Hotel Calimera Chiraz Monastir Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
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Erfahrungsbericht von Marlene
Herberge im Aufwind - Calimera Chiraz
Pro:
Preis
Kontra:
fehlende Sauberkeit,
Empfehlung:
Ja
ACHTUNG: Durch Verschieben in die neue Kategorie hat sich das Erstelldatum geändert! Meine Erfahrungen basieren auf einem Urlaub im April 2004!!
Für Eilige kurz vorweg: Wartet noch ein Jahr bevor ihr dieses Vier-Sterne-Hotel besucht!
Warum? Dann müsst ihr nun doch den ganzen Bericht lesen. ;-)
**Lage und Umgebung**
Das Calimera Chiraz, Mitglied der LTI-Touristik Clubkette, liegt in Monastir lediglich rund 8 Minuten vom Flughafen entfernt. Da die Flugzeuge jedoch in die andere Richtung starten und landen, bleibt man von nervendem Fluglärm verschont. Diese Lage ist sogar ein Vorteil, da man keine langen Transferzeiten in Kauf nehmen muß, aber trotzdem „mitten im Geschehen ist“.
Im Geschehen deshalb, weil es nach Port El Kantanoui lediglich 15 Minuten mit dem Taxi sind. Auch Ausflüge mit Bimmelbahn oder Taxi nach Monastir in die Stadt oder nach Sousse sind erschwinglich und auch an einem Vor- oder Nachmittag realisierbar.
Das Hotel liegt direkt am kilometerlangen Sandstrand, welcher jedoch in diesem Abschnitt nicht wirklich schön ist. Wie für diese Gegend üblich, hat man mit viel Algen und sehr schmalen Strandabschnitten zu kämpfen. Ansonsten ist der Sand aber fein und weiß.
**Hotelanlage**
Hierzu empfehle ich ein Blick auf das erste von mir geschossene Foto. Der Hotelblock steht in einer grünen, gepflegten Anlage. Durch kleine steinerne Wege kommt man von a nach b. Auf der Anlage findet sich ein Kinderspielplatz, Boccia-, Tennis- und Fußballplatz. Volleyball- und Basketballfeld, Minigolfanlage, zwei (Pool-)Bars, Kinderschwimmbecken, Nichtschwimmer- und Schwimmerpool. Dazu ausreichend Liegen und Sonnenschirme. Die Auflagen für die Liegen gibt es direkt vom Pool-Boy. Strandhandtücher sind ebenfalls gegen Kaution an der Rezeption erhältlich.
Im Hotel gibt es eine Bar, großen Speisesaal, große Hotelhalle, Lederwarengeschäft, Kiosk mit dem Nötigsten, wie Tempos, Postkarten (Achtung: Briefmarken sind Mangelware!), Kinderschokolade, etc. Darüberhinaus ein Fitnessraum, ein Hallenbad und eine Disco, die sich auch wirklich so nennen darf.
**Zimmer**
Na ja, jetzt kommt der erste „casus knacktus“. Ich hatte erwartet, dass es einfach sein würde. Ich wusste, dass das Zimmer ohne Fernsehen sein würde. Es war abzusehen, dass vier deutsche Sterne nicht gleich vier tunesische Sterne sind. Doch was mich hinter der Zimmertür erwartete, war –mit Verlaub- unter aller Sau. (Große Entschuldigung für die Ausdrucksweise!). Es war nicht geputzt. Staub, Sand, Zahnpasta und Haare des Vorgängers wurden mir freundlicherweise mit überlassen. Dann war die Toilettenbrille nicht befestigt, so dass man immer aufpassen musste, wie man sich setzte. (Witzig, ich weiß!) und die Duschaufhängung war herausgebrochen.
Dafür wurde aber jeden Tag der Laken und die Decke wundervoll gefaltet und mit Blumen dekoriert. Die Zimmermädchen sollte anstelle eines Origami-Faltkunst-Kurses lieber eine Meister-Propper-Ausbildung erhalten.
Leider wurden meine Reklamationen nicht erhört, so dass ich aufgrund von Fotos jetzt den Veranstalter einschalten muss.
**Service an der Rezeption**
Schwerfällig und nicht immer deutsch- oder englischsprachig, aber grundsätzlich in Ordnung war der Service der Rezeption. Wie oben beschrieben, wurden Reklamationen nicht erhört und auch ließ man mich mitunter Ansprechpartner stundenlang suchen, anstatt selbst helfend einzugreifen. In puncto Service gibt es hier ein „ausreichend“.
**Service in Restaurant und Bar**
Vom „ausreichend“ hin zum „befriedigend“, obwohl auch hier Sauberkeit ein Fremdwort zu sein schien. Tische wurden zum Beispiel nur auf Verlangen abgewischt. Wißt ihr eigentlich, wie sehr fünf Tage alter Gin-Tonic kleben kann? Aschenbecher werden nur sporadisch geleert. Leere Gläser werden quasi erst bei Dienstschluß abgeräumt.
Doch persönlich waren die Jungs klasse. Sie konnten sich Bestellungen auch über Tage merken und knauserten nicht mit dem Alkohol, wie es sonst oft bei „all inclusive“ der Fall ist.
**Verpflegung**
„All inclusive“ gab es im Calimera Chiraz. Dies bedeutet, dass Essen und einheimische Getränke bis Mitternacht im Reisepreis inbegriffen sind. Laßt mich kurz die Mahlzeiten beschreiben:
~~Frühstück
Ein langes Buffet mit täglich den gleichen Speisen:
Spiegelei
Gekochtes Ei
Speck
Käse
Aufschnitt (jeweils nur eine Sorte und die auch immer diegleiche)
Joghurt
Marmelade (tägl. 2 Sorten)
Müsli
Cornflakes
Brot
Baguette
Butter
Margarine
~~Spätaufsteherfrühstück
Siehe oben, aber ohne Joghurt, Ei und Cornflakes
~~Mittagessen
Grüner Salat
Tomaten
Radieschen
Nudel- oder Kartoffelsalat
Reis
Geschnetzeltes
Braten
Kartoffeln
Kürbisauflauf
Kuchen
Eis
~~Kaffeeklatsch
dreierlei Kuchen
frisch zubereitetes frittiertes einheimisches Gebäck
~~Abendessen
siehe Mittagessen + Aufschnitt vom Frühstück
Das Essen war prinzipiell nicht schlecht, doch da keinerlei Abwechslung erfolgte und man sich die Hygieneverhältnisse aufgrund der Zimmer im Kopf ausmalte, wollte sich nicht wirklich Appetit einstellen.
Die Getränke waren oft schon aus, da der Einkäufer wohl nicht richtig planen kann. Mal gab es kein Bier mehr, mal keinen Gin, mal keinen Wodka ... an anderen Tagen fehlte das Tonic oder die Lemon. Nichtsdestotrotz sind die einheimischen Marken sehr gut trinkbar.
Die zu zahlenden Preise nach Mitternacht liegen im Rahmen des Erschwinglichen (Bier EUR 1,75), doch durch die Kostenpflichtigkeit verschwinden die Gäste sehr früh auf ihre Zimmer, so dass ein Nachtleben quasi gar nicht stattfindet.
**Hotelleitung**
Ein deutscher Junge in Animationskleidung mit langem Haar sollte sich als Direktor darstellen. Nun weiß ich nicht, ob er Schuld an dem Desaster war oder ob er das Ruder noch herumreissen sollte. Fakt ist, dass es erst seit kurzem die Leitung dieses Calimera-Hotels übernommen hatte. Leider war er kaum da und nicht ansprechbar. Doch er hatte Zeit um bei der abendlichen ABBA-Show mitwirken zu können.
**Animation**
Das Calimera-Aktiv-Team 2004 hat noch viel zu lernen. Aus einheimischen und deutschen Jungs und Mädels zusammengesetzt bilden sie ein multikulturelles Team. Leider verziehen die Mädels, bis auf zwei Ausnahmen (Gruß an Connie und Silke!) nicht eine Miene. Zum Lächeln in den Keller! Einen Gruß erwidert man nur, grüßt aber nicht zuerst. Auf der abendlichen Showbühne zieht man ein Gesicht, als wäre einem alles egal. (Andrea, Katja lacht doch mal!). Nabila muss leider erst noch Deutsch und den Umgang mit Menschen von Grund auf lernen.
Die männlichen Mitglieder der Unterhaltungscrew hingegen sprühen nur so vor Temperament und guter Laune. Alle sehr witzig, sehr nett, sehr kinderlieb und verständnisvoll. Doch auch hier sollten einige überdenken, was ein weibliches „nein“ bei Flirtversuchen oder Hand aufs Knie legen bedeutet: NEIN.
Die abendliche Unterhaltung bestand aus einer knapp zweistündigen Show der Animateure. Sketche, ABBA-Show, Riverdance, Herzblatt, Bingo, etc. standen hier auf der Tagesordnung. Diese Unterhaltung wird sehr sehr sehr laienhaft und unprofessionell ausgeführt. Ein Tischnachbar sagte mal zu mir, dass es durch nur Amateure seien .. Nein, verdammt, es ist deren Job! Wenn ich meinen Job so ausfüllen würde, hätte ich schon längst die Kündigung! Also bitte Kostüme und Kulissen reparieren und proben, proben, proben!!
Darüber hinaus gab es noch einen Kindertisch zum Abendessen und Kinderdisco. Tagsüber malten die Kleinen oder hatten sonstigen Spaß im Calimerini-Club.
**Sport- und Freizeitangebot**
Die Animation hält einem mit Sport- und Freizeitangeboten auf Trab. Die Lokalitäten werden alle voll ausgenutzt. Boccia- oder Volleyballturniere. Shuffleboard oder Tischtennis, Beach-Volleyball oder Tennis auf einem der vier Sandplätze warten auf unruhige Touristen. Hier wird wirklich jeder glücklich. Wer dennoch den Fun-Faktor eher im Mittelpunkt sehen möchte, kann auch beim Crazy-Minigolf oder Eiswürfelweitspucken teilnehmen.
Am Abend vor der Show werden dann die Urkunden an die Gewinner verteilt.
**Wellness**
Im Hotel werden Massagen, Schlammpackungen, Hamman, Mani- und Pediküre, etc. angeboten. Die beiden Mädels, die am Pool täglich dafür Werbung machen, verstehen jedoch kaum Deutsch und somit auch nicht die Wehwehchen, die man ihnen schildert. Ein Gast klagte über Thrombose am rechten Bein, man dürfe eben nur in eine Richtung massieren. Auch Bandscheibenprobleme wurden nicht berücksichtigt. Leider ist die angebotene Massage für eine Entspannung zu fest, zur medizinischen Behandlung viel zu inkompetent.
Auch hier sind die hygienischen Verhältnisse katastrophal. Man liegt auf feuchten Sonnenliegenauflagen, die von einem feuchten Handtuch abgedeckt sind. Kommt man etwas früher zur Behandlung sieht man, wie dieses noch einmal glatt gezogen wird. Die Nässe kommt vom Schweiß des Vorgängers, da es nicht ausgetauscht wird.
**Publikum und Flirtfaktor**
Die Gäste waren alle im Alter zwischen 30 und siebzig und durchweg gut gelaunt. Wenn man die Reisezeit (Ende April) berücksichtigt, ist die Konstellation normal.
Im Hochsommer jedoch verjüngt sich das Publikum bis auf Mitte Zwanzig und die älteren Herrschaften zieht es wieder heim.
Da im Calimera-Club generell auf “Vernetzung” gepocht wird, ist der Flirtfaktor entsprechend hoch. Wer hier niemanden kennenlernt, muss sich schon arg anstrengen, sich die ganze Zeit über zu verstecken. Aus diesem Grund ist das Calimera Chiraz sehr gut für Alleinreisende konzipiert.
**Fazit**
Calimera ja immer wieder. Chiraz – nein danke!
Vor allem die fehlende Sauberkeit gibt einem hier zu denken. Zu einem Preis von rund 400 Euro für eine Woche inkl. Flug kann man letztendlich nichts sagen, doch sollten meines Erachtens die Grundbedürfnisse von einem vier Sterne Hotel erfüllt werden. In Monastir gibt es noch ein drei Sterne Calimera Hotel, welches angeblich sehr gut sein soll.
Meine Empfehlung geht also eher dahin, dass man das Chiraz meidet und aufmerksam die folgenden Berichte und Meinungen hier im Forum beobachtet, wie sich das Hotel entwickelt.
Für Eilige kurz vorweg: Wartet noch ein Jahr bevor ihr dieses Vier-Sterne-Hotel besucht!
Warum? Dann müsst ihr nun doch den ganzen Bericht lesen. ;-)
**Lage und Umgebung**
Das Calimera Chiraz, Mitglied der LTI-Touristik Clubkette, liegt in Monastir lediglich rund 8 Minuten vom Flughafen entfernt. Da die Flugzeuge jedoch in die andere Richtung starten und landen, bleibt man von nervendem Fluglärm verschont. Diese Lage ist sogar ein Vorteil, da man keine langen Transferzeiten in Kauf nehmen muß, aber trotzdem „mitten im Geschehen ist“.
Im Geschehen deshalb, weil es nach Port El Kantanoui lediglich 15 Minuten mit dem Taxi sind. Auch Ausflüge mit Bimmelbahn oder Taxi nach Monastir in die Stadt oder nach Sousse sind erschwinglich und auch an einem Vor- oder Nachmittag realisierbar.
Das Hotel liegt direkt am kilometerlangen Sandstrand, welcher jedoch in diesem Abschnitt nicht wirklich schön ist. Wie für diese Gegend üblich, hat man mit viel Algen und sehr schmalen Strandabschnitten zu kämpfen. Ansonsten ist der Sand aber fein und weiß.
**Hotelanlage**
Hierzu empfehle ich ein Blick auf das erste von mir geschossene Foto. Der Hotelblock steht in einer grünen, gepflegten Anlage. Durch kleine steinerne Wege kommt man von a nach b. Auf der Anlage findet sich ein Kinderspielplatz, Boccia-, Tennis- und Fußballplatz. Volleyball- und Basketballfeld, Minigolfanlage, zwei (Pool-)Bars, Kinderschwimmbecken, Nichtschwimmer- und Schwimmerpool. Dazu ausreichend Liegen und Sonnenschirme. Die Auflagen für die Liegen gibt es direkt vom Pool-Boy. Strandhandtücher sind ebenfalls gegen Kaution an der Rezeption erhältlich.
Im Hotel gibt es eine Bar, großen Speisesaal, große Hotelhalle, Lederwarengeschäft, Kiosk mit dem Nötigsten, wie Tempos, Postkarten (Achtung: Briefmarken sind Mangelware!), Kinderschokolade, etc. Darüberhinaus ein Fitnessraum, ein Hallenbad und eine Disco, die sich auch wirklich so nennen darf.
**Zimmer**
Na ja, jetzt kommt der erste „casus knacktus“. Ich hatte erwartet, dass es einfach sein würde. Ich wusste, dass das Zimmer ohne Fernsehen sein würde. Es war abzusehen, dass vier deutsche Sterne nicht gleich vier tunesische Sterne sind. Doch was mich hinter der Zimmertür erwartete, war –mit Verlaub- unter aller Sau. (Große Entschuldigung für die Ausdrucksweise!). Es war nicht geputzt. Staub, Sand, Zahnpasta und Haare des Vorgängers wurden mir freundlicherweise mit überlassen. Dann war die Toilettenbrille nicht befestigt, so dass man immer aufpassen musste, wie man sich setzte. (Witzig, ich weiß!) und die Duschaufhängung war herausgebrochen.
Dafür wurde aber jeden Tag der Laken und die Decke wundervoll gefaltet und mit Blumen dekoriert. Die Zimmermädchen sollte anstelle eines Origami-Faltkunst-Kurses lieber eine Meister-Propper-Ausbildung erhalten.
Leider wurden meine Reklamationen nicht erhört, so dass ich aufgrund von Fotos jetzt den Veranstalter einschalten muss.
**Service an der Rezeption**
Schwerfällig und nicht immer deutsch- oder englischsprachig, aber grundsätzlich in Ordnung war der Service der Rezeption. Wie oben beschrieben, wurden Reklamationen nicht erhört und auch ließ man mich mitunter Ansprechpartner stundenlang suchen, anstatt selbst helfend einzugreifen. In puncto Service gibt es hier ein „ausreichend“.
**Service in Restaurant und Bar**
Vom „ausreichend“ hin zum „befriedigend“, obwohl auch hier Sauberkeit ein Fremdwort zu sein schien. Tische wurden zum Beispiel nur auf Verlangen abgewischt. Wißt ihr eigentlich, wie sehr fünf Tage alter Gin-Tonic kleben kann? Aschenbecher werden nur sporadisch geleert. Leere Gläser werden quasi erst bei Dienstschluß abgeräumt.
Doch persönlich waren die Jungs klasse. Sie konnten sich Bestellungen auch über Tage merken und knauserten nicht mit dem Alkohol, wie es sonst oft bei „all inclusive“ der Fall ist.
**Verpflegung**
„All inclusive“ gab es im Calimera Chiraz. Dies bedeutet, dass Essen und einheimische Getränke bis Mitternacht im Reisepreis inbegriffen sind. Laßt mich kurz die Mahlzeiten beschreiben:
~~Frühstück
Ein langes Buffet mit täglich den gleichen Speisen:
Spiegelei
Gekochtes Ei
Speck
Käse
Aufschnitt (jeweils nur eine Sorte und die auch immer diegleiche)
Joghurt
Marmelade (tägl. 2 Sorten)
Müsli
Cornflakes
Brot
Baguette
Butter
Margarine
~~Spätaufsteherfrühstück
Siehe oben, aber ohne Joghurt, Ei und Cornflakes
~~Mittagessen
Grüner Salat
Tomaten
Radieschen
Nudel- oder Kartoffelsalat
Reis
Geschnetzeltes
Braten
Kartoffeln
Kürbisauflauf
Kuchen
Eis
~~Kaffeeklatsch
dreierlei Kuchen
frisch zubereitetes frittiertes einheimisches Gebäck
~~Abendessen
siehe Mittagessen + Aufschnitt vom Frühstück
Das Essen war prinzipiell nicht schlecht, doch da keinerlei Abwechslung erfolgte und man sich die Hygieneverhältnisse aufgrund der Zimmer im Kopf ausmalte, wollte sich nicht wirklich Appetit einstellen.
Die Getränke waren oft schon aus, da der Einkäufer wohl nicht richtig planen kann. Mal gab es kein Bier mehr, mal keinen Gin, mal keinen Wodka ... an anderen Tagen fehlte das Tonic oder die Lemon. Nichtsdestotrotz sind die einheimischen Marken sehr gut trinkbar.
Die zu zahlenden Preise nach Mitternacht liegen im Rahmen des Erschwinglichen (Bier EUR 1,75), doch durch die Kostenpflichtigkeit verschwinden die Gäste sehr früh auf ihre Zimmer, so dass ein Nachtleben quasi gar nicht stattfindet.
**Hotelleitung**
Ein deutscher Junge in Animationskleidung mit langem Haar sollte sich als Direktor darstellen. Nun weiß ich nicht, ob er Schuld an dem Desaster war oder ob er das Ruder noch herumreissen sollte. Fakt ist, dass es erst seit kurzem die Leitung dieses Calimera-Hotels übernommen hatte. Leider war er kaum da und nicht ansprechbar. Doch er hatte Zeit um bei der abendlichen ABBA-Show mitwirken zu können.
**Animation**
Das Calimera-Aktiv-Team 2004 hat noch viel zu lernen. Aus einheimischen und deutschen Jungs und Mädels zusammengesetzt bilden sie ein multikulturelles Team. Leider verziehen die Mädels, bis auf zwei Ausnahmen (Gruß an Connie und Silke!) nicht eine Miene. Zum Lächeln in den Keller! Einen Gruß erwidert man nur, grüßt aber nicht zuerst. Auf der abendlichen Showbühne zieht man ein Gesicht, als wäre einem alles egal. (Andrea, Katja lacht doch mal!). Nabila muss leider erst noch Deutsch und den Umgang mit Menschen von Grund auf lernen.
Die männlichen Mitglieder der Unterhaltungscrew hingegen sprühen nur so vor Temperament und guter Laune. Alle sehr witzig, sehr nett, sehr kinderlieb und verständnisvoll. Doch auch hier sollten einige überdenken, was ein weibliches „nein“ bei Flirtversuchen oder Hand aufs Knie legen bedeutet: NEIN.
Die abendliche Unterhaltung bestand aus einer knapp zweistündigen Show der Animateure. Sketche, ABBA-Show, Riverdance, Herzblatt, Bingo, etc. standen hier auf der Tagesordnung. Diese Unterhaltung wird sehr sehr sehr laienhaft und unprofessionell ausgeführt. Ein Tischnachbar sagte mal zu mir, dass es durch nur Amateure seien .. Nein, verdammt, es ist deren Job! Wenn ich meinen Job so ausfüllen würde, hätte ich schon längst die Kündigung! Also bitte Kostüme und Kulissen reparieren und proben, proben, proben!!
Darüber hinaus gab es noch einen Kindertisch zum Abendessen und Kinderdisco. Tagsüber malten die Kleinen oder hatten sonstigen Spaß im Calimerini-Club.
**Sport- und Freizeitangebot**
Die Animation hält einem mit Sport- und Freizeitangeboten auf Trab. Die Lokalitäten werden alle voll ausgenutzt. Boccia- oder Volleyballturniere. Shuffleboard oder Tischtennis, Beach-Volleyball oder Tennis auf einem der vier Sandplätze warten auf unruhige Touristen. Hier wird wirklich jeder glücklich. Wer dennoch den Fun-Faktor eher im Mittelpunkt sehen möchte, kann auch beim Crazy-Minigolf oder Eiswürfelweitspucken teilnehmen.
Am Abend vor der Show werden dann die Urkunden an die Gewinner verteilt.
**Wellness**
Im Hotel werden Massagen, Schlammpackungen, Hamman, Mani- und Pediküre, etc. angeboten. Die beiden Mädels, die am Pool täglich dafür Werbung machen, verstehen jedoch kaum Deutsch und somit auch nicht die Wehwehchen, die man ihnen schildert. Ein Gast klagte über Thrombose am rechten Bein, man dürfe eben nur in eine Richtung massieren. Auch Bandscheibenprobleme wurden nicht berücksichtigt. Leider ist die angebotene Massage für eine Entspannung zu fest, zur medizinischen Behandlung viel zu inkompetent.
Auch hier sind die hygienischen Verhältnisse katastrophal. Man liegt auf feuchten Sonnenliegenauflagen, die von einem feuchten Handtuch abgedeckt sind. Kommt man etwas früher zur Behandlung sieht man, wie dieses noch einmal glatt gezogen wird. Die Nässe kommt vom Schweiß des Vorgängers, da es nicht ausgetauscht wird.
**Publikum und Flirtfaktor**
Die Gäste waren alle im Alter zwischen 30 und siebzig und durchweg gut gelaunt. Wenn man die Reisezeit (Ende April) berücksichtigt, ist die Konstellation normal.
Im Hochsommer jedoch verjüngt sich das Publikum bis auf Mitte Zwanzig und die älteren Herrschaften zieht es wieder heim.
Da im Calimera-Club generell auf “Vernetzung” gepocht wird, ist der Flirtfaktor entsprechend hoch. Wer hier niemanden kennenlernt, muss sich schon arg anstrengen, sich die ganze Zeit über zu verstecken. Aus diesem Grund ist das Calimera Chiraz sehr gut für Alleinreisende konzipiert.
**Fazit**
Calimera ja immer wieder. Chiraz – nein danke!
Vor allem die fehlende Sauberkeit gibt einem hier zu denken. Zu einem Preis von rund 400 Euro für eine Woche inkl. Flug kann man letztendlich nichts sagen, doch sollten meines Erachtens die Grundbedürfnisse von einem vier Sterne Hotel erfüllt werden. In Monastir gibt es noch ein drei Sterne Calimera Hotel, welches angeblich sehr gut sein soll.
Meine Empfehlung geht also eher dahin, dass man das Chiraz meidet und aufmerksam die folgenden Berichte und Meinungen hier im Forum beobachtet, wie sich das Hotel entwickelt.
62 Bewertungen, 5 Kommentare
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30.01.2009, 14:23 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße sendet dir Stephan
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30.01.2009, 12:54 Uhr von 4money
Bewertung: sehr hilfreich:::LG und ein sh von mir.....chris:::
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26.01.2009, 10:50 Uhr von werder
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG aus Hannover!
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08.01.2009, 16:03 Uhr von lahr2006
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße ! Lahr2006
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08.10.2004, 20:21 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichaufregend hört sich dieses Hotel auf alle Fälle nicht an. -und das wo gerade ICH sehr sehr viel Wert auf Sauberkeit lege.- Denke, das ist eher nichts für mich. *schade* LG Maria
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