Jugend ohne Gott (gebundene Ausgabe) / Ödön von Horvath Testbericht

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Erfahrungsbericht von Alice007

Warum dieses Buch allzu menschlich ist?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ödon von Horvath war ein herausragender Schriftsteller, doch das einzige Buch, das wir heute von ihm kennen, ist eben \"Jugend ohne Gott\". Es steht auf den Lehrplänen der meisten Schulen, im Deutschunterricht wird es regelmäßig gelesen und als Anschauungsbeispiel einer Mentalitätsstudie für Jugendliche im dritten Reich herangezogen. Für Menschen, die keine Namen mehr haben, sondern nur noch Buchstaben als Erkennungszeichen haben, die Automaten gleich emotionslos agieren.
Doch das Buch hat einen viel breiteren Wirkungsspektrum.
Dass Mobbing in der Schule an der Tagesordnung steht, muß nicht extra gesagt werden. Dass Mitschüler andere einfach so, ohne wirkliche Gründe, doof finden oder eben für \"Spacken\" halten, kommt auch heute noch vor. Dass sich Klassengemeinschaften um den tonangebenden Rudelführer gruppieren, ums elber bloß nicht der verachtete \"Spack\" zu werden, dass wissen auch noch diejenigen, deren Schulzeit schon lange hinter ihnen liegt.
Dieses Buch stimmt wirklich traurig, aber es läßt sich nicht vermeiden, dass man es schon allein, um über sich selbst (als Schüler)nachzudenken, gelesen haben muss.

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