Irland Testbericht



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Erfahrungsbericht von Rioja
The Whisky Store
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
bin mal wieder in der falschen Rubrik gelandet ... sorry
Hallo Leute ... ich komme mir bald vor, als würde ich nur über alkoholische Genüsse schreiben, aber weil ich mich für Leckerlis aus dem Bereich sehr interessiere, ist das vielleicht weniger verwunderlich. Mein Mann steht übrigens uneingeschränkt auf Whisky. Also nehme ich mich auch diesem Thema an und weiß hoffentlich, interessantes zu berichten.
Im Mai suchte ich nach einem Geschenk für meinen Lebenspartner und suchte so ein wenig im Internet nach einer Idee herum. Irgendwann stieß ich auf die Seite eines Whiskyanbieters, der seine Köstlichkeiten per Post verschickt, nachdem man sie online geordert hat.
Das Unternehmen \"The Whisky Store\" wurde gegründet von Theresia Lüning und - wie sie selbst sagt - \"um breitflächig erstklassige Whiskys zu fairen Preisen anzubieten. Jeder Kunde, ob nah oder fern, soll die gleichen Möglichkeiten haben, binnen weniger Tage äußerst seltene Whiskys in der Hand zu halten.\" Herere Grundsätze und eine Philosophie - da von mir getestet - auch stimmen.
Über 1000 Artikel sind immer auf Lager. Und das beginnt bei einem Preis von 19 € und geht bis in Sphären, die dem Otto-Normal-Verbraucher utopisch erscheinen. Hierfür möchte ich gern ein paar Beispiele nennen:
Schottischer Whisky \"Single Malt Whisky\":
Aberlour (3 Sterne) 10 Jahre alt (mild, weich, malzig, würzig), 43 %, 0,7 l incl. Metalldose = 29,90 €
Balvenie (3 Sterne) 10 Jahre alt (voll, üppig mit feinem Sherry und einer dezenten Honignote) 40 %, 0,7 l = 29,90 €
Dalwhinnie (3 Sterne) 15 Jahre alt (Classic Malts of Scotland, leicht fruchtigsüß) 43 %, 0,7 l = 32,90 €
Glenfiddich 30 Jahre alt (nur wenige Fässer läßt eine Brennerei so lange reifen. Unter den 30jährigen der preiswerteste) 40 %, 0,7 l = 138,50 €
Aufgrund der hohen Produktpalette verlasse ich jetzt Schottland und wende mich Irland zu:
Irischer Whisky \"Single Malt Whisky\"
Bushmills Malt 10 Jahre alt (leicht, mit Anklängen von Sherry, malzig) 40 %, 1,0 l = 34,90 €
Tyrconnell Single Malt (5 Sterne) (intensiv malzig) 40 %, 0,7 l = 19,90 €
Jameson (erstaunlich würzig, der weltweit am meisten verkaufte irische Whisky) 40 %, 1,0 l = 22,90 €
Neben dem reichlichen Whiskyangebot (übrigens auch aus Amerika) gibt es noch eine breite Palette an Geschenkartikeln, Miniaturen, Gläser u.s.w.
Angeboten wird eine Club-Mitgliedschaft. Tritt man ein (für einen Betrag von 50 € pro Jahr) erhält man zur Begrüßung einen schottischen Malt Whisky im Wert von 40 € und zusätzlich auf jede Bestellung 5 % Nachlass. Zudem gibt es ein Club-Journal und ein Whisky-Forum per e-mail.
Alle Daten, die man auf der Internetseite eingibt, werden selbstredend vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Die Internetadresse ist: www.TheWhiskyStore.de
Die von mir getätigte Bestellung lief problem- und reibungslos. Die Ware war nach 3 Tagen da und die Bezahlung per Rechnung kam mir auch sehr entgegen. Bei jeder Bestellung erhält man einen Katalog, durch den man sich über weitere Angebote informieren kann.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 17:44:44 mit dem Titel Irland - kurioses, witziges und wissenswertes über die grüne Insel
Nachdem ihr vielleicht das Reisetagebuch (sorry, es sind echt 5 Teile!!!) gelesen habt, gibt es bestimmt noch einiges, was ihr daraus nicht erfahren habt.
Wir haben in unser zerfleddertes Heft auch Dinge eingetragen, die uns praktisch am Wegesrand aufgefallen sind.
Fakten:
~~~~~~
Irlands Frauen ziehen (für den Betrachter) gnadenlos jeden Modetrend durch, egal wie kurz die Beine und fett der Arsch (sorry) und schwabbelig die Hüfte und dick die Wampe. (Jörg)
Irlands Schafe haben in der Norm längere Beine als ihre Besitzer (Jörg).
Gutaussehende Männer gibt es in Irland nicht (Edith).
Ein Ire ist ohne sein Handy praktisch ein Nichts (Edith).
Die Iren verstehen es, einem furchtbare Angst allein durch ihre Straßenbeschilderung einzujagen: Caution - Slow - Slower - deadly slow - dangerous! (Edith)
Wünsche:
~~~~~~~
Möge das Bier in der Heimat aus den geklauten (ooops ... wer war das denn?) Pint-Gläsern genau so lecker schmecken wie in Irland
We´ll come back again!
Hoffentlich gibt es dann mal 2 Tage am Stück ohne Niederschläge!
Lose Chippings (Rollsplit) möge dann von uns gehen!
Was es in Irland gibt und in Deutschland nicht!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Rauchen ist erst ab 18 erlaubt
Autofahren links
Lenkrad rechts (irgendwie logisch, egal!)
Selfservice im Pub (geht man nicht selbst zum Tresen, kann man in einer Kneipe verdursten!)
Barfood
Kein Mittagessen
Rugby
Hostels (ein privates Haus mit Mehrbettzimmern)
Smithwick´s (heißt bei uns Kilkenny)
Irish Mist (ein milder irischer Whiskey)
Freiwachsende Palmen (überall ... und auch dort, wo es total kalt ist)
Irish Stew
Chowder (eine Cremesuppe aus Meeresfrüchten)
Extra Clubräume für Frauen in den Pub´s
Gälisch
Barbesuch erst ab 18 Jahren erlaubt
In jedem Pub mindestens ein Fernseher
Pommes mit Essig (durchaus essbar!)
frei laufende Schafe
Kühe am Strand
Last Order um 23 Uhr
Boote sind hin und wieder auf Landstraßen unterwegs
Mineralwasser mit Birnengeschmack (das vermisse ich ganz schön, ist nämlich total lecker!)
So, ich hoffe, das hat euch jetzt doch irgendwie ein wenig Spaß gemacht. Wer noch etwas zu erzählen hat über Irland, kann mich das gern wissen lassen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 16:25:56 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 4
Bitte erst die ersten 3 Teile lesen, denn sonst ist das hier nicht so prickelnd! Danke.
Tag 8 Edith:
Heute machen wir ganz in ruhig und gehen Linda ein wenig auf die Nerven. Sie ist mit denselben etwas zufuß, weil sie nichts zu tun hat. Zu viele Gäste bleiben einfach länger als eine Nacht - so eine Frechheit!!!! Die Frau ist echt klasse, aber etwas nervös. Zudem warten Linda und Jörg noch darauf, dass 2 Schwedinnen einchecken, die dann mit in unser 4-Bett-Zimmer kommen.
abends (Freitag) beim Musikfestival:
Jörg:
Die Festivaleröffnung und die damit verbundene Wahl der \"Lady Nuala\" (sämtliche Bedienungen aus dem Pubs standen auf der Bühne) waren schon sehenswert. Unsere echte Aufmerksamkeit erregten diese \"hübschen\" Mädels erst im Verlauf des fortgeschrittenen Abends in der \"Voyage Bar\". Einige davon waren so hackevoll, dass sie nicht einmal mehr gehen konnten!
Edith:
Stimmt, war schon sehenswert. Aber zuvor waren wir in der \"Scotsmans Bar\", wurden freudig vom Besitzer Robert begrüßt und hörten uns im Zuge des Festivals eine irische Youngsterband an. Das Repertoire war eher dürftig, die Pausen zwischen den Stücken zu lang und die Stimmung nicht so zuträglich.
Wir wechselten also in die Voyage Bar, in der erträgliche Fülle herrschte und ein Superprogramm an Musik geboten wurde. Die Musiker verstanden ihr Handwerk wirklich und animierten uns zum Bleiben und andere zum Partyfeiern auf dem Dancefloor.
Da wir in der Nähe desselben saßen, mussten wir bei ausufernden Tanzschritten unsere Drinks schnell in Sicherheit bringen. Echt heftige Tanzrituale legen die hier hin - aber Alkohol (die können saufen, aber nichts vertragen!) tanz auch immer mit - oder ist Voraussetzung!
Tag 9 Jörg:
Donnerwetter, deibelschlag ... um 9 Uhr steht meine Edith gestriegelt und gebürstet vor mir, obwohl wir erst um 2 Uhr ins Bett gekommen sind. Die Freude und mein Erstaunen sind groß, dennoch gehts sofort ans Frühstück und dann zum Super Valu, um einige Kleinigkeiten einzukaufen.
Als Ziel steht heue der Ulster American Folk Park in Nordirland auf dem Programm.
Absolut sehenswert!
Abschließend steuern wir auf einen ruhigen Abend im Hostel zu, wir sind beide tired.
Tag 9 Edith:
Abends Fernseh geguckt. Es ist schon irre, in Irland zusammen mit einem Japaner (Hiko), einer Amerikanerin (Kira) und einer Israelitin (Aeyelet) \"Forrest Gump\" zu gucken. Wird so schnell wohl nicht wieder passieren.
Tag 10 Jörg:
Der Tag zum Abhängen: 1. a very rainy day und 2. WM Finale! Erst für den Abend steht Aktivität an, wir wollen noch einmal in die Pub´s und dann zum Feuerwerk.
Das Finale habe ich dann mit Mahan (Israel) und ein paar anderen, die ich namentlich nicht kenne, gesehen.
Tag 11 Edith:
Hatte ganz schöne Kopfschmerzen (Smithwicks Dank), als ich erwachte. Jörg ging es auch nicht so richtig gut. Unsere Abschiedsrunde musste eingeläutet werden, also tschüs Linda (schnief) und tschüs Aeyelet (nochmal schnief), noch schnell ein Foto gemacht, alles eingeladen und Mahan mit nach Donegal Town genommen. Weiter in Richtung Connemara (wir fahren wieder zurück).
Tag 11 Jörg:
In Ballina Zwischenstopp zum Essen gemacht und dann weiter auf die Achill-Islands, wo wir sofort im \"Wayfarers Hostel) eingecheckt haben. Die Achill Islands empfangen uns mit Sonnenschein und wir sind sofort an den Strand. Wunderbar! Das Hostel ist allerdings nicht so klasse, und wir beschließen, dort nur eine Nacht zu bleiben.
Weiter mit Teil 5
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 15:06:25 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 1
Während meines diesjährigen Aufenthaltes in Irland vom 21. Juni bis zum 4. Juli haben mein Mann (Jörg) und ich in ein zerfleddertes Schulheft unser Tagebuch geschrieben.
Es enthält neben vielen Informationen über Land und Leute auch persönliche Einträge und Beobachtungen, positives und negatives über das Land und die Menschen, die dort leben.
Ich hoffe, es wird euch Vergnügen bereiten, es zu lesen. Da Jörg und ich immer abwechselnd die Einträge vorgenommen haben, werde ich jeweils die Namen davor setzen!
Sollte euch dieses Thema nicht gefallen, bitte ich davon abzusehen, es zu bewerten!!!! Vielen Dank.
Tag 1 Jörg:
Gegen 10.30 Uhr zu Hause gestartet. Schier endlose Autofahrt zum Airport Frankfurt/Hahn im Hunsrück. Zwischenstopp für ein enttäuschendes Mahl hinter Köln auf der Autobahn und dann gegen 16 Uhr angekommen. Weitere 3 Stunden gewartet und schon hob der Flieger ab.
Entgegen allen Erwartungen fliegt auch Ryan-Air mit Boeing, so dass wir nicht treten mussten. Nach Ankunft in Shannon die spannende Suche nach dem \"Avarest B&B\". Nach knapp einer Stunde haben wir es gefunden. Freddy, der Manager, ist ein ausgesprochen netter Kerl und - oh Wunder - er spricht so, dass auch ich ihn verstehe. Das Avarest ist ein wirklich schickes B&B, dessen Komfort für den Rest der Reise wohl nicht mehr erreicht werden wird.
Anmerkungen hierzu: Wir sind mit Ryan-Air geflogen, haben einen Mietwagen bei Hertz reserviert (Übergabe absolut reibungslos) und in der Nähe vom Flughafen in Shannon im B&B übernachtet. Für den Rest der Reise wohnten wir in Hostels.
Tag 2 Jörg:
Der Wecker klingelt pünktlich um 7 Uhr, fix geduscht und fertig gemacht, dann gleich runter, denn wir haben für 8 Uhr Frühstück bestellt. Leider mussten wir feststellen, dass wir zwar die Armbanduhr, nicht aber den Wecker auf die Irland-Zeit umgestellt haben, so stehen wir kurz vor 7 Uhr Ortszeit fix und fertig geschniegelt vor dem beladenen Auto und rauchen eine nach der anderen, in der Hoffnung, dass Freddy auftaucht und wir unser Frühstück bekommen.
Das Frühstück war klasse, liebe Grüße an Deidre (Frau von Freddy, mit einer Zwillingsgeburt im Krankenhaus) und ab geht es, über die Cliffs of Moher nach Doolin ins Allie River Hostel (Housemaid Carl). Abends erst in McDermands Pub und dann in den genialen McGan´s Pub auf ein paar Smithwicks und Irish Mist´s! Das alles bei Live Mucke und unglaublicher Enge. Nette Leute am Tisch und kurzer Small-Talk mit Susan aus San Franzisco.
Tag 3 Jörg:
Bye Doolin und ab geht es in die Burren. Zielsicher finden wir die engsten, unbefestigsten und ins Nirgendwo führenden Wege durch den National Park. Geniale Eindrücke. Ein Panorama besser als das andere. \"The Driver\" fährt absolut sicher auf der \"falschen\" Seite und durch 50 cm tiefe Wasserlöcher. Das Auto sieht aus wie nach der \"Akropolis Ralley\", aber der Colt und Edith wachsen immer mehr zusammen. Auch die Sache mit dem Blinker und dem Scheibenwischer hat sie bis Galway im Griff. Von Galway über die N59 nach Cliffdon. Zielsicher zum Cliffdon-Town-Hostel und eingescheckt für 2 Tage. (16 Euro pro Person und Nacht). Ach ja, unterwegs noch ein romantisches Picknick auf Felsen am See, zu Ehren des Geburtstagskindes und bei sehr heftigen Böen.
In Clifdon erstmals Shopping. Karten und Kinkerlitzchen gekauft.
Anmerkungen hierzu: Unsere Tour führte uns von im Süd-Westen gelegenen Shannon an der Westküste hinauf. Hierzu später mehr!
Tag 1 bis 3 aus der Sicht des Drivers, Edith:
Erstmal am Flughafen in Shannon ein kleiner Herzhüpfer: statt Corsa (war reserviert) gibt es einen Colt in british-Green. Schmuckes Wägelchen, nur leider 150 Euro teurer als das Pendant in \"klein\". Too late - shitegal - wir fahren Colt. Das erste Mal rechts sitzen und links schalten und so fahren, dass Jörg keinen Herzinfarkt kriegt. Nachdem ich die Großbaustelle ca. vier Mal umrundet habe, weiß ich zwar, wie man links herum einen Kreisel fährt, aber nicht, wo das Avarest ist.
Kurzstopp an einer Tankstelle und erster Einheimischenkontakt. Englisch klappt gut und die Jungs wissen schnell um mein Problem und wälzen sämtliche Adressbücher der Gegend. Theoretisch weiss ich nun wohin, aber praktisch sind wir noch Meilen entfernt. Wie so oft, ist der Zufall mit mir und zack - scharf gebremst - links rum: da ist es.
Preise: Smithwicks 1 Pint = 3,15 Euro, Irish Mist = 3,50 Euro
Tag 2 Edith:
Ohne nennenswerte Vorkommnisse und immer schön links vom B&B nach Doolin. Außer einem kleinen Patzer beim Wenden in Doolin stelle ich im Auto für die Iren kein Sicherheitsrisiko dar. Abends schick by feet in die Pub´s.
Tag 3 Edith:
Nachdem wir Doolin verlassen haen und unseren Weg auf den sogenannten Bundesstraßen (unsere Feldwege sind breiter!) in Richtung Burren-Nationalpark gefunden haben, lockt mich eine Straße, die ich in Deutschland niemals fahren würde. Und welch Wunder, sie ist die Einfahrt in die wunderbaren Burren. Nun bin ich offen für jedes Abenteuer und wähle an einer Kreuzzung weder rechts noch links, geradeaus muss es sein.
Straße - naja, eher Schotterpiste - in etwa Colt-Breite und übersät mit Schikanen aller Art. Jörg muss aussteigen, um die Wasserlochtiefe (Pfütze wäre untertrieben) per Steinwurf zu überprüfen. Und dann Augen zu und durch. Wären wir dort stecken geblieben, hätten wir ein fettes Problem gehabt. Angst hatte ich nur um den Auspuff, denn zum Steinschlag gesellten sich noch deftige Bodenwellen. Und dann? War Ende im Gelände, wie man so schön sagt.
Wir standen vor einem Hof und der nicht zur Konversation aufgelegte alte Ire sagte nur: \"You better go back!\" Alles klar, also alles wieder retour. Der Colt sieht nach dieser Exkursion alles andere als \"Tourihaft\" aus und alle anderen Touris lassen uns nun schick überholen, weil sie glauben, wir wären Einheimische.
Auf wirklich befestigten Straßen erreichten wir dann Clifden. Beim Anblick meines geliebten Connemaras bekam ich prompt feuchte Hände. Gut, hier zu sein!
Abends im \"Guinness Mannion´s Bar\".
Teil 2 folgt!!!!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 15:41:07 mit dem Titel Irland - ein persönliches Tagebuch Teil 2
Bevor ihr das hier lest, bitte erst Teil 1 beachten, weil es sonst keinen Sinn macht. Danke!
Tag 4 Edith:
Gerade haben wir festgestellt, dass sämtliche Iren entweder keine Steuern bezahlen müssen oder keine Miete. Denn wäre es nicht so, dann liege irgendetwas schief. Auf gut Deutsch gesagt ist alles \"Schweineteuer\"! Preisbeispiele: Scholle in Guinness-Sauce = 24,90 Euro! Pommes mit Curryketchup und Knoblauchsoße = 2,60 Euro! Abbruchreifes Cottage ohne nennenswertes Grundstück = 175.000,-- Euro, wir würden so ein Gartenhaus abreißen! Zigaretten 19 Stck. = 5,35 Euro. Bleibt die Frage: Wie überleben die hier? Smithwicks (in Deutschland Kilkenny) kostet 3,40 Euro, unser einziger Lichtblick. 1 Liter bleifreies Benzin 0,92 Euro - das ist soweit o.k.
Tag 4 Jörg:
Soviel dazu! Nach diversen Überlegungen und Entscheidungen und deren Rückentscheidungen treten wir nun doch die Fahrt entlang der Küste Richtung Galway an. Die Tour versprach mit einige \"Highlights\", die auch als solche, nur im anderen Sinn in Erinnerung bleiben werden. Der größte Hummerhafen des County Galway war für mich absolutes \"Muss\" und Edith hatte Hoffnung, direkt am Hafen vielleicht ihren ersten selbigen probieren zu können.
Dann, nach ausgiebigem Suchen in Carna fanden wir ´ne olle Molle und dahinter 3 halbverfallene Kutter in Schräglage. 3 bis 4 alte rostige Wellblechhallen ... mein Hummerzentrum!!!!! Nun ja - blieb der Tripp auf die beiden Inseln, die im Reiseführer Interessantes versprachen!
Kurz hinter Roundstone führte, lt. Karte, die Straße auf die beiden Inseln. Prima ausgebaut, fast Highway-Charakter, veränderte sich diese nach ca. 300 m in einen teilbegrünten Feldweg. Zudem wurden wir, zwar sicher im Colt sitzend, noch von einem Hofhund angegriffen. Ein echtes Highlight und dann stehen wir vor einem \"No Parking\" Schild mitten in der Wildnis!!!!!!!
Natürlich waren wir auf den falschen Inseln, die echten waren noch ca. 1,5 Std. entfernt. Wir schlugen eine andere Richtung ein und durchquerten die \"Ben Mountains\". Unterwegs haben wir den wohl einzigen echten Iren noch ein Stück weit mitgenommen. Denn es ist echt nicht zu glauben: Du siehst einfach keine Leute, egal ob Häuser, Villages oder Baustellen - nirgend Menschen und schon gar keine, die arbeiten! Bestenfalls sitzt der Bautrupp im LKW und pennt!
Tag 4 Edith:
Also, der Ire war klasse, saß im Trockenen, während mein Jörg mit der Nase an der Windschutzscheibe klebte. Der Ire ordnete mich treffsicher als ebenfalls aus Irland stammende Touristin ein und \"freute\" sich darüber, das mich Regen in Irland nicht sonderlich stört! Denn merke: Sage dem Iren nie, dass das Wetter schlecht ist. Iren reagieren da allergisch drauf.
Nachdem wir ihn wieder abgesetzt haben, Jörg seine Knochen wieder sortiert hatte, wir dem genialen Hummerhafen den Rücken kehrten, fuhren wir nun doch noch durch meine heiß geliebten Connemara Berge.
Zumindest durch die kleineren, Morgen sehen wir endlich die einzig \"Echten\".
Unterwegs lernten wir noch eine wichtige Regel bezüglich der Schafaufzucht. Die Viecher rennen mitten auf der Straße herum, kommt ein Auto, gehen sie sofort hinter die orange Seitenlinie. Ich finde das löblich!
immer noch Tag 4 Jörg:
Nicht nur das! - auch wenn sie das dringende Bedürfnis verspüren sich hinzulegen, tun sie dieses akkurat so, dass der hinterste Zipfel des Schwanzes korrekt auf der Linie endet. Bleibt zu klären, warum Schafe so gern auf der Straße liegen und nicht im Gras oder wie die Kühe, die wir sahen, auf einem idyllischen Sandstrand.
Egal, nach der Tour durch die Berge machten wir einen \"Megatouri-Stopp\" in Kylemore Abbey, einem schicken Schloß, auf antik getrimmt und doch mal gerade gute 100 Jahre alt. Gebaut von einem irren Engländer, der seiner geliebten Frau (vor lauter Sorge wohin mit dem vielen Geld) eine Jagdhütte nebst mehreren Hektar Land kaufte. Dort haben sie einst ihre Flitterwochen verbracht. Die Hütte riss er ab und baute eben dieses Schloß samt Mini-Kathedrale. Müßig zu sagen, dass dieses exakt dem Wunsch der Frau entsprach. Was aber macht die \"Torte\"? Sie reist nach Ägypten, erkrankte an Fieber und gab den Löffel ab, noch während der \"Olle\" am bauen ist.
Nun leben dort ein paar Nonnen und halten die Bude von Eintrittsgeldern in Schuß.
Weiter nach Letterfrack, kurzes Picknick in netter Gesellschaft der Dorfjugend - Anmerkung von Edith: ... und wenn die Irlands einziges Erbe sind, dann Prost Mahlzeit!.
immer noch Tag 4 Edith:
Nach dem Picknick sind wir weiter in den Connemara-Nationalpark und sind wacker mit unseren Sportschuhen - alle anderen trugen Trekking Boots - den Kurz entlang gelaufen. Dort gab es (leider) schon verblühten Stechginster, Connemara Ponies und einen grandiosen Ausblick zu sehen. Der Parcour von ca. 1,4 km kam uns recht kurz vor und alle, die sich als Pseudobergsteiger geoutet haben recht albern.
Genug getan bzgl. fresh-air sind wir zurück nach Clifden. Bis hier haben wir den Tank des Colt´s nahezu leer gefahren. Also haben wir bereits 500 km abgerissen.
Weiter im Teil 3!!!!!! so long .... Edith
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 16:05:02 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 3
Bitte erst Teil 1 und Teil 2 lesen ... sonst macht das hier keinen Sinn! Danke.
Tag 5 Edith:
Ich fühle mich gerade fast wie im Himmel, obwohl es da bestimmt nicht so windig ist. Wir sitzen auf der Spitze eines Berges in Connemara und haben einen genialen Panoramablick. Um uns herum Berge und im Tal ein See. Schafe blöken, die Sonne scheint - Irland muss uns auch lieben!
am Nachmittag:
Wir sitzen jetzt in Westport im Pentagon-Cafe und haben unser erstes \"richtiges\" Essen in diesen Tagen zu uns genommen: Panine with spicy chicken und Panine with Pestochicken. Und dazu lecker Cafe latte (Panine je 5,95 Euro, Kaffee je 1,90 Euro).
Westport zeigt sich als kleines sympathisches Städtchen mit vielen Läden, einem Oktagonplatz, und einem kleinen Bach, über den ganz malerisch eine Steinbrücke führt. Das Wetter ist immer noch sunny an a bit windy! Zum ersten Mal sitzen wir vor einer Kneipe, und nicht drinnen.
Tag 5 Jörg:
Haben im Atlantik Club Holiday Hostel eingecheckt. Riesending mit Jugendherbergscharakter und einem deutschen Mädel am Empfang, die völlig verrückt nach Fußball ist.
Tag 5 Edith:
Abends: Nachdem ich beinah 2 Std. geschlafen habe (linksfahren macht müde!) sind wir doch noch einmal ins Auto gestiegen und Richtung Louisburgh unterwegs. Auf der Coast-Road passierten wir links liegend den Croagh Patrick (heiliger Berg) und diverse nette Aussichten rechter Hand.
Nun sitze ich am Strand in einer Ausbuchtung im Felsen unterhalb der Böschung und genieße eine \"Tasse\" Rotwein. Dazu einen erstklassigen Beinah-Sonnenuntergang. Herrlich!
Tag 6 Edith:
exakt 15 Uhr: So, endlich mal ganz richtig gekocht und die Gefahr, Skorbut zu kriegen, ist vorerst gebannt. Hühnchen mit frischem Gemüse, Currysauce und chin. Nudeln gab es.
Wir sind jetzt nach mehr als 3 Stunden Fahrt in Donegal Town. Das Donegal Town Ind. Hostel vom letzten Irlandbesuch ist nun unsere Heimat für die nächsten 2 Tage. Linda, die Besitzerin, kann sich zwar nicht an mich erinnern (könnte ich übrigens auch nicht ... grins), ist aber supernett und Aeyelet aus Israel, die offensichtlich hier arbeitet, ist total cool: \"Show me your money!!!\" brüllt sie.
Tag 7 Edith:
Wir sitzen an einem sagenhaften Sandstrand in der Nähe vom Slieve League (die höchsten Klippen Europas), essen unser mitgebrachtes Brot und genießen jeden Sonnenstrahl, der sich durch die Wolken stiehlt. Unsere Rücken lehnen an einem schwarzen Schieferberg, der unsere Köpfe um die 100 Meter überragt.
In dieser doch recht abgelegenen Gegend haben wir die deutsche Lehrerin getroffen, die wir gestern nach Donegal Town mitgenommen haben und ihre Erfahrungen als Anhalterin gehört (sie muss so um die 50 Jahre alt sein).
Wir haben uns entschlossen, nachdem wir gestern im Pub das Programm gesehen haben, insgesamt 5 Tage zu bleiben, weil am Wochenende ein Musikfestival stattfinden soll.
Tag 7 Jörg:
Im Hostel haben wir Moritz und Sabine getroffen, die auch schon zeitgleich in Clifden waren. Unsere Lehrerin hat uns - recht vage - einen Weg beschrieen, der mit dem Auto zum Slieve League führt. Mal sehen, ob wir diesen finden. Der Ausblick (am Strand) von unserem jetzigen Sitzpunkt aus, raus in die Bucht ist einfach klasse. Bei etwas mehr Sonne könnte ich hier den Tag passieren lassen.
Tag 7 Edith:
Haben wir aber nicht, wir sind dann weiter zu den Cliffs. Unterhalb der Klippen war ein Parkplatz und hätten nicht von Irma (der Lehrerin) erfahren, dass oben auch noch einer ist, dann wären wir wohl auch zufuß nach oben gelaufen (ca. 3 km!).
Ich muss sagen, dass die Fahrt auch nicht \"ohne\" war, denn die Straße hat etwa die Breite eines Autos. Bei Gegenverkehr ein nicht zu unterschätzendes Problem! Und zudem fiel sie recht steil ohne Begrenzung nach unten in die Bucht ab.
Meine fahrerische Abenteuerlust fand hier kurzfristig ihren Endpunkt! Mit flatternden Knien also aus dem Auto raus, die neu erworbene british-green gehaltene Regenjacke über und dann immer schön am Zaun lang und das um 600 m unter einem liegende Meer bewundert. WOW!
Tag 7 Jörg:
Ja, WOW! Slieve League ist echt beeindruckend, genau wie unser Picknick-Strand.
Wieder im Hostel noch fix mega-leckere Nudeln mit Gorgonzola Sauce a la Edith verputzt, ein paar Seiten am warmen Kamin gelesen und ein nettes Plauderstündchen mit anderen im Raum gehalten. Hiko, dem Japaner aus Texas und .... (keine Ahnung, wie der hieß) aus Frankreich ... eine nette Runde mit viel Händen und Füßen erklärt und super Spaß gehabt.
Weiter im Teil 4 ... könnt ihr noch?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 17:34:05 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 5
Bitte die anderen Teile zuvor lesen, sonst macht das hier kein Spaß! Danke.
Tag 11 Edith:
Oh Gott, ich vermisse die Stimmung im Hostel von Linda - heul - man sollte nicht zu lange dort bleiben, weil einem die Menschen dort ans Herz wachsen und es nichts gibt, was dem gleich kommt.
Wen Aeyelet (die übrigens in Tel Aviv studiert - ich muss ständig daran denken, in welcher Gefahr sie dort ist!) jetzt wohl anbrüllt und mit ihrer eigenen Art die Leute schockt. Ich habe das Gefühl, dass manchmal die Leute bei Linda länger bleiben, als sie zunächst wollten.
immer noch Tag 11 Jörg:
Wie z.B. Hiko, der Bengel liegt dort wahrscheinlich immer noch im Bett und steht gegen Abend für seine tägliche Obstration auf, macht seine Spaghetti (Sorry, I can´t cook, so I make always Spaghetti, since two month!) und kuschelt sich anschließlich vor seinen Kamin und liest. Oder, den im freien Pfeiffe rauchenden Australier, der gnadenlos jeden vollquatscht, der mehr als \"hello\" zu ihm sagt.
Oder Mahan der smarte (Edith´s Kommentar: der sieht sowas von gut aus ... schmelzdahin) Israeli aus dem Kibbuz, der nahezu perfekt Deutsch spricht, abruppt in den Sprachen hin und her springt. Oder die Schweizerin, die den Californier mit Rudolph Steiner quält. Oder ... oder ... oder ... der Franzose, der seit 4 Tagen auf seinen Auspuff wartet.
immer noch Tag 11 Edith:
... oder die 2 Deutschen, die sich gnadenlos wohlgefühlt haben in dem hin und wieder entstandenen Chaos und sicherlich nicht zum letzten Mal dort waren! So, jetzt aber Schluß!!!! Jörg macht gerade die \"dishes\" (es gibt Gewohnheiten, die sollte man so lassen, wie sie sind!!!) und ich gucke aus dem Fenster, um das Wetter zu kontrollieren. Wir wollen noch einen Spaziergang am Strand von Keel machen.
Tag 12 Edith:
Unser vorletzter Tag in Irland und kurz vor dem Abschied haben wir gedacht, wir besuchen die zweitgrößte Stadt Irlands Galway doch noch und lassen uns von der studentischen Atmosphäre anstecken.
Nun sitzen wir in der Fußgängerzone vor dem \"Quays\" - ich trinke einen teuren Rotwein und Jörg ein kleines Smithwicks - und ich habe irgendwie komische Laune. Obwohl ich es nicht gern zugebe, aber ich habe Heimweh nach meinen Töchtern.
Tag 12 Jörg:
Galway ist wirklich eine schöne Stadt, hübsche Fußgängerzone mit unzähligen Läden, die fast ausnahmslos schön hergerichtet sind.
Work is the curse of the drinking classes! (keine Ahnung, warum ich das aufgeschrieben habe???!!!??)
immer noch Tag 12 Edith:
Luxus pur: wir waren beim Inder essen!
Wir sitzen wieder im Quays - diesmal drinnen. Unglaublich, welch großer Laden sich hinter der eher schmalen Front verbirgt. Zwei Etagen mit einer Zwischenetage - also 3 insgesamt - mit Holz aller Herkünfte ausgestattet.
Tag 13 Abreise Edith:
Die vorletzte Nacht haben wir im Hostel in Galway verbracht, die Matratzen glichen eher Hängematten. Wir machten uns auf den Weg nach Limmerick, weil wir beschlossen haben, noch eine Nacht im Averest bei Freddy zu bleiben. Unterwegs ist uns dann noch ein kleiner Unfall passiert. Da fährt man die abenteuerlichsten Straßen und nix passiert - dann
steht man mitten in der Stadt ahnungslos im Stau und Pat vor einem pennt, man hupt, und rums, die Anhängerkupplung seines Autos tritt in direkten Kontakt mit unserem Nummernschild! \"Oh, I´m sorry for that!\" - der 70jährige Pat nimmt´s irisch gelassen und Minuten später sind wir im Besitz seiner Adresse.
Tag 13 Jörg:
Wir setzen die Fahrt vorsichtig fort, denn Pat bleibt noch einige Kilometer vor uns!!!! Wir machen noch einmal in Kultur und besichtigen Bunratty Castle mit Folkpark. Von 9.45 bis 14.15 Uhr halten wir uns dort auf und sind beide begeistert von diesem Projekt. Hätte es nicht geregnet, wäre unser letzter Tag in Irland a perfekt day gewesen.
Resümee: Wir sind insgesamt 1280 km gefahren, und das allein nur an der westlichen Küste. Den Norden und den Süden haben wir dabei komplett ausgespart.
Im wirklich nun letzten Teil gibt es noch ein paar Dinge über Irland zu erzählen, die uns aufgefallen sind.
Hallo Leute ... ich komme mir bald vor, als würde ich nur über alkoholische Genüsse schreiben, aber weil ich mich für Leckerlis aus dem Bereich sehr interessiere, ist das vielleicht weniger verwunderlich. Mein Mann steht übrigens uneingeschränkt auf Whisky. Also nehme ich mich auch diesem Thema an und weiß hoffentlich, interessantes zu berichten.
Im Mai suchte ich nach einem Geschenk für meinen Lebenspartner und suchte so ein wenig im Internet nach einer Idee herum. Irgendwann stieß ich auf die Seite eines Whiskyanbieters, der seine Köstlichkeiten per Post verschickt, nachdem man sie online geordert hat.
Das Unternehmen \"The Whisky Store\" wurde gegründet von Theresia Lüning und - wie sie selbst sagt - \"um breitflächig erstklassige Whiskys zu fairen Preisen anzubieten. Jeder Kunde, ob nah oder fern, soll die gleichen Möglichkeiten haben, binnen weniger Tage äußerst seltene Whiskys in der Hand zu halten.\" Herere Grundsätze und eine Philosophie - da von mir getestet - auch stimmen.
Über 1000 Artikel sind immer auf Lager. Und das beginnt bei einem Preis von 19 € und geht bis in Sphären, die dem Otto-Normal-Verbraucher utopisch erscheinen. Hierfür möchte ich gern ein paar Beispiele nennen:
Schottischer Whisky \"Single Malt Whisky\":
Aberlour (3 Sterne) 10 Jahre alt (mild, weich, malzig, würzig), 43 %, 0,7 l incl. Metalldose = 29,90 €
Balvenie (3 Sterne) 10 Jahre alt (voll, üppig mit feinem Sherry und einer dezenten Honignote) 40 %, 0,7 l = 29,90 €
Dalwhinnie (3 Sterne) 15 Jahre alt (Classic Malts of Scotland, leicht fruchtigsüß) 43 %, 0,7 l = 32,90 €
Glenfiddich 30 Jahre alt (nur wenige Fässer läßt eine Brennerei so lange reifen. Unter den 30jährigen der preiswerteste) 40 %, 0,7 l = 138,50 €
Aufgrund der hohen Produktpalette verlasse ich jetzt Schottland und wende mich Irland zu:
Irischer Whisky \"Single Malt Whisky\"
Bushmills Malt 10 Jahre alt (leicht, mit Anklängen von Sherry, malzig) 40 %, 1,0 l = 34,90 €
Tyrconnell Single Malt (5 Sterne) (intensiv malzig) 40 %, 0,7 l = 19,90 €
Jameson (erstaunlich würzig, der weltweit am meisten verkaufte irische Whisky) 40 %, 1,0 l = 22,90 €
Neben dem reichlichen Whiskyangebot (übrigens auch aus Amerika) gibt es noch eine breite Palette an Geschenkartikeln, Miniaturen, Gläser u.s.w.
Angeboten wird eine Club-Mitgliedschaft. Tritt man ein (für einen Betrag von 50 € pro Jahr) erhält man zur Begrüßung einen schottischen Malt Whisky im Wert von 40 € und zusätzlich auf jede Bestellung 5 % Nachlass. Zudem gibt es ein Club-Journal und ein Whisky-Forum per e-mail.
Alle Daten, die man auf der Internetseite eingibt, werden selbstredend vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Die Internetadresse ist: www.TheWhiskyStore.de
Die von mir getätigte Bestellung lief problem- und reibungslos. Die Ware war nach 3 Tagen da und die Bezahlung per Rechnung kam mir auch sehr entgegen. Bei jeder Bestellung erhält man einen Katalog, durch den man sich über weitere Angebote informieren kann.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 17:44:44 mit dem Titel Irland - kurioses, witziges und wissenswertes über die grüne Insel
Nachdem ihr vielleicht das Reisetagebuch (sorry, es sind echt 5 Teile!!!) gelesen habt, gibt es bestimmt noch einiges, was ihr daraus nicht erfahren habt.
Wir haben in unser zerfleddertes Heft auch Dinge eingetragen, die uns praktisch am Wegesrand aufgefallen sind.
Fakten:
~~~~~~
Irlands Frauen ziehen (für den Betrachter) gnadenlos jeden Modetrend durch, egal wie kurz die Beine und fett der Arsch (sorry) und schwabbelig die Hüfte und dick die Wampe. (Jörg)
Irlands Schafe haben in der Norm längere Beine als ihre Besitzer (Jörg).
Gutaussehende Männer gibt es in Irland nicht (Edith).
Ein Ire ist ohne sein Handy praktisch ein Nichts (Edith).
Die Iren verstehen es, einem furchtbare Angst allein durch ihre Straßenbeschilderung einzujagen: Caution - Slow - Slower - deadly slow - dangerous! (Edith)
Wünsche:
~~~~~~~
Möge das Bier in der Heimat aus den geklauten (ooops ... wer war das denn?) Pint-Gläsern genau so lecker schmecken wie in Irland
We´ll come back again!
Hoffentlich gibt es dann mal 2 Tage am Stück ohne Niederschläge!
Lose Chippings (Rollsplit) möge dann von uns gehen!
Was es in Irland gibt und in Deutschland nicht!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Rauchen ist erst ab 18 erlaubt
Autofahren links
Lenkrad rechts (irgendwie logisch, egal!)
Selfservice im Pub (geht man nicht selbst zum Tresen, kann man in einer Kneipe verdursten!)
Barfood
Kein Mittagessen
Rugby
Hostels (ein privates Haus mit Mehrbettzimmern)
Smithwick´s (heißt bei uns Kilkenny)
Irish Mist (ein milder irischer Whiskey)
Freiwachsende Palmen (überall ... und auch dort, wo es total kalt ist)
Irish Stew
Chowder (eine Cremesuppe aus Meeresfrüchten)
Extra Clubräume für Frauen in den Pub´s
Gälisch
Barbesuch erst ab 18 Jahren erlaubt
In jedem Pub mindestens ein Fernseher
Pommes mit Essig (durchaus essbar!)
frei laufende Schafe
Kühe am Strand
Last Order um 23 Uhr
Boote sind hin und wieder auf Landstraßen unterwegs
Mineralwasser mit Birnengeschmack (das vermisse ich ganz schön, ist nämlich total lecker!)
So, ich hoffe, das hat euch jetzt doch irgendwie ein wenig Spaß gemacht. Wer noch etwas zu erzählen hat über Irland, kann mich das gern wissen lassen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 16:25:56 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 4
Bitte erst die ersten 3 Teile lesen, denn sonst ist das hier nicht so prickelnd! Danke.
Tag 8 Edith:
Heute machen wir ganz in ruhig und gehen Linda ein wenig auf die Nerven. Sie ist mit denselben etwas zufuß, weil sie nichts zu tun hat. Zu viele Gäste bleiben einfach länger als eine Nacht - so eine Frechheit!!!! Die Frau ist echt klasse, aber etwas nervös. Zudem warten Linda und Jörg noch darauf, dass 2 Schwedinnen einchecken, die dann mit in unser 4-Bett-Zimmer kommen.
abends (Freitag) beim Musikfestival:
Jörg:
Die Festivaleröffnung und die damit verbundene Wahl der \"Lady Nuala\" (sämtliche Bedienungen aus dem Pubs standen auf der Bühne) waren schon sehenswert. Unsere echte Aufmerksamkeit erregten diese \"hübschen\" Mädels erst im Verlauf des fortgeschrittenen Abends in der \"Voyage Bar\". Einige davon waren so hackevoll, dass sie nicht einmal mehr gehen konnten!
Edith:
Stimmt, war schon sehenswert. Aber zuvor waren wir in der \"Scotsmans Bar\", wurden freudig vom Besitzer Robert begrüßt und hörten uns im Zuge des Festivals eine irische Youngsterband an. Das Repertoire war eher dürftig, die Pausen zwischen den Stücken zu lang und die Stimmung nicht so zuträglich.
Wir wechselten also in die Voyage Bar, in der erträgliche Fülle herrschte und ein Superprogramm an Musik geboten wurde. Die Musiker verstanden ihr Handwerk wirklich und animierten uns zum Bleiben und andere zum Partyfeiern auf dem Dancefloor.
Da wir in der Nähe desselben saßen, mussten wir bei ausufernden Tanzschritten unsere Drinks schnell in Sicherheit bringen. Echt heftige Tanzrituale legen die hier hin - aber Alkohol (die können saufen, aber nichts vertragen!) tanz auch immer mit - oder ist Voraussetzung!
Tag 9 Jörg:
Donnerwetter, deibelschlag ... um 9 Uhr steht meine Edith gestriegelt und gebürstet vor mir, obwohl wir erst um 2 Uhr ins Bett gekommen sind. Die Freude und mein Erstaunen sind groß, dennoch gehts sofort ans Frühstück und dann zum Super Valu, um einige Kleinigkeiten einzukaufen.
Als Ziel steht heue der Ulster American Folk Park in Nordirland auf dem Programm.
Absolut sehenswert!
Abschließend steuern wir auf einen ruhigen Abend im Hostel zu, wir sind beide tired.
Tag 9 Edith:
Abends Fernseh geguckt. Es ist schon irre, in Irland zusammen mit einem Japaner (Hiko), einer Amerikanerin (Kira) und einer Israelitin (Aeyelet) \"Forrest Gump\" zu gucken. Wird so schnell wohl nicht wieder passieren.
Tag 10 Jörg:
Der Tag zum Abhängen: 1. a very rainy day und 2. WM Finale! Erst für den Abend steht Aktivität an, wir wollen noch einmal in die Pub´s und dann zum Feuerwerk.
Das Finale habe ich dann mit Mahan (Israel) und ein paar anderen, die ich namentlich nicht kenne, gesehen.
Tag 11 Edith:
Hatte ganz schöne Kopfschmerzen (Smithwicks Dank), als ich erwachte. Jörg ging es auch nicht so richtig gut. Unsere Abschiedsrunde musste eingeläutet werden, also tschüs Linda (schnief) und tschüs Aeyelet (nochmal schnief), noch schnell ein Foto gemacht, alles eingeladen und Mahan mit nach Donegal Town genommen. Weiter in Richtung Connemara (wir fahren wieder zurück).
Tag 11 Jörg:
In Ballina Zwischenstopp zum Essen gemacht und dann weiter auf die Achill-Islands, wo wir sofort im \"Wayfarers Hostel) eingecheckt haben. Die Achill Islands empfangen uns mit Sonnenschein und wir sind sofort an den Strand. Wunderbar! Das Hostel ist allerdings nicht so klasse, und wir beschließen, dort nur eine Nacht zu bleiben.
Weiter mit Teil 5
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 15:06:25 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 1
Während meines diesjährigen Aufenthaltes in Irland vom 21. Juni bis zum 4. Juli haben mein Mann (Jörg) und ich in ein zerfleddertes Schulheft unser Tagebuch geschrieben.
Es enthält neben vielen Informationen über Land und Leute auch persönliche Einträge und Beobachtungen, positives und negatives über das Land und die Menschen, die dort leben.
Ich hoffe, es wird euch Vergnügen bereiten, es zu lesen. Da Jörg und ich immer abwechselnd die Einträge vorgenommen haben, werde ich jeweils die Namen davor setzen!
Sollte euch dieses Thema nicht gefallen, bitte ich davon abzusehen, es zu bewerten!!!! Vielen Dank.
Tag 1 Jörg:
Gegen 10.30 Uhr zu Hause gestartet. Schier endlose Autofahrt zum Airport Frankfurt/Hahn im Hunsrück. Zwischenstopp für ein enttäuschendes Mahl hinter Köln auf der Autobahn und dann gegen 16 Uhr angekommen. Weitere 3 Stunden gewartet und schon hob der Flieger ab.
Entgegen allen Erwartungen fliegt auch Ryan-Air mit Boeing, so dass wir nicht treten mussten. Nach Ankunft in Shannon die spannende Suche nach dem \"Avarest B&B\". Nach knapp einer Stunde haben wir es gefunden. Freddy, der Manager, ist ein ausgesprochen netter Kerl und - oh Wunder - er spricht so, dass auch ich ihn verstehe. Das Avarest ist ein wirklich schickes B&B, dessen Komfort für den Rest der Reise wohl nicht mehr erreicht werden wird.
Anmerkungen hierzu: Wir sind mit Ryan-Air geflogen, haben einen Mietwagen bei Hertz reserviert (Übergabe absolut reibungslos) und in der Nähe vom Flughafen in Shannon im B&B übernachtet. Für den Rest der Reise wohnten wir in Hostels.
Tag 2 Jörg:
Der Wecker klingelt pünktlich um 7 Uhr, fix geduscht und fertig gemacht, dann gleich runter, denn wir haben für 8 Uhr Frühstück bestellt. Leider mussten wir feststellen, dass wir zwar die Armbanduhr, nicht aber den Wecker auf die Irland-Zeit umgestellt haben, so stehen wir kurz vor 7 Uhr Ortszeit fix und fertig geschniegelt vor dem beladenen Auto und rauchen eine nach der anderen, in der Hoffnung, dass Freddy auftaucht und wir unser Frühstück bekommen.
Das Frühstück war klasse, liebe Grüße an Deidre (Frau von Freddy, mit einer Zwillingsgeburt im Krankenhaus) und ab geht es, über die Cliffs of Moher nach Doolin ins Allie River Hostel (Housemaid Carl). Abends erst in McDermands Pub und dann in den genialen McGan´s Pub auf ein paar Smithwicks und Irish Mist´s! Das alles bei Live Mucke und unglaublicher Enge. Nette Leute am Tisch und kurzer Small-Talk mit Susan aus San Franzisco.
Tag 3 Jörg:
Bye Doolin und ab geht es in die Burren. Zielsicher finden wir die engsten, unbefestigsten und ins Nirgendwo führenden Wege durch den National Park. Geniale Eindrücke. Ein Panorama besser als das andere. \"The Driver\" fährt absolut sicher auf der \"falschen\" Seite und durch 50 cm tiefe Wasserlöcher. Das Auto sieht aus wie nach der \"Akropolis Ralley\", aber der Colt und Edith wachsen immer mehr zusammen. Auch die Sache mit dem Blinker und dem Scheibenwischer hat sie bis Galway im Griff. Von Galway über die N59 nach Cliffdon. Zielsicher zum Cliffdon-Town-Hostel und eingescheckt für 2 Tage. (16 Euro pro Person und Nacht). Ach ja, unterwegs noch ein romantisches Picknick auf Felsen am See, zu Ehren des Geburtstagskindes und bei sehr heftigen Böen.
In Clifdon erstmals Shopping. Karten und Kinkerlitzchen gekauft.
Anmerkungen hierzu: Unsere Tour führte uns von im Süd-Westen gelegenen Shannon an der Westküste hinauf. Hierzu später mehr!
Tag 1 bis 3 aus der Sicht des Drivers, Edith:
Erstmal am Flughafen in Shannon ein kleiner Herzhüpfer: statt Corsa (war reserviert) gibt es einen Colt in british-Green. Schmuckes Wägelchen, nur leider 150 Euro teurer als das Pendant in \"klein\". Too late - shitegal - wir fahren Colt. Das erste Mal rechts sitzen und links schalten und so fahren, dass Jörg keinen Herzinfarkt kriegt. Nachdem ich die Großbaustelle ca. vier Mal umrundet habe, weiß ich zwar, wie man links herum einen Kreisel fährt, aber nicht, wo das Avarest ist.
Kurzstopp an einer Tankstelle und erster Einheimischenkontakt. Englisch klappt gut und die Jungs wissen schnell um mein Problem und wälzen sämtliche Adressbücher der Gegend. Theoretisch weiss ich nun wohin, aber praktisch sind wir noch Meilen entfernt. Wie so oft, ist der Zufall mit mir und zack - scharf gebremst - links rum: da ist es.
Preise: Smithwicks 1 Pint = 3,15 Euro, Irish Mist = 3,50 Euro
Tag 2 Edith:
Ohne nennenswerte Vorkommnisse und immer schön links vom B&B nach Doolin. Außer einem kleinen Patzer beim Wenden in Doolin stelle ich im Auto für die Iren kein Sicherheitsrisiko dar. Abends schick by feet in die Pub´s.
Tag 3 Edith:
Nachdem wir Doolin verlassen haen und unseren Weg auf den sogenannten Bundesstraßen (unsere Feldwege sind breiter!) in Richtung Burren-Nationalpark gefunden haben, lockt mich eine Straße, die ich in Deutschland niemals fahren würde. Und welch Wunder, sie ist die Einfahrt in die wunderbaren Burren. Nun bin ich offen für jedes Abenteuer und wähle an einer Kreuzzung weder rechts noch links, geradeaus muss es sein.
Straße - naja, eher Schotterpiste - in etwa Colt-Breite und übersät mit Schikanen aller Art. Jörg muss aussteigen, um die Wasserlochtiefe (Pfütze wäre untertrieben) per Steinwurf zu überprüfen. Und dann Augen zu und durch. Wären wir dort stecken geblieben, hätten wir ein fettes Problem gehabt. Angst hatte ich nur um den Auspuff, denn zum Steinschlag gesellten sich noch deftige Bodenwellen. Und dann? War Ende im Gelände, wie man so schön sagt.
Wir standen vor einem Hof und der nicht zur Konversation aufgelegte alte Ire sagte nur: \"You better go back!\" Alles klar, also alles wieder retour. Der Colt sieht nach dieser Exkursion alles andere als \"Tourihaft\" aus und alle anderen Touris lassen uns nun schick überholen, weil sie glauben, wir wären Einheimische.
Auf wirklich befestigten Straßen erreichten wir dann Clifden. Beim Anblick meines geliebten Connemaras bekam ich prompt feuchte Hände. Gut, hier zu sein!
Abends im \"Guinness Mannion´s Bar\".
Teil 2 folgt!!!!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 15:41:07 mit dem Titel Irland - ein persönliches Tagebuch Teil 2
Bevor ihr das hier lest, bitte erst Teil 1 beachten, weil es sonst keinen Sinn macht. Danke!
Tag 4 Edith:
Gerade haben wir festgestellt, dass sämtliche Iren entweder keine Steuern bezahlen müssen oder keine Miete. Denn wäre es nicht so, dann liege irgendetwas schief. Auf gut Deutsch gesagt ist alles \"Schweineteuer\"! Preisbeispiele: Scholle in Guinness-Sauce = 24,90 Euro! Pommes mit Curryketchup und Knoblauchsoße = 2,60 Euro! Abbruchreifes Cottage ohne nennenswertes Grundstück = 175.000,-- Euro, wir würden so ein Gartenhaus abreißen! Zigaretten 19 Stck. = 5,35 Euro. Bleibt die Frage: Wie überleben die hier? Smithwicks (in Deutschland Kilkenny) kostet 3,40 Euro, unser einziger Lichtblick. 1 Liter bleifreies Benzin 0,92 Euro - das ist soweit o.k.
Tag 4 Jörg:
Soviel dazu! Nach diversen Überlegungen und Entscheidungen und deren Rückentscheidungen treten wir nun doch die Fahrt entlang der Küste Richtung Galway an. Die Tour versprach mit einige \"Highlights\", die auch als solche, nur im anderen Sinn in Erinnerung bleiben werden. Der größte Hummerhafen des County Galway war für mich absolutes \"Muss\" und Edith hatte Hoffnung, direkt am Hafen vielleicht ihren ersten selbigen probieren zu können.
Dann, nach ausgiebigem Suchen in Carna fanden wir ´ne olle Molle und dahinter 3 halbverfallene Kutter in Schräglage. 3 bis 4 alte rostige Wellblechhallen ... mein Hummerzentrum!!!!! Nun ja - blieb der Tripp auf die beiden Inseln, die im Reiseführer Interessantes versprachen!
Kurz hinter Roundstone führte, lt. Karte, die Straße auf die beiden Inseln. Prima ausgebaut, fast Highway-Charakter, veränderte sich diese nach ca. 300 m in einen teilbegrünten Feldweg. Zudem wurden wir, zwar sicher im Colt sitzend, noch von einem Hofhund angegriffen. Ein echtes Highlight und dann stehen wir vor einem \"No Parking\" Schild mitten in der Wildnis!!!!!!!
Natürlich waren wir auf den falschen Inseln, die echten waren noch ca. 1,5 Std. entfernt. Wir schlugen eine andere Richtung ein und durchquerten die \"Ben Mountains\". Unterwegs haben wir den wohl einzigen echten Iren noch ein Stück weit mitgenommen. Denn es ist echt nicht zu glauben: Du siehst einfach keine Leute, egal ob Häuser, Villages oder Baustellen - nirgend Menschen und schon gar keine, die arbeiten! Bestenfalls sitzt der Bautrupp im LKW und pennt!
Tag 4 Edith:
Also, der Ire war klasse, saß im Trockenen, während mein Jörg mit der Nase an der Windschutzscheibe klebte. Der Ire ordnete mich treffsicher als ebenfalls aus Irland stammende Touristin ein und \"freute\" sich darüber, das mich Regen in Irland nicht sonderlich stört! Denn merke: Sage dem Iren nie, dass das Wetter schlecht ist. Iren reagieren da allergisch drauf.
Nachdem wir ihn wieder abgesetzt haben, Jörg seine Knochen wieder sortiert hatte, wir dem genialen Hummerhafen den Rücken kehrten, fuhren wir nun doch noch durch meine heiß geliebten Connemara Berge.
Zumindest durch die kleineren, Morgen sehen wir endlich die einzig \"Echten\".
Unterwegs lernten wir noch eine wichtige Regel bezüglich der Schafaufzucht. Die Viecher rennen mitten auf der Straße herum, kommt ein Auto, gehen sie sofort hinter die orange Seitenlinie. Ich finde das löblich!
immer noch Tag 4 Jörg:
Nicht nur das! - auch wenn sie das dringende Bedürfnis verspüren sich hinzulegen, tun sie dieses akkurat so, dass der hinterste Zipfel des Schwanzes korrekt auf der Linie endet. Bleibt zu klären, warum Schafe so gern auf der Straße liegen und nicht im Gras oder wie die Kühe, die wir sahen, auf einem idyllischen Sandstrand.
Egal, nach der Tour durch die Berge machten wir einen \"Megatouri-Stopp\" in Kylemore Abbey, einem schicken Schloß, auf antik getrimmt und doch mal gerade gute 100 Jahre alt. Gebaut von einem irren Engländer, der seiner geliebten Frau (vor lauter Sorge wohin mit dem vielen Geld) eine Jagdhütte nebst mehreren Hektar Land kaufte. Dort haben sie einst ihre Flitterwochen verbracht. Die Hütte riss er ab und baute eben dieses Schloß samt Mini-Kathedrale. Müßig zu sagen, dass dieses exakt dem Wunsch der Frau entsprach. Was aber macht die \"Torte\"? Sie reist nach Ägypten, erkrankte an Fieber und gab den Löffel ab, noch während der \"Olle\" am bauen ist.
Nun leben dort ein paar Nonnen und halten die Bude von Eintrittsgeldern in Schuß.
Weiter nach Letterfrack, kurzes Picknick in netter Gesellschaft der Dorfjugend - Anmerkung von Edith: ... und wenn die Irlands einziges Erbe sind, dann Prost Mahlzeit!.
immer noch Tag 4 Edith:
Nach dem Picknick sind wir weiter in den Connemara-Nationalpark und sind wacker mit unseren Sportschuhen - alle anderen trugen Trekking Boots - den Kurz entlang gelaufen. Dort gab es (leider) schon verblühten Stechginster, Connemara Ponies und einen grandiosen Ausblick zu sehen. Der Parcour von ca. 1,4 km kam uns recht kurz vor und alle, die sich als Pseudobergsteiger geoutet haben recht albern.
Genug getan bzgl. fresh-air sind wir zurück nach Clifden. Bis hier haben wir den Tank des Colt´s nahezu leer gefahren. Also haben wir bereits 500 km abgerissen.
Weiter im Teil 3!!!!!! so long .... Edith
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 16:05:02 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 3
Bitte erst Teil 1 und Teil 2 lesen ... sonst macht das hier keinen Sinn! Danke.
Tag 5 Edith:
Ich fühle mich gerade fast wie im Himmel, obwohl es da bestimmt nicht so windig ist. Wir sitzen auf der Spitze eines Berges in Connemara und haben einen genialen Panoramablick. Um uns herum Berge und im Tal ein See. Schafe blöken, die Sonne scheint - Irland muss uns auch lieben!
am Nachmittag:
Wir sitzen jetzt in Westport im Pentagon-Cafe und haben unser erstes \"richtiges\" Essen in diesen Tagen zu uns genommen: Panine with spicy chicken und Panine with Pestochicken. Und dazu lecker Cafe latte (Panine je 5,95 Euro, Kaffee je 1,90 Euro).
Westport zeigt sich als kleines sympathisches Städtchen mit vielen Läden, einem Oktagonplatz, und einem kleinen Bach, über den ganz malerisch eine Steinbrücke führt. Das Wetter ist immer noch sunny an a bit windy! Zum ersten Mal sitzen wir vor einer Kneipe, und nicht drinnen.
Tag 5 Jörg:
Haben im Atlantik Club Holiday Hostel eingecheckt. Riesending mit Jugendherbergscharakter und einem deutschen Mädel am Empfang, die völlig verrückt nach Fußball ist.
Tag 5 Edith:
Abends: Nachdem ich beinah 2 Std. geschlafen habe (linksfahren macht müde!) sind wir doch noch einmal ins Auto gestiegen und Richtung Louisburgh unterwegs. Auf der Coast-Road passierten wir links liegend den Croagh Patrick (heiliger Berg) und diverse nette Aussichten rechter Hand.
Nun sitze ich am Strand in einer Ausbuchtung im Felsen unterhalb der Böschung und genieße eine \"Tasse\" Rotwein. Dazu einen erstklassigen Beinah-Sonnenuntergang. Herrlich!
Tag 6 Edith:
exakt 15 Uhr: So, endlich mal ganz richtig gekocht und die Gefahr, Skorbut zu kriegen, ist vorerst gebannt. Hühnchen mit frischem Gemüse, Currysauce und chin. Nudeln gab es.
Wir sind jetzt nach mehr als 3 Stunden Fahrt in Donegal Town. Das Donegal Town Ind. Hostel vom letzten Irlandbesuch ist nun unsere Heimat für die nächsten 2 Tage. Linda, die Besitzerin, kann sich zwar nicht an mich erinnern (könnte ich übrigens auch nicht ... grins), ist aber supernett und Aeyelet aus Israel, die offensichtlich hier arbeitet, ist total cool: \"Show me your money!!!\" brüllt sie.
Tag 7 Edith:
Wir sitzen an einem sagenhaften Sandstrand in der Nähe vom Slieve League (die höchsten Klippen Europas), essen unser mitgebrachtes Brot und genießen jeden Sonnenstrahl, der sich durch die Wolken stiehlt. Unsere Rücken lehnen an einem schwarzen Schieferberg, der unsere Köpfe um die 100 Meter überragt.
In dieser doch recht abgelegenen Gegend haben wir die deutsche Lehrerin getroffen, die wir gestern nach Donegal Town mitgenommen haben und ihre Erfahrungen als Anhalterin gehört (sie muss so um die 50 Jahre alt sein).
Wir haben uns entschlossen, nachdem wir gestern im Pub das Programm gesehen haben, insgesamt 5 Tage zu bleiben, weil am Wochenende ein Musikfestival stattfinden soll.
Tag 7 Jörg:
Im Hostel haben wir Moritz und Sabine getroffen, die auch schon zeitgleich in Clifden waren. Unsere Lehrerin hat uns - recht vage - einen Weg beschrieen, der mit dem Auto zum Slieve League führt. Mal sehen, ob wir diesen finden. Der Ausblick (am Strand) von unserem jetzigen Sitzpunkt aus, raus in die Bucht ist einfach klasse. Bei etwas mehr Sonne könnte ich hier den Tag passieren lassen.
Tag 7 Edith:
Haben wir aber nicht, wir sind dann weiter zu den Cliffs. Unterhalb der Klippen war ein Parkplatz und hätten nicht von Irma (der Lehrerin) erfahren, dass oben auch noch einer ist, dann wären wir wohl auch zufuß nach oben gelaufen (ca. 3 km!).
Ich muss sagen, dass die Fahrt auch nicht \"ohne\" war, denn die Straße hat etwa die Breite eines Autos. Bei Gegenverkehr ein nicht zu unterschätzendes Problem! Und zudem fiel sie recht steil ohne Begrenzung nach unten in die Bucht ab.
Meine fahrerische Abenteuerlust fand hier kurzfristig ihren Endpunkt! Mit flatternden Knien also aus dem Auto raus, die neu erworbene british-green gehaltene Regenjacke über und dann immer schön am Zaun lang und das um 600 m unter einem liegende Meer bewundert. WOW!
Tag 7 Jörg:
Ja, WOW! Slieve League ist echt beeindruckend, genau wie unser Picknick-Strand.
Wieder im Hostel noch fix mega-leckere Nudeln mit Gorgonzola Sauce a la Edith verputzt, ein paar Seiten am warmen Kamin gelesen und ein nettes Plauderstündchen mit anderen im Raum gehalten. Hiko, dem Japaner aus Texas und .... (keine Ahnung, wie der hieß) aus Frankreich ... eine nette Runde mit viel Händen und Füßen erklärt und super Spaß gehabt.
Weiter im Teil 4 ... könnt ihr noch?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 17:34:05 mit dem Titel Irland - ein persönliches Reisetagebuch Teil 5
Bitte die anderen Teile zuvor lesen, sonst macht das hier kein Spaß! Danke.
Tag 11 Edith:
Oh Gott, ich vermisse die Stimmung im Hostel von Linda - heul - man sollte nicht zu lange dort bleiben, weil einem die Menschen dort ans Herz wachsen und es nichts gibt, was dem gleich kommt.
Wen Aeyelet (die übrigens in Tel Aviv studiert - ich muss ständig daran denken, in welcher Gefahr sie dort ist!) jetzt wohl anbrüllt und mit ihrer eigenen Art die Leute schockt. Ich habe das Gefühl, dass manchmal die Leute bei Linda länger bleiben, als sie zunächst wollten.
immer noch Tag 11 Jörg:
Wie z.B. Hiko, der Bengel liegt dort wahrscheinlich immer noch im Bett und steht gegen Abend für seine tägliche Obstration auf, macht seine Spaghetti (Sorry, I can´t cook, so I make always Spaghetti, since two month!) und kuschelt sich anschließlich vor seinen Kamin und liest. Oder, den im freien Pfeiffe rauchenden Australier, der gnadenlos jeden vollquatscht, der mehr als \"hello\" zu ihm sagt.
Oder Mahan der smarte (Edith´s Kommentar: der sieht sowas von gut aus ... schmelzdahin) Israeli aus dem Kibbuz, der nahezu perfekt Deutsch spricht, abruppt in den Sprachen hin und her springt. Oder die Schweizerin, die den Californier mit Rudolph Steiner quält. Oder ... oder ... oder ... der Franzose, der seit 4 Tagen auf seinen Auspuff wartet.
immer noch Tag 11 Edith:
... oder die 2 Deutschen, die sich gnadenlos wohlgefühlt haben in dem hin und wieder entstandenen Chaos und sicherlich nicht zum letzten Mal dort waren! So, jetzt aber Schluß!!!! Jörg macht gerade die \"dishes\" (es gibt Gewohnheiten, die sollte man so lassen, wie sie sind!!!) und ich gucke aus dem Fenster, um das Wetter zu kontrollieren. Wir wollen noch einen Spaziergang am Strand von Keel machen.
Tag 12 Edith:
Unser vorletzter Tag in Irland und kurz vor dem Abschied haben wir gedacht, wir besuchen die zweitgrößte Stadt Irlands Galway doch noch und lassen uns von der studentischen Atmosphäre anstecken.
Nun sitzen wir in der Fußgängerzone vor dem \"Quays\" - ich trinke einen teuren Rotwein und Jörg ein kleines Smithwicks - und ich habe irgendwie komische Laune. Obwohl ich es nicht gern zugebe, aber ich habe Heimweh nach meinen Töchtern.
Tag 12 Jörg:
Galway ist wirklich eine schöne Stadt, hübsche Fußgängerzone mit unzähligen Läden, die fast ausnahmslos schön hergerichtet sind.
Work is the curse of the drinking classes! (keine Ahnung, warum ich das aufgeschrieben habe???!!!??)
immer noch Tag 12 Edith:
Luxus pur: wir waren beim Inder essen!
Wir sitzen wieder im Quays - diesmal drinnen. Unglaublich, welch großer Laden sich hinter der eher schmalen Front verbirgt. Zwei Etagen mit einer Zwischenetage - also 3 insgesamt - mit Holz aller Herkünfte ausgestattet.
Tag 13 Abreise Edith:
Die vorletzte Nacht haben wir im Hostel in Galway verbracht, die Matratzen glichen eher Hängematten. Wir machten uns auf den Weg nach Limmerick, weil wir beschlossen haben, noch eine Nacht im Averest bei Freddy zu bleiben. Unterwegs ist uns dann noch ein kleiner Unfall passiert. Da fährt man die abenteuerlichsten Straßen und nix passiert - dann
steht man mitten in der Stadt ahnungslos im Stau und Pat vor einem pennt, man hupt, und rums, die Anhängerkupplung seines Autos tritt in direkten Kontakt mit unserem Nummernschild! \"Oh, I´m sorry for that!\" - der 70jährige Pat nimmt´s irisch gelassen und Minuten später sind wir im Besitz seiner Adresse.
Tag 13 Jörg:
Wir setzen die Fahrt vorsichtig fort, denn Pat bleibt noch einige Kilometer vor uns!!!! Wir machen noch einmal in Kultur und besichtigen Bunratty Castle mit Folkpark. Von 9.45 bis 14.15 Uhr halten wir uns dort auf und sind beide begeistert von diesem Projekt. Hätte es nicht geregnet, wäre unser letzter Tag in Irland a perfekt day gewesen.
Resümee: Wir sind insgesamt 1280 km gefahren, und das allein nur an der westlichen Küste. Den Norden und den Süden haben wir dabei komplett ausgespart.
Im wirklich nun letzten Teil gibt es noch ein paar Dinge über Irland zu erzählen, die uns aufgefallen sind.
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