Ich bin Sam (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
!!Betroffenheitskitsch marke Hollywood!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wie kann man am einfachsten jegliche Kritiker zu wahren Jubelstürmen verleiten? Richtig, man wählt für seinen neusten Film ein Thema, dass sich um einen Behinderten rankt. Dustin Hoffman konnte 1988 durch seine Darbietung eines Autisten in „Rain Man“ jegliche Kritiker begeistern und gewann ebenso zahlreiche Preise wie Geoffrey Rush für seine Darstellung des Pianisten David Helfgott in „Shine“ (1996). Jedoch ist die Gefahr bei der Inszenierung eines solchen Rührstückes unbeschreiblich groß: Der Regisseur kann ohne weitere Probleme in die tiefsten Regionen des Betroffenheitskitsches abrutschen und so für übelste Reaktionen bei seinem Publikum und den Kritikern sorgen.
Auch Regisseurin Jessie Nelson wagte sich mit ihrem Film „I am Sam“ – zu deutsch „Ich bin Sam“ – an die Inszenierung eines Dramas, dessen zentrale Figur ein Geistigbehinderter ist. Ob der Film jedoch den von ihn geforderten Anspruch halten kann oder doch nur in die tiefsten Regionen des Betroffenheitskitsches abrutscht, ist wie immer der Inhalt meines Berichtes...
Inhalt
Sam, eine Bedienung in einem Coffee-Shop, wird nach der Geburt seiner Tochter Lucy – liebevoll nach dem Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds“ benannt – von der Mutter verlassen. Eine Situation wie sie in der heutigen Zeit gar nicht mal so unrealistisch ist, was die Problematik des Verlassenen aber um einiges erhöht ist, dass Sam geistigbehindert ist. Auf dem geistigen Level eines Siebenjährigen stehen geblieben, versucht dieser verzweifelt seine Tochter großzuziehen. Unterstützung findet Sam bei seiner Nachbarin Annie, die ihn liebevoll in seinem Unterfangen hilft.
Die Jahre ziehen langsam in die Lande und die Einschulung der kleinen Lucy steht unmittelbar bevor, was langsam zu ersten großen Problem in der herzerwärmenden Beziehung zwischen Sam und seiner Tochter führt: Was passiert wenn diese langsam dessen Intellekt überragt? Durch diese Missstände wird das Jugendamt auf die glückliche Familie aufmerksam und sorgt letztendlich dafür, dass Lucy an ihrem siebten Geburtstag ihrem Vater entrissen wird und in ein Kinderheim gesteckt wird.
Verzweifelt versucht dieser mit der Hilfe der gestressten und zu Beginn wenig begeisterten Anwältin Rita Harrison – wieder ein zusammengesetzter Name aus zwei Beatles-Komponenten: zum einen der Song „Lovely Rita“, zum anderen der Nachname des Beatle George Harrison – seine Tochter zurückzugewinnen...
Inszenierung
Wieso nur hat man Jessie Nelson an die Inszenierung der eigentlich interessanten Geschichte gelassen? Bereits mit ihrem vorangegangenen Werk „Seite an Seite“ – im Original „Stepmom“ mit Julia Roberts und Susan Sarandon – lieferte sie eine tränenziehende Schnulze ab, die dem Zuschauer seine Gefühle förmlich aufgedrängt hat. Aber mit „I am Sam“ schießt sie nun gänzlich den Vogel ab. Sie arrangiert ihren Film so, dass man als Zuschauer notgedrungen mit Sam mitfühlen muss, wer hierbei nicht die ein oder andere Träne unterdrücken muss, ist nahezu gefühlstot.
Um ihr Ziel zu erreichen, sind der Regisseurin nahezu keine Mittel zu erniedrigend oder weithergeholt. Bereitwillig opfert sie ihre überragenden Darsteller und stellt ihre geistigbehinderte Hauptfigur lediglich als Subjekt des Bedauerns dar. Schön, dass man solch ein diffiziles Thema derartig einfach, beziehungsweise einfallslos, lösen kann. Hier muss sich der Zuschauer bei weitem keine Gedanken machen, dank dieser Inszenierung kann sich jeder im Nachhinein sicher sein, dass er/sie mal wieder etwas für die Verständigung zwischen Behinderten und „Normalen“ gemacht hat.
Schwierigkeiten im Leben eines Behinderten und dessen Angehörigen – in diesem Fall der kleinen Lucy – werden hierbei nur dezent tangiert. Leise werden die Demütigung der anderen Schulkinder gegenüber Lucy dargestellt. Sams Probleme, werden hingegen nahezu gänzlich ausgeblendet. Schließlich befinden wir uns hier in Hollywood und ein Behindert kann nahezu das gleiche Leben wie eine „normaler Mensch“ leben. Von Behörden, die ein gewisses leitendes Auge auf die Geistigbehinderten wirft, scheinen die Drehbuchautorinnen Kristine Johnson und Jessie Nelson ebenso wenig etwas gehört zu haben, wie von eventueller Diskriminierung oder anderen Problemen, die sich im alltäglichen Leben der Behinderten ergeben. So erzeugen diese lieber eine rosarote Seifenblase, die dafür sorgt, dass der Zuschauer das Kino mit einer gewissen Betroffenheit verlässt, diese aber wieder auf dem schnellsten Wege verdrängt. Denn wie wir ja in den vorangegangenen 132 Minuten gelernt haben kann die (Vater-)Liebe jedes Problem besiegen.
Um die Intensität der Inszenierung noch um ein weiteres zu verstärken, ließ sich Kameramann Elliot Davis durch die Dogma-Filmen aus Dänemark beeinflussen. Das Mitgefühl der Zuschauer wird in vereinzelten Szenen noch erhöht, indem dieser die Nähebeziehung zwischen Sam und Lucy durch eine wackelige Handkamera erhöht. Jedoch wirkt diese „technische Spielerei“ auf den Kinogänger lediglich als weitere Effekthascherei, die dafür sorgen soll, dass man in seiner Betroffenheit letztendlich resigniert. Ebenso sorgt die instrumentale musikalische Untermalung vereinzelter Szenen für ein saures Aufstoßen beim Zuschauer. Tränentriefend zwingt John Powell den Zuschauer durch seine Kompositionen in Mitleid zu verfallen.
Aber gänzlich muss man diesen Betroffenheitskitsch trotz der mangelhaften Inszenierung nicht zerreißen. Die Untermalung einzelner (anderer!!) Szenen durch Songs der Beatles – neuinterpretiert von solch namhaften Künstlern wie Nick Cave und Aimee Mann – sorgen dafür das der Film im weitesten Sinne erträglich wird. Ebenso wird der Zuschauer in zahlreichen Szene – Sam überbrückt seine Unsicherheiten einem Autisten ähnlich mit dem „Herunterbeten“ seines Wissens über die Beatles – mit zusätzlichem Wissen über die größte Band aller Zeiten gesättigt, was letztendlich in einer wunderbaren Gleichung zwischen der Entstehungsgeschichte des Liedes „Michelle“ und des Lebens Sams und Lucys gipfelt. So gesehen ist der Film für einen Liebhaber der Beatles durchaus erträglich, aber deswegen extra einen unnötigen Film gucken?
Darsteller
Ebenso zu dieser gewissen Erträglichkeit tragen unzweifelhaft die meisterlich aufspielenden Darsteller bei. Allen voran Sean Penn – zuvor Oscar-nominiert für „Sweet and Lowdown“ (1999) und für „Dead man walking“ (1995) – der seine Darbietung meisterlich absolviert und berechtigterweise eine weitere Oscar-Nominierung erhalten hat. Eine absolut beeindruckende Vorstellung, die der Ex-Mann von Popröhre Madonna hier abliefert. Leider konnte dieses Agieren – trotz einer intensiven Vorbereitung bei der Behindertenorganisation „L.A. Goal“, die zudem zwei behinderte Akteure „stellte“ – aber aufgrund der starken Konkurrenz bei der diesjährigen Oscar-Verleihung notgedrungen nur zum Scheitern verurteilt sein.
Ihm zur Seite steht Michelle Pfeiffer, die seit langer Zeit mal wieder eine größere Rolle angenommen hat. Ihr Agieren der zu Beginn mäßig engagierten Anwältin kann durchaus als gelungen angesehen werden, was ein Verblasen neben dem phantastisch Aufspielenden Sean Penn aber nicht verhindern kann.
Dakota Fanning kann des weiteren in der Rolle der siebenjährigen Lucy erste Erfahrungen auf der großen Leinwand sammeln. Hierbei muss ich allerdings gestehen, dass ich nicht in die zahlreichen Lobeshymnen bezüglich ihre Darbietung einstimmen kann. Sicherlich machte sie ihre Sache mehr als durchschnittlich gut, aber eine allzu schwere Rolle hat sie auch nicht von dem Drehbuch zugewiesen bekommen. Hier und da ein flehendes Gucken welches sich mit einem bettelnden Gesichtsausdruck abwechselt. Definitiv keine schlechte Vorstellung für ihr Alter, aber zum an-die-Wand-Spielen der ruhmreichen Hauptdarsteller fehlt der Kleinen noch die gewisse Erfahrung.
In weiteren kleinen Nebenrollen sind Dianne Wiest (u.a. „Das Wunderkind Tate“ und „Edward mit den Scherenhänden“) und Laura Dern (u.a. „Jurassic Park 1 + 3“ und „Blue Velvet“) zu begutachten. Dianne Wiest kann ihrer kurzen Auftritte als fürsorgende Nachbarin, die eine Phobie bezüglich des Verlassens ihrer Wohnung hat, durchweg routiniert und mit einer deutlich fühlbaren Wärme absolvieren. Was man leider nicht von der Darstellung Laura Derns behaupten kann. Ihr Agieren als Pflegemutter der kleinen Lucy fällt in meinen Augen deutlich zu klischeehaft und überambitioniert aus.
Fazit
Abschließend von mir nur eine sehr stark eingeschränkte Guckempfehlung für Freude der tränentriefenden Dramen. „I am Sam“ bietet dem Zuschauer eine klischeehafte und undifferenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema der Behinderung. Probleme die diese Thema beinhaltet behandelt der Film wenn nur beiläufig. So verschenkt der Film erneut die Möglichkeit ein derartiges Thema differenziert zu behandeln. Der Zuschauer kann sich so lediglich an der Schauspielkunst der Darsteller ergötzen und muss sich durch die tränentreibende Geschichte kämpfen...
Wertung: 3 Beatles-Punkte auf meiner 10er-Skala
Internet: http://iamsammovie.com
Auch Regisseurin Jessie Nelson wagte sich mit ihrem Film „I am Sam“ – zu deutsch „Ich bin Sam“ – an die Inszenierung eines Dramas, dessen zentrale Figur ein Geistigbehinderter ist. Ob der Film jedoch den von ihn geforderten Anspruch halten kann oder doch nur in die tiefsten Regionen des Betroffenheitskitsches abrutscht, ist wie immer der Inhalt meines Berichtes...
Inhalt
Sam, eine Bedienung in einem Coffee-Shop, wird nach der Geburt seiner Tochter Lucy – liebevoll nach dem Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds“ benannt – von der Mutter verlassen. Eine Situation wie sie in der heutigen Zeit gar nicht mal so unrealistisch ist, was die Problematik des Verlassenen aber um einiges erhöht ist, dass Sam geistigbehindert ist. Auf dem geistigen Level eines Siebenjährigen stehen geblieben, versucht dieser verzweifelt seine Tochter großzuziehen. Unterstützung findet Sam bei seiner Nachbarin Annie, die ihn liebevoll in seinem Unterfangen hilft.
Die Jahre ziehen langsam in die Lande und die Einschulung der kleinen Lucy steht unmittelbar bevor, was langsam zu ersten großen Problem in der herzerwärmenden Beziehung zwischen Sam und seiner Tochter führt: Was passiert wenn diese langsam dessen Intellekt überragt? Durch diese Missstände wird das Jugendamt auf die glückliche Familie aufmerksam und sorgt letztendlich dafür, dass Lucy an ihrem siebten Geburtstag ihrem Vater entrissen wird und in ein Kinderheim gesteckt wird.
Verzweifelt versucht dieser mit der Hilfe der gestressten und zu Beginn wenig begeisterten Anwältin Rita Harrison – wieder ein zusammengesetzter Name aus zwei Beatles-Komponenten: zum einen der Song „Lovely Rita“, zum anderen der Nachname des Beatle George Harrison – seine Tochter zurückzugewinnen...
Inszenierung
Wieso nur hat man Jessie Nelson an die Inszenierung der eigentlich interessanten Geschichte gelassen? Bereits mit ihrem vorangegangenen Werk „Seite an Seite“ – im Original „Stepmom“ mit Julia Roberts und Susan Sarandon – lieferte sie eine tränenziehende Schnulze ab, die dem Zuschauer seine Gefühle förmlich aufgedrängt hat. Aber mit „I am Sam“ schießt sie nun gänzlich den Vogel ab. Sie arrangiert ihren Film so, dass man als Zuschauer notgedrungen mit Sam mitfühlen muss, wer hierbei nicht die ein oder andere Träne unterdrücken muss, ist nahezu gefühlstot.
Um ihr Ziel zu erreichen, sind der Regisseurin nahezu keine Mittel zu erniedrigend oder weithergeholt. Bereitwillig opfert sie ihre überragenden Darsteller und stellt ihre geistigbehinderte Hauptfigur lediglich als Subjekt des Bedauerns dar. Schön, dass man solch ein diffiziles Thema derartig einfach, beziehungsweise einfallslos, lösen kann. Hier muss sich der Zuschauer bei weitem keine Gedanken machen, dank dieser Inszenierung kann sich jeder im Nachhinein sicher sein, dass er/sie mal wieder etwas für die Verständigung zwischen Behinderten und „Normalen“ gemacht hat.
Schwierigkeiten im Leben eines Behinderten und dessen Angehörigen – in diesem Fall der kleinen Lucy – werden hierbei nur dezent tangiert. Leise werden die Demütigung der anderen Schulkinder gegenüber Lucy dargestellt. Sams Probleme, werden hingegen nahezu gänzlich ausgeblendet. Schließlich befinden wir uns hier in Hollywood und ein Behindert kann nahezu das gleiche Leben wie eine „normaler Mensch“ leben. Von Behörden, die ein gewisses leitendes Auge auf die Geistigbehinderten wirft, scheinen die Drehbuchautorinnen Kristine Johnson und Jessie Nelson ebenso wenig etwas gehört zu haben, wie von eventueller Diskriminierung oder anderen Problemen, die sich im alltäglichen Leben der Behinderten ergeben. So erzeugen diese lieber eine rosarote Seifenblase, die dafür sorgt, dass der Zuschauer das Kino mit einer gewissen Betroffenheit verlässt, diese aber wieder auf dem schnellsten Wege verdrängt. Denn wie wir ja in den vorangegangenen 132 Minuten gelernt haben kann die (Vater-)Liebe jedes Problem besiegen.
Um die Intensität der Inszenierung noch um ein weiteres zu verstärken, ließ sich Kameramann Elliot Davis durch die Dogma-Filmen aus Dänemark beeinflussen. Das Mitgefühl der Zuschauer wird in vereinzelten Szenen noch erhöht, indem dieser die Nähebeziehung zwischen Sam und Lucy durch eine wackelige Handkamera erhöht. Jedoch wirkt diese „technische Spielerei“ auf den Kinogänger lediglich als weitere Effekthascherei, die dafür sorgen soll, dass man in seiner Betroffenheit letztendlich resigniert. Ebenso sorgt die instrumentale musikalische Untermalung vereinzelter Szenen für ein saures Aufstoßen beim Zuschauer. Tränentriefend zwingt John Powell den Zuschauer durch seine Kompositionen in Mitleid zu verfallen.
Aber gänzlich muss man diesen Betroffenheitskitsch trotz der mangelhaften Inszenierung nicht zerreißen. Die Untermalung einzelner (anderer!!) Szenen durch Songs der Beatles – neuinterpretiert von solch namhaften Künstlern wie Nick Cave und Aimee Mann – sorgen dafür das der Film im weitesten Sinne erträglich wird. Ebenso wird der Zuschauer in zahlreichen Szene – Sam überbrückt seine Unsicherheiten einem Autisten ähnlich mit dem „Herunterbeten“ seines Wissens über die Beatles – mit zusätzlichem Wissen über die größte Band aller Zeiten gesättigt, was letztendlich in einer wunderbaren Gleichung zwischen der Entstehungsgeschichte des Liedes „Michelle“ und des Lebens Sams und Lucys gipfelt. So gesehen ist der Film für einen Liebhaber der Beatles durchaus erträglich, aber deswegen extra einen unnötigen Film gucken?
Darsteller
Ebenso zu dieser gewissen Erträglichkeit tragen unzweifelhaft die meisterlich aufspielenden Darsteller bei. Allen voran Sean Penn – zuvor Oscar-nominiert für „Sweet and Lowdown“ (1999) und für „Dead man walking“ (1995) – der seine Darbietung meisterlich absolviert und berechtigterweise eine weitere Oscar-Nominierung erhalten hat. Eine absolut beeindruckende Vorstellung, die der Ex-Mann von Popröhre Madonna hier abliefert. Leider konnte dieses Agieren – trotz einer intensiven Vorbereitung bei der Behindertenorganisation „L.A. Goal“, die zudem zwei behinderte Akteure „stellte“ – aber aufgrund der starken Konkurrenz bei der diesjährigen Oscar-Verleihung notgedrungen nur zum Scheitern verurteilt sein.
Ihm zur Seite steht Michelle Pfeiffer, die seit langer Zeit mal wieder eine größere Rolle angenommen hat. Ihr Agieren der zu Beginn mäßig engagierten Anwältin kann durchaus als gelungen angesehen werden, was ein Verblasen neben dem phantastisch Aufspielenden Sean Penn aber nicht verhindern kann.
Dakota Fanning kann des weiteren in der Rolle der siebenjährigen Lucy erste Erfahrungen auf der großen Leinwand sammeln. Hierbei muss ich allerdings gestehen, dass ich nicht in die zahlreichen Lobeshymnen bezüglich ihre Darbietung einstimmen kann. Sicherlich machte sie ihre Sache mehr als durchschnittlich gut, aber eine allzu schwere Rolle hat sie auch nicht von dem Drehbuch zugewiesen bekommen. Hier und da ein flehendes Gucken welches sich mit einem bettelnden Gesichtsausdruck abwechselt. Definitiv keine schlechte Vorstellung für ihr Alter, aber zum an-die-Wand-Spielen der ruhmreichen Hauptdarsteller fehlt der Kleinen noch die gewisse Erfahrung.
In weiteren kleinen Nebenrollen sind Dianne Wiest (u.a. „Das Wunderkind Tate“ und „Edward mit den Scherenhänden“) und Laura Dern (u.a. „Jurassic Park 1 + 3“ und „Blue Velvet“) zu begutachten. Dianne Wiest kann ihrer kurzen Auftritte als fürsorgende Nachbarin, die eine Phobie bezüglich des Verlassens ihrer Wohnung hat, durchweg routiniert und mit einer deutlich fühlbaren Wärme absolvieren. Was man leider nicht von der Darstellung Laura Derns behaupten kann. Ihr Agieren als Pflegemutter der kleinen Lucy fällt in meinen Augen deutlich zu klischeehaft und überambitioniert aus.
Fazit
Abschließend von mir nur eine sehr stark eingeschränkte Guckempfehlung für Freude der tränentriefenden Dramen. „I am Sam“ bietet dem Zuschauer eine klischeehafte und undifferenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema der Behinderung. Probleme die diese Thema beinhaltet behandelt der Film wenn nur beiläufig. So verschenkt der Film erneut die Möglichkeit ein derartiges Thema differenziert zu behandeln. Der Zuschauer kann sich so lediglich an der Schauspielkunst der Darsteller ergötzen und muss sich durch die tränentreibende Geschichte kämpfen...
Wertung: 3 Beatles-Punkte auf meiner 10er-Skala
Internet: http://iamsammovie.com
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