Hunde und Kinder Testbericht

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Erfahrungsbericht von mawirtz

Richtiges Verhalten bei Kind- Hund- Begegnungen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

WER OFT MIT KINDERN ODER / UND HUNDEN UNTERWEGS IST SOLLTE DIESEN BERICHT DRINGEND LESEN!!!
Egal ob bei einer zufälligen Begegnung auf der Straße oder bei einem Abend mit Freunden - wenn Kinder und Hunde aufeinandertreffen, kommt es nicht selten zu unnötigen Missverstädnissen, die sich jedoch leicht vermeiden lassen, wenn man als vernünftiger Erwachsener die Spielregeln beider Seiten kennt. Schließlich sind wir dafür verantwortlich, dass die uns anvertrauten Schützlinge (2 und 4 Beine) angsfrei durch das Leben gehen können.
Vor allem bei der zufälligen Begenung auf der Straße passieren so viele Fehler, dass es mich schon wundert, dass nicht häufiger was passiert - ein untrügerisches Zeichen dafür, dass die meisten Hunde wirklich Kindern gegenüber eine Engelsgeduld haben. Darauf verlassen sollte man sich nicht.

Fall 1: Kind will Hund streicheln
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Wenn ich mit meinen beiden Hunden (teilweise sogar drei) unterwegs bin, kommt es häufig vor, dass Kinder die beiden streicheln wollen. Das ist völlig normal und eigentlich auch ein schönes Zeichen für ein gesundes Verhältnis der Kleinen zu ihrer Umwelt. Heutzutage sind die meisten Hunde, gerade in den Großstädten, frei von Ungeziefer und Würmern und sie werden regelmäßig geimpft, so dass aus gesundheitlicher Sicht keine Bedenken bestehen (wenn der Hund ungepflegt und siffig aussieht, sollte man dem Wunsch des Kindes allerdings nicht nachgeben!!!).
Hierbei ist folgendes zu beachten:
- Fragen Sie den Hundeführer, ob das Kind den Hund streicheln darf. Wenn das Kind groß genug ist, kann es auch selbst fragen. Sie werden in der Regel eine ehrliche Antwort bekommen. Die meisten Hunde können gut mit Kindern, aber einige haben bereits schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht und reagieren deshalb ängstlich bis aggressiv.
- Hat der Hundeführer nichts dagegen, nähern Sie sich mit dem Kind dem Hund ruhig von vorne, sprechen Sie ihn freundlich an, evtl mit Namen. Halten Sie und das Kind die Hand hin zum Beschnuppern- so nehmen Hunde miteinander Kontakt auf. Das Kind sollte auf jeden Fall stehen bleiben und nicht in die Hocke gehen.
- Reagiert der Hund freundlich, kann das Kind jetzt den Hund anfassen. Zeigt er Anzeichen von Angst (zeigt die Zähne, knurrt, klemmt Schwanz ein oder versteckt sich), sollte man dem Kind erklären, dass der Hund keine Lust hat bzw. Angst.
- Achten Sie auf das Verhalten des Hundes (Siehe *Wann schnappt ein Hund*)
- Achten Sie darauf, dass das Kind den Hund nicht zu grob anfasst.
- Respektieren Sie, wenn der Hund keine Lust hat, sich streicheln zu lassen.

**** Wann schnappt ein Hund?****
Im Gegensatz zum festen Biss, bei dem auch ein kleiner Hund mit erstaunlicher Wucht entwickelt (mehrere hundert Kilogramm pro cm²!!!), ist das Schnappen als Warnung gedacht und der Hund möchte damit niemanden verletzen. Der Schreck beim Kind ist allerdings viel ärger als der Schmerz, weswegen Sie beachten sollten:
Ein Hund kann zuschnappen, wenn er sich erschrickt oder bedroht fühlt. Ersteres lässt sich dadurch vermeiden, dass man den Hund nicht einfach so, am besten noch von hinten, anfasst, sondern sich ihm ruhig nähert und ihn dabei anspricht. Wenn er sich bedroht fühlt, geht dem Zuschnappen in der Regel eine deutliche Warnug voraus (Zähne zeigen, knurren, Ohren anlegen). Ein normal sozialisierter Hund schnappt nicht einfach so!!!
Bleibt das Festhalte- “Schnappen”: Vor allem bei Hütehunderassen kommt es manchmal vor, dass die Hund etwas, das sich schnell bewegt, mit den Zähnen festhalten wollen. Deshalb sollte man generell Hunden gegenüber hektische Bewegungen vermeiden.


Fall 2: Kind hat Angst vorm Hund
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Bitten Sie den Hundeführer, den Hund bei Fuß zu nehmen bzw. anzuleinen. Nehmen Sie Ihr Kind an die Hand und gehen Sie zügig weiter. Das Kind sollte dabei ruhig bleiben, denn alles, was quietscht und sich seltsam bewegt, macht Hunde neugierig. Das Hochreißen der Arme wird von den meisten Hunden als Aufforderung zum Spielen gesehen. Geht der Hund auf das Kind zu, Ruhe bewaren und weiter gehen. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall, die zwanglose Begegnung mit Hunden mit einem Ihnen bekannten, kinderfreundlichen Hund zu üben. Die Angst vor Hunden ist nicht angeboren, sondern anerzogen bzw. beruht auf schlechten Erfahrungen, die aus den vorgenannten Missverständnissen basieren. Als verantwortungsvoller Erwachsener sind wir verpflichtet, für ein gesundes und angstfreies Heranwachsen der Kinder zu sorgen. Angst behindert uns in unserem täglichen Tun und sollte daher erst gar nicht antrainiert werden.


Und zum bessern Verständnis noch eine Geschichte aus dem Nähkästchen:

Ein Kleinkind wollte in der Straßenbahn meinen Welpen streicheln. Die Mutter zerrte den Kleinen immer wieder weg von den Hunden und sagte andauernd: “Der beißt!” Nach kurzer Zeit kam der Kleine an und trat mit voller Wucht nach meinem Welpen. Meine beiden Hunde sind lammfromm und wehren sich bei solch einer Situation nicht, aber wenn das mit einem weniger netten Hund passiert wäre...
Fazit: Die Mutter hat falsch gehandelt. Sie hätte dem Kind entweder gestatten sollen, den Hund zu streicheln, oder ihm klipp und klar sagen sollen, dass sie das nicht will. Dann hätte sie den Junior aber auch nicht andauernd zu den Hunden hinlassen dürfen. Der Kleine fühlte sich im Recht und ging mit seinem Tritt in der Defensive, weil er dachte, die Hunde würden ihn einfach so beißen.

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