In Extremo Testbericht
ab 6,71 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von linnie
Die schnellste Band der Welt in Hannover
Pro:
haben alle alten Hits gespielt (außer: Palästinalied), tolle Stimmung und Bühnenshow, 23 Euro, 22 Hits
Kontra:
10 neue Songs, Sänger hat etwas gestänkert
Empfehlung:
Ja
In Extremo spielen wieder live, nicht nur auf Festivals, sondern auf ihrer eigenen Tour. Kurz nach Tourneestart haben sie auch das Capitol in Hannover besucht, wo sie vor ausverkaufter Halle gespielt haben.
** Die Fakten
Eintritt: 23 Euro inklusive VVK-Gebühr
Konzertbeginn: 26. September 2003, 20 Uhr
Vorband: Exilia
Dauer des Konzertes: Bis kurz vor 23 Uhr
Gespielte Songs: 22
** Exilia
Zur Vorband Exilia ist eigentlich nicht viel zu sagen, als wir kurz vor 20 Uhr im Capitol ankamen, haben sie bereits gespielt und wir sind auch nicht reingegangen, um uns die Band anzusehen. Es hat uns gereicht, von draußen zuzuhören, denn Exilia klangen eher wie "Guano Apes für Arme" mit gelegentlichen Skunk Anansie-Ähnlichkeiten. Gegen 20:15 verließ die Vorband überraschend früh die Bühne, um den Umbau für In Extremo zu ermöglichen.
** Die Songs
Schon um 20:45 betraten In Extremo mit einem ihrer üblichen Intros die Bühne und begannen das Konzert mit ihrem neuen Hit "Küss mich". Bis kurz vor Schluss spielten sie immer abwechselnd ein altes Stück gefolgt von einem Song des neuen Albums "7".
* Die Seltlist:
Küss mich
Hiemali Tempore
Erdbeermund
Sefardim
Ave Maria
Sagrada trobar
Melancholie
Albtraum
Nymphenzeit
Segel setzen
Herr Mannelig
Spielmannsfluch
Ai vis lo lop
Wind
Vollmond
Omnia sol temperat
Merseburger Zaubersprüche 1
(Reihenfolge beliebig)
Zugaben:
Stetit Puella
Madre Deus
Die Gier
In Extremo
Damit haben In Extremo also 10 Songs ihres neuen Albums gespielt, sodass ich alteingesessenen Fans, die sich mit dem neuen Album nicht anfreunden können, fast schon von einem Konzertbesuch abraten kann.
Um dieses Marathonprogramm durchziehen zu können, haben In Extremo einige Songs erheblich schneller gespielt, als man sie von der CD-Fassung her kennt, so hatte ich den Eindruck, als ob z.B. Madre Deus in dreifachem Tempo gespielt wurde.
** Das Konzert
Das Capitol Hannover diente früher mal als Kino und ist daher etwas untypisch aufgebaut für Konzertbesuche: Einmal ist die Bühne recht klein, da sie an Wochenenden nur den Go-Go-Tänzern für die Discothek dient, zum anderen ist der Raum vor der Bühne nicht allzu groß (etwa so wie eine mittelgroße Discotanzfläche). Dafür hat man die Möglichkeit, in einer Art Rang zu stehen, der sich über der Tanzfläche befindet und treppenartig aufgebaut ist, sodass auch kleinere Leute (wie ich....) von weiter hinten noch die Bühne sehen können.
Da das Capitol ausverkauft war (oder zumindest nahezu), war es nach der Vorband nicht mehr möglich, sich vor die Bühne zu schieben, was außerdem aufgrund von tropischen Temperaturen bei über 30 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit nicht gerade verlockend erschien. Wir haben daher oben auf dem Rang gestanden, von wo aus gut die Bühne zu erkennen war, aber nicht mehr die Fans vor der Bühne.
* Stimmung
Die Stimmung während des Konzertes war großartig, die Fans sangen und klatschten mit und bejubelten besonders die alten Hits. Aus meiner subjektiven Sicht heraus fand ich die Stimmung bei "Ai vis lo lop" am besten, das zu den ältesten Songs von In Extremo zählt. Die neuen Songs kamen dagegen eher semigut an. Viele Fans dürften das neue Album noch nicht kennen und mögen es eventuell auch nicht. Besonders romantisch wurde es allerdings, als "Melancholie" angestimmt wurde, das ohne Bass und E-Gitarre auskam und eine kuschelige Atmosphäre im Capitol verbreitete.
*Stänkerei?
Das letzte Einhorn (der Sänger der Band) brach einen kleinen Streit mit einem Fan in den ersten Reihen vom Zaun, was sich in verbalen Attacken gegen den Fan ausdrückte, wobei das letzte Einhorn zuletzt androhte, den Fan rausschmeißen zu lassen. Vom Rang aus war leider nicht zu sehen, was dort los war, ob sich dort also tatsächlich jemand völlig daneben benommen hat oder ob der Sänger grundlos am Stänkern war, dennoch finde ich, dass solche Attacken von Seiten der Band nicht gerade schön sind.
* Feuershow, Outfits etc.
Die Feuershow beschränkte sich im Capitol auf Glitterregen von der Decke bzw. einer "Glitterbombe", die zwischendurch die Fans besprühte, Feuersäulen auf der Bühne und brennenden Sticks bei "Villeman og Magnhild". Dennoch gefiel mir die Bühnenshow sehr gut. Im Hintergrund war eine Art Wüstenlandschaft zu sehen, außerdem wurde die Bühne je nach Beleuchtung in grünes, rotes oder anderes Licht eingetaucht. In Extremo machten wie gewohnt eine gute und motivierte Bühnenshow und die (bis zu) drei Dudelsackspieler marschierten im Takt über die Bühne. Besonders nett anzusehen war dabei wieder Yellow Piper (jaaa, lacht nur :-) ). Das Bühnenoutfit sah aus wie üblich: Alle Bandmitglieder waren mittelalterlich gekleidet mit Schulterpolstern und langen Stiefeln, Dr. Pymonte trug während des gesamten Konzertes einen langen Ledermantel - Respekt bei solchen Temperaturen! Das letzte Einhorn dagegen befreite sich recht schnell von seiner Oberbekleidung.
Sehr witzig fand ich ein Instrument, das aussah wie eine Astgabel, zwischen die etwas Leine gespannt war und das ich daher für Dekoration gehalten habe. Im späteren Verlauf des Konzertes schlug Dr. Pymonte aber kräftig darauf ein und entlockte dem unbekannten Instrument sehr schöne Klänge, die fast an ein Marimbaphon erinnerten.
Im gesamten Verlauf des Konzertes kamen wie gewohnt alte Instrumente zum Einsatz, die den Klang von In Extremo ausmachen, mir ist also immer noch nicht ganz klar, wie einige Leute auf den Vergleich zu Rammstein kommen?!
** Fanshop
Selbstverständlich gab es wieder haufenweise T-Shirts zu kaufen und zwar Shirts von der letzten Tour und welche von der aktuellen. Der Preis lag bei 15 Euro für T-Shirts und bei 20 Euro für langärmelige Shirts. Außerdem gab es für 15 Euro die alten In Extremo CDs zu kaufen und auch allerlei Kleinkram wie Aufnäher, Aufkleber, Galgen und so weiter.
** Fazit
Insgesamt habe ich am Freitag einen durchaus gelungenen Konzertabend erlebt, In Extremo haben insgesamt 22 Songs gespielt und standen 105 Minuten auf der Bühne, die Stimmung im Publikum war ausgezeichnet und die Band hat eigentlich alle alten Hits gespielt. Was ich schade fand, war die Wahl des Capitols, das einfach viel zu klein war für In Extremo. Die Hitze führte dazu, dass ich bereits nach den ersten paar Songs völlig durchgeschwitzt und einem Herzinfarkt nahe war. Dennoch hat man für schlappe 23 Euro viel geboten bekommen, außerdem ist In Extremo live immer ein besonderes Erlebnis!
Ich kann euch einen Konzertbesuch auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr die Kombination von mittelalterlichen Klängen mit Rockmusik mögt. Wer sich mit dem neuen Album nicht anfreunden kann, wird fast jedes zweite Lied des Abends nicht mögen, derjenige sollte dann wohl auf die neue Tour warten. Ich vergebe 4 Sterne für den tollen Abend, kleine Abzüge gibt's für die zu vielen neuen Songs und für die Stänkerei gegen den Fan.
** Die Fakten
Eintritt: 23 Euro inklusive VVK-Gebühr
Konzertbeginn: 26. September 2003, 20 Uhr
Vorband: Exilia
Dauer des Konzertes: Bis kurz vor 23 Uhr
Gespielte Songs: 22
** Exilia
Zur Vorband Exilia ist eigentlich nicht viel zu sagen, als wir kurz vor 20 Uhr im Capitol ankamen, haben sie bereits gespielt und wir sind auch nicht reingegangen, um uns die Band anzusehen. Es hat uns gereicht, von draußen zuzuhören, denn Exilia klangen eher wie "Guano Apes für Arme" mit gelegentlichen Skunk Anansie-Ähnlichkeiten. Gegen 20:15 verließ die Vorband überraschend früh die Bühne, um den Umbau für In Extremo zu ermöglichen.
** Die Songs
Schon um 20:45 betraten In Extremo mit einem ihrer üblichen Intros die Bühne und begannen das Konzert mit ihrem neuen Hit "Küss mich". Bis kurz vor Schluss spielten sie immer abwechselnd ein altes Stück gefolgt von einem Song des neuen Albums "7".
* Die Seltlist:
Küss mich
Hiemali Tempore
Erdbeermund
Sefardim
Ave Maria
Sagrada trobar
Melancholie
Albtraum
Nymphenzeit
Segel setzen
Herr Mannelig
Spielmannsfluch
Ai vis lo lop
Wind
Vollmond
Omnia sol temperat
Merseburger Zaubersprüche 1
(Reihenfolge beliebig)
Zugaben:
Stetit Puella
Madre Deus
Die Gier
In Extremo
Damit haben In Extremo also 10 Songs ihres neuen Albums gespielt, sodass ich alteingesessenen Fans, die sich mit dem neuen Album nicht anfreunden können, fast schon von einem Konzertbesuch abraten kann.
Um dieses Marathonprogramm durchziehen zu können, haben In Extremo einige Songs erheblich schneller gespielt, als man sie von der CD-Fassung her kennt, so hatte ich den Eindruck, als ob z.B. Madre Deus in dreifachem Tempo gespielt wurde.
** Das Konzert
Das Capitol Hannover diente früher mal als Kino und ist daher etwas untypisch aufgebaut für Konzertbesuche: Einmal ist die Bühne recht klein, da sie an Wochenenden nur den Go-Go-Tänzern für die Discothek dient, zum anderen ist der Raum vor der Bühne nicht allzu groß (etwa so wie eine mittelgroße Discotanzfläche). Dafür hat man die Möglichkeit, in einer Art Rang zu stehen, der sich über der Tanzfläche befindet und treppenartig aufgebaut ist, sodass auch kleinere Leute (wie ich....) von weiter hinten noch die Bühne sehen können.
Da das Capitol ausverkauft war (oder zumindest nahezu), war es nach der Vorband nicht mehr möglich, sich vor die Bühne zu schieben, was außerdem aufgrund von tropischen Temperaturen bei über 30 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit nicht gerade verlockend erschien. Wir haben daher oben auf dem Rang gestanden, von wo aus gut die Bühne zu erkennen war, aber nicht mehr die Fans vor der Bühne.
* Stimmung
Die Stimmung während des Konzertes war großartig, die Fans sangen und klatschten mit und bejubelten besonders die alten Hits. Aus meiner subjektiven Sicht heraus fand ich die Stimmung bei "Ai vis lo lop" am besten, das zu den ältesten Songs von In Extremo zählt. Die neuen Songs kamen dagegen eher semigut an. Viele Fans dürften das neue Album noch nicht kennen und mögen es eventuell auch nicht. Besonders romantisch wurde es allerdings, als "Melancholie" angestimmt wurde, das ohne Bass und E-Gitarre auskam und eine kuschelige Atmosphäre im Capitol verbreitete.
*Stänkerei?
Das letzte Einhorn (der Sänger der Band) brach einen kleinen Streit mit einem Fan in den ersten Reihen vom Zaun, was sich in verbalen Attacken gegen den Fan ausdrückte, wobei das letzte Einhorn zuletzt androhte, den Fan rausschmeißen zu lassen. Vom Rang aus war leider nicht zu sehen, was dort los war, ob sich dort also tatsächlich jemand völlig daneben benommen hat oder ob der Sänger grundlos am Stänkern war, dennoch finde ich, dass solche Attacken von Seiten der Band nicht gerade schön sind.
* Feuershow, Outfits etc.
Die Feuershow beschränkte sich im Capitol auf Glitterregen von der Decke bzw. einer "Glitterbombe", die zwischendurch die Fans besprühte, Feuersäulen auf der Bühne und brennenden Sticks bei "Villeman og Magnhild". Dennoch gefiel mir die Bühnenshow sehr gut. Im Hintergrund war eine Art Wüstenlandschaft zu sehen, außerdem wurde die Bühne je nach Beleuchtung in grünes, rotes oder anderes Licht eingetaucht. In Extremo machten wie gewohnt eine gute und motivierte Bühnenshow und die (bis zu) drei Dudelsackspieler marschierten im Takt über die Bühne. Besonders nett anzusehen war dabei wieder Yellow Piper (jaaa, lacht nur :-) ). Das Bühnenoutfit sah aus wie üblich: Alle Bandmitglieder waren mittelalterlich gekleidet mit Schulterpolstern und langen Stiefeln, Dr. Pymonte trug während des gesamten Konzertes einen langen Ledermantel - Respekt bei solchen Temperaturen! Das letzte Einhorn dagegen befreite sich recht schnell von seiner Oberbekleidung.
Sehr witzig fand ich ein Instrument, das aussah wie eine Astgabel, zwischen die etwas Leine gespannt war und das ich daher für Dekoration gehalten habe. Im späteren Verlauf des Konzertes schlug Dr. Pymonte aber kräftig darauf ein und entlockte dem unbekannten Instrument sehr schöne Klänge, die fast an ein Marimbaphon erinnerten.
Im gesamten Verlauf des Konzertes kamen wie gewohnt alte Instrumente zum Einsatz, die den Klang von In Extremo ausmachen, mir ist also immer noch nicht ganz klar, wie einige Leute auf den Vergleich zu Rammstein kommen?!
** Fanshop
Selbstverständlich gab es wieder haufenweise T-Shirts zu kaufen und zwar Shirts von der letzten Tour und welche von der aktuellen. Der Preis lag bei 15 Euro für T-Shirts und bei 20 Euro für langärmelige Shirts. Außerdem gab es für 15 Euro die alten In Extremo CDs zu kaufen und auch allerlei Kleinkram wie Aufnäher, Aufkleber, Galgen und so weiter.
** Fazit
Insgesamt habe ich am Freitag einen durchaus gelungenen Konzertabend erlebt, In Extremo haben insgesamt 22 Songs gespielt und standen 105 Minuten auf der Bühne, die Stimmung im Publikum war ausgezeichnet und die Band hat eigentlich alle alten Hits gespielt. Was ich schade fand, war die Wahl des Capitols, das einfach viel zu klein war für In Extremo. Die Hitze führte dazu, dass ich bereits nach den ersten paar Songs völlig durchgeschwitzt und einem Herzinfarkt nahe war. Dennoch hat man für schlappe 23 Euro viel geboten bekommen, außerdem ist In Extremo live immer ein besonderes Erlebnis!
Ich kann euch einen Konzertbesuch auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr die Kombination von mittelalterlichen Klängen mit Rockmusik mögt. Wer sich mit dem neuen Album nicht anfreunden kann, wird fast jedes zweite Lied des Abends nicht mögen, derjenige sollte dann wohl auf die neue Tour warten. Ich vergebe 4 Sterne für den tollen Abend, kleine Abzüge gibt's für die zu vielen neuen Songs und für die Stänkerei gegen den Fan.
Bewerten / Kommentar schreiben