Hunde und Kinder Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von MissyG
Auf die Bedürfnisse von Kindern und Hunden eingehen
Pro:
Kinder, die mit HUnden aufwachsen entwickeln ein ganz inniges Verhältnis zur Natur
Kontra:
Immer auch ein Äuglein mehr auf beide haben und möglichst wenig/nicht allein lassen
Empfehlung:
Ja
Wir haben einen 3 Jahre alten Mischlingsrüden, der die Liebe in Hundeform ist. Er mag alle Menschen von 0-99 Jahre und ist auch vielen Tieren wohlgesonnen. Wir haben immer sehr darauf geachtet, dass Barry auch immer ein wenig mit Kindern zu tun hat, damit er wegen seiner fehlenden Erfahrung keine Abneigung gegen diese kleinen Erdenbürger entwickelt. Und tatsächlich liebt er vom Baby bis zum Teenager jede Altersgruppe. Da wir im September unser erstes Kind erwarten sind wir über diesen Zustand sehr froh gewesen.
Bis wir eines Tages Besuch von der 5-jährigen Cousine meines Mannes erhielten. Samt Mama und Papa wollten sie uns eine ganze Woche besuchen. Soweit so gut, dachten wir uns. Das sollte keine größeren Probleme auftun. Hätte es auch nicht, wenn wir in der Lage gewesen wären, der jungen Dame begreiflich zu machen, dass Hunde auch Ruhephasen benötigen. Besonders, wenn ihr gesamter Tagesablauf aus schlafen und spazieren gehen besteht. Wir leben sehr ruhig hier und Barry hat sich diese Ruhe zum Lebensumstand gemacht. Er ist wohl in der Lage Aufregung wegzustecken, wenn er denn seine Ruhephasen erhält.
Nun, die kleine Maus war nicht der Meinung, dass unser 35 kg Hund mal schlafen möchte/sollte/muss. Uns so schwänzelte sie Stunde ein/Stunde aus um unser 4-pfotiges Ungeheuer herum. 3 Tage lang versuchte ich dann die Eltern zu animieren, ihre kleine Tochter doch zur Ruhe zu mahnen, denn ich bemerkte, wie unausgeglichen unser Hund plötzlich wurde. Er war maulig. Aber wie es nun kommen musste: in einer ruhigen Minute, nachdem die Kleine unseren friedlichen Hund wieder stundenlang genervt hatte, schickte er eine Warnung an die junge Dame. Diese war überaus aufgebracht und total schockiert, dass IHR Freund sie angemault hatte und zwar richtig. In den folgenden Tagen achtete ich vermehrt darauf, den Hund möglichst häufig von den Mädchen fernzuhalten oder sagen wir eher umgekehrt, denn der Ärmste lief schon vor ihr weg, wenn er sie sah.
FAZIT: selbst der friedlichste Hund hat irgendwann seine persönliche Schmerzgrenze erreicht. Es ist wichtig, Kinder an Haustiere heranzuführen, aber so, dass beide damit leben können. Grundsätzlich lassen wir ihn auch weiterhin an alle Kinder (die das möchten und vor allem auch die Eltern) heran. Haben allerdings ein wachsames Auge auf beide. Denn oft reagiert der Hund nur auf eine Reizung und meckert/schnappt/ oder beißt sogar. Wenn man also ein wenig auf beide Seiten eingeht und sich vorher um Verständnis bei Eltern/Kind und Hund bemüht, gibt es keinerlei Grund diese voneinander fern zu halten.
Tipps, die man beim Aufwachsen von Kindern mit Hunden beachten sollte:
a) Kommt ein Kind zu dem schon in der Familie lebenden Hund dazu:
Versuchen sie dem Tier das Kind "schmackhaft" zu machen. Hunde, die bisher das Nesthäkchen waren reagieren oft eifersüchtig. Also achten sie darauf, dass er nicht zu kurz kommt. Machen sie ihn mit dem Geruch des Kindes bekannt (Windeln aus dem Krankenhaus mit nach Hause nehmen, Jäckchen etc. auf seinen Platz legen, in schnuppern lassen und eine kaum mehr zu ertragene Begeisterung an den Tag legen, sich ganz sehr freuen wenn er es abschleckt,...)
Halten sie ihn auf keinen Fall von dem Kind fern. Lassen sie ihn an das kleine Wesen heran, achten sie aber darauf, dass das Tier NIE allein ist mit dem Kind. Streicheleinheiten für beide möglichst zusammen (Mama das Kind, Papa den Hund und umgekehrt) oder nacheinander. So das der Hund immer merkt, dass er nicht zu kurz kommt.
Achten Sie auch darauf, dass das Tier beim Fressen allein ist und versuchen sie ihm den Futterneid auszutreiben (Füttern vor dem gemeinsamen Essen und Platz machen am Tisch sind ganz gute Varianten).
Bestrafen Sie den Hund nicht, wenn er das Kind anknurrt/nach ihm schnappt o.ä. wenn der Hund im Recht war. Es ist wichtig, sich vorher mit dem natürlichen Verhalten von Hunden auseinanderzusetzen. Wenn Sie ihn bestrafen, obwohl er ein "normales" Rudelverhalten an den Tag legt, ist er irritiert und kann auch aggressiv reagieren.
b) kommt ein Hund in eine Familie, in der Kinder leben
Grundsätzlich sollte man sich ganz genau überlegen, ob man sich einen Hund anschafft, da er nicht nur viel Freude, sondern auch viel Verantwortung mit sich bringt. Wenn man sich dennoch dazu entschlossen hat, sollte man versuchen einen familienfreundlichen Hund zu kaufen. Die Tierheime beraten sehr genau, ob sich das Tier mit Kindern versteht oder nicht. Wenn man einen Hund direkt vom Züchter holt, dann ist es hilfreich sich vorher über die Rasse zu erkundigen. Es gibt so typische Familienhunde, wie z.B. Retriever.
Versuchen sie den Kindern nicht die Alleinverantwortung für den Hund zu übergeben. Ein Hund ist ein Rudeltier (Achtung: Familien sollten nicht unbedingt einen Alpha-Rüden besitzen, da er dann seinen Rang als Rudelführer beansprucht, aber nur ein Rudelmitglied sein soll!!!). Es muss klar sein, welchen Rang er in der Familie einnimmt. Die Erziehung des Hundes gehört auch nicht in Kinderhände. Tiere brauchen viel Liebe, aber auch eine gewisse Konsequenz ohne die es arge Probleme geben kann.
Auch hier gilt wieder: Futter für den Hund ohne Kinder (kann bei einigen Tieren gut gehen, aber auch ganz sehr ins Auge).
Versuchen sie auch den Kindern ein gewisses Hundeverständnis anzuerziehen. Tiere haben andere Bedürfnisse als Menschen, brauchen auch mal ihre Ruhe und sind KEIN SPIELZEUG!!!
Nun, ich hoffe, ein paar nützliche Tipps gegeben zu haben. Stehe auch gerne bei Nachfragen zur Verfügung.
Bis wir eines Tages Besuch von der 5-jährigen Cousine meines Mannes erhielten. Samt Mama und Papa wollten sie uns eine ganze Woche besuchen. Soweit so gut, dachten wir uns. Das sollte keine größeren Probleme auftun. Hätte es auch nicht, wenn wir in der Lage gewesen wären, der jungen Dame begreiflich zu machen, dass Hunde auch Ruhephasen benötigen. Besonders, wenn ihr gesamter Tagesablauf aus schlafen und spazieren gehen besteht. Wir leben sehr ruhig hier und Barry hat sich diese Ruhe zum Lebensumstand gemacht. Er ist wohl in der Lage Aufregung wegzustecken, wenn er denn seine Ruhephasen erhält.
Nun, die kleine Maus war nicht der Meinung, dass unser 35 kg Hund mal schlafen möchte/sollte/muss. Uns so schwänzelte sie Stunde ein/Stunde aus um unser 4-pfotiges Ungeheuer herum. 3 Tage lang versuchte ich dann die Eltern zu animieren, ihre kleine Tochter doch zur Ruhe zu mahnen, denn ich bemerkte, wie unausgeglichen unser Hund plötzlich wurde. Er war maulig. Aber wie es nun kommen musste: in einer ruhigen Minute, nachdem die Kleine unseren friedlichen Hund wieder stundenlang genervt hatte, schickte er eine Warnung an die junge Dame. Diese war überaus aufgebracht und total schockiert, dass IHR Freund sie angemault hatte und zwar richtig. In den folgenden Tagen achtete ich vermehrt darauf, den Hund möglichst häufig von den Mädchen fernzuhalten oder sagen wir eher umgekehrt, denn der Ärmste lief schon vor ihr weg, wenn er sie sah.
FAZIT: selbst der friedlichste Hund hat irgendwann seine persönliche Schmerzgrenze erreicht. Es ist wichtig, Kinder an Haustiere heranzuführen, aber so, dass beide damit leben können. Grundsätzlich lassen wir ihn auch weiterhin an alle Kinder (die das möchten und vor allem auch die Eltern) heran. Haben allerdings ein wachsames Auge auf beide. Denn oft reagiert der Hund nur auf eine Reizung und meckert/schnappt/ oder beißt sogar. Wenn man also ein wenig auf beide Seiten eingeht und sich vorher um Verständnis bei Eltern/Kind und Hund bemüht, gibt es keinerlei Grund diese voneinander fern zu halten.
Tipps, die man beim Aufwachsen von Kindern mit Hunden beachten sollte:
a) Kommt ein Kind zu dem schon in der Familie lebenden Hund dazu:
Versuchen sie dem Tier das Kind "schmackhaft" zu machen. Hunde, die bisher das Nesthäkchen waren reagieren oft eifersüchtig. Also achten sie darauf, dass er nicht zu kurz kommt. Machen sie ihn mit dem Geruch des Kindes bekannt (Windeln aus dem Krankenhaus mit nach Hause nehmen, Jäckchen etc. auf seinen Platz legen, in schnuppern lassen und eine kaum mehr zu ertragene Begeisterung an den Tag legen, sich ganz sehr freuen wenn er es abschleckt,...)
Halten sie ihn auf keinen Fall von dem Kind fern. Lassen sie ihn an das kleine Wesen heran, achten sie aber darauf, dass das Tier NIE allein ist mit dem Kind. Streicheleinheiten für beide möglichst zusammen (Mama das Kind, Papa den Hund und umgekehrt) oder nacheinander. So das der Hund immer merkt, dass er nicht zu kurz kommt.
Achten Sie auch darauf, dass das Tier beim Fressen allein ist und versuchen sie ihm den Futterneid auszutreiben (Füttern vor dem gemeinsamen Essen und Platz machen am Tisch sind ganz gute Varianten).
Bestrafen Sie den Hund nicht, wenn er das Kind anknurrt/nach ihm schnappt o.ä. wenn der Hund im Recht war. Es ist wichtig, sich vorher mit dem natürlichen Verhalten von Hunden auseinanderzusetzen. Wenn Sie ihn bestrafen, obwohl er ein "normales" Rudelverhalten an den Tag legt, ist er irritiert und kann auch aggressiv reagieren.
b) kommt ein Hund in eine Familie, in der Kinder leben
Grundsätzlich sollte man sich ganz genau überlegen, ob man sich einen Hund anschafft, da er nicht nur viel Freude, sondern auch viel Verantwortung mit sich bringt. Wenn man sich dennoch dazu entschlossen hat, sollte man versuchen einen familienfreundlichen Hund zu kaufen. Die Tierheime beraten sehr genau, ob sich das Tier mit Kindern versteht oder nicht. Wenn man einen Hund direkt vom Züchter holt, dann ist es hilfreich sich vorher über die Rasse zu erkundigen. Es gibt so typische Familienhunde, wie z.B. Retriever.
Versuchen sie den Kindern nicht die Alleinverantwortung für den Hund zu übergeben. Ein Hund ist ein Rudeltier (Achtung: Familien sollten nicht unbedingt einen Alpha-Rüden besitzen, da er dann seinen Rang als Rudelführer beansprucht, aber nur ein Rudelmitglied sein soll!!!). Es muss klar sein, welchen Rang er in der Familie einnimmt. Die Erziehung des Hundes gehört auch nicht in Kinderhände. Tiere brauchen viel Liebe, aber auch eine gewisse Konsequenz ohne die es arge Probleme geben kann.
Auch hier gilt wieder: Futter für den Hund ohne Kinder (kann bei einigen Tieren gut gehen, aber auch ganz sehr ins Auge).
Versuchen sie auch den Kindern ein gewisses Hundeverständnis anzuerziehen. Tiere haben andere Bedürfnisse als Menschen, brauchen auch mal ihre Ruhe und sind KEIN SPIELZEUG!!!
Nun, ich hoffe, ein paar nützliche Tipps gegeben zu haben. Stehe auch gerne bei Nachfragen zur Verfügung.
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