Hunde und Kinder Testbericht
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Erfahrungsbericht von tina65
Tristan und die Wölfe!
Pro:
Innige, tiefe Freundschaft
Kontra:
Sabbern, schlabbern usw.
Empfehlung:
Ja
Das Hunde einen positiven Einfluß auf Kinder haben wurde schon mehrfach von europäischen Universitäten festgestellt. Hunde erziehen Kinder dazu, mit sich und der Umwelt verantwortungsvoll umzugehen. Hunde prägen den Charakter von Kinder. Und festgestellt wurde auch noch, dass Kinder, die mit Hunden zusammen leben, weit aus weniger agressiv sind, als Kinder ohne Hund. Kinder mit Haustieren sind im ganzen umgänglicher. Hunde geben Kindern Geborgenheit und Selbstsicherheit. Gut, ich gebe das so wieder, wie ich es gelesen habe. Manche werden vielleicht sagen, dass das alles Blödsinn ist. Wer weiß? Ich kann nur von mir sprechen, und ich kann eigentlich nichts negatives dazu sagen. Mein erster Sohn Kevin ist schon mit Tieren aufgewachsen. Damals zählten einige Katzen zu unserem Haushalt, sowie zwei Hunde. Ob Kevin jetzt dadurch umgänglicher geworden ist, weiß ich eigentlich nicht. Ich glaube, Kevin ist sowieso nicht gerade der umgänglichste Typ mit seinen bald 17 Jahren, grins!
Aber zurück zu Tristan und den drei Chaoten. Über unsere Hunde habe ich in früheren Berichten schon geschrieben. Dazu gehören Gina, mittlerweile 10 Jahre alt, eine Rottweilerhündin, dann Igor, 7 Jahre alt, ein kastrierten Dobermannrüde und Oberchaot Drago, 3 Jahre alt, ein kastrierter Schäferhund-Husky-Collie-Mischling, oder so ähnlich, der Schlimmste von allen. Und dann möchte ich noch die oberschlauen Menschen erwähnen, die es ja übrall gibt, mit ihren ach so guten Ratschlägen, meistens haben sie von Tuten und Blasen gar keine Ahnung, selbst überhaupt keinen Hund, kennen aber anscheinend meine Hunde viel besser als ich selbst, und wissen eben immer alles besser. Da hört man dann: "Mensch, ob das mal mit Ihren Hunden und dem Baby so gut geht?" Oder "Ich würde ja die Hunde lieber abgeben!" Oder , im Krankenhaus, wo ich entbunden habe, eine superschlaue Schwester:"Geben Sie den Hunden eine volle Windel, sonst akzeptieren die das Kind nicht. Das geht sonst nie im Leben gut." Grinsend habe ich mir dann vorgestellt, wie sich meine Hunde über die Windel her machen.
Niemand kennt diese Tiere so gut wie ich, und ich hatte von Anfang an nie irgendwelche Bedenken, weil ich weiß, dass meine Tiere keine mordlüsternen Bestien sind, nie jemanden angegriffen haben, oder gar einfach beißen würden. Sicherlich sind Hunde instinktiv nicht mit Menschen auf gleicher Ebene zu setzen. Hunde sind unberechenbar! Aber welcher Mensch ist das nicht auch? He, he! Also schnappte ich mir den kleinen Trisi am nächsten Tag, nach der Entbindung, fuhr nach Hause, und nachdem alle menschlichen Leute Tristan begrüßt hatten, wagte ich mich dann in die Höhle des Löwen, zu meinen drei liebenswerten Chaoten. Ich bin in den Korridor, die Hunde sprangen um mich rum, taten so, als ob sie mich wochenlang nicht gesehen hätte, obwohl ich nur einen Tag weg war, und registrierten den kleinen Tristan überhaupt nicht. Den legte ich erst mal in sein Bettchen, wo er einige Stunden dann schlief.
Als erster wurde Drago auf Trisi aufmerksam, nämlich als er wieder wach wurde. Drago fitschte ins Kinderzimmer, versuchte seinen Kopf durch die Gitterbettstäbe zu zwängen, was natürlich nicht gelang, dafür war aber seine Zunge lang genug, um schnell über Tristans Hand zu schlabbern. Seit dem ist er immer in Trisis Nähe, egal wo der Kleine ist. Tristan krabbelt mittlerweile, meistens zu einem der Hunde hin, fummelt mit seinen Fingern liebend gerne in Hundenasenlöcher rum. Pinkelig sein darf man da natürlich nicht. Immer wieder Babys Hände waschen kann ich nur sagen. Voraussetzung für feuchte Küsse ist allerdings auch, dass die Tiere entwurmt sind, ganz dringend zu empfehlen. Falls sich Baby mal am Hundefutter vergreift, keine Panik, das ist auch nicht so wild! Davon stirbt kein Kind! Drago hat einen echten Beschützerinstinkt entwickelt. Ich merkte es erstmals, als ein Bekannter zu Besuch kam und Tristan sehen wollte. Drago war sofort da und legte sich halb über Trisi rüber und sah unseren Freund nur cool an. Der hatte dann aber auch schnell die Nase voll.
Mit Igor sieht es alles anders auch. Igor ist der typische Schisser!! Alles was laut ist und schnell, rennt, kreischt usw. wird von Igor verbellt. Dobermänner haben nicht so gute Nerven, wie andere Hunderassen. Trotzdem würde Igor nicht beißen. Am Anfang blieb er meistens auf Distanz, wenn ich mit Tristan herum lief. Igor war zwar immer dabei, aber in für ihn geeignetem Abstand, immer zur Flucht bereit. Jetzt ist Tristan 9 Monate alt, krabbelt auch hinter Igor her, doch meistens ist der Hund ja auf seinem Sofa, so dass Trisi noch nicht dran kommt, noch nicht! Ich lege Tristan oft neben Igor, dann leckt der Hund an ihm herum, meistens Trisis Haare, die haben es ihm wohl angetan.
Gina ist natürlich die
Ruhe selbst, so wie es sich eigentlich für einen Rottweiler gehören sollte. Mit ihr habe ich gar keine Probleme. Sie legt sich oft zu Trisi, wenn er auf dem Boden spielt, und Tristan knibbelt dann an ihr rum, an den Ohren, Füssen, eben alles was er zu fassen kriegt. Natürlich muß man aufpassen, dass das Kind den Hunden nicht weh tut. Ich finde es immr unverantwortlich, wenn Menschen sagen, so was muß der Familienhund aber abkönnen, wenn das eigene Kind ihm weh tut. Mir gruselt es vor solchen Aussagen. Ich kannte solche Leute zur genüge. Meine damalige Freundin hatte eine wunderschöne Schäferhündin. Als die Hündin 2 Jahre alt war, wurde meine Freundin schwanger. Als das Baby hinterher da war, war mir von vorn herein klar, dass das nicht gut gehen konnte. Der Hund war verwöhnt, verzogen, dann kam das Kind und der Hund wurde in die hinterste Ecke abgeschoben. Das Ende: Der Hund wurde abgegeben, weil er das Baby beißen wollte! Eine andere Freundin hatte einen jungen Rottweilerrüden, der im Alter von 8 Monaten anfing die Kinder meiner Freundin zu beißen. Auch dieser Hund war verzogen, durfte alles, ging über Tische und Bänke. Auch er wurde abgegeben.
Damals als Kevin geboren wurde und ich aus dem Krankenhaus nach Hause kam, zog ich ihn nackt aus, legte ihn auf den Teppichboden und ließ meine beiden Hunde, Joy und Primula an ihm riechen. Joy, auch eine Rottweilerhündin, drehte die kleinen Kevin immer mit der Nase rum. Und das Baby schien Spass zu haben, es war ganz aufmerksam und schrie nicht. Joy hat Kevin wirklich sehr geliebt, soweit man bei einem Hund von Liebe sprechen kann. Als sie im Alter von 8 Jahren starb, brach für Kevin eine Welt zusammen.
Regeln? Ja was schreibe ich eigentlich für Regeln auf? voraussetzung für Kind und Hund, finde ich wichtig, ist die Hygiene. Hunde können Würmer auf Menschen übertragen, daher regelmäßig entwurmen. Natürlich Kind und Hund nie alleine lassen. Hunde sind sehr kräftig, meinen es oft noch nicht mals böse, wenn sie spielen wollten, aber ein kleines Kind kann sehr schnell dabei verletzt werden. Immer darauf achten, dass das Kind dem Hund nicht weh tut. Einige Hunde sind nicht so empfindlich, ander schon! Einen kinderlieben Hund gibt es nicht. Es kommt immer auf die Erfahrungen an, die ein Hund mit Kindern gemacht hat. Vielleicht eignen sich an sich ruhiger Hunde besonders gut für Kinder, sprich Berner Sennenhund, Bernhardiner, Pudel, Golden und Labrador Retriever, Doggen. Nur einige Rassen, die ruhig sind und sich nicht so schnell nervös machen lassen. Meistens sind es die großen Hunde, die nervenstärker sind als kleine Rassen. Den Rottweiler habe ich bewußt nicht aufgezählt, weil ich denke, die meisten Leute sollten die Finger von dieser Rasse lassen, bevor noch mehr Schreckliches passiert und der Ruf der Rasse ganz im Keller landet. Der Rottweiler ist kein Hund für jedermann.
Vor allem aber sollte man eines beachten: Seinen Hund wegen der Geburt eines Kindes nie abschieben!! Denn das geht bestimmt ins Auge. Der Hund wird dann früher oder später eifersüchtig werden, und das kann schlimme Folgen haben. Man sollte seinen Hund immer am Geschehen teilhaben lassen, beim Wickeln, Füttern, rumtragen. Und wenn es mal am Kind rumleckt, davon geht die Welt nicht unter! Nur so lernt das Tier, ein neues Familienmitglied ist da, und das muß ich akzeptieren, dafür übernehme ich Pflichten! Deswegen sollte man also nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn man ein Kind erwartet und einen "Wolf" zu Hause hat. Und lasst Euch bloß nicht von den selbsternannten Hundeexperten verrückt machen, die immer alles besser wissen!
40 Bewertungen, 7 Kommentare
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16.06.2006, 00:35 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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10.04.2006, 14:29 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichEin klasse Bericht....LG Sandy :-)))
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14.11.2005, 18:41 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG von Claudia
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28.10.2005, 18:15 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichein guter Bericht! lg
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25.10.2005, 23:24 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichIch kann dir bei diesem Bericht nur voll und ganz beipflichten. Ich denke und handle genauso wie du. LG maria
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25.10.2005, 21:17 Uhr von SelectorBaghira
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG baghira
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25.10.2005, 20:49 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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