Illmatic (1994) - NAS Testbericht

No-product-image
ab 13,99
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(5)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Nas_EW

Bestes Hip-Hop-Album aller Zeiten

5
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

geniale Musik, Nas und DJ Premier stechen noch heraus

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Mit Illmatic brachte Nas 1994 etwas völlig Neues in die Hip-Hop-Szene. Sein "flüssiger" Rapstil, seine Reimtechnik haben den Eastcoast wohl für immer geprägt. Es gibt meiner Meinung nach keinen Rapper von der Ostküste, der nicht von Nas' Debütalbum beeinflusst wurde.

Man muss allerdings folgendes dazu sagen: Wer hauptsächlich deutschen oder amerikanischen Mainstream-Hip-Hop hört, dem wird dieses Album eintönig, wenn nicht schon langweilig vorkommen. Das liegt daran, dass fünf Produzenten für ein Album knapp bemessen sind und diese alle für eine ähnliche Note in ihren Songs stehen. Wichtig ist wohl auch, dass Nas lediglich von seinem Freund AZ begleitet wird (zumindest offiziell, es gibt kleinere Parts von anderes Künstlern, die aber nicht offiziell beteiligt sind.)

Illmatic ist für mich das beste Hip-Hop-Ablum aller Zeiten. Eastcoast Hip Hop ist "Chill Hip-Hop" und kein anderes Album hat es je geschafft, mich mehr zu ergreifen, vor allem in den Ruhephasen. Das ist sowohl der erstklassigen Produktion von DJ Premier, Large Professor und Co. zu verdanken, Nas Rapqualitäten sind aber ebenso unerreicht. Es beinhaltet Elemente aus Jazz und Swing, da es gekonnt die New Yorker Problemgebiete wiedergibt, Nas Heimat.


1. The Genesis
Das Album beginnt mit "The Genesis", zu dem wenig zu sagen ist. Es ist ein kurzes Intro, indem Nas, AZ und Cormega (drei von vier die "The Firm" angehörten) in Dialogform rappen.

2. N.Y. State of Mind
Anschließend kommt schon der erste von einigen Krachern: "N.Y. State of Mind" ist wohl der beliebteste Track. Mit drei verschiedenen Samples schustert DJ Premier einen genialen Song: den professionellsten auf dem Album. Eine ständige Abfolge eines Klavier-Motiven ist am ausdrucksstärksten und schläfert auf angenehmste Art und Weise ein. Wie gesagt, Eastcoast bedeutet "chillen", Illmatic bedeutet "New York" und diese Aspekte finden sich in diesem Track wieder. Er spiegelt das gesamte Album am ehesten wieder.

3. Life's a Bitch
Weiter geht es mit "Life's a Bitch", der einzige Song mit einem Gastauftritt. Der Gast heißt AZ und übernimmt die lyrische Hauptrolle. Am Ende spielt Nas Vater Olu Dara ein Trompeten-Ending. Mir gefällt dieser Song am meisten, aufgrund des E-Piano-Samples. Auf zwei Takte fällt eine "schnelle" Abfolge von drei Tönen. Das Ending unterstreicht den angesprochenen Swing-Jazz-Charakter.

4. The World Is Yours
Lied Nummer vier heißt "The World Is Yours" und hier hat man den Eindruck, dass Nas zu einem reinen Swing-Rhythmus rappt. Wieder ist das Klavier das wichtigste Instrument. Etwas schneller als im vorigem Song, aber nicht "gehetzt", sondern immernoch angenehm. Der Refrain wird gesungen von Pruducer Pete Rock, dessen gesangliche Qualitäten es aber nicht mit Nas' Rap aufnehmen können. Der Track gehört auf jeden Fall in die "Top 3 von Illmatic".

5. Halftime
Aufregender ist die Stimmung in "Halftime". Hier steht das Schlagzeug im Vordergrund. Das Hauptsample gibt dem Track lediglich einen angenehmeren Klang. Die Strophen stehen ein bisschen im Kontrast mit dem Refrain, der aggressiver klingt. Auch hier tritt Olu Daras Trompete auf. Außerdem lebt er mehr von den musikalischen Jonglagen von Large Professor als von Rap.

6. Memory Lane
Nummer 6 ist Memory Lane. Hier beweist DJ Premier ein Mal mehr, dass er es versteht, zwei unterschiedliche Instrumente so zusammen zu bringen, dass es etwas wie einen "Duell"-Eindruck schindet. Auf die melodienreiche Orgel antwortet noch im Spiel ein Chor, der aber vom schnellen Wiederbeginn der Orgel unterbrochen wird. Das Klavier geht in diesem Duell absichtlich ein wenig unter.

7. One Love und 8. One Time For Your Mind
Die nächsten beiden Tracks sind eher einfach strukturiert. Bei "One Love" werden die Drums lediglich von einem Glockenspiel begleitet. Allerdings schafft es Q-Tip nicht, aus den Samples einen gewohnten Swing-Charakter zu erzeugen. Der Song hinkt ein wenig hinter den anderen her. Das achte Lied heißt "One Time For Your Mind" und ist das langsamste (nicht langweiligste) auf dem Album. Hierbei spielt die individuelle Geschmackssache eine große Rolle, entweder gefällt einem diese variationsreiche Produktion oder man bevorzugt ein einheitlich strukturierteren Song. Ich bin da ein wenig unschlüssig.

9. Represent
Nach den letzten beiden Songs droht das Album eigentlich ein wenig einzuschlafen. Doch "Represent" macht jegliche Sorge zunichte. Grund dafür ist mal wieder DJ Premier, obwohl er hier nicht von seiner eigentlichen Spezialität gebrauch macht. Er mixt seine persönliche Note grandios in ein Sample von Lee Erwin und gibt Nas die Grundlage für einen genialen Songs, die er voll ausnutzt.

10. It Ain't Hard To Tell
Der gelungene Abschluss trägt den Namen "It Ain't Hard To Tell". Es ist schwierig, einen passenden letzten Song zu diesem Meister-Album zu finden. Large Professor fällt diese merklich schwer, er meistert sie aber ohne Enttäuschung. Das Ending ist kein Kracher mehr, aber wie gesagt, ein gelungener Abschluss eines gelungenen Albums.

Am Schluss will ich noch einmal auf Nas' Fähigkeiten zurückkommen. Die Rapqualitäten, die Nas auf seinem ersten Album aufweißt, sind bis heute von ihm und einem anderen Rapper unerreicht geblieben. Es ist nicht nur die revolutionäre Reimtechnik, es ist auch seine ausdrucksstarke Stimme, seine Lyrics, die Flüssigkeit des Rappens, seine persönliche Note und vor allem die perfekte Harmonie zwischen Stimme und Instrumenten, die mich mit am meisten beeindruckt hat. Es passt einfach alles auf diesem Album.

11 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Turbotisl1

    18.01.2008, 12:40 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    mag Hip-Hop nicht, aber Dein Bericht ist gut...lg

  • DOMMEL

    15.01.2008, 14:44 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht

  • morla

    15.01.2008, 00:34 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    l.g. petra

  • Kleinesengli

    14.01.2008, 23:14 Uhr von Kleinesengli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Nadja