Impfungen - Kinder Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Warum nur gibt es so viele Impfmuffel

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zum ersten Mal stand ich vor knapp fünf Jahren vor der Frage, ob ich meine damals gut ein Jahr alte Tochter gegen Masern-Mumps-Röteln impfen lassen sollte. Zu der Zeit ging es ganz heftig durch die Presse, besonders die Familienzeitschriften, die damals sehr gerne gelesen hatte. Darin wurde über viele Fälle geschrieben, wo die Kinder nach dem Impfen Schäden bekommen hatten, weswegen das Impfen damals arg in Verruf gekommen war. Hinzu kamen Ausrufe von Gegnern, die meinten, für die Entwicklung der Kinder wäre es wichtig, die Kinderkrankheiten durchzumachen. Somit war ich damals natürlich arg verunsichert, was nun richtig ist, impfen oder nicht impfen?

Ich konnte mich gut an meine Masern erinnern, mir tat der Kopf weh und ich hatte leichtes Fieber. Insgesamt 14 Tage lag ich in meinem dunklen Kinderzimmer und habe mich gelanweilt, weil auch Masern auf den Augen sitzen können, die bei Lichteinstrahlung platzen und zu Blindheit führen könnten. Angenehm war dies nicht, aber in meiner Erinnerung nicht gerade gefährlich. Von meiner Mutter weiß ich aber, daß mein Onkel als Kind sehr schwer an Masern erkrankt war, so hoch fieberte, daß er mehrer Tage phantaiserte und sein Leben doch arg in Gefahr schien. So etwas wollte ich mit meiner Tochter natürlich auf keinen Fall erleben.

So fragte ich damals die Kinderärztin um Rat, die mich zwar etwas pikiert(sie war von den Kampagnen damals sichtlich genervt, daß Impfen in ihren Augen sehr wichtig ist) aber dennoch ausführlich aufklärte.

Beim Impfen wird der Virus, Kinderkrankheiten sind eben alles Viren, in leichter Form in den Körper gespritzt. Auf diese Weise macht man also den Virus, sprich die Kinderkrankheit auf jeden Fall durch. Impfen hat so mit sogar den Vorteil, daß die Abwehr gestärkt wird, denn wer sagt denn, daß man sonst mit der Krankheit in Kontakt kommt. Ich habe selber bisher auch nur Masern und Windpocken als Kinderkrankheiten gehabt, die Windpocken erst vor gut zwei Jahren während meiner dritten Schwangerschaft, was auch nicht gerade sehr günstig war.
Somit war schon mal das eine Argument der Impfgegner, daß die Kinder die Krankheiten brauchen, um ihre Abwehr zu stärken, hinfällig, die wird eher durch das impfen gestärkt.

Dann ging es noch um die Impfschäden. Natürlich können die entstehen, doch es gibt wesentlich weniger Impfschäden, als Schäden nach durchgemachter Krankheit, lt. meiner Kinderärztin. Außerdem hätten die betroffenen Kinder die gleichen Schäden bekommen, wenn sie nicht geimpft worden wären, sondern die Krankheit durchgemacht hätten. Auch dies war für mich einleuchtend, so wurde meine Tochter dann gegen MMR (Abkürzung für Masern-Mums-Röteln) geimpft. Diese Impfung hat sie damals sehr gut vertragen und weder Fieber noch sonst etwas bekommen. Nun wird es bei ihr langsam Zeit für eine Auffrischung die im siebten Lebensjahr gemacht werden sollte, und die sie auf jeden Fall bekommen soll.

Somit bekam meine große Tochter alle anstehenden Impfungen, die sie auch sehr gut vertragen hat. Bei der ersten hat sie am Abend nach der Impfung ganz heftig reagiert und war nur am Schreien, was offensichtlich am Fieber lag. Doch dank eines Fieberzäpfchens hatte sie sich schnell beruhigt und schlief, bis zum nächsten Morgen, wo der Spuk vorbei war. Doch mit zunehmenden Alter war es immer weniger, daß meine Tochter mit Fieber auf die Impfungen reagiert hat, dies kam eben nur bei der Tetanusimpfung mit 3 und 6 Monaten vor.

Bei unserer mittleren Tochter standen wir wieder vor der Frage, ob wir die impfen lassen sollen. Eigentlich wäre sie mit der Impfung vor einem Jahr schon dran gewesen, doch da sie im August 2000 einen sehr schweren Fieberkrampf in Verbindung mit dem Dreitagefieber hatte, durfte sie bisher nicht geimpft werden, da die Impfung Fieber und somit einen weiteren Krampf auslösen könnte. Nun wurde sie im Oktober zwei Jahre und hatte über ein Jahr Ruhe mit Krämpfen, trotz einiger Infekte mit hohem Fieber, was uns hoffen ließ, daß der Fieberkrampf eine Einmahlige Sache war. Außerdem gingen die Masern wieder akut herum, da es inzwischen viele Kinder gibt, die nicht geimpft wurden. Einige wenige aus den Gründen wie meine Tochter, weil es für sie nicht unbedingt gut gewesen wäre, die meisten leider, weil die Eltern inzwischen gegen das Impfen sind.
So wurde unsere Tochter dann auch einen Tag vor ihrem zweiten Geburtstag endlich geimpft, schlief dann aber die nächsten zwei Wochen bei uns im Bett, denn es besteht ein Restrisiko, daß sie nach 7-10 Tagen nach der Impfung wieder so einen heftigen Krampf bekommen könnte, da es sich ja wie bei dem Dreitagefieber um einen Virus handelt. Gefährlicher wäre es auf alle Fälle, wenn sie die Masern bekommen hätte.

Bisher habe ich immer gehofft, daß es so weit dann gar nicht kommen kann, daß vorallem die Masern wieder ausbrechen, weil ja eigentlich alle Kinder gegen Masern geimpft sein sollten, doch dem ist leider nicht so, unter anderem wegen dieser Gegner Kampagnen, die gegen das Impfen ausgesprochen wurden. Mir wäre es lieber, wenn ich noch bis zum Kindergarten mit dem Impfen warten könnte, denn je älter meine Tochter wird, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie einen weiteren Fieberkrampf bekommt. Diese Impfung hat sie zwar sehr gut vertragen, trotzdem hatte sie im Dezember noch mal wieder einen Fieberkrampf., was mir für die nächste Impfung dann doch wieder Sorgen macht.
Ich muß somit gestehen, daß ich ein wenig sauer auf die Eltern bin, die mit dem Impfen geschlampt haben, denn sie gefährden damit nicht nur ihre Kinder, die ev. die Krankheit bekommen, sondern auch andere, wie z.B. meine Tochter, die aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht gegen Masern geimpft werden durften, denn ihre Kinder sind ja leider auch Überträger der Krankheit.

Nun ist meine Kleinste nächste Woche mit dem Impfen dran, bei der U 4 war es leider nicht machbar, denn zu der Zeit waren wir alle heftig erkältet und eine Impfung bringt nur etwas, wenn das Kind auch wirklich gesund ist. Und damit es auch gesund bleibt, muß ebenfalls die Umgebung gesund sein.
Natürlich habe ich ein klein wenig Angst, denn inzwischen habe ich gelesen, daß die Impfung mit den Kindstot fördern kann, viele Kinder die an Sids gestorben sind, wären genau zwei Wochen vor ihrem Tod geimpft worden. Somit bin ich froh, wenn meine Tochter die Impfung überstanden hat und mich in drei Wochen immer noch gesund und munter anlächelt, doch die zwei Wochen werde meine Nerven sicherlich wieder blank liegen.

Allerdings muß ich auch zugeben, ist es mir wichtig, daß meine Tochter ihrem Impfschutz bekommt, denn wenn sie mobil wird, kann sie sich schnell mal verletzen, Tatanus ist das besonders wichtig!!!
Aber auch die anderen Impfungen finde ich sehr wichtig, und somit bekommt meine Tochter die, und ich hoffe, sie verträgt sie ebenso, wie die großen Schwester.

Damit die Stelle sich jedoch nicht bemerkbar macht und sie kein Fieber bekommt, werde ich es versuchen, ihr ein nasse Taschentuch auf die Stickwunde zu geben, den Tip habe ich von einer Freundin, ob es klappt, das kann ich nicht sagen, aber ich werde es auf jeden Fall probieren, und wenn es klappt, dann freuen sich meine Nerven darüber.


Deswegen sollten sich viele Eltern bewußt werden, daß Impfen nicht nur für das eigene Kind wichtig sein kann, sondern eben auch für andere Kinder. Gerade für Säuglinge z.B. die ja noch nicht geimpft sind, können Masern lebensgefährlich werden, und die werden oft von anderen größeren ungeimpften Kinder angesteckt, sei es von Geschwistern, Nachbarn oder Freunden. Denkt also bitte daran, ihr trefft nicht nur für Eure Kinder die Entscheidung, ob sie die Krankheit durchmachen, sondern auch für andere Kinder, dabei sollte aber immer das Wohl des eigenen Kindes im Vordergrund stehen!
Durch das Impfen konnten einige gefährliche Krankheiten fast ausgerottet werden, dennoch muß auch weiterhin geimpft werden, damit es so bleibt, sonst kommen diese Krankheiten wieder.

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Overloader

    09.04.2002, 23:37 Uhr von Overloader
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde auch das Impfungen wichtig sind, jedoch manche denken sich dabei, dass ein gewisses Restrisiko bleibt, und sehen es deshalb auch nicht ein!

  • MiNic

    09.04.2002, 08:53 Uhr von MiNic
    Bewertung: sehr hilfreich

    Unsere Kleine ist jetzt 8 Monate alt und immer noch nicht geimpft. Leider ist in Deutschland ein regelrechter Impfwahn ausgebrochen, den wir aber nicht mitmachen wollen. Die erste 6-fach Impfung soll sie nicht bekommen. Es wird gerne von der Pharmaindustri

  • greinha

    08.04.2002, 14:28 Uhr von greinha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Vorsicht: es war mal fast 'Mode', sich gegen alles incl. Sonnenbrand impfen zu lassen. Oft ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion geringer als die Option, resistente Erreger zu erzeugen. Bei den 'üblichen' Krankheiten wie Maser