Iron Maiden (Debüt) - Iron Maiden Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von EvilSD

Eddie get's started

Pro:

Tolles Album

Kontra:

??

Empfehlung:

Ja

Hallo lieber Leser,

schau ich so in mein CD-Regal, so nehmen die englischen Heavy Metal Urgesteine von Iron Maiden eine absolute Ausnahmestellung in der Anzahl von Alben und Singles ein. Dies hat mich nun veranlasst selbige samt und sonders der Community nahe zu bringen. Also: Viel Spaß damit ...



Interpret: Iron Maiden
Album: Iron Maiden



Trackliste:
1) Prowler
2) Remember Tomorrow
3) Running Free
4) Phantom Of The Opera
5) Transylvania
6) Strange World
7) Charlotte The Harlot
8) Iron Maiden



Zur Band:

Es steht wohl außer Frage, dass Iron Maiden die Könige des Heavy Metal sind. Keine andere Band des Genres schaffte es zu solch einer Generationen-übergreifenden Fangemeinde und solchem Ruhm wie die Eiserne Jungfrau (der Name stammt von einem mittelalterlichen Folterinstrument). Seit Ende der 70er bangt sich die Band unter Songwritter, Bassist und Mastermind Steve Harris durch jugendliche Zimmer, Konzerthallen und Festivals. Seit bestehen schmückt auch das Bandmaskottchen „Horror-Eddie“ sämtliche der unzähligen Alben, Singles und Videos.





Zu den Songs:
(Mit der üblichen Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 das Allerletzte ist und 5 ein guter Durchschnitt)

1) Prowler
7 Punkte

Prowler stellt als Opener des Albums „Iron Maiden“ der Band „Iron Maiden“ den ersten auf Silberling gebannten Song der fünf Engländer dar und ist wohl in erster Linie eine Hymne, welche dem Fan auch heute noch die Freudentränen in die Augen treibt. Klar steht der Band im Laufe der Zeit noch so mach ein Lineupwechsel und Stilbruch bevor, doch ist „Prowler“ ein eingängiges, rockiges Stück, welches von niemanden hätte besser gesungen werden können, als von Pauls Reibeisenstimme – Versionen in welchen (der spätere Sänger) Bruce singt kommen irgendwie nicht soo klasse rüber.


2) Remember Tomorrow
7 Punkte

Iron Maiden müssen natürlich auch gleich zeigen, dass sie sich nicht allein auf einen bestimmten Heavy-Sound festgelegt haben. Eindrucksvoll stellt „Remember Tomorrow“ eine geschickte Kombination aus melancholischen Gitarrenparts in der Strophe und kräftigem Druck im Refrain dar. Auch Pauls zeigt hier ein größeres Potential an Spielraum bei der Gesangsarbeit auf. Der Song hätte sogar weit mehr Punkte absahnen können, wenn da nicht dieses viel zu hektische Solo gegen Mitte des Songs wäre.


3) Running Free
9 Punkte

Die eingängigen Schlagzeugrhythmen zu Begin des Songs zeigen gleich auf, was dieser Song darstellt: Ein Song bei dem Mitgrölen erwünscht (und auch kaum zu vermeiden) ist! Wie gesagt, legt das Schlagzeug einen Beat vor der direkt in die Beine geht. In Verbindung mit tollen Gittarenparts kommt da richtig gute Stimmung auf. Auch der Gesang ist an sich prima, nur hätte sich neben Paul der Rest der Band mit den Backgroundvocals zurückhalten sollen – die kommen nicht so doll rüber. Ein Song den die Band viel zu selten live spielt.


4) Phantom Of The Opera
8 Punkte

Sehr interessant. Der Song ist anfangs zwar wirklich nicht einfach zu hören, da in über sieben Minuten doch Elemente diversester Genres mitgezerrt werden. So hört man während den Strophen durchaus schon den späteren, unverwechselbaren Maiden-Heavy-Sound heraus. Im Refrain wird dann auch mit dem (zu dieser Zeit noch gar nicht existenten) Power-Metal geliebäugelt, und die Zwischenspiele klingen manchmal als wären sie auf Drogen geschrieben. Aber als diese Diversität macht den Song nicht unhörbar, sondern im Gegenteil mit steigender Anzahl der Hördurchläufe immer interessanter.


5) Transylvania
8 Punkte

„Transylvania“ ist ein Instrumental, bei dem die Gitarren unglaublich gut (für das jugendliche Alter von Dave und Dennis) aufspielen und gerade Dave mit Soli beeindruckt, die er heute nach 23 Jahren bei Iron Maiden kaum besser komponieren könnte. Nicht zu langsam, aber eben auch nicht zu hektisch, ist „Transylvania“ ein tolles Zwischenspiel hier in der Mitte des Albums – und auch eine tolle Überleitung in den folgenden Song „Strange World“.


6) Strange World
8 Punkte

Ein sehr schön zu hörender Song der zwar noch keine wirkliche Ballade ist, aber trotzdem sehr schön seinen Weg durch Hörgänge und Emotionen findet. Klar hört man hier und da noch heraus (gerade bei diesem Song), dass Iron Maiden einfach noch ein paar junge Hüpfer ohne viel Studioerfahrung sind und dementsprechend auch teilweise im Songwritting noch nicht ganz sauber sind. Sehr ruhig, sehr schön und selbst wenn man vergeblich auf ein finales, kraftvolles Ende wartet durchaus 8 Punkte wert.


7) Charlotte The Harlot
9 Punkte

Hier spielen Iron Maidon schon wieder viel rockiger auf: mit eingängigem Rhythmus und Mitgrölrefrain geht einem der Song (live noch viel mehr) durch Mark und Bein. Das etwas lahmarschige Zwischenspiel kurz vor der erreichen der dritten Minute gefällt mir zwar nicht sonderlich, soll aber wohl die Stimmung des im Song beschriebenen Protagonisten einfangen und bekommt daher auch von mir eine gewisse Existenzberechtigung bescheinigt. Für 9 Punkte sind allerdings wirklich die „normalen“ Strophen und der grandiose Refrain verantwortlich.


8) Iron Maiden
10 Punkte

Die Hymne der ersten Jahre schlechthin. Eine Band namens „Iron Maiden“ die auf ihrem ersten Album „Iron Maiden“ einen Song namens „Iron Maiden“ veröffentlicht, fände ich normalerweise etwas lächerlich, aber der Song ist einfach der Hammer. Wer da beim Hören nicht wie wild zu zappeln und zu hüpfen anfängt der ist entweder taub oder blind für eingängige Rhythmen und tolles Songwriting.

„Oh well, where ever, where ever you are – Iron Maiden is gonna get you, no matter how far!“




Lieblingssong / Anspieltip:
· Prowler
· Running Free
· Iron Maiden


Gesamteindruck des Albums:

Die fünf von Iron Maiden haben da ein glänzendes Debüt abgegeben. Auch das Veröffentlichungsjahr ist nicht unrelevant (1980), da hier ein Jahrzehnt des Heavy-Metal eingeläutet wird, welches selbst den Rock der 70er Jahre in den Schatten stellt. Man hört natürlich heraus, dass die Band noch jung und unerfahren ist, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch, sondern hört sich bisweilen sogar bis heute sehr erdig und kultig an. Für diese Anfangsphase halte Paul Di’Anno auch absolut für den richtigen Sänger – selbst wenn für spätere Alben Bruce Dickinson wirklich der besser geeignete Mann war und ist. (Bei den Songs des Albums „Iron Maiden“ wäre mir Dickinsons Stimme aber wahrscheinlich unheimlich auf den Keks gegangen – sind einfach keine Songs für ihn).

Alles in Allem ein furioses Debüt, dem auch die ein oder andere kleine Schwäche verziehen sei – der Fan wird sowieso von vielen weiteren Alben beglückt!



Discographie (soweit bekannt):
· Iron Maiden
· Killers
· Maiden Japan
· The Number Of The Beast
· Piece Of Mind
· Powerslave
· Live After Death
· Somewhere In Time
· Seventh Son Of A Seventh Son
· No Prayer For The Dying
· Fear Of The Dark
· A Real Live One
· A Real Dead One
· Live At Donnington ‘92
· The X Factor
· Best Of The Beast
· Virtual XI
· Brave New World
· Rock In Rio / Live
· Edward The Great – The Greatest Hits






Line-Up (soweit bekannt):
· Paul Di’Anno: Gesang
· Steve Harris: Bass
· Dennis Stratton: Gitarre
· Dave Murray: Gitarre
· Clive Durr: Schlagzeug



Bereits gepostete „Eddie-Mania“ Berichte:
· The Number Of The Beast

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