an besagten Nachmittag den N mit einem Stein erschlagen hat, weil er so wütend auf ihn war weil er sein Kästchen aufgebrochen habe. Der Richter fragt nach, ob der N ihm dieses gestanden hätte. Der Z sagt, das habe er nur so erfunden, der N habe nicht gestanden. Er sagt er möchte dafür bestraft werden, was er getan hat und nicht beschtütz werden.

25. In der Wohnung
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In der Pause des Prozesses steht der Lehrer draußen und unterhält sich mit einem alten Mann. Er hört jemanden sagen "Wenn du als Zeuge aussagst und meinen Name nennst, dann verschweige nicht, dass du das Kästchen erbrochen hast." Als er sich umdreht ist jedoch niemand da, der dieses Stz gesagt haben könnte. "Sage esm sage es, dass du das Kästchen erbrochen hast dun kränke mich nie wieder."

26. Der Kompaß
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Der Prozess schreitet fort. Als die Mutter des Z aussagt, sagt der Z ihr, sie wäre weniger wert als Eva und er würde sie nicht mehr mögen.

27. Das Kästchen
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Jetzt ist der Lehrer dran. Er schwört bei Gott die Wahrheit zu sagen und gesetht schließlich, dass er es war, der das Kästchen aufgebrochen hatte. Daraufhin ruft der Vater des N, er hätte seinen Sohn auf dem Gewissen. Er spürt die Abscheu im Gerichtssaal.

28. Vertrieben aus dem Paradies
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Eva wird verhört. Sie sagt, der Z habe den N nicht erschlagen. Sie hätten beide beobachten können wie ein fremder Junge den N mit einem Stein erschlagen hätte, sie wären es aber nicht gewesen. Sie sagt auch, dass sie erst jetzt die Wahrheit kund tut, da der Lehrer jetzt auch die Wahrheit gesprochen hatte.

29. Der Fisch
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Der Richter fragt Eva, ob sie den fremden Jungen erkennen konnte und sie sagt, sie wüsste nur noch, dass er helle, runde Augen hatte wie ein Fisch. Der Lehrer springt auf, weil er weiss, dass es der T gewesen sein muss. Als der Richter ihn fragt, sagt er jedoch nur, er wäre etwas nervös und setzt sich wieder.

30. Er beißt nicht an
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Im Morgenblatt steht, dass der Z zu einer geringen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, gegen Eva wurde die Anklage wegen Verbrechens und meuchlerischen Mordes erhoben. Die Zeitung schreibt über den Lehrer er wäre ein geistiger Mörder. Mittags steht er am Gymnasium und trifft den T, den er zum Eisessen einläd. Dort fragt er ihn, ob er glaubt, dass Eva den N erschlagen hat. Der T glaubt das und gesteht dem Lehrer, er habe ihn dabei beobachten können wie er das Tagebuch des N gelesen hat. Er hat keine Angst vor dem Prozess, sagt der T, denn er habe keine Fischaugen. Er sagt dass er selbst doch derjenige wäre, der Fischaugen hätte und man würde ihn innerhalb der Klasse heimlich schon immer "Der Fisch" genannt haben.

31. Einer von fünf
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Am nächsten Morgen bekommt der Lehrer Besuch von einem der fünf B's die es in seiner Klasse gibt. Von dem unauffälligsten von allen. Er sagt, er wüsste wem der Kompaß gehört der beim toten N gefunden wurde. Er gehöre dem T. Der B erzählt davon, dass der T ihm erzählt hat, er würde gerne einmal sehen wollen wie einer stirbt. Der B sagt dem Lehrer, dass er nicht mehr maschieren möchte und sie einen Club gegründet haben, der sich einmal pro Woche trifft und darüber redet wie es sein sollte auf der Welt.

32. Der Klub greift ein
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Der Lehrer berichtet dem Untersuchungsrichter von dem Kompaß, der dem T gehörte. Dieser sagt jedoch, die Sache habe sich schon geklärt, der Kompaß gehöre wahrscheinlich dem Mädchen oder einem ihrer Bande.
Er fragt den B, ob er wirklich den Spitznamen "Der Fisch" in der Klasse gehabt hätte und er sagt, das wäre gelogen, er wäre bei ihnen "Der Neger".

33. Zwei Briefe
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Er geht wieder in die Bar und trifft seinen alten Bekannten Julius Caesar mit dem er über den Prozess spricht. Er bestätigt ihn in der Annahme, dass der Fisch der Mörder sein muss.

34. Herbst
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Der Lehrer denkt an Eva, er weiß nicht ob er sie liebt. Aber sie muss nicht bei ihm sein, wenn es ihr nur gut geht.

35. Besuch
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Am Vormittag bekommt er Besuch vom Pfarrer, der sich danach erkundigt, was der Lehrer in seiner Zukunft machen möchte, da er nie wieder an einer Schule unterrichten darf. Der Pfarrar schlägt ihm vor, dass er eine Stelle in Afrika bei den Negern annehmen solle. Der Lehrer beschließt nur nach Afrika zu fahren, wenn er es geschafft hat Eva zu befreien.

36. Die Endstation
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Der Lehrer besucht die Mutter des T, der Pförtner sagt, dass die Mutter des T soeben Besuch hat und deshalb solle diese morgen wieder kommen. Er erklärt ihm, dass sich selbst ihr Sohn einen Tag zuvor anmelden müsse bevor seine Mutter Zeit für ihn hat. Der Lehrer jedoch geht trotzdem in das haus der Mutter des T, dort trifft er jedoch auf den T selbst.
Diesre sagt ihm, dass seine Eltern nicht zu sprechen sind.

37. Der Köder
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Er bekommt am Morgen einen Breif vom Klub. Sie schreiben, dass sie beobachtet haben, wie der T sich mit einer Dame traf, die hinter seinem Rücken eine Grimasse geschnitten hatte. Sie hatte einen dunkelgrünen Mantel an. Der Lehrer beschließt der Sache nachzugehen und geht zur Y-Straße 67. Er klingelt und wird hereingebeten von einer Blondine. Drinnen hängt ein dunkelgrüner Mantel. Er muss ihr Geld bieten, damit sie redet. Sie erzählt, der T würde dabei immer nur lachen und sie würde ihn am liebsten nie wieder anrühren, aber das wird sie wohl müssen. Sie sagt, sie würde damit jemandem einen Gefallen tun, der einen Fisch fangen will.
Der Lehrer rennt nach Hause

38. Im Netz
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Zu Hause wartet Julius Caesar auf ihn, der ihm sagt, er habe den Fisch gefangen gestern Nacht.

39. Der N
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Zu Hause bei Julius Caesar warten einige Damen, die er als seine Köder vorstellt, dort trifft er auch auf die Blondine mit dem grünen Mantel wieder.

40. Das Gespenst
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Im Schlaf muss er immer an den T denken, er sieht ihn vor sich, plötzlich fragt er :"Warum denken sie nur an mich. Sie denken immer nur an den Fisch. Aber der Fisch, Herr Lehrer, und Sie, das sind jetzt ein und dasselbe."

41. Das Reh
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MItten in der Nacht klingelt es an der Tür, die Kriminalpolizei tritt ein und nehmen ihn mit. Sie fahren zum Haus des T, dort trifft er auf dessen Mutter, den Pförtner und auch den Diener. Die Mutter des T fragt, was dieser gestern von ihr wolle und er sagt ihr, dass er einen gewissen Verdacht gegenüber ihres Sohnes hatte. Sie hat einen Zettel auf seinem Schreibtisch gefunden, auf dem er geschrieben hatte "Der Lehrer treibt mich in den Tod". Der T hat sich erhängt.

42. Die anderen Augen
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Er erzählt vom T und dass er sehen wollte wie ein Mensch stirbt und er freut sich, dass es jetzt keinen T mehr gibt. Einer weniger. Sie finden ein zerknülltes Papier, auf dem der T geschrieben hat, dass der Lehrer weiss, dass er den N mit einem Stein erschlagen hat.

43. Über den Wassern
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Morgen fährt der Lehrer nach Afrika, er bekommt einen Brief vom Klub, die schöne Grüße an die Neger wünschen. Der Pfarrer hat versprochen, dass er sich um Eva kümmern wird, sobald sie aus dem Gefängnis entlassen ist.
"Pack alles ein, vergiß nichts! laß nur nichts da! Der Neger fährt zu den Negern."



INTERPRETATION
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Ich musste das Buch ganze 3 Mal lesen, bis ich jedes noch so kleine Detail habe begreifen können. Es sind teilweise in einem einzelnen Kapitel so viele, dass ich es hätte ganz abtippen müssen, um alles einzubringen.
Vor allem auffällig ist, dass die Tatsache, dass alle Schüler des Lehrer nur beim ersten Bchstaben des Nachnamens genannt werden. Das soll deutlich machen, dass es eine eigene Generation ist, die sich durch fast nichts unterscheidet als durch einen Buchstaben. Dass sie alle die gleichen Ziele haben, dass sie der Regierung nach dem Mund reden und ihr eigener Willen praktisch ausgeschaltet wurde. Der Lehrer hält es nicht für notwendig seine Schüler zu unterscheiden, da sie sowieso in ihren Köpfen alle gleich sind. Sie sind einfach "Die Jugend".
Alle anderen - wichtigen - Personen, mit einer eigenen Meinung und Charakter haben jedoch Vornamen. Wie beispielsweise Eva, der Pfarrer oder Culius Caesar.
Wie er selbst heißt erfährt man im gesamten Buch nicht. Er ist nur "Herr Lehrer" und bezeichnet sich auch selbst nur als diesen.

Das gesamte Buch ist emotionslos geschrieben. Die Sätze sind knapp und wirklich außerhalb von menschlichen Gefühlen. Kein einziger Satz ist durch ein Wort von Emtionen ausgeschmückt, wodurch deutlich wird, wie die nationalsozialistische Jugend denkt. Nämlich auch gefühllos und ohne Herz. Die so oft genannten "Fischaugen" unterstreichen diese Generation noch einmal ganz deutlich. Wenn man sich Fische einmal anschaut erkennt man, dass sie so aussehen als wäre sie starr, ihre Augen bewegen sich nicht, sie blicken immer nur geradeaus und zeigen keine Reaktion auf positive oder negative Ereignisse. Fischaugen sehen immer kalt aus. Und die Augen spiegeln die Seele eines Menschen wieder, wie es so schön heißt.


KERNAUSSAGE
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Dadurch dass der Lehrer am Tod am von 2 Menschen praktisch (mit) Schuld war, könnte man meinen, er habe falsch gehandelt. Aber im Prinzip hat er 2 Menschen ausgelöscht, die zur damaligen Jugend gehörten, die genauso wie alle anderen, die der Regierung nach dem Mund reden. Es beschäftigt ihn deshalb nicht, weil es nicht schade ist um diese beiden Menschen. Sie hätten für die Zukunft nicht gut sein können und niemand brauchte sie wirklich. Dass der Lehrer am Ende des Prozesses die Wahrheit sagte änderte zwar nichts am Tod des N, zeigt aber, dass er Gott gefunden hat.
Und gerade weil er Gott gefunden hat, nämlich nicht als eine Gestalt oder eine Übermacht sondern in sich selbst und in der Tatsache, dass er die Wahrheit sagt und so Frieden finden kann, gewinnt er am Ende.
Als Außenseiter der Klasse - als "Neger" - geht er schließlich dorthin wo er wie ein Mensch behandelt wird und nicht wie "ein Lehrer". Er geht nach Afrika, zu den Afrikanern, zu den Negern.
Er lässt die nationalsozialistische erzogene Jugend zurück und lässt sie an ihrer eigenen Dummheit sterben.


PREIS/SEITEN
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Das Buch hat 11,80 DM gekostet und beinhaltet 148 Seiten mit 43 kleinen Kapiteln. Die Schrift ist verhältnismäßig groß und oftmals enden Sätze in der Mitte der Seite schon. Das heißt das Buch hat eigentlich relativ wenig Inhalt

FAZIT
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Das Buch ist zwar einfach zu LESEN, aber dafür umso schwerer zu verstehen. Ich habe es zum ersten Mal mit 16 gelesen und war wirklich überfordert. Oftmals sind es gerade die extrem kurzen Sätze, die Prägnantes beinhalten und zum Verstehen der Kernaussage dazugehören. Diese sind dann auch am schwersten zu verstehen.
Ich hab es jetzt, 3 Jahre später, schon viel besser verstanden und würde das als Jugendliteratur für Schulen (auch wenn es eine ist) nicht empfehlen. Ohne Sekundärliteratur, die mir geholfen hat einiges davon zu verstehen, was ich ohne dise sicherlich nicht getan hätte, wäre ich mit diesem Buch überfordert gewesen.
Mittlerweile ist es mein absolutes Lieblingsbuch und ich lese es häufig innerhalb weniger Stunden noch einmal durch. Ich bin begeistert, dass es ein Autor schafft mit so wenig Text soviel zu sagen. Am Ende ist man überwältigt von der Aussagekraft, die dieser Mann hat und den Inhalt einer weniger Sätze, durch die am Ende gar keine Frage mehr offenbleibt und praktisch alles gesagt ist.
Grandioses Buch.

37 Bewertungen, 5 Kommentare

  • eleodita

    28.11.2005, 21:12 Uhr von eleodita
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin 15. habs gelesen. <br/>arbeit wurde eine 5. <br/>interpretieren is doof. <br/>ich verstehe es, aber kann es nicht selber schreiben. <br/>hachja. <br/>

  • anonym

    25.11.2005, 19:16 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Sarah_C_K_one

    28.07.2004, 15:45 Uhr von Sarah_C_K_one
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... auf jeden Fall keine leichte Kost :o)

  • anonym

    30.06.2004, 16:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi, ja, zumindest für 16-Jährige nicht geeignet ... Ich habe das Buch (als Taschenbuch) damals in Philosophie lesen müsse, bin aber noch immer begeistert, habe es auch noch immer, sollte ich mal wieder lesen ... @Der Autor: Aussprache, siche

  • Illnatic

    27.06.2004, 17:36 Uhr von Illnatic
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du hast ja mehr geschrieben wie im Buch steht :p aber guddi