Island Testbericht
ab 53,54 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Qualle
Mit dem eigenen Auto durch Island
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich einmal über ein Land schreiben, das man eigentlich in seiner Vielfalt nicht mit Worten beschreiben kann. Man muss es erleben. In meinem ersten Bericht über Island möchte ich sehr allgemein und oberflächlich über meine Reise schreiben. Es werden noch Berichte über einzelne Gebiete folgen.
Island erreicht man im allgemeinen von Europa mit dem Flugzeug oder Schiff. Da ich meine eigenen Sachen gern bei mir habe, wählte ich die Reise per Fähre nach Island. Man muss hier eine Woche für die An- und Abreise auf die Insel einplanen.
Als normaler Islandurlauber, der das Land mit dem eigenen Fahrzeug bereisen möchte, benutzt man die Fährlinie Smyril Line. Und diese eine Woche An- und Abreise gehört schon zu dem Ferienerlebnis Island.
Jeden Sonnabend Abend (im Sommerhalbjahr ab Mitte Mai) startet die Fähre in Hanstholm in Dänemark. Nach zwei Tagen und einer Nacht erreicht man die Färöer – Inseln. Es ist der Heimalthafen der Fährlinie. Fast drei Tage und zwei Nächte hat man nun Zeit um diese 18 Inseln zu erkunden. Darauf gehe ich aber in einem extra Bericht ein.
Nur eine Anmerkung. Es gibt sehr wenige Zeltplätze hier auf den Färöer – Inseln. Die meisten in der Landkarte eingezeichneten existieren nicht mehr.
Mittwochs, am späten Nachmittag geht es wieder auf die Fähre. ( Sie war zwischendurch in Norwegen und auf Scheltlandinseln und hat weitere Passagiere geholt) und schon Donnerstag gegen 9,00 Uhr isländischer Zeit legt das Schiff im Fährhafen von Seydisfjördur an. Die isländische Zeit ist unserer MEZ zwei Stunden hinterher.
Nun, nach passieren der Grenze und des Zolls, lagen zwei Wochen Islanderkundungsurlaub vor uns.
In den folgenden Zeilen möchte ich einen Überblick über das Land geben, und damit auf meine weiteren Berichte einstimmen.
Schon auf der Fähre bekam man interessante Lektüre über Island. Das kostenlose Informationsmaterial empfehle ich jedem, der das erste Mal Island bereist. „Rund um Island 2002“ liegt auch in jeder Information aus.
Darin sind die wesentlichsten Informationen über Natur, Land und Leute zusammengefasst. Hier ein paar Notizen:
Island hat eine Fläche von 103 000 qkm
Ende 2001 lebten in Island 286275 Menschen,
davon 178 000 im Hauptstadtgebiet.
Der größte Gletscher ist der Vatnakull mit qkm 8 300
Der höchste Wasserfall ist der „Glymur“ mi1t 198 Meter Fallhöhe
weiterhin sind Hinweise über die Fauna und Flora, über Museen, Hotels, Schwimmbäder, viele Stadtpläne, Streckenkarten, und interessante Reiseziele beschrieben.
Für einen Euro bekommt man etwas mehr als 80 isländische Kronen.
Doch nun zurück zu unserer Reise. Mit Nebel und einer Sicht unter 100 Metern wurden wir begrüßt in Island. Nun auf dem Schiff ging die Runde rum, das es jetzt Ende Mai geschneit hat. Es stellte sich die Frage, wie fahren wir um Island? Zuerst in den Norden oder doch lieber mit dem Süden beginnen?
Zuerst mussten wir über ein Gebirge zur Ringstraße nach Eglisstadir fahren. Es ging noch weiter in den Nebel. Doch oben auf dem Kamm überraschte uns die Sonne, mit herrlicher Sicht und schneebedeckten Bergen.
Nun in Eglisstadir mussten wir uns entscheiden, wohin geht es zuerst.
Wir blieben unserem Vorsatz treu und wählten die Tour in den Norden.
An Hand einer sehr guten und aktuellen, schon in Deutschland gekauften Straßenkarte, erkundeten wir das Land. Wie und was wir alles erlebt haben, das beschreibe ich in anderen Berichten. Hier und heute nur noch ein kurzer Eindrücke über unsere Rundreise.
Die Straßen
Schon nach wenigen Kilometern, wie auf der Karte eingezeichnet, endete die Asphaltstraße und es ging auf Schotter und Schlamm weiter. Die Schlammstrecke war zum Glück nur im Bereich einer Baustelle. Schotterstraße ließ sich ganz gut fahren. Man fuhr sehr zügig über diese und alle anderen Schotterpisten. Auch mit unserem normalen PKW war das kein Problem. Die Ringstraße und die normalen Haupt- und Nebenstraßen waren ohne Probleme auch mit einem nicht allradgetriebenen und/oder höhergestellten Fahrzeug zu befahren.
Es ist ein reger Wechsel von Asphalt und Schotterstraßen auf den Haupt und auch Nebenstraßen. Straßen mit Dreistelliger Straßennummer sind fast immer Schotterstraßen.
Die Hochlandstraßen ( F vor der Nummer) haben wir nicht getestet. Die meisten Hochlandstraßen öffnen erst Mitte Juni oder auch erst im Juli.
Die Tankstellen
Nach einigen Kilometern Schotterstraße war das Auto erdefarben. Und wir haben es öfter an der Tankstelle gewaschen. Der Benzinpreis liegt etwa bei 1,20 Euro. Diesel soll sehr billig sein, aber hier muss man bei Einreise eine Dieselsteuer bezahlen.
Tankstellen sind auf der Ringstraße ausreichend vorhanden. Nur auf den Westinseln ( westlich von Reykholar) war erst nach mehr als 100 Kilometer eine zu finden, und unser Auto hatte durst.
Fast jede Tankstelle hat eine Handwaschanlage, wo man sein Auto abwaschen kann.
Das Wetter
Auf unserer Rundreise – (einige Etappen waren - Myvatn – Akureyri – Isofjördur – Latrabjarg – Halbinsel Snäfells – Reykjavik – Geysir – Höfn – Eglisstadir) haben wir so alles erlebt, was das Wetter zu bieten hat.
Schneefall (nur kurz westlich vom Myvatn) Sonne pur im Westen bei Isofjördur, Regen, Wind und Nebel um Reykjavik und Sandsturm westlich von Höfn.
Das Wetter wechselt hier sehr oft. Morgens Nebel und abends Sonnenschein so erlebten wir die ersten Tage im Norden von Island. Ein kurzer Platzregen und dann wieder Sonne so war es im Süden.
Mann sollte immer Warme Sachen, wassertundurchlässige Sachen und auch den Badeanzug dabei haben.
Die Tier und Pflanzenwelt
Island ist ein Paradies für Vögel.
Wer Interesse hat, kann auch zu einer Wahlbeobachtung herausfahren. Seehunde und Delfine sind auch in Küstennähe manchmal zu beobachten.
Im Südosten haben wir stattliche Rentiere gesehen.
Höhe Bäume gibt es nur wenige in Island. Nur im Osten gibt es richtigen Wald.
Große Flächen sind mit Gras und Moos bewachsen. Hier weiden Unmengen an Schafen.
Die Landschaft
ist es, die mich in Island am meisten fasziniert hat.
riesige Lava - Felder, teils schon bemoost, teils schon mit Gras bewachsen und viele auch noch schwarz und leer, so als wenn gerade erst der Vulkan gespuckt hat.
Vulkankegel, die in unzähliger Zahl groß und klein über das Land verteilt sind;
große Gletscher, die weit übers Land sichtbar sind;
das Meer mit seinen Buchten und oftmals schwarzen Stränden, wo heute noch Treibholz am Strand zu finden ist;
die vielen steilen Felsen am Ozean, wo tausende von Vögeln um diese Jahreszeit brüteten;
Berge auch im Sommer noch mit Schneebedeckt
und die scheinbar noch unberührte Natur lädt zum erkunden ein.
Nach zwei Wochen war unser Urlaub schon zu Ende. Er war viel zu kurz, um das Land richtig kennen zu lernen. Irgendwann werde ich noch mal dahin fahren.
Mit der Fähre ging es dann am Donnerstag mittag wieder zurück nach Dänemark. Diesmal non Stopp nach 50 Stunden Fahrt waren wir wieder in Hanstholm.
Ich hoffe ich habe einen ersten Einblick auf das Land gegeben. So schnell und abwechslungsreich, wie von mir beschrieben, ist das gesamte Land.
Über Preise und Leben werde ich in einem weiteren Artikel berichten.
Dieser Bericht ist schon länger als von mir angedacht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-23 07:08:00 mit dem Titel Hier, wo die Erde noch jung ist.
Es dampft die Erde neben schneebedeckten Bergen
oder -
Ein Geruch, wie faule Eier, liegt in der Luft
Das Gebiet um den Myvatn ist für jeden Besucher ein Erlebnis. Man sieht hier die unterschiedlichsten Landschaftsbilder. Ich besuchte dieses Ende Mai. Da war es noch sehr kalt.
Der Myvatn- See liegt in einer aktiven Vulkanzone mit häufigen Ausbrüchen, letztmals 1984.
Der See - Myvatn
Nun, der Myvatn ist der viertgrößte See Islands ( 37,3 km2). An seiner tiefsten Stelle misst er nur 4,5 Meter.
Den Namen verdankt der See den Mücken, die hier in unzähligen Mengen vorkommen sollen. Leider kann ich darüber nichts schreiben, denn als wir ein paar Tage an dem See verbrachten war nicht eine dieser Mücken zu sehen. Es war den Mücken bestimmt zu kalt.
Nachts sank das Thermometer fast auf Null Grad Celsius, und das obwohl es da auch noch Taghell war. Hier im Norden Islands geht die Sonne Ende Mai nur für wenige Minuten unter, und es wird nie ganz dunkel.
Aber eine Woche später soll die Luft schwarz von den Mücken gewesen sein. Diese Mücken sollen aber nicht stechen. Dafür setzten sie sich an Zeltwende und an den Körper, so das es auch ohne Stechen unangenehm wird.
Das Wetter ist ansonsten um den See sehr günstig. Es ist nicht so windig wie im Süden Islands. Hier um den See brüten sehr viele Vögel und besonders viele Entenarten.
Rings um den See erheben sich Hügel und Berge. Und im See befinden sich viele grüne und schwarze Inseln. Im Myvatn-Gebiet leben ca. 470 Menschen. Der größte Ort ist Reykjahild mit 200 Einwohnern. Hier im Ort befindet sich ein Zeltplatz, Hotel, Laden Tankstelle, Schwimmbad und was man sonst noch so braucht.
Der Zeltplatz
Für die Übernachtung wählten wir den Zeltplatz in Reykjahild. Die Übernachtung kostete 500 Kronen pro Person ( 83 Kronen ist etwa ein Euro). Die Wiese für die Zelte war groß, terrassenförmig und das Gras kurz gehalten.
Die sanitären Anlagen nicht die Allerbesten. Das warme Wasser roch nach faulen Eiern und Duschen waren hier unmittelbar nicht zu finden. Auch die Küche, die es hier geben soll, habe ich ende Mai noch vergeblich gesucht.
Doch was mich am meisten störte war, das bis vor wenigen Tagen hier noch die Schafe weideten und überall deren Dreck auf der Wiese lag. Wir mussten lange suchen um ein sauberes Stück Wiese für unser Zelt zu finden.
Aber die Lage und die Sicht vom Zelt war einzigartig. Vor uns lag der See mit seinen vielen Inseln, wunderschöner Berge und an vielen Stellen dampfte es.
Und kaum das wir unser Zelt aufgestellt hatten, zogen wir noch einmal los. Im Gebiet um den Myvatn ist die Hauptstraße eine gute Asphaltstraßen. Und schon waren wir im Namafjall.
Hier brodelt und kocht die Erde. Auf einer größeren Fläche von mehreren Hunderten Quadratmetern spuckt es aus vielen Erdlöchern heißes stinkendes Wasser. Es brodelt und dampft und die Besucher können sich bis auf wenige Schritten den heißen Quelle nähern. Oft sind kleine Steinhafen aufgebaut, wo die Erde heißen Dampf ausspuckt. Dann ist wieder ein großes Loch worin es brodelt, hier kocht es wie in einen großen Kessel.
Man kann diese Landschaft in seiner einzigartigen Struktur nicht beschreiben.
Nun außer diesen Schwefelquellen sieht man es an weiteren Orten dampfen. Große Wasserdampfwolken quellen aus der Erde. Ein paar Kilometer von diesem Namafjall entfernt ist ein großes Kraftwerk, das mit Erdwärme arbeitet. Vom Berg bei Krafla hat man einen herrlichen Blick auf das Kraftwerk und die weitere interessante Vulkan- und Lavalandschaft.
Hier ist auch ein wunderschönes Gebiet zum Wandern. Das Solfatarengebiet Leirhnjukur ist ebenfalls voll gespickt mit heißen Quellen und dampfender Erde. Hier kann man aber nicht bis ganz heran mit dem Auto fahren. Da ist dann schon Wandern angesagt.
Am Parkplatz solcher Wandergebiete sind dann immer Gelegenheiten zum Schuhe putzen.
In unmittelbarer Nähe des Myvatn ist auch noch der Explosionskrater Hverfjall, Viti (die Hölle), hier wollten wir eigentlich baden, aber der Hang, hinab zum warmen Wasser, war zu schlammig und auf einer günstigen Seite für den Abstieg, lag noch eine dicke Schneedecke.
Alle Naturschönheiten im Myvatn-Gebiet konnten wir in den zwei Tagen nicht besuchen. Aber hervorheben möchte ich noch den Besuch in den;Schwarzen Burge, Dimmuborgir. Hier sind Lavagesteine in unterschiedlichster Form zu sehen. Mehrere markierte Wanderwegen führen durch diese wir schwarze Burgen aussehende Steinwelt. Jeder Lava-Gesteinsbrocken hat eine andere Form. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Mancher Weg wird hier von niedrigen Birkenbäumchen gesäumt. Ansonsten sind kaum Bäume zu sehen.
Nicht weit weg von diesem Gebiet befindet sich die Warmwasserhöhle Grjotagja. In ihr wurde bis zum letzten Vulkanausbruch noch gebadet. Doch jetzt hat das Wasser eine Temperatur von etwa 50 °C und ist somit zum Baden zu heiß.
Nach langem Suchen und einer Fahrt über eine unmögliche Straße (Schlammweg) fanden wir diese Höhle. Sie liegt versteckt in einem Vulkangesteinshügel. Die Luft in der Höhle war erstickend warm.
Nach zwei erlebnisreichen Tagen im Myvatn-Gebiet setzten wir unsere Reise in den Westen fort.
Ích möchte noch kurz ein paar Reiseziele erwähnen, die man von hier auch gut erreichen kann.
Den Wasserfall Dettifoss; es soll der mächtigste im Land sein.
Den Wasserfall Godafoss; liegt an der Ringstraße ist sehr schön.
Die Erhebung Geitafell (432 NN; bietet mit ihrer Panoramatafel einen guten
Überblick über das Land.
Der Abfluss vom Myvatn Fluss Laxa; ein bekannter Lachsfluss.
Die Stadt Husavik; idealer Ausgangspunkt für eine Walbeobachtungstour.
uvm.
Ich kann nur jedem, der nach Island fährt empfehlen, dieses einzigartige Gebiet zu besuchen.
Es ist ein Gebiet, wo nur sehr wenige Menschen leben. Hier ist die Natur zu erleben. Und sie verändert sich noch.
PS. ich hatte diesen Text ähnlich unter einer anderen Überschrift schon einmal eingestellt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-05 09:28:40 mit dem Titel Eine Gewächshausstadt in Island
Hveragerdi, die blühende Stadt
Südöstlich von der Hauptstadt Reykjavik entstand im letzten Jahrhundert Hveragerdi und mit ihr eine Gewächshausstadt.
Wer auf der Ringstraße zwischen Reykjavik und Selfoss unterwegs ist, und eine Stunde oder mehr Zeit übrig hat, der sollte dieser Stadt doch einen Besuch abstatten. Hveragerdi ist eine 1860 Seelengemeinde. Das ist schon eine für isländische Verhältnisse recht große Stadt. In ihr findet man so fast alles was man hier im Lande zu Leben braucht. Wie fast jeder, mehr als 300 Einwohner zählende Ort, gibt es hier Einkaufsmöglichkeiten, eine Bank, Tankstellen, Postamt, Touristeninformation, Autowerkstadt, Arzt, Museum, Sportplatz, Schwimmbad, Übernachtungsmöglichkeiten (Hotel, Zeltplatz, Bauernhof) und Gaststätten.
Aber, Hveragerdi hat den Beinahmen, „die blühende Stadt“. Und eine blühende Stadt ist Hveragerdi, dank der vielen Gewächshäuser. Und diese wiederum haben ihren Ursprung in dem Thermalgebiet, der heißen Quellen und der Erdwärme.
Wer möchte, kann sich auch hier informieren:
www.Hveragerdi.is
Nun möchte ich aber noch einige Zeilen über unseren Besuch in Hveragerdi schreiben.
Nach einem Bad in der „blauen Lagune“ fuhren wir durch Südwestisland. Wir quälten uns mit dem Auto durch dicken Nebel und über unmögliche Straßen. Ein Spaziergang durch das Quellgebiet um Krisuvik konnten wir bei dem Nebel vergessen. Und was soll man bei so einem Wetter besseres tun, als in einen größeren Ort zu fahren.
Hveragerdi liegt an der Ringstraße. Die meisten werden beim bloßen vorbeifahren nicht viel von der Schönheit des Ortes mitbekommen, leider. Aber es sind nur wenige Meter bis zum Ortskern. Nachdem wir unsere Lebensmittel wieder aufgefüllt hatten leisteten wir uns in der Bakkeria des Ortes noch einen Imbiss. Die Bäckerein sind oftmals in Island auch kleine Imbisstuben, wo man für einen angenehmen Preis etwas zu essen bekommt. Für eine Tasse Suppe und zwei Brötchen mit Butter bezahlt man fast 10 Euro. Den Kaffe oder Tee dazu bekommt man umsonst. Wer Lust hat kann auch eine isländische Tageszeitung dazu lesen. (Aber gegenüber einer mittelgroßen Mittagsportion ist das noch preiswert, die kann schon mal bis 40 Euro und mehr kosten.)
Der Nebel war nicht mehr so dicht und so unternahmen wir noch einen Spaziergang durch den Ort. So richtig informiert über die Sehenswürdigkeiten von Hveragerdi waren wir nicht. Aber laut Informationsplan gab es im Zentrum eine Sehenswürdigkeit.
Zuerst schlenderten wir durch die verschiedenen Blumenläden, denen Gewächshäuser angeschlossen waren. Diese Gewächshäuser standen allen offen. Man konnte die herrlichen Blumen bestaunen oder auch kaufen. Der Preis war gut das Doppelte wie vergleichsweise in Deutschland.
Hier blühten die Stiefmütterchen und Studentenblumen nebeneinander in volle Pracht.
Frühling, Sommer und Herbst erstrahlte hier gleichzeitig in seiner ganzen Fülle.
Weiter ging unsere Wanderung durch den Ort, vorbei an unzähligen Glashäusern. Hinter einer Müllsammelstelle, oder so was ähnlichem dampfte es. Die Neugier zog uns dahin. Und hier war sie nun die Sehenswürdigkeit. Eine riesige Wiese, und überall dampfte die Erde. Mitten im Ort viele Thermalquellen. Es dampfte aus den Wiesen, daneben war eine leuchtendblaue Pfütze, mit kochendheißem Wasser, in einer anderen Quelle blubberte das Wasser oder kleine Fontänen stiegen auf.
Ein markierter Weg führt den Besucher durch das Gebiet der Thermalquellen. Viele Quellen haben einen Namen. So auch die Müllquelle. Sie verdankt ihn einem Erdbeben 1947. Durch das Erdbeben wurde eine Stelle im Thermalgebiet aktiv, die vorher als Müllgrube gedient hatte. Die Erde spukte hier den Müll wieder aus.
Das Gebiet der Quellen ist eingezäumt. Ob hier Eintritt verlangt wird, kann ich nicht sagen, denn wir entdeckten den richtigen Eingang erst, als wir das Thermalgebiet an oben genannter Stelle wieder verlassen hatten.
Man kann diese eigenwillige Natur nicht beschreiben. Man muss sie sehen.
Die Natur ist hier, wie auch anderswo in Island noch sehr jung und veränderlich. Quellen versiegen und entstehen anderswo. Vielleicht sieht es beim nächsten Besuch schon wieder anders aus.
Zum Schluss möchte ich noch die Kirche in Hveragerdi erwähnen. Sie ist in einem eigenwilligen modernen Stil gebaut. Die meisten Kirchen in Island sind
sehr moderne Bauten. Oftmals erinnert nur ein Kreuz daran, das es eine Kirche ist. Von innen sind sie sehr schlicht.
Nun, obwohl es der verregneteste Tag unseres Inlandsurlaubs war, und wir die einzige Bananenpflanze (andere berichteten davon) Islands nicht gesehen haben, kann ich nur jeden, der hier vorbeifährt empfehlen einen kleinen Abstecher nach Hveragerdi zu machen.
Wie schön mag es hier erst bei Sonnenschein sein!?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 15:39:19 mit dem Titel Schwimmende Eisberge in Island
Eisberge wie am Nordpol, nur kleiner oder auch
Blaues Wasser schwimmt im See, so könnte die Überschrift für den Artikel über den See Jökulsarlon auch wählen.
Strahlt die Sonne in einen Gletscher so schimmert er an vielen Stellen in blauer Farbe. Dies habe ich schon an manch Stellen in Europa gesehen. Aber hier in Island in einem See schwimmen diese Eisberge dem Meer zu.
In Südisland zwischen den Orten Kirkjubaejarklaustur und Höfn liegt dieser Lagunensee Jökulsarlon. Wenn man Island auf der Ringstraße umrundet, dann wird man diesen See nicht übersehen. Vor und nach einer Brücke befinden sich Parkplätze von denen man eine gute Sicht auf den See hat. Wir kamen von Reykjavik und fuhren erst den kleinen Platz vor der Brücke an. Dieser liegt etwas höher als der große, der zu einem Touristenzentrum ausgebaut ist. Der Blick auf die schwimmenden Gletscher ist gigantisch. Und das selbst dann, wenn das Wetter sich, wie bei unserem Besuch, nicht von der sonnigen Seite zeigt.
Ein paar Meter weiter ist nun dieser große Parkplatz. Hier befindet sich eine Imbissstube und die Möglichkeit mit Booten auf der Gletscherlagune eine Rundfahrt zu machen.
Für die etwas halbstündige Rundfahrt kann man eines der beiden Amphibienfahrzeuge nehmen oder ein Schlauchboot. Geübte Schiffsführer steuern den Touristen durch die vielfältigen und schönen Eisberge auf dem See.
Da es schon etwas spät und neblig war verzichteten wir auf eine Rundfahrt.
Über die Preise für eine Rundfahrt mit dem Amphibienfahrzeug oder einen großen Schlauchboot kann ich keine Angaben machen.
Wem es interessiert, der sollte hier nachfragen:
Einar B. Einarsson
Smarbraut 20 in IS ; 780 Höfn
www. jokulsarlon.is
Wo liegt der Gletschersee Jökulsarlon?
Er liegt am Gletscherrand von Breidamerkurjökull. Dieser Gletscher ist wiederum ein Arm des größten isländische Gletschers, dem Vatnajökull. Vom Gletscherrand führt ein tiefer, reisender Fluss (nur ca. 1500 Meter lang) zum Meer. Über den Fluss führt die oben genannte Brücke der Ringstraße. Von der Brücke kann man auf das Meer, den Gletscher und den dazwischen liegenden Gletschersee schauen.
Wie entsteht dieses phantastische Naturbild?
Der Gletscher kalbt (es brechen größere Eisblöcke ab) und diese Eisblöcke schwimmen auf dem See und treiben Richtung Meer. Doch noch bevor sie das Meer erreichen sind sie in der Sonne dahingeschmolzen. Es sind unterschiedlich große Eisblöcke mit ständig wechselnden Formen, die über den See treiben.
Einen Teil des Sees kann man umwandern und hat von jeder Stelle einen anderen herrlichen Blick auf das Gletschereis.
In den Momenten als sich mal kurz die Sonne zeigte, war es einzigartig schön, wie das Eis in verschieden Blautönen, in weiß und an anderen Stellen Staubschmutzig das Licht reflektierte.
Wer genau hinsieht kann beobachten, wie die Eissollen sich mit der Flussströmung Richtung Meer bewegen. Als wir dort waren lag keine Scholle am Land, alle schwammen sie im Wasser des Jökulsarlon.
Aber außer den schwimmenden Eisbergen beobachteten wir noch die Seelöwen, wie sie sich geschickt zwischen den Eisbergen bewegten, dabei auf und abtauchten.
Aber nicht nur zum See lohnt sich ein kleiner Marsch, nein auch zum Meer. Es sind nur wenige hundert Meter bis zum schmalen Steinstrand, den Meeresvögeln reichlich besiedeln.
Nach einem schönen Bummel entlang des Sees und zum Meer wärmten wir uns bei Kaffe und Kuchen noch in der Imbisstube auf. Man bediente uns freundlich, obwohl man sich schon auf die Schließung gegen 18 Uhr vorbereitete.
Außer für das leibliche wohl gab es auch alle möglichen Andenken und Souvenirs zu kaufen. Solche Stände sind selten in Island.
Nachdem wir uns an den Eisbergen satt gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Höfn. Darüber schreibe ich aber in einem anderen Bericht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-30 20:42:22 mit dem Titel 14 Tage sind zu wenig zum das Land zu erkunden
Island, ein Land das jeder auf seine Art erlebt. Es ist so vielfältig, das man keinen objektiven Bericht darüber schreiben kann. Jeder erlebt dieses erdgeschichtlich noch sehr junge Land auf seine spezielle Art. Ich möchte hier meine Erlebnisse einmal umreisen. Einige interessante Orte werde ich nur kurz erwähnen und später noch in einigen anderen Berichten beschreiben.
Wie schon in meinem Bericht „Mit dem eigenen Auto durch Island“ haben wir in den vierzehn Tagen nur einen kleinen Überblick über Land und Leute erfahren. Jeder Besucher, der dieses Land bereist, wird seine eigenen Erfahrungen machen.
Wie immer sind wir auch in diesem Jahr mit dem Zelt und dem Auto unterwegs. Wir buchten unsere Reise in der Vorsaison, denn da ist es doch um einiges billiger. Das Autopaket- PKW für eine Strecke (Dänemark über Färöer nach Island) kostete uns beiden 521 Euro). Ab Mitte Juni steigt der Preis. Ich empfehle zeitiges buchen, denn die Rückfahrt war schon im Februar so gut wie ausgebucht.
Nun, aber endlich zu unserer Rundfahrt, die ich auf zwei Seiten schildern möchte.
Vom Fährhafen in Sedisfjordör, wo wir mit Nebel und Kälte begrüßt wurden, fuhren wir gleich über einen Gebirgskamm. Die Sonne ließ sich mal kurz sehen und so konnten wir einen Augenblick mal die Schönheit des Landes beschnuppern. In der fast 1600 Seelenstadt Eglisstadir erkundigten wir uns zuerst über die Straßenverhältnisse im Norden des Landes, denn auf der Fähre ging die Aussage rum, in Island hat es vor ein paar tagen noch geschneit. Man beruhigte uns, das die Ringstraße Schnee und eisfrei ist. Und so fuhren wir wie geplant zuerst in den Norden.
Wenige Kilometer hinter Eglisstadir war eine große Baustelle auf der Ringstraße. Ein Schild (was wir noch sehr oft zu sehen bekamen) zeigte an – Asphaltstraße ist zu Ende. Nun ging es durch Schlamm und dreckige, feuchte Vulkanasche. Mit einer Straße hatte es nicht viel zu tun. Aber diese Straße hat den Rang einer deutschen Autobahn, die Straße Nr. 1.
Aber auch diese schlammige Piste war mal zu ende. Nun war es die Landschaft, die uns immer wieder zum Fotostopp bewegte. Wir fuhren durch dicken dichten Nebel und strahlendblauen Himmel. Auf den Hochebenen waren weite Teile noch mit Schnee bedeckt. Es gab hier außer der Straße nichts, das an Leben erinnert. Eine Wüste aus Vulkangestein und Vulkanasche breitete sich zu beiden Seiten der Straße aus. Selten ging eine Straße ab oder es gab einen befestigten Platz neben der Straße, um sein Auto mal abzustellen. Wir begegneten nur wenigen Autos in dieser Mondlandschaft.
Unser erstes Tagesziel in Island war der See Myvatn und seine Umgebung. Darüber berichte ich noch in einem anderen Bericht. Interessante Reiseziele sind hier Umfangreiche Termalgebiete, der Explosionskrater Hverfjall, die Lavavormationen Dimmuborgir, Das Kraftwerk Krafla, der Vulkan Askja und vieles mehr. Hier ist die Erde noch jung und überall spuckt es Dampf und Wasser, sehr oft mit Schwefel. Auch bis zum imposanten Wasserfall Dettifoss ist es nicht weit. Nur die Straße dahin ist kaum befahrbar.
Von hier aus unternahmen wir auch einen Ausflug nach Husavik. Einer Stadt im Norden, wo Wahlbesichtigungen angeboten werden. Ein interessantes Museum über Wale beherbergt diese Stadt ebenfalls.
Weiter ging unsere Rundreise in Island nach Akureyri, der zweitgrößten Stadt auf der Insel. Hier leben etwas mehr als 15 000 Einwohner. Sehr lange haben wir uns da nicht aufgehalten. Interessant fand ich da, wie auch an vielen anderen Orten in Island die Kirche. Die Kirchen in Island sind sehr interessante Bauten. Oftmals erinnert nur ein Kreuz daran, das es sich um eine Kirche handelt. Die Innenausstattung war in den Kirchen, die wir besuchten eher schlicht gehalten. Alles wirkte sehr sauber und modern.
Nun verließen wir mal die Ringstraße und fuhren nach eine Halbinsel ab. In Dalvik stoppten wir und schauten bei einem Volksfest zu. Hier war fast der ganze Ort beim Volksfest am Hafen. Als wir da ankamen gab es gerade einen Wettkampf im Tauziehen. Dalvik ist mit fast 1500 Einwohnern schon ein recht großer Ort. Hier gibt es wie sehr oft in Island ein wunderschönes Schwimmbad, geheizt mit Thermalwasser. Ein Besuch in so einem Bad lohnt auf jeden Fall.
Und weiter zog es uns in den Westen Islands. In Blönduos übernachteten wir auf einem sehr schön angelegten Zeltplatz. Es gab nur einen großen Nachteil, die Wiesen waren überseht mit Gänsescheiße. Ja dieses Wort ist so richtig. Man erkannte sie erst beim Suchen nach einer Stellfläche fürs Zelt. Der Platz war schon geöffnet und kostetet 500 Kronen pro Person und Übernachtung. (noch mal zur Erinnerung, für einen Euro bekam man so etwa 84 isländische Kronen).
Am nächsten Tag gab es wie an den vergangenen Tagen morgens Nebel und Nieselregen. Viel mehr als 4 °C zeigte das Thermometer auch nicht an, als wir aus unseren Schlafsäcken krochen. Doch das alles schreckte uns nicht ab, denn bisher wurde es ab Mittag trocken und sonnig. Und heute sollte es noch viel schöner werden.
Unsere nächste Etappe führte uns nun auf die Westfjorde. Wir verließen die Ringstraße für eine längere Etappe auf diese Halbinseln. Es ist eine einzigartige Gegend. Hier sind nur wenige Orte und sehr viel fast unberührte Natur. Teile dieser Halbinseln sind noch nicht mit Straßen erschlossen. Und da wo Straßen sind, sind es fast nur Schotterstraßen. Über dieses Gebiet werde ich in einem gesonderten Bericht schreiben. Denn es ist ein fantastisches Gebiet. Hier ist der westlichste Punkt in Europa – Latrabjag – , hier gibt es weiße Sandstrände und eine alte Handelsstadt mit den „ältesten Haus“ in Island die Stadt Isajfördur mit fast 2800 Einwohnern schon fast eine Großstadt.
Wer Zeit hat und einsame fast menschenleere Straßen nicht scheut, der sollte diese Westfjorde auf jeden Fall besuchen. Mit 60 bis 80 km/h fährt man oftmals über diese Schotterstraßen. Auf einigen war mir nicht immer geheuer, da es oftmals an einer Seite der Straße steil bergab ging und die Straßen nicht besonders gut waren. Aber unser Auto hat diese Reise unbeschadet überstanden. Es wurde nur fast jeden Tag an einer Tankstelle vom Schmutz befreit. Und auch sollte man den Tank nicht zu leer fahren, denn einmal ging uns fast der Benzin aus. Und das auf einem Abschnitt wo wir über 100 Kilometer weder Haus noch Tankstelle zu finden war.
Weiter ging unsere Fahr mit Station auf der Halbinsel Snäfellsbär und in Reykjavik.
Darüber möchte ich jetzt nicht schreiben, denn ich merke, mein Bericht ist nun schon zu lang und unsere Reise erst zur Hälfte um.
In der Nähe von Reykjavik befindet sich das Berühmte Thermalbad die –Blaue Lagune- . Natürlich haben wir auch darin gebadet. Aber uns zog es auch einmal ins Meer zum Baden und auch in einem Bergsee und Fluss mussten wir bei herrlichem Sonnenschein und sehr kaltem Wasser baden.
Von Reykjavik ist es nicht sehr weit bis zum Geysir. Beim Ort Geysir befindet sich die Springquelle Geysir, die allen andere Springquellen in der Welt den Namen gab „Der Geysir“. Leider ist diese nicht mehr sehr aktiv. Der Geysir spukt nur noch 2 bis 4 mal am Tag. Wir hatten Glück und sahen einmal seine Fontaine. Aber in dem Gebiet der Springquellen gibt es noch den Strokkur. Dieser wirft alle 5 bis 15 Minuten sein Wasser mehr als 20 Meter in die Höhe. Es ist ein einzigartiges Schauspiel.
Nicht weit entfernt ist dann noch ein interessanter Wasserfall, der Gullfoss, wo sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.
Nach dem Abstecher zum Geysir geht es zurück zur Ringstraße. Die Hochlandstraßen waren Anfang Juni noch nicht geöffnet. Viele öffnen erst Mitte Juli. Und da ist es auch besser man fährt dort mit einem 4 x 4 Allradfahrzeug.
Im Süden Islands gibt es nur wenige Möglichkeiten die Ringstraße zu verlassen.
Ein sehr interessantes Gebiet zum Wandern ist am Fluss Skogar. Die Wanderung beginnt am Wasserfall Skogarfoss und dann geht Flussaufwärts. Nach jeder Kurve ist ein neuer schöner Wasserfall. Und weit vor uns liegt der größte Gletscher der Insel der Vatnajökull. .Aber das Gebiet ist so interessant, das ich hier noch einmal einen extra Bericht schreiben werde.
Weitere sehr schöne Naturerlebnisse sind
Skaftafjell, der Wasserfall Svartifoss und der Gletschersee Jökulsarlon (ich habe da schon einen Bericht eingestellt).
Hier im Süden Islands ist es sehr windig. Wir erlebten auch einen kleinen Sandsturm. Die schwarze Vulkanasche wehte der Wind durch die Luft und verdunkelte das Land vor uns.
In Eglisstadir hatten wir nun die Insel umrundet. Von hier unternahmen wir noch eine Fahrt um einen Teil des Lagarfljot. Es lohnt sich auf jeden Fall. Denn hier gibt es in Island sogar viel Wald. Sonst sind die Bäume rar.
Und wer noch etwas Zeit hat, der sollte auch mal einen Abstecher nach Bakkagerdi machen.
Da gibt es eine Vogelinsel (bei Höfn in der Nähe von Bakkagerdi).
Hier nisten viele Eiderenten, Alken, Möwen und der Papageientaucher.
Unmengen von Vögeln brüteten Anfang Juni auf den Felsen. Man kann es nicht beschreiben wie schön es hier war. Besonders der Papageientaucher hat es uns angetan.
Nun möchte ich aber zum Ende meines Berichtes kommen, hier habe ich nur ein paar Eindrücke meiner Reise wiedergegeben. Ich hoffe es macht den einen oder anderen neugierig aus dieses Land weit im Nordwesten Europas.
Tschüß bis zum nächsten Mal.
Island erreicht man im allgemeinen von Europa mit dem Flugzeug oder Schiff. Da ich meine eigenen Sachen gern bei mir habe, wählte ich die Reise per Fähre nach Island. Man muss hier eine Woche für die An- und Abreise auf die Insel einplanen.
Als normaler Islandurlauber, der das Land mit dem eigenen Fahrzeug bereisen möchte, benutzt man die Fährlinie Smyril Line. Und diese eine Woche An- und Abreise gehört schon zu dem Ferienerlebnis Island.
Jeden Sonnabend Abend (im Sommerhalbjahr ab Mitte Mai) startet die Fähre in Hanstholm in Dänemark. Nach zwei Tagen und einer Nacht erreicht man die Färöer – Inseln. Es ist der Heimalthafen der Fährlinie. Fast drei Tage und zwei Nächte hat man nun Zeit um diese 18 Inseln zu erkunden. Darauf gehe ich aber in einem extra Bericht ein.
Nur eine Anmerkung. Es gibt sehr wenige Zeltplätze hier auf den Färöer – Inseln. Die meisten in der Landkarte eingezeichneten existieren nicht mehr.
Mittwochs, am späten Nachmittag geht es wieder auf die Fähre. ( Sie war zwischendurch in Norwegen und auf Scheltlandinseln und hat weitere Passagiere geholt) und schon Donnerstag gegen 9,00 Uhr isländischer Zeit legt das Schiff im Fährhafen von Seydisfjördur an. Die isländische Zeit ist unserer MEZ zwei Stunden hinterher.
Nun, nach passieren der Grenze und des Zolls, lagen zwei Wochen Islanderkundungsurlaub vor uns.
In den folgenden Zeilen möchte ich einen Überblick über das Land geben, und damit auf meine weiteren Berichte einstimmen.
Schon auf der Fähre bekam man interessante Lektüre über Island. Das kostenlose Informationsmaterial empfehle ich jedem, der das erste Mal Island bereist. „Rund um Island 2002“ liegt auch in jeder Information aus.
Darin sind die wesentlichsten Informationen über Natur, Land und Leute zusammengefasst. Hier ein paar Notizen:
Island hat eine Fläche von 103 000 qkm
Ende 2001 lebten in Island 286275 Menschen,
davon 178 000 im Hauptstadtgebiet.
Der größte Gletscher ist der Vatnakull mit qkm 8 300
Der höchste Wasserfall ist der „Glymur“ mi1t 198 Meter Fallhöhe
weiterhin sind Hinweise über die Fauna und Flora, über Museen, Hotels, Schwimmbäder, viele Stadtpläne, Streckenkarten, und interessante Reiseziele beschrieben.
Für einen Euro bekommt man etwas mehr als 80 isländische Kronen.
Doch nun zurück zu unserer Reise. Mit Nebel und einer Sicht unter 100 Metern wurden wir begrüßt in Island. Nun auf dem Schiff ging die Runde rum, das es jetzt Ende Mai geschneit hat. Es stellte sich die Frage, wie fahren wir um Island? Zuerst in den Norden oder doch lieber mit dem Süden beginnen?
Zuerst mussten wir über ein Gebirge zur Ringstraße nach Eglisstadir fahren. Es ging noch weiter in den Nebel. Doch oben auf dem Kamm überraschte uns die Sonne, mit herrlicher Sicht und schneebedeckten Bergen.
Nun in Eglisstadir mussten wir uns entscheiden, wohin geht es zuerst.
Wir blieben unserem Vorsatz treu und wählten die Tour in den Norden.
An Hand einer sehr guten und aktuellen, schon in Deutschland gekauften Straßenkarte, erkundeten wir das Land. Wie und was wir alles erlebt haben, das beschreibe ich in anderen Berichten. Hier und heute nur noch ein kurzer Eindrücke über unsere Rundreise.
Die Straßen
Schon nach wenigen Kilometern, wie auf der Karte eingezeichnet, endete die Asphaltstraße und es ging auf Schotter und Schlamm weiter. Die Schlammstrecke war zum Glück nur im Bereich einer Baustelle. Schotterstraße ließ sich ganz gut fahren. Man fuhr sehr zügig über diese und alle anderen Schotterpisten. Auch mit unserem normalen PKW war das kein Problem. Die Ringstraße und die normalen Haupt- und Nebenstraßen waren ohne Probleme auch mit einem nicht allradgetriebenen und/oder höhergestellten Fahrzeug zu befahren.
Es ist ein reger Wechsel von Asphalt und Schotterstraßen auf den Haupt und auch Nebenstraßen. Straßen mit Dreistelliger Straßennummer sind fast immer Schotterstraßen.
Die Hochlandstraßen ( F vor der Nummer) haben wir nicht getestet. Die meisten Hochlandstraßen öffnen erst Mitte Juni oder auch erst im Juli.
Die Tankstellen
Nach einigen Kilometern Schotterstraße war das Auto erdefarben. Und wir haben es öfter an der Tankstelle gewaschen. Der Benzinpreis liegt etwa bei 1,20 Euro. Diesel soll sehr billig sein, aber hier muss man bei Einreise eine Dieselsteuer bezahlen.
Tankstellen sind auf der Ringstraße ausreichend vorhanden. Nur auf den Westinseln ( westlich von Reykholar) war erst nach mehr als 100 Kilometer eine zu finden, und unser Auto hatte durst.
Fast jede Tankstelle hat eine Handwaschanlage, wo man sein Auto abwaschen kann.
Das Wetter
Auf unserer Rundreise – (einige Etappen waren - Myvatn – Akureyri – Isofjördur – Latrabjarg – Halbinsel Snäfells – Reykjavik – Geysir – Höfn – Eglisstadir) haben wir so alles erlebt, was das Wetter zu bieten hat.
Schneefall (nur kurz westlich vom Myvatn) Sonne pur im Westen bei Isofjördur, Regen, Wind und Nebel um Reykjavik und Sandsturm westlich von Höfn.
Das Wetter wechselt hier sehr oft. Morgens Nebel und abends Sonnenschein so erlebten wir die ersten Tage im Norden von Island. Ein kurzer Platzregen und dann wieder Sonne so war es im Süden.
Mann sollte immer Warme Sachen, wassertundurchlässige Sachen und auch den Badeanzug dabei haben.
Die Tier und Pflanzenwelt
Island ist ein Paradies für Vögel.
Wer Interesse hat, kann auch zu einer Wahlbeobachtung herausfahren. Seehunde und Delfine sind auch in Küstennähe manchmal zu beobachten.
Im Südosten haben wir stattliche Rentiere gesehen.
Höhe Bäume gibt es nur wenige in Island. Nur im Osten gibt es richtigen Wald.
Große Flächen sind mit Gras und Moos bewachsen. Hier weiden Unmengen an Schafen.
Die Landschaft
ist es, die mich in Island am meisten fasziniert hat.
riesige Lava - Felder, teils schon bemoost, teils schon mit Gras bewachsen und viele auch noch schwarz und leer, so als wenn gerade erst der Vulkan gespuckt hat.
Vulkankegel, die in unzähliger Zahl groß und klein über das Land verteilt sind;
große Gletscher, die weit übers Land sichtbar sind;
das Meer mit seinen Buchten und oftmals schwarzen Stränden, wo heute noch Treibholz am Strand zu finden ist;
die vielen steilen Felsen am Ozean, wo tausende von Vögeln um diese Jahreszeit brüteten;
Berge auch im Sommer noch mit Schneebedeckt
und die scheinbar noch unberührte Natur lädt zum erkunden ein.
Nach zwei Wochen war unser Urlaub schon zu Ende. Er war viel zu kurz, um das Land richtig kennen zu lernen. Irgendwann werde ich noch mal dahin fahren.
Mit der Fähre ging es dann am Donnerstag mittag wieder zurück nach Dänemark. Diesmal non Stopp nach 50 Stunden Fahrt waren wir wieder in Hanstholm.
Ich hoffe ich habe einen ersten Einblick auf das Land gegeben. So schnell und abwechslungsreich, wie von mir beschrieben, ist das gesamte Land.
Über Preise und Leben werde ich in einem weiteren Artikel berichten.
Dieser Bericht ist schon länger als von mir angedacht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-23 07:08:00 mit dem Titel Hier, wo die Erde noch jung ist.
Es dampft die Erde neben schneebedeckten Bergen
oder -
Ein Geruch, wie faule Eier, liegt in der Luft
Das Gebiet um den Myvatn ist für jeden Besucher ein Erlebnis. Man sieht hier die unterschiedlichsten Landschaftsbilder. Ich besuchte dieses Ende Mai. Da war es noch sehr kalt.
Der Myvatn- See liegt in einer aktiven Vulkanzone mit häufigen Ausbrüchen, letztmals 1984.
Der See - Myvatn
Nun, der Myvatn ist der viertgrößte See Islands ( 37,3 km2). An seiner tiefsten Stelle misst er nur 4,5 Meter.
Den Namen verdankt der See den Mücken, die hier in unzähligen Mengen vorkommen sollen. Leider kann ich darüber nichts schreiben, denn als wir ein paar Tage an dem See verbrachten war nicht eine dieser Mücken zu sehen. Es war den Mücken bestimmt zu kalt.
Nachts sank das Thermometer fast auf Null Grad Celsius, und das obwohl es da auch noch Taghell war. Hier im Norden Islands geht die Sonne Ende Mai nur für wenige Minuten unter, und es wird nie ganz dunkel.
Aber eine Woche später soll die Luft schwarz von den Mücken gewesen sein. Diese Mücken sollen aber nicht stechen. Dafür setzten sie sich an Zeltwende und an den Körper, so das es auch ohne Stechen unangenehm wird.
Das Wetter ist ansonsten um den See sehr günstig. Es ist nicht so windig wie im Süden Islands. Hier um den See brüten sehr viele Vögel und besonders viele Entenarten.
Rings um den See erheben sich Hügel und Berge. Und im See befinden sich viele grüne und schwarze Inseln. Im Myvatn-Gebiet leben ca. 470 Menschen. Der größte Ort ist Reykjahild mit 200 Einwohnern. Hier im Ort befindet sich ein Zeltplatz, Hotel, Laden Tankstelle, Schwimmbad und was man sonst noch so braucht.
Der Zeltplatz
Für die Übernachtung wählten wir den Zeltplatz in Reykjahild. Die Übernachtung kostete 500 Kronen pro Person ( 83 Kronen ist etwa ein Euro). Die Wiese für die Zelte war groß, terrassenförmig und das Gras kurz gehalten.
Die sanitären Anlagen nicht die Allerbesten. Das warme Wasser roch nach faulen Eiern und Duschen waren hier unmittelbar nicht zu finden. Auch die Küche, die es hier geben soll, habe ich ende Mai noch vergeblich gesucht.
Doch was mich am meisten störte war, das bis vor wenigen Tagen hier noch die Schafe weideten und überall deren Dreck auf der Wiese lag. Wir mussten lange suchen um ein sauberes Stück Wiese für unser Zelt zu finden.
Aber die Lage und die Sicht vom Zelt war einzigartig. Vor uns lag der See mit seinen vielen Inseln, wunderschöner Berge und an vielen Stellen dampfte es.
Und kaum das wir unser Zelt aufgestellt hatten, zogen wir noch einmal los. Im Gebiet um den Myvatn ist die Hauptstraße eine gute Asphaltstraßen. Und schon waren wir im Namafjall.
Hier brodelt und kocht die Erde. Auf einer größeren Fläche von mehreren Hunderten Quadratmetern spuckt es aus vielen Erdlöchern heißes stinkendes Wasser. Es brodelt und dampft und die Besucher können sich bis auf wenige Schritten den heißen Quelle nähern. Oft sind kleine Steinhafen aufgebaut, wo die Erde heißen Dampf ausspuckt. Dann ist wieder ein großes Loch worin es brodelt, hier kocht es wie in einen großen Kessel.
Man kann diese Landschaft in seiner einzigartigen Struktur nicht beschreiben.
Nun außer diesen Schwefelquellen sieht man es an weiteren Orten dampfen. Große Wasserdampfwolken quellen aus der Erde. Ein paar Kilometer von diesem Namafjall entfernt ist ein großes Kraftwerk, das mit Erdwärme arbeitet. Vom Berg bei Krafla hat man einen herrlichen Blick auf das Kraftwerk und die weitere interessante Vulkan- und Lavalandschaft.
Hier ist auch ein wunderschönes Gebiet zum Wandern. Das Solfatarengebiet Leirhnjukur ist ebenfalls voll gespickt mit heißen Quellen und dampfender Erde. Hier kann man aber nicht bis ganz heran mit dem Auto fahren. Da ist dann schon Wandern angesagt.
Am Parkplatz solcher Wandergebiete sind dann immer Gelegenheiten zum Schuhe putzen.
In unmittelbarer Nähe des Myvatn ist auch noch der Explosionskrater Hverfjall, Viti (die Hölle), hier wollten wir eigentlich baden, aber der Hang, hinab zum warmen Wasser, war zu schlammig und auf einer günstigen Seite für den Abstieg, lag noch eine dicke Schneedecke.
Alle Naturschönheiten im Myvatn-Gebiet konnten wir in den zwei Tagen nicht besuchen. Aber hervorheben möchte ich noch den Besuch in den;Schwarzen Burge, Dimmuborgir. Hier sind Lavagesteine in unterschiedlichster Form zu sehen. Mehrere markierte Wanderwegen führen durch diese wir schwarze Burgen aussehende Steinwelt. Jeder Lava-Gesteinsbrocken hat eine andere Form. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Mancher Weg wird hier von niedrigen Birkenbäumchen gesäumt. Ansonsten sind kaum Bäume zu sehen.
Nicht weit weg von diesem Gebiet befindet sich die Warmwasserhöhle Grjotagja. In ihr wurde bis zum letzten Vulkanausbruch noch gebadet. Doch jetzt hat das Wasser eine Temperatur von etwa 50 °C und ist somit zum Baden zu heiß.
Nach langem Suchen und einer Fahrt über eine unmögliche Straße (Schlammweg) fanden wir diese Höhle. Sie liegt versteckt in einem Vulkangesteinshügel. Die Luft in der Höhle war erstickend warm.
Nach zwei erlebnisreichen Tagen im Myvatn-Gebiet setzten wir unsere Reise in den Westen fort.
Ích möchte noch kurz ein paar Reiseziele erwähnen, die man von hier auch gut erreichen kann.
Den Wasserfall Dettifoss; es soll der mächtigste im Land sein.
Den Wasserfall Godafoss; liegt an der Ringstraße ist sehr schön.
Die Erhebung Geitafell (432 NN; bietet mit ihrer Panoramatafel einen guten
Überblick über das Land.
Der Abfluss vom Myvatn Fluss Laxa; ein bekannter Lachsfluss.
Die Stadt Husavik; idealer Ausgangspunkt für eine Walbeobachtungstour.
uvm.
Ich kann nur jedem, der nach Island fährt empfehlen, dieses einzigartige Gebiet zu besuchen.
Es ist ein Gebiet, wo nur sehr wenige Menschen leben. Hier ist die Natur zu erleben. Und sie verändert sich noch.
PS. ich hatte diesen Text ähnlich unter einer anderen Überschrift schon einmal eingestellt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-05 09:28:40 mit dem Titel Eine Gewächshausstadt in Island
Hveragerdi, die blühende Stadt
Südöstlich von der Hauptstadt Reykjavik entstand im letzten Jahrhundert Hveragerdi und mit ihr eine Gewächshausstadt.
Wer auf der Ringstraße zwischen Reykjavik und Selfoss unterwegs ist, und eine Stunde oder mehr Zeit übrig hat, der sollte dieser Stadt doch einen Besuch abstatten. Hveragerdi ist eine 1860 Seelengemeinde. Das ist schon eine für isländische Verhältnisse recht große Stadt. In ihr findet man so fast alles was man hier im Lande zu Leben braucht. Wie fast jeder, mehr als 300 Einwohner zählende Ort, gibt es hier Einkaufsmöglichkeiten, eine Bank, Tankstellen, Postamt, Touristeninformation, Autowerkstadt, Arzt, Museum, Sportplatz, Schwimmbad, Übernachtungsmöglichkeiten (Hotel, Zeltplatz, Bauernhof) und Gaststätten.
Aber, Hveragerdi hat den Beinahmen, „die blühende Stadt“. Und eine blühende Stadt ist Hveragerdi, dank der vielen Gewächshäuser. Und diese wiederum haben ihren Ursprung in dem Thermalgebiet, der heißen Quellen und der Erdwärme.
Wer möchte, kann sich auch hier informieren:
www.Hveragerdi.is
Nun möchte ich aber noch einige Zeilen über unseren Besuch in Hveragerdi schreiben.
Nach einem Bad in der „blauen Lagune“ fuhren wir durch Südwestisland. Wir quälten uns mit dem Auto durch dicken Nebel und über unmögliche Straßen. Ein Spaziergang durch das Quellgebiet um Krisuvik konnten wir bei dem Nebel vergessen. Und was soll man bei so einem Wetter besseres tun, als in einen größeren Ort zu fahren.
Hveragerdi liegt an der Ringstraße. Die meisten werden beim bloßen vorbeifahren nicht viel von der Schönheit des Ortes mitbekommen, leider. Aber es sind nur wenige Meter bis zum Ortskern. Nachdem wir unsere Lebensmittel wieder aufgefüllt hatten leisteten wir uns in der Bakkeria des Ortes noch einen Imbiss. Die Bäckerein sind oftmals in Island auch kleine Imbisstuben, wo man für einen angenehmen Preis etwas zu essen bekommt. Für eine Tasse Suppe und zwei Brötchen mit Butter bezahlt man fast 10 Euro. Den Kaffe oder Tee dazu bekommt man umsonst. Wer Lust hat kann auch eine isländische Tageszeitung dazu lesen. (Aber gegenüber einer mittelgroßen Mittagsportion ist das noch preiswert, die kann schon mal bis 40 Euro und mehr kosten.)
Der Nebel war nicht mehr so dicht und so unternahmen wir noch einen Spaziergang durch den Ort. So richtig informiert über die Sehenswürdigkeiten von Hveragerdi waren wir nicht. Aber laut Informationsplan gab es im Zentrum eine Sehenswürdigkeit.
Zuerst schlenderten wir durch die verschiedenen Blumenläden, denen Gewächshäuser angeschlossen waren. Diese Gewächshäuser standen allen offen. Man konnte die herrlichen Blumen bestaunen oder auch kaufen. Der Preis war gut das Doppelte wie vergleichsweise in Deutschland.
Hier blühten die Stiefmütterchen und Studentenblumen nebeneinander in volle Pracht.
Frühling, Sommer und Herbst erstrahlte hier gleichzeitig in seiner ganzen Fülle.
Weiter ging unsere Wanderung durch den Ort, vorbei an unzähligen Glashäusern. Hinter einer Müllsammelstelle, oder so was ähnlichem dampfte es. Die Neugier zog uns dahin. Und hier war sie nun die Sehenswürdigkeit. Eine riesige Wiese, und überall dampfte die Erde. Mitten im Ort viele Thermalquellen. Es dampfte aus den Wiesen, daneben war eine leuchtendblaue Pfütze, mit kochendheißem Wasser, in einer anderen Quelle blubberte das Wasser oder kleine Fontänen stiegen auf.
Ein markierter Weg führt den Besucher durch das Gebiet der Thermalquellen. Viele Quellen haben einen Namen. So auch die Müllquelle. Sie verdankt ihn einem Erdbeben 1947. Durch das Erdbeben wurde eine Stelle im Thermalgebiet aktiv, die vorher als Müllgrube gedient hatte. Die Erde spukte hier den Müll wieder aus.
Das Gebiet der Quellen ist eingezäumt. Ob hier Eintritt verlangt wird, kann ich nicht sagen, denn wir entdeckten den richtigen Eingang erst, als wir das Thermalgebiet an oben genannter Stelle wieder verlassen hatten.
Man kann diese eigenwillige Natur nicht beschreiben. Man muss sie sehen.
Die Natur ist hier, wie auch anderswo in Island noch sehr jung und veränderlich. Quellen versiegen und entstehen anderswo. Vielleicht sieht es beim nächsten Besuch schon wieder anders aus.
Zum Schluss möchte ich noch die Kirche in Hveragerdi erwähnen. Sie ist in einem eigenwilligen modernen Stil gebaut. Die meisten Kirchen in Island sind
sehr moderne Bauten. Oftmals erinnert nur ein Kreuz daran, das es eine Kirche ist. Von innen sind sie sehr schlicht.
Nun, obwohl es der verregneteste Tag unseres Inlandsurlaubs war, und wir die einzige Bananenpflanze (andere berichteten davon) Islands nicht gesehen haben, kann ich nur jeden, der hier vorbeifährt empfehlen einen kleinen Abstecher nach Hveragerdi zu machen.
Wie schön mag es hier erst bei Sonnenschein sein!?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 15:39:19 mit dem Titel Schwimmende Eisberge in Island
Eisberge wie am Nordpol, nur kleiner oder auch
Blaues Wasser schwimmt im See, so könnte die Überschrift für den Artikel über den See Jökulsarlon auch wählen.
Strahlt die Sonne in einen Gletscher so schimmert er an vielen Stellen in blauer Farbe. Dies habe ich schon an manch Stellen in Europa gesehen. Aber hier in Island in einem See schwimmen diese Eisberge dem Meer zu.
In Südisland zwischen den Orten Kirkjubaejarklaustur und Höfn liegt dieser Lagunensee Jökulsarlon. Wenn man Island auf der Ringstraße umrundet, dann wird man diesen See nicht übersehen. Vor und nach einer Brücke befinden sich Parkplätze von denen man eine gute Sicht auf den See hat. Wir kamen von Reykjavik und fuhren erst den kleinen Platz vor der Brücke an. Dieser liegt etwas höher als der große, der zu einem Touristenzentrum ausgebaut ist. Der Blick auf die schwimmenden Gletscher ist gigantisch. Und das selbst dann, wenn das Wetter sich, wie bei unserem Besuch, nicht von der sonnigen Seite zeigt.
Ein paar Meter weiter ist nun dieser große Parkplatz. Hier befindet sich eine Imbissstube und die Möglichkeit mit Booten auf der Gletscherlagune eine Rundfahrt zu machen.
Für die etwas halbstündige Rundfahrt kann man eines der beiden Amphibienfahrzeuge nehmen oder ein Schlauchboot. Geübte Schiffsführer steuern den Touristen durch die vielfältigen und schönen Eisberge auf dem See.
Da es schon etwas spät und neblig war verzichteten wir auf eine Rundfahrt.
Über die Preise für eine Rundfahrt mit dem Amphibienfahrzeug oder einen großen Schlauchboot kann ich keine Angaben machen.
Wem es interessiert, der sollte hier nachfragen:
Einar B. Einarsson
Smarbraut 20 in IS ; 780 Höfn
www. jokulsarlon.is
Wo liegt der Gletschersee Jökulsarlon?
Er liegt am Gletscherrand von Breidamerkurjökull. Dieser Gletscher ist wiederum ein Arm des größten isländische Gletschers, dem Vatnajökull. Vom Gletscherrand führt ein tiefer, reisender Fluss (nur ca. 1500 Meter lang) zum Meer. Über den Fluss führt die oben genannte Brücke der Ringstraße. Von der Brücke kann man auf das Meer, den Gletscher und den dazwischen liegenden Gletschersee schauen.
Wie entsteht dieses phantastische Naturbild?
Der Gletscher kalbt (es brechen größere Eisblöcke ab) und diese Eisblöcke schwimmen auf dem See und treiben Richtung Meer. Doch noch bevor sie das Meer erreichen sind sie in der Sonne dahingeschmolzen. Es sind unterschiedlich große Eisblöcke mit ständig wechselnden Formen, die über den See treiben.
Einen Teil des Sees kann man umwandern und hat von jeder Stelle einen anderen herrlichen Blick auf das Gletschereis.
In den Momenten als sich mal kurz die Sonne zeigte, war es einzigartig schön, wie das Eis in verschieden Blautönen, in weiß und an anderen Stellen Staubschmutzig das Licht reflektierte.
Wer genau hinsieht kann beobachten, wie die Eissollen sich mit der Flussströmung Richtung Meer bewegen. Als wir dort waren lag keine Scholle am Land, alle schwammen sie im Wasser des Jökulsarlon.
Aber außer den schwimmenden Eisbergen beobachteten wir noch die Seelöwen, wie sie sich geschickt zwischen den Eisbergen bewegten, dabei auf und abtauchten.
Aber nicht nur zum See lohnt sich ein kleiner Marsch, nein auch zum Meer. Es sind nur wenige hundert Meter bis zum schmalen Steinstrand, den Meeresvögeln reichlich besiedeln.
Nach einem schönen Bummel entlang des Sees und zum Meer wärmten wir uns bei Kaffe und Kuchen noch in der Imbisstube auf. Man bediente uns freundlich, obwohl man sich schon auf die Schließung gegen 18 Uhr vorbereitete.
Außer für das leibliche wohl gab es auch alle möglichen Andenken und Souvenirs zu kaufen. Solche Stände sind selten in Island.
Nachdem wir uns an den Eisbergen satt gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Höfn. Darüber schreibe ich aber in einem anderen Bericht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-30 20:42:22 mit dem Titel 14 Tage sind zu wenig zum das Land zu erkunden
Island, ein Land das jeder auf seine Art erlebt. Es ist so vielfältig, das man keinen objektiven Bericht darüber schreiben kann. Jeder erlebt dieses erdgeschichtlich noch sehr junge Land auf seine spezielle Art. Ich möchte hier meine Erlebnisse einmal umreisen. Einige interessante Orte werde ich nur kurz erwähnen und später noch in einigen anderen Berichten beschreiben.
Wie schon in meinem Bericht „Mit dem eigenen Auto durch Island“ haben wir in den vierzehn Tagen nur einen kleinen Überblick über Land und Leute erfahren. Jeder Besucher, der dieses Land bereist, wird seine eigenen Erfahrungen machen.
Wie immer sind wir auch in diesem Jahr mit dem Zelt und dem Auto unterwegs. Wir buchten unsere Reise in der Vorsaison, denn da ist es doch um einiges billiger. Das Autopaket- PKW für eine Strecke (Dänemark über Färöer nach Island) kostete uns beiden 521 Euro). Ab Mitte Juni steigt der Preis. Ich empfehle zeitiges buchen, denn die Rückfahrt war schon im Februar so gut wie ausgebucht.
Nun, aber endlich zu unserer Rundfahrt, die ich auf zwei Seiten schildern möchte.
Vom Fährhafen in Sedisfjordör, wo wir mit Nebel und Kälte begrüßt wurden, fuhren wir gleich über einen Gebirgskamm. Die Sonne ließ sich mal kurz sehen und so konnten wir einen Augenblick mal die Schönheit des Landes beschnuppern. In der fast 1600 Seelenstadt Eglisstadir erkundigten wir uns zuerst über die Straßenverhältnisse im Norden des Landes, denn auf der Fähre ging die Aussage rum, in Island hat es vor ein paar tagen noch geschneit. Man beruhigte uns, das die Ringstraße Schnee und eisfrei ist. Und so fuhren wir wie geplant zuerst in den Norden.
Wenige Kilometer hinter Eglisstadir war eine große Baustelle auf der Ringstraße. Ein Schild (was wir noch sehr oft zu sehen bekamen) zeigte an – Asphaltstraße ist zu Ende. Nun ging es durch Schlamm und dreckige, feuchte Vulkanasche. Mit einer Straße hatte es nicht viel zu tun. Aber diese Straße hat den Rang einer deutschen Autobahn, die Straße Nr. 1.
Aber auch diese schlammige Piste war mal zu ende. Nun war es die Landschaft, die uns immer wieder zum Fotostopp bewegte. Wir fuhren durch dicken dichten Nebel und strahlendblauen Himmel. Auf den Hochebenen waren weite Teile noch mit Schnee bedeckt. Es gab hier außer der Straße nichts, das an Leben erinnert. Eine Wüste aus Vulkangestein und Vulkanasche breitete sich zu beiden Seiten der Straße aus. Selten ging eine Straße ab oder es gab einen befestigten Platz neben der Straße, um sein Auto mal abzustellen. Wir begegneten nur wenigen Autos in dieser Mondlandschaft.
Unser erstes Tagesziel in Island war der See Myvatn und seine Umgebung. Darüber berichte ich noch in einem anderen Bericht. Interessante Reiseziele sind hier Umfangreiche Termalgebiete, der Explosionskrater Hverfjall, die Lavavormationen Dimmuborgir, Das Kraftwerk Krafla, der Vulkan Askja und vieles mehr. Hier ist die Erde noch jung und überall spuckt es Dampf und Wasser, sehr oft mit Schwefel. Auch bis zum imposanten Wasserfall Dettifoss ist es nicht weit. Nur die Straße dahin ist kaum befahrbar.
Von hier aus unternahmen wir auch einen Ausflug nach Husavik. Einer Stadt im Norden, wo Wahlbesichtigungen angeboten werden. Ein interessantes Museum über Wale beherbergt diese Stadt ebenfalls.
Weiter ging unsere Rundreise in Island nach Akureyri, der zweitgrößten Stadt auf der Insel. Hier leben etwas mehr als 15 000 Einwohner. Sehr lange haben wir uns da nicht aufgehalten. Interessant fand ich da, wie auch an vielen anderen Orten in Island die Kirche. Die Kirchen in Island sind sehr interessante Bauten. Oftmals erinnert nur ein Kreuz daran, das es sich um eine Kirche handelt. Die Innenausstattung war in den Kirchen, die wir besuchten eher schlicht gehalten. Alles wirkte sehr sauber und modern.
Nun verließen wir mal die Ringstraße und fuhren nach eine Halbinsel ab. In Dalvik stoppten wir und schauten bei einem Volksfest zu. Hier war fast der ganze Ort beim Volksfest am Hafen. Als wir da ankamen gab es gerade einen Wettkampf im Tauziehen. Dalvik ist mit fast 1500 Einwohnern schon ein recht großer Ort. Hier gibt es wie sehr oft in Island ein wunderschönes Schwimmbad, geheizt mit Thermalwasser. Ein Besuch in so einem Bad lohnt auf jeden Fall.
Und weiter zog es uns in den Westen Islands. In Blönduos übernachteten wir auf einem sehr schön angelegten Zeltplatz. Es gab nur einen großen Nachteil, die Wiesen waren überseht mit Gänsescheiße. Ja dieses Wort ist so richtig. Man erkannte sie erst beim Suchen nach einer Stellfläche fürs Zelt. Der Platz war schon geöffnet und kostetet 500 Kronen pro Person und Übernachtung. (noch mal zur Erinnerung, für einen Euro bekam man so etwa 84 isländische Kronen).
Am nächsten Tag gab es wie an den vergangenen Tagen morgens Nebel und Nieselregen. Viel mehr als 4 °C zeigte das Thermometer auch nicht an, als wir aus unseren Schlafsäcken krochen. Doch das alles schreckte uns nicht ab, denn bisher wurde es ab Mittag trocken und sonnig. Und heute sollte es noch viel schöner werden.
Unsere nächste Etappe führte uns nun auf die Westfjorde. Wir verließen die Ringstraße für eine längere Etappe auf diese Halbinseln. Es ist eine einzigartige Gegend. Hier sind nur wenige Orte und sehr viel fast unberührte Natur. Teile dieser Halbinseln sind noch nicht mit Straßen erschlossen. Und da wo Straßen sind, sind es fast nur Schotterstraßen. Über dieses Gebiet werde ich in einem gesonderten Bericht schreiben. Denn es ist ein fantastisches Gebiet. Hier ist der westlichste Punkt in Europa – Latrabjag – , hier gibt es weiße Sandstrände und eine alte Handelsstadt mit den „ältesten Haus“ in Island die Stadt Isajfördur mit fast 2800 Einwohnern schon fast eine Großstadt.
Wer Zeit hat und einsame fast menschenleere Straßen nicht scheut, der sollte diese Westfjorde auf jeden Fall besuchen. Mit 60 bis 80 km/h fährt man oftmals über diese Schotterstraßen. Auf einigen war mir nicht immer geheuer, da es oftmals an einer Seite der Straße steil bergab ging und die Straßen nicht besonders gut waren. Aber unser Auto hat diese Reise unbeschadet überstanden. Es wurde nur fast jeden Tag an einer Tankstelle vom Schmutz befreit. Und auch sollte man den Tank nicht zu leer fahren, denn einmal ging uns fast der Benzin aus. Und das auf einem Abschnitt wo wir über 100 Kilometer weder Haus noch Tankstelle zu finden war.
Weiter ging unsere Fahr mit Station auf der Halbinsel Snäfellsbär und in Reykjavik.
Darüber möchte ich jetzt nicht schreiben, denn ich merke, mein Bericht ist nun schon zu lang und unsere Reise erst zur Hälfte um.
In der Nähe von Reykjavik befindet sich das Berühmte Thermalbad die –Blaue Lagune- . Natürlich haben wir auch darin gebadet. Aber uns zog es auch einmal ins Meer zum Baden und auch in einem Bergsee und Fluss mussten wir bei herrlichem Sonnenschein und sehr kaltem Wasser baden.
Von Reykjavik ist es nicht sehr weit bis zum Geysir. Beim Ort Geysir befindet sich die Springquelle Geysir, die allen andere Springquellen in der Welt den Namen gab „Der Geysir“. Leider ist diese nicht mehr sehr aktiv. Der Geysir spukt nur noch 2 bis 4 mal am Tag. Wir hatten Glück und sahen einmal seine Fontaine. Aber in dem Gebiet der Springquellen gibt es noch den Strokkur. Dieser wirft alle 5 bis 15 Minuten sein Wasser mehr als 20 Meter in die Höhe. Es ist ein einzigartiges Schauspiel.
Nicht weit entfernt ist dann noch ein interessanter Wasserfall, der Gullfoss, wo sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.
Nach dem Abstecher zum Geysir geht es zurück zur Ringstraße. Die Hochlandstraßen waren Anfang Juni noch nicht geöffnet. Viele öffnen erst Mitte Juli. Und da ist es auch besser man fährt dort mit einem 4 x 4 Allradfahrzeug.
Im Süden Islands gibt es nur wenige Möglichkeiten die Ringstraße zu verlassen.
Ein sehr interessantes Gebiet zum Wandern ist am Fluss Skogar. Die Wanderung beginnt am Wasserfall Skogarfoss und dann geht Flussaufwärts. Nach jeder Kurve ist ein neuer schöner Wasserfall. Und weit vor uns liegt der größte Gletscher der Insel der Vatnajökull. .Aber das Gebiet ist so interessant, das ich hier noch einmal einen extra Bericht schreiben werde.
Weitere sehr schöne Naturerlebnisse sind
Skaftafjell, der Wasserfall Svartifoss und der Gletschersee Jökulsarlon (ich habe da schon einen Bericht eingestellt).
Hier im Süden Islands ist es sehr windig. Wir erlebten auch einen kleinen Sandsturm. Die schwarze Vulkanasche wehte der Wind durch die Luft und verdunkelte das Land vor uns.
In Eglisstadir hatten wir nun die Insel umrundet. Von hier unternahmen wir noch eine Fahrt um einen Teil des Lagarfljot. Es lohnt sich auf jeden Fall. Denn hier gibt es in Island sogar viel Wald. Sonst sind die Bäume rar.
Und wer noch etwas Zeit hat, der sollte auch mal einen Abstecher nach Bakkagerdi machen.
Da gibt es eine Vogelinsel (bei Höfn in der Nähe von Bakkagerdi).
Hier nisten viele Eiderenten, Alken, Möwen und der Papageientaucher.
Unmengen von Vögeln brüteten Anfang Juni auf den Felsen. Man kann es nicht beschreiben wie schön es hier war. Besonders der Papageientaucher hat es uns angetan.
Nun möchte ich aber zum Ende meines Berichtes kommen, hier habe ich nur ein paar Eindrücke meiner Reise wiedergegeben. Ich hoffe es macht den einen oder anderen neugierig aus dieses Land weit im Nordwesten Europas.
Tschüß bis zum nächsten Mal.
Bewerten / Kommentar schreiben