In Extremo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von angel2901
Still die Gier, die Gier in mir!!!
Pro:
Show, Musik, super nette Band, super Publikum, ...
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
• IN EXTREMO - LIVE •
In Extremo... mittlerweile eigentlich nichts Unbekanntes mehr, wenn man in die Richtung \"Mittelalterrock oder Metal\" schaut. Der Erfolg bricht nicht ab und durch die Alben \"Sünder ohne Zügel\" und \"In Extremo Live\" verbunden mit der Live-DVD werden sie immer bekannter.
Meine Meinung über die Jungs? Nun ja... viel hab ich von ihnen noch nicht gesehen, aber das was ich höre, ist mal ab und zu ganz angenehm... zum neben her arbeiten... aber wirklich begeistern konnte mich die Musik nicht.
Nun sollte es so weit kommen, dass mich mein bester Freund zu einem Konzert schleppen wollte. Nun ja, 18 Euro im Vorverkauf. Nur dumm, dass man zu spät dran war und 2 Tage vor dem Konzert keine Vorverkaufskarten mehr erhält. Also machten wir uns zu fünft auf zum Konzert.
Ich bin ehrlich: Wirklich Lust hatte ich ja im Vornerein nicht. Ich stellte mich also, grobgesagt, auf einen amüsanten, aber nicht wirklich hammer tollen Abend ein.
• Die Spielmänner •
In Extremo gründeten sich im Jahre 1996 und verfolgten daraufhin eine ziemlich steile Karriere. Mittlerweile sind sie so gut wie auf jedem Mittelalter- bzw. Metalfestival zu finden.
- Besetzung -
Das letzte Einhorn (Gesang, Harp und Cyster)
Der Lange (Gitarre)
Die Lutter (Bass, Trumscheid)
Der Morgenstern (Schlagzeug, Percussion, Pauke, Das Pferd)
Dr. Pymonte (Dudelsack, Schallmey, Flöte, Harfe)
Flex der Biegsame (Dudelsack, D-Sack, Schalmey, Flöte)
Yellow Pfeiffer (Dudelsack, C-Sack, Schalmey, Flöte, Nyckelharpa)
Seltsame Namen, nicht wahr? *grinst* Nun ja... im Mittelalter war es wohl üblich als Spielmann einen solchen Künstlernamen zu besitzen ;)
• Auf zur Reise... •
Nun ja *grinst* Reise ist etwas hochgegriffen, aber eine Stunde hinfahrt war es dann doch. Zuvor noch nie etwas von Zwingenberg gehört, heftete ich mich an meinen Freund, zu dem ich schon einmal eine halbe Stunde nach Worms brauchte. Von da ab ging es dann nochmals eine halbe Stunde, bis wir Zwingenberg endlich erreicht haben und auch schnell eine Parkmöglichkeit fanden. Wir suchten mit den Autos erst gar nicht nach der Halle (Melibokushalle), da wir schon etwas spät dran waren und damit rechneten, dass vor der Halle kein Platz mehr sein würde.
Wie kommen wir nun zur Halle? *lächel* Das war mal absolut das kleinste Problem! Zwingenberg wurde sozusagen überschwemmt von der schwarzen Welle! Heißt: Folgt den schwarzen Menschen und ihr werdet finden, wonach ihr sucht! ... Es hat funktioniert ^^
• Drinnen, draußen, drumherum... •
Vor der Halle fanden wir dann auch den Parkplatz vor und waren spätestens jetzt davon überzeugt, dass wir gut daran getan hatten, einen anderen Parkplatz zu suchen. Wir amüsierten uns noch kurz über jemanden, der einen \"In Extremo\" - Aufkleber nach innen in sein Auto geklebt hatte und somit nach außen hin spiegelverkehrt zu sehen war und machten uns dann Richtung Eingang auf. Der war schon geöffnet und wir kamen ohne jegliche Probleme hinein. Im Eingangsbereich links standen bereits die Securities, die nach gefährlichen Gegenständen suchten und Taschen ausräumten. Rechts, mein Ziel, stand ein kleines Tischchen mit der Abendkasse. 22 Euro, genau 4 Euro mehr, blätterte ich für die Karte hin und quitschte dann aber doch erfreut, als ich eine in der Hand hielt. Zwei Schritte später bekam ich die dann aber auch schon wieder abgenommen und dafür einen doofen Stempel auf die Hand gedrückt.
Der erste Weg, als wir drinnen waren, führte uns zu den Getränken. Als wir so für die Bons anstanden ging es drinnen dann auch schon los... Die Vorband fing an zu spielen. Wirklich interessiert hat es uns nicht... wir wollten was zu trinken! Das war jetzt mal wichtig!
Zu bieten hatte Zwingenberg eigentlich alles, was man so brauchte. Es gab Wasser, Cola, Fanta, Bier, alkoholfreies Bier und Apfelwein. Ansonsten, glaube ich, nichts mehr erwähnenswertes... aber uns reichte es ;)
An der Kasse stand eine ältere Dame, die, wie ich es eingeschätzt habe, wahrscheinlich ehrenamtlich für die Stadt arbeitete und zu In Extremo abgeordnet wurde. Jedoch reagierte die richtig cool auf \"Schock\" die in der Halle schon mächtig abrockten. Sie pfiff mit und wippte vor sich hin... fand ich lustig :) Die Preise waren nicht wirklich überteuert. Für einen 0,4er Apfelwein zahlte ich mit 1 Euro Pfand für den Plastikbecher 2 Euro. Das ist doch wirklich noch zu verkraften. So pflanzten wir uns ganz nach hinten in einen Teil der Halle, der noch wirklich leer war, genossen unsere Getränke, musterten die andern Konzertbesucher und hörten uns die Vorband an. Zu erwähnen wäre, dass ich etwas überrascht über die Halle war. Ich war jetzt schon auf einigen Konzerten, aber so klein war noch keine Halle... was heißt \"klein\"? ... Klein im Bezug auf die Höhe. Es handelte sich um eine große Sporthalle.. Somit war die Belüftung auch nicht wirklich toll. Oben waren Klappfenster offen, aber Luft brachte das nicht wirklich.
Was fanden wir denn so vor auf dem In Extremo Konzert? ... ALLES, was Beine hatte und laufen konnte. Menschen komplett in schwarz, mit langen Haaren, Bärten, in Schottenröcken, Rockeroutfit, dick, dünn, alt, jung ... einfach ALLES!
Aber irgendwann waren mir und den anderen beiden Mädels die Leute um uns herum egal... wir standen nämlich nur da, starrten auf die Bühne und sabberten vor uns hin. Michael Schock, der auf der Bühne mit seiner Band wirklich super Musik darbot, zog sein Oberteil aus und hüpfte weiter über die Bühne. Nun sollen sich die ETWAS dunkler orientierten mal einen Mann in mittlerem Alter mit langen, schwarzen, gepflegten Haaren vorstellen, Lederhosen und einem hammergenialen Oberkörper, der da Headbangend über die Bühne hüpft. ROAR!!! Nun ja... Irgendwann wurde auch uns klar, dass wir so langsam unsere Getränke leeren müssen, wenn wir noch was von In Extremo haben wollen ;)
• Die Vorband •
Darf ich vorstellen? SCHOCK... eine deutsche Metalband, die sich auf jeden Fall zu präsentieren weiß und, wie ich denke, noch eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.
- Besetzung -
Michael Schock
Silvio Buch
Vladislav Schröder
Mathias Schneider
Tobias Helbich
Offizielle Homepage: www.schockline.de
Mehr kann ich euch leider zur Band nicht mehr sagen ;) Es war ja auch nicht wirklich der Hauptact... insgesamt haben die Jungs aber immerhin ca. eine halbe Stunde gespielt.
• Wir werden fliegen... •
Als unser Alex dann seine drei Bier leer hatte machten wir uns auf zur ersten Tür, ganz nach vorne. Da war ja dann fast mehr Platz als hinten... seltsam, aber uns gerade recht. Wir standen so also ungefähr in dritter Reihe genau in der Mitte und warteten darauf, dass die Umbauarbeiten fertig sind und wir endlich was zu Sehen bekommen.
Wir mussten dann auch nicht lange warten. Die Bandmitglieder machten es sich bei dunklem Saal schon mal auf der Bühne gemütlich... alle, außer dem letzten Einhorn. Micha kam dann zu Anfang des Liedes mit heftigen Gitarrenklängen, angehendem Licht und Funkenfontänen von hinten nach vorne an das Mikro. Den Opener kannte ich leider nicht *grinst* Wie gesagt hörte ich In Extremo nur so nebenher und kenn auch nicht wirklich alle Lieder vom Album.
Das zweite Lied, das direkt auf das erste folgte, kannte ich dann. Mit heftigen Gitarren und starkem Schlagzeug hämmerte \"Spielmannsfluch\" auf uns ein. Es wurde gepoged, gemosht und gegröhlt, was das Zeug hielt... Als und das Einhorn danach dann eine Verschnaufpause gönnte um uns zu begrüßen standen alle schon da, schnauften wie alte Dampfloks und schwitzten, was das Zeug hielt. Aber das war eigentlich egal! In Extremo waren großartig... Herr Mannelig, Rotes Haar, Küss mich, Nur du, Vollmond, Die Gier, Meersburger Zaubersprüche I + II ... alle Großen, nicht nur von der akutellen CD, wurden gespielt und das Publikum dankte es auf seine Art.
Etwas in der Art habe ich wirklich noch nie miterlebt. Das letzte Einhorn heizte uns aber auch immer wieder ein, in dem er uns sagte, wie gerne er vor uns spielt und uns in seinen Äußerungen klar machte, dass In Extremo keine \"Sternchen\" sondern ganz normale Wandermusiker sind, die auf Mittelaltermärkten ihr Bestes geben.
Es bildete sich ein Pogokreis direkt neben uns, von dem ich aber irgendwie verschont blieb. Stagediver hatte ich mehr als einmal auf mir hängen ... und nachdem mehrere Leute unter einem zusammenbrachen machte Micha dann auch darauf aufmerksam, dass man doch Rücksicht auf die Anderen nehmen solle und nun alles etwas langsamer angehen solle... sonst müsse man den Saal verlassen *grinst* Und damit sprach er zwei Jungs direkt an, die natürlich im Boden versanken.
Bekannt sind In Extremo für ihre Pyrotechnik in den Shows... und meine hohen Erwartungen wurden auch hier nicht enttäuscht. Flammensäulen, Funkenfontänen, Brennende Drumsticks und das letzte Einhorn als Feuerspucker ließen uns zwar unten noch wärmer werden... aber irgendwann ware die ganze Halle eh nur noch eine nasse Masse... da interessierte es keinen mehr, ob nun die Kleider nach dem durchweichen noch nasser wurden.
Überrascht wurde ich bei einem Lied von einer Explosion über uns. Wir schauten alle auf und große, silberne Glitterteilchen rieselten auf uns herab. Wann hab ich denn die das letzte mal gesehen? Mit 15, als ich mir die Bravo Supershow angesehen habe *grinst* Aber ich fand s wirklich lustig, vor allem, weil irgendwie jeder die Teile auf seinem nassen Körper an den unmöglichsten Stellen kleben hatte ;)
Was an der Show noch erwähnenswert ist, ist auf jeden Fall die Atmosphäre für \"Rotes Haar\". Alles war in rotes Licht getaucht und die Feuersäulen fingen an zu lodern... dazu die dröhnende Stimme von dem letzten Einhorn. Wirklich überwältigend.
Wie sind In Extremo so drauf? Das fragt man sich doch schon vor einem Konzert... und ich muss jetzt im Nachhinein sagen, dass ich noch keine normalere Band erlebt habe, als diese. Erste Aktion war schon die Obenbeschriebene, als Micha die Poger und Stagediver etwas minderte. Nach jedem Lied bedankte er sich und grinste immer mal wieder mit den Worten \"das sieht wirklich klass aus, da unten\" zu uns herunter.
Schon nach den ersten paar Liedern fing es an, von der Decke zu tropfen. Es war unsagbar heiß und ich dachte wirklich schon eine viertel Stunde voraus und sah mich vor der Halle sitzen, weil ich gerade einen Kreislaufzusammenbruch hatte. Doch dann fing das Publikum an, nach Wasser zu schreien. Es flogen sofort ein paar Mineralwasserflaschen von Bandmitgliedern. Jeder trank einen Schluck und gab die Flasche dann weiter. Eine Feuerwehrpumpe wurde besorgt, die Securities mit Eimern bewaffnet und ich war nass und mein Kreislauf wieder auf Touren. Das letzte Einhorn forderte die Security dazu auf Becher mit kaltem Leitungswasser an die Leute weiterzugeben. Diese Aufforderung wurde dann auch befolgt ... Durch das wirklich soziale Publikum bekamen wir immer mal wieder einen Schluck ab. Das war wirklich meine Rettung ;)
Der jüngste Gast der Band wurde auch geehrt an diesem Abend. Ich schätzte den Jungen ungefähr auf zehn... Micha nahm ihn hoch auf die Bühne, stellte ihn vor, widmete ihm einen Applaus und entließ ihn mit den Worten \"Unten gehst du gleich zu dem bösen, schwarzen Mann da vorne am T-Shirt Stand und holst dir ein Geschenk ab.\" .. Der Junge blickte sich hilfesuchend um und stapfte verstört wieder von der Bühne. Am Schluss bekam er noch einen Drumstick von dem Morgenstern... Ich sollte meine Eltern schlagen dafür, dass sie nie mit mir auf Konzerte gegangen sind, als ich noch so klein war ;)
Insgesamt spielten In Extremo eine Zugabe mit zwei Liedern. Als das Licht anging verließ das Publikum happy und völlig fertig die Halle und versuchte so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Das letzte Einhorn machte uns zuerst darauf aufmerksam, dass wir vorsichtig sein sollten, wegen der kalten Temperaturen draußen.. Lungenentzündung und solch tolle Sachen sollen sich somit einfagen lassen. Anscheinend hat ihm ein kleiner Geist zugeflüstert, dass wir gerade wirklich heiße Temperaturen haben... somit änderte er seine Ansprache in etwas, das ungefähr so klang \"Auch wenn wir uns sonst immer benehmen, erlaube ich euch heute mal, dass wir nackt durch die Straßen von Zwingenberg laufen dürft. Sollte es Probleme mit dem Bürgermeister geben, haben wir sehr gute Mittel zum überzeugen.\" und zeigt auf Dr. Pymonte, der etwas mehr beleibt ist, als sie anderen.
• Fazit •
Hammermäßig!!!! Wie gesagt, habe ich ja schon wirklich viel mit erlebt... aber so etwas! Mein lieber Keks... Ich war schon begeistert von dem Subway Konzert, aber das hat mich wirklich mächtigst vom Stuhl gehauen.
Vor allem das letzte Einhorn mit seinerm Stimme! Natürlich... es heißt ja nicht umsonst \"Bass\", aber z.B. bei \"die Gier\" vibrierte alles bei den besonders tiefen Tönen... man hatte das Gefühl, als spiele ein Bass wirklich die tiefen Töne an. Der Mann hat eine super geniale Stimme, die leider bei den Studioversionen absolut nicht rauskommt.
Weiter hervorzuheben ist noch Dr. Pymonte mit seinem Harfenspiel. Wunderschön... mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich war und bin auch noch immer überwältigt.
Ich war davor nicht überzeugt von In Extremo, doch jetzt bin ich mehr als begeistert von der Band und werd mich schnellstens um die Live DVD kümmern müssen.
Sollte ich noch erwähnen, dass ich die drei Tage nach dem Abend unheimlichen Muskelkater im Nacken hatte? *grinst* Ich hatte neben mir auch n nettes Mädel mit langen Haaren stehen und wir gaben uns echt die kanne *g* ... Moshen funktioniert auf In Extremo PERFEKT!!!!
Wenn ihr auch nicht unbedingt viel von der Band haltet, geht trotzdem hin, wenn sie in der Nähe sind. Es rentiert sich auf jeden Fall und ich möchte den sehen, der nicht wenigstens ein \"Ja... war nicht übel\" rausbringt :)
Bis zum nächsten Wiedersehen auf dem Summerbreeze *freu*
Danke für s Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Grüße
Monja
In Extremo... mittlerweile eigentlich nichts Unbekanntes mehr, wenn man in die Richtung \"Mittelalterrock oder Metal\" schaut. Der Erfolg bricht nicht ab und durch die Alben \"Sünder ohne Zügel\" und \"In Extremo Live\" verbunden mit der Live-DVD werden sie immer bekannter.
Meine Meinung über die Jungs? Nun ja... viel hab ich von ihnen noch nicht gesehen, aber das was ich höre, ist mal ab und zu ganz angenehm... zum neben her arbeiten... aber wirklich begeistern konnte mich die Musik nicht.
Nun sollte es so weit kommen, dass mich mein bester Freund zu einem Konzert schleppen wollte. Nun ja, 18 Euro im Vorverkauf. Nur dumm, dass man zu spät dran war und 2 Tage vor dem Konzert keine Vorverkaufskarten mehr erhält. Also machten wir uns zu fünft auf zum Konzert.
Ich bin ehrlich: Wirklich Lust hatte ich ja im Vornerein nicht. Ich stellte mich also, grobgesagt, auf einen amüsanten, aber nicht wirklich hammer tollen Abend ein.
• Die Spielmänner •
In Extremo gründeten sich im Jahre 1996 und verfolgten daraufhin eine ziemlich steile Karriere. Mittlerweile sind sie so gut wie auf jedem Mittelalter- bzw. Metalfestival zu finden.
- Besetzung -
Das letzte Einhorn (Gesang, Harp und Cyster)
Der Lange (Gitarre)
Die Lutter (Bass, Trumscheid)
Der Morgenstern (Schlagzeug, Percussion, Pauke, Das Pferd)
Dr. Pymonte (Dudelsack, Schallmey, Flöte, Harfe)
Flex der Biegsame (Dudelsack, D-Sack, Schalmey, Flöte)
Yellow Pfeiffer (Dudelsack, C-Sack, Schalmey, Flöte, Nyckelharpa)
Seltsame Namen, nicht wahr? *grinst* Nun ja... im Mittelalter war es wohl üblich als Spielmann einen solchen Künstlernamen zu besitzen ;)
• Auf zur Reise... •
Nun ja *grinst* Reise ist etwas hochgegriffen, aber eine Stunde hinfahrt war es dann doch. Zuvor noch nie etwas von Zwingenberg gehört, heftete ich mich an meinen Freund, zu dem ich schon einmal eine halbe Stunde nach Worms brauchte. Von da ab ging es dann nochmals eine halbe Stunde, bis wir Zwingenberg endlich erreicht haben und auch schnell eine Parkmöglichkeit fanden. Wir suchten mit den Autos erst gar nicht nach der Halle (Melibokushalle), da wir schon etwas spät dran waren und damit rechneten, dass vor der Halle kein Platz mehr sein würde.
Wie kommen wir nun zur Halle? *lächel* Das war mal absolut das kleinste Problem! Zwingenberg wurde sozusagen überschwemmt von der schwarzen Welle! Heißt: Folgt den schwarzen Menschen und ihr werdet finden, wonach ihr sucht! ... Es hat funktioniert ^^
• Drinnen, draußen, drumherum... •
Vor der Halle fanden wir dann auch den Parkplatz vor und waren spätestens jetzt davon überzeugt, dass wir gut daran getan hatten, einen anderen Parkplatz zu suchen. Wir amüsierten uns noch kurz über jemanden, der einen \"In Extremo\" - Aufkleber nach innen in sein Auto geklebt hatte und somit nach außen hin spiegelverkehrt zu sehen war und machten uns dann Richtung Eingang auf. Der war schon geöffnet und wir kamen ohne jegliche Probleme hinein. Im Eingangsbereich links standen bereits die Securities, die nach gefährlichen Gegenständen suchten und Taschen ausräumten. Rechts, mein Ziel, stand ein kleines Tischchen mit der Abendkasse. 22 Euro, genau 4 Euro mehr, blätterte ich für die Karte hin und quitschte dann aber doch erfreut, als ich eine in der Hand hielt. Zwei Schritte später bekam ich die dann aber auch schon wieder abgenommen und dafür einen doofen Stempel auf die Hand gedrückt.
Der erste Weg, als wir drinnen waren, führte uns zu den Getränken. Als wir so für die Bons anstanden ging es drinnen dann auch schon los... Die Vorband fing an zu spielen. Wirklich interessiert hat es uns nicht... wir wollten was zu trinken! Das war jetzt mal wichtig!
Zu bieten hatte Zwingenberg eigentlich alles, was man so brauchte. Es gab Wasser, Cola, Fanta, Bier, alkoholfreies Bier und Apfelwein. Ansonsten, glaube ich, nichts mehr erwähnenswertes... aber uns reichte es ;)
An der Kasse stand eine ältere Dame, die, wie ich es eingeschätzt habe, wahrscheinlich ehrenamtlich für die Stadt arbeitete und zu In Extremo abgeordnet wurde. Jedoch reagierte die richtig cool auf \"Schock\" die in der Halle schon mächtig abrockten. Sie pfiff mit und wippte vor sich hin... fand ich lustig :) Die Preise waren nicht wirklich überteuert. Für einen 0,4er Apfelwein zahlte ich mit 1 Euro Pfand für den Plastikbecher 2 Euro. Das ist doch wirklich noch zu verkraften. So pflanzten wir uns ganz nach hinten in einen Teil der Halle, der noch wirklich leer war, genossen unsere Getränke, musterten die andern Konzertbesucher und hörten uns die Vorband an. Zu erwähnen wäre, dass ich etwas überrascht über die Halle war. Ich war jetzt schon auf einigen Konzerten, aber so klein war noch keine Halle... was heißt \"klein\"? ... Klein im Bezug auf die Höhe. Es handelte sich um eine große Sporthalle.. Somit war die Belüftung auch nicht wirklich toll. Oben waren Klappfenster offen, aber Luft brachte das nicht wirklich.
Was fanden wir denn so vor auf dem In Extremo Konzert? ... ALLES, was Beine hatte und laufen konnte. Menschen komplett in schwarz, mit langen Haaren, Bärten, in Schottenröcken, Rockeroutfit, dick, dünn, alt, jung ... einfach ALLES!
Aber irgendwann waren mir und den anderen beiden Mädels die Leute um uns herum egal... wir standen nämlich nur da, starrten auf die Bühne und sabberten vor uns hin. Michael Schock, der auf der Bühne mit seiner Band wirklich super Musik darbot, zog sein Oberteil aus und hüpfte weiter über die Bühne. Nun sollen sich die ETWAS dunkler orientierten mal einen Mann in mittlerem Alter mit langen, schwarzen, gepflegten Haaren vorstellen, Lederhosen und einem hammergenialen Oberkörper, der da Headbangend über die Bühne hüpft. ROAR!!! Nun ja... Irgendwann wurde auch uns klar, dass wir so langsam unsere Getränke leeren müssen, wenn wir noch was von In Extremo haben wollen ;)
• Die Vorband •
Darf ich vorstellen? SCHOCK... eine deutsche Metalband, die sich auf jeden Fall zu präsentieren weiß und, wie ich denke, noch eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.
- Besetzung -
Michael Schock
Silvio Buch
Vladislav Schröder
Mathias Schneider
Tobias Helbich
Offizielle Homepage: www.schockline.de
Mehr kann ich euch leider zur Band nicht mehr sagen ;) Es war ja auch nicht wirklich der Hauptact... insgesamt haben die Jungs aber immerhin ca. eine halbe Stunde gespielt.
• Wir werden fliegen... •
Als unser Alex dann seine drei Bier leer hatte machten wir uns auf zur ersten Tür, ganz nach vorne. Da war ja dann fast mehr Platz als hinten... seltsam, aber uns gerade recht. Wir standen so also ungefähr in dritter Reihe genau in der Mitte und warteten darauf, dass die Umbauarbeiten fertig sind und wir endlich was zu Sehen bekommen.
Wir mussten dann auch nicht lange warten. Die Bandmitglieder machten es sich bei dunklem Saal schon mal auf der Bühne gemütlich... alle, außer dem letzten Einhorn. Micha kam dann zu Anfang des Liedes mit heftigen Gitarrenklängen, angehendem Licht und Funkenfontänen von hinten nach vorne an das Mikro. Den Opener kannte ich leider nicht *grinst* Wie gesagt hörte ich In Extremo nur so nebenher und kenn auch nicht wirklich alle Lieder vom Album.
Das zweite Lied, das direkt auf das erste folgte, kannte ich dann. Mit heftigen Gitarren und starkem Schlagzeug hämmerte \"Spielmannsfluch\" auf uns ein. Es wurde gepoged, gemosht und gegröhlt, was das Zeug hielt... Als und das Einhorn danach dann eine Verschnaufpause gönnte um uns zu begrüßen standen alle schon da, schnauften wie alte Dampfloks und schwitzten, was das Zeug hielt. Aber das war eigentlich egal! In Extremo waren großartig... Herr Mannelig, Rotes Haar, Küss mich, Nur du, Vollmond, Die Gier, Meersburger Zaubersprüche I + II ... alle Großen, nicht nur von der akutellen CD, wurden gespielt und das Publikum dankte es auf seine Art.
Etwas in der Art habe ich wirklich noch nie miterlebt. Das letzte Einhorn heizte uns aber auch immer wieder ein, in dem er uns sagte, wie gerne er vor uns spielt und uns in seinen Äußerungen klar machte, dass In Extremo keine \"Sternchen\" sondern ganz normale Wandermusiker sind, die auf Mittelaltermärkten ihr Bestes geben.
Es bildete sich ein Pogokreis direkt neben uns, von dem ich aber irgendwie verschont blieb. Stagediver hatte ich mehr als einmal auf mir hängen ... und nachdem mehrere Leute unter einem zusammenbrachen machte Micha dann auch darauf aufmerksam, dass man doch Rücksicht auf die Anderen nehmen solle und nun alles etwas langsamer angehen solle... sonst müsse man den Saal verlassen *grinst* Und damit sprach er zwei Jungs direkt an, die natürlich im Boden versanken.
Bekannt sind In Extremo für ihre Pyrotechnik in den Shows... und meine hohen Erwartungen wurden auch hier nicht enttäuscht. Flammensäulen, Funkenfontänen, Brennende Drumsticks und das letzte Einhorn als Feuerspucker ließen uns zwar unten noch wärmer werden... aber irgendwann ware die ganze Halle eh nur noch eine nasse Masse... da interessierte es keinen mehr, ob nun die Kleider nach dem durchweichen noch nasser wurden.
Überrascht wurde ich bei einem Lied von einer Explosion über uns. Wir schauten alle auf und große, silberne Glitterteilchen rieselten auf uns herab. Wann hab ich denn die das letzte mal gesehen? Mit 15, als ich mir die Bravo Supershow angesehen habe *grinst* Aber ich fand s wirklich lustig, vor allem, weil irgendwie jeder die Teile auf seinem nassen Körper an den unmöglichsten Stellen kleben hatte ;)
Was an der Show noch erwähnenswert ist, ist auf jeden Fall die Atmosphäre für \"Rotes Haar\". Alles war in rotes Licht getaucht und die Feuersäulen fingen an zu lodern... dazu die dröhnende Stimme von dem letzten Einhorn. Wirklich überwältigend.
Wie sind In Extremo so drauf? Das fragt man sich doch schon vor einem Konzert... und ich muss jetzt im Nachhinein sagen, dass ich noch keine normalere Band erlebt habe, als diese. Erste Aktion war schon die Obenbeschriebene, als Micha die Poger und Stagediver etwas minderte. Nach jedem Lied bedankte er sich und grinste immer mal wieder mit den Worten \"das sieht wirklich klass aus, da unten\" zu uns herunter.
Schon nach den ersten paar Liedern fing es an, von der Decke zu tropfen. Es war unsagbar heiß und ich dachte wirklich schon eine viertel Stunde voraus und sah mich vor der Halle sitzen, weil ich gerade einen Kreislaufzusammenbruch hatte. Doch dann fing das Publikum an, nach Wasser zu schreien. Es flogen sofort ein paar Mineralwasserflaschen von Bandmitgliedern. Jeder trank einen Schluck und gab die Flasche dann weiter. Eine Feuerwehrpumpe wurde besorgt, die Securities mit Eimern bewaffnet und ich war nass und mein Kreislauf wieder auf Touren. Das letzte Einhorn forderte die Security dazu auf Becher mit kaltem Leitungswasser an die Leute weiterzugeben. Diese Aufforderung wurde dann auch befolgt ... Durch das wirklich soziale Publikum bekamen wir immer mal wieder einen Schluck ab. Das war wirklich meine Rettung ;)
Der jüngste Gast der Band wurde auch geehrt an diesem Abend. Ich schätzte den Jungen ungefähr auf zehn... Micha nahm ihn hoch auf die Bühne, stellte ihn vor, widmete ihm einen Applaus und entließ ihn mit den Worten \"Unten gehst du gleich zu dem bösen, schwarzen Mann da vorne am T-Shirt Stand und holst dir ein Geschenk ab.\" .. Der Junge blickte sich hilfesuchend um und stapfte verstört wieder von der Bühne. Am Schluss bekam er noch einen Drumstick von dem Morgenstern... Ich sollte meine Eltern schlagen dafür, dass sie nie mit mir auf Konzerte gegangen sind, als ich noch so klein war ;)
Insgesamt spielten In Extremo eine Zugabe mit zwei Liedern. Als das Licht anging verließ das Publikum happy und völlig fertig die Halle und versuchte so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Das letzte Einhorn machte uns zuerst darauf aufmerksam, dass wir vorsichtig sein sollten, wegen der kalten Temperaturen draußen.. Lungenentzündung und solch tolle Sachen sollen sich somit einfagen lassen. Anscheinend hat ihm ein kleiner Geist zugeflüstert, dass wir gerade wirklich heiße Temperaturen haben... somit änderte er seine Ansprache in etwas, das ungefähr so klang \"Auch wenn wir uns sonst immer benehmen, erlaube ich euch heute mal, dass wir nackt durch die Straßen von Zwingenberg laufen dürft. Sollte es Probleme mit dem Bürgermeister geben, haben wir sehr gute Mittel zum überzeugen.\" und zeigt auf Dr. Pymonte, der etwas mehr beleibt ist, als sie anderen.
• Fazit •
Hammermäßig!!!! Wie gesagt, habe ich ja schon wirklich viel mit erlebt... aber so etwas! Mein lieber Keks... Ich war schon begeistert von dem Subway Konzert, aber das hat mich wirklich mächtigst vom Stuhl gehauen.
Vor allem das letzte Einhorn mit seinerm Stimme! Natürlich... es heißt ja nicht umsonst \"Bass\", aber z.B. bei \"die Gier\" vibrierte alles bei den besonders tiefen Tönen... man hatte das Gefühl, als spiele ein Bass wirklich die tiefen Töne an. Der Mann hat eine super geniale Stimme, die leider bei den Studioversionen absolut nicht rauskommt.
Weiter hervorzuheben ist noch Dr. Pymonte mit seinem Harfenspiel. Wunderschön... mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich war und bin auch noch immer überwältigt.
Ich war davor nicht überzeugt von In Extremo, doch jetzt bin ich mehr als begeistert von der Band und werd mich schnellstens um die Live DVD kümmern müssen.
Sollte ich noch erwähnen, dass ich die drei Tage nach dem Abend unheimlichen Muskelkater im Nacken hatte? *grinst* Ich hatte neben mir auch n nettes Mädel mit langen Haaren stehen und wir gaben uns echt die kanne *g* ... Moshen funktioniert auf In Extremo PERFEKT!!!!
Wenn ihr auch nicht unbedingt viel von der Band haltet, geht trotzdem hin, wenn sie in der Nähe sind. Es rentiert sich auf jeden Fall und ich möchte den sehen, der nicht wenigstens ein \"Ja... war nicht übel\" rausbringt :)
Bis zum nächsten Wiedersehen auf dem Summerbreeze *freu*
Danke für s Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Grüße
Monja
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