Island Testbericht

No-product-image
ab 53,54
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(9)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von stelpa

Ég var á Íslandi og líka á Grænlandi

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Island! die kleine unscheinbare Insel im Norden. bei den meisten Wetterkarten des europaeischen Festlandwetterberichtes nicht mal mehr drauf.
nach Island kommt man am besten per Flug auch mit dem Schiff ist es möglich jedoch nicht empfehlenswert. Ankunft ist am Flughafen in Keflavík (Keblawik gesprochen) und von dort gehts mit dem Bus nach Reykjavík (die \"rauchende Bucht\").
ueber Reyjavík wurde nun schon hier sehr viel geschrieben, also möchte ich mich damit nicht laenger aufhalten.
zu sagen waere nur noch einmal, dass es verdammt teuer ist.

die wichtigesten Reiseziele auf Island sind sicherlich

Gullfoss (der goldene Wasserfall) im Sueden

Geysir: hierzu ist waere zu erwaehnen, dass der (stóra) Geysir seinen Namen allen Wasserfontaenen gab doch der eigentliche Geysir ist nur diese eine in Island, der nur mehr einmal im Jahr Wasser speiht und das auch nur deswegen, weil man ihn mit Seifenwasser reizt, leider haben ihn naemlich Touristen zerstört, als sie versuchten ihn mit Steinen yu reizen. der verlaessliche \"Geysir\" ist Strokkur. er schiesst ca alle 7 Minuten Wasser in die Luft. es ist sehr lustig dabei die Leute zu beobachten, da jeder gespannt mit der Kamera vor dem brodelnden Loch steht und gerade, wie man die Kamera vor dem Gesicht wegnimmt, faehrt Strokkur aus.

Mývatn im Norden ist eine sehr vulkanische Gegend mit vielen heissen Quellen. sehr interessant anzusehen. Dort befindet sich auch Dimmu Borgir, was vielleicht einige Black Metal Fans ueberrascht. die \"duesteren Burgen\" tragen ihren Namen zurecht! es ist eine riesige Lavaformation, das ein Labyrinth bildet indem ich mich gleich mal verlaufen habe (und das im strömenden Regen).

Þingvellir ist ein Nationalpark wo man sehen kann, wie die Amerikanische und die Europaeische Platte auseinander trifften.

aber ich war auch noch woanders. ein Reiseziehl, das höchst ungewöhnlich ist: Grönland. da ich dort im Maerz war konnte ich nur Schnee und Eis vorfinden. im Osten Grönlands ist die Zivilisation noch nicht so sehr vorangeschritten sodass sich die wenigsten einen motorisierten Schlitten leisten können. gefahren wird also hauptsaechlich mit den alten Hundeschlitten.
wir (eine kleine Gruppe von Studenten der Háskóli Íslands) wohnten in einem richtigen grönlaendischen Haus ohne fliessendem Wasser (waehrend die Touristen fuer gewöhnlich im Hotel einquartieren).
die Toilette bildet ein Kuebel, der in ein Verdeckung mit Klobrille gestellt wird. ist er voll muss man hoffen, dass das Wetter schön genug ist, damit der \"shitmaster\" (wie wir ihn nannten) vorbei kommt und die Sache abholt. kommt er nicht... hm... nun ja, wie unser Guide sagte: \"pour it into the snow and cover it a bit\" (leere es in den Schnee und decke es etwas zu). tatsaechlich machen das alle Grönlaender so. da es aber so kalt ist, friert es sofort und man bleibt von ueblem Geruch verschont.
Duschen gibt es im Ort (Kulusuk) nur drei und fuer diese muss man bezahlen (einige reichere Familien haben sich in ihrem Haus eine mit Pumpe selbst gebastelt).

in dem extremen Wind, der oftmals herrscht kann man vor lauter Schnee (es schneit nicht, der Wind hebt ihn nur vom Boden auf) nichts sehen und kaum gehen. dieses Wetter war wirklich ein Erlebnis, da der Gang zum Geschaeft von normalerweise 5 Minuten auf 20 Minuten verlaengerte.

leider ist nicht alles so toll in Grönland wie es zuerst klingt. die Behandlung der Hunde ist extrem schlecht. im Winter erfrieren sehr viele, und im Sommer, weil man sie da nicht braucht, laesst man sie oft einfach verhungern.
ein weiteres grosses Problem ist der Alkohol. die Daenen brachten den Alkohol nach Grönland und nun wird das Geld, das die Grönlaender zur Unterstuetzung bekommen, hauptsaechlich fuer Alkohol ausgegeben. in diesem Zustand gehts dann auch wirklich brutal zu. es ist ein komisches Gefuehl mit jemandem an einem Tisch zu sitzen von dem man weiss, er hat seinen Onkel stranguliert. Aber auch das Gesetz funktioniert in Grönland anders: die schaerfste Sanktion ist die Ausgliederung und da man keine Ueberlebenschance hat, wenn man alleine ist, ist diese Strafe wirklich hart. einmal ausgegliedert und ignoriert muss man sich die Anerkennung erst wieder verdienen, viele, die es nicht schaffen, bringen sich um.

wichtig fuer Besucher ist, dass es möglich ist, dass die Fluege gestrichen werden aufgrund des schlechten Wetters, so flogen wir 5 Tage spaeter weg als geplant und blieben eine Woche laenger dort.

so, nun denke ich, habe ich genuegend geplaudert, aber es waren auch wirklich so viele interessante und erzaehlenswerte Eindruecke, die ich hatte, dass ich nicht weiss, was ich auslassen soll.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-03 00:48:32 mit dem Titel Tipps für den Urlaub

Nachdem mein letzter Bericht meiner Meinung nach nicht so gut ausgefallen ist und eher schwammig und nichtssagend war, möchte ich diesmal wirklich nur ein paar nützliche Tipps für Islandreisende formulieren, um meinem Gefühl der unzureichenden Berichterstattung ein Ende zu bereiten.
Ja schon wieder Island.... , aber es bin ja auch ich, die schreibt, also verzeiht mir!

Regen:
Lassen sie ihren Regenschirm getrost zu Hause. Sie werden nicht brauchen. Nicht obwohl es regnet sondern WEIL es regnet und es regnet viel in Island – besonders im Winter! In Island werden sie wohl kaum einen Menschen sehen, der mit Regenschirm durch die Straßen geht (wenn ich so nachdenke... ich wüsste nicht einmal, wo man einen kaufen könnte), weil es einfach sinnlos ist. Der Regen hat, bedingt durch den sich ständig in der Richtung ändernden Wind, die unangenehme Angewohnheit sprichwortlich von allen Seiten zu kommen. Und das stimmt meiner Meinung nach auch! Nicht mal eine gute, wasserdichte Regenjacke ist da ausreichen, da „von allen Seiten“ auch „von unten“ mit einbezieht. Also, hat man mit der Regenjacke den Vorteil am Oberkörper trocken zu bleiben, die Hose jedoch wird sehr bald triefend nass sein.
Das beste wäre also ein Overall, wie sie die Isländer, die viel draußen zu tun haben, auch tragen. Natürlich gibt es auch die Billigversion zu kaufen: Plastikhose mit Plastikjacke und schon kanns los gehen! Aber ein gut zugeknüpfter, wasserdichter Mantel reicht auch.
Und auf die guten Schuhe nicht vergessen!!

Kälte:
Obwohl es, bedingt durch den Golfstrom nicht so kalt ist, wie man sich das zuerst vielleicht vorstellt (es heißt ja Ísland – EISland), so ist doch der Wind sehr schneidend und erhöht damit den Chillfaktor um einiges (es ist also subjektiv kälter, als das Thermometer anzeigt). Also ist neben der wasserdichten Jacke auch genügend warmes Gewand in den Koffer zu packen.


Reitsachen:
Wichtig für diejenigen, die sich vielleicht auf ein Pferd setzen wollen und dazu ihr eigenes Gewand mitnehmen möchten: es ist nicht erlaubt, Reitsachen einfach so mitzunehmen. Man muss es auskochen oder sonst irgendwie desinfizieren lassen (es wird nicht genau kontrolliert, aber man sollte doch eine Bestätigung bei sich haben). der Grund hierfür ist, dass durch die Abgeschiedenheit der Insel gewisse Krankheiten noch nicht bis zu dieser durchgedrungen sind und das auch (verständlicherweise) so bleiben soll.

Alkohol:
Für jugendliche, die aus welchen Gründen auch immer nach Island kommen, sei erwähnt, dass Alkohol erst ab 20 erlaubt ist und deswegen in den Lokalitäten eine Altersgrenze von mindestens 20 vorherrscht. Kontrolliert wird dabei so gut wie jeder, auch wenn er schon wie 30 aussieht.
Um außerhalb der Lokale an Alkohol zu kommen, muss man sich, wie in allen anderen skandinavischen Ländern, in eigene Alkoholshops begeben. In diesen (ÁTVR) kann man sich das Zeug auch beschaffen (billiger als in den Lokalen, aber trotzdem noch SEHR teuer), allerdings nur an Wochentagen und da auch meistens nur bis 4 oder 6 Uhr Nachmittags! Also, wer eine Party machen möchte: rechtzeitig auf den Weg machen...

Kreditkarte:
Wirklich praktisch ist, dass man so gut wie alles mit Kreditkarte bezahlen kann. Ab einem Wert von 200 Kronen (2 Euro) wird die Kreditkarte beinahe überall akzeptiert, sei es im Supermarkt, im Restaurant, in den Lokalen... wirklich überall (einige Isländer haben sogar so viel vertrauen, dass sie die Kreditkarte an der Bar abgeben und sagen, dass einfach alles, was sie bestellen, von dieser Karte gebucht werden soll). Also, diese Karte mitzuhaben, ist auf jeden Fall sehr nütlzlich (genommen werden hauptsächlich Visa und American Express)


Sex:
Ein vielleicht eher ungewöhnliches Thema für so einen Bericht und doch möchte ich es erwähnen. Sex spielt im Norden meist eine größere Rolle: jeder hat mir jedem überall.... mit 10 Sexpartnern gilt man als sehr unerfahren, mit 30 bei einem Alter von 16 als normal (bei Mädchen). (ein Isländer versuchte es mir so zu erklären, dass die Nächte lang und kalt – gerade im Winter absolut richtig! Viele werden depressiv, wenn sie beinahe 24 Stunden lang kaum etwas von der Sonne sehen – der Alkohol viel zu teuer und das Freizeitangebot auch nicht berauschend seien.)
Den Damen aber auch den Herren sei an dieser Stelle gesagt, dass man gewisse Verhütungsmittel (Kondom) am besten selbst dabei haben sollte, da die Einheimischen auf solchen „Schnickschnack“ leider wenig Wert legen. Das Durchschnittsalter für das erste Kind liegt bei 18 Jahren (Mädchen). (auch die Pille wird relativ wenig genommen, weil die Arztkosten zu teuer sind und die Pille selbst auch nicht billig). Warum die Aidsrate dennoch sehr niedrig ist, kann ich nicht erklären. (vielleicht machen auch weniger Leute einen Test...).

Abschließend noch:
Geld!
Am besten ist es, viel Geld zu haben, da Island sehr teuer ist. Das billigste Bier in Reykjavík kostet 230 Kronen (ca 2,30 €) wobei der normale Bierpreis bei 500 bis 550 Kronen liegt (5 bis 5,50 €).


um nochmal kurz das \"ich packe meinen Koffer\"-Spiel anzufangen so müsste der letzte sagen:
ich packe in meinen Koffer: Regenschutz, warme Pullis, gute Schuhe, meine Kreditkarte (möglichst mit Geld am Konto) und Kondome, (vielleicht auch noch Essig, denn den gibts kaum zu kaufen)...

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • store_troll

    30.05.2006, 17:49 Uhr von store_troll
    Bewertung: sehr hilfreich

    Beeindruckendes Land. Trollige Grüße