Islandpferde Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von stelpa
Isis sind keine Ponies!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo erstmal!
also, dies ist mein erster Bericht und deswegen kann es sein, dass er etwas unübersichtlich und verwirrend werden wird (denn ich schreibe, wie ich rede - ohne denken *g*)
Dass die Islandpferde aus Island kommen, dürfte wohl jedem klar sein. doch obwohl sie so klein sind ist es eine grobe Beleidigung sie als \"Pony\" zu bezeichnen und wer schonmal in Island war, wird feststellen, dass diese Bezeichnung, wegen ihres (für mich zumindest) meist negativen Beigeschmacks des Kinderponys, das nur so ein Spaßinstrument für die Kleinen ist, absolut nicht zutrifft.
Im Isländischen selbst gibt es das Wort Pony auch gar nicht - das Wort \"hestur\" wird immer unter der Übersetzung \"Pferd\" zu finden sein.
die Gänge:
die drei Grundgangarten Schritt, Trab, Galopp sollte eigentlich jedes Pferd haben aber manche Islandpferde können auch noch ein bis zwei weitere Gänge haben (wenn ich sage, mein Pferd hat 5 Gänge, dann wird das meist schmunzelnd mit einem Auto verglichen).
die vierte Gangart, der Tölt (ein Wort, das übrigens aus dem Isländischen kommt) findet man auch bei anderen Rassen vor. so zum Beispiel bei manchen Arabern aber besonders die Paso Rassen sind dafür bekannt. nicht zu verwechseln mit dem Tölt ist der Walk, der eigentlich wirklich nur ein schnellerer Schritt ist aber mit dem Fuß- und Phasenfolgen möchte ich hier niemanden behelligen, da es viel zu kompliziert ist. einzig und allein wichtig ist, dass der reine, \"gute\" Tölt eine Viertaktgangart ist (oft beschrieben mit \"Black and Decker\"), bei dem immer mindestens ein Bein am Boden ist und dadurch der Reiter (im Gegensatz zu Trab und Galopp, wo es eine Sprungphase gibt - also kein Bein am Boden) nicht aus dem Satten gehoben wird und somit bequem \"wie im Schaukelstuhl\" sitzen kann.
der echte Rennass (skeið)kommt allerdings nur bei den Isländern vor und ist eine laterale Gangart - also die Beinpaare auf einer Seite fußen fast gleichzeitig auf (der hintere zuerst - was wiederum einen leichten Viertakt ergeben kann), es folgt ein Sprung und dann kommen die beiden Beine der anderen Seite dran. die Sprungphase ist jedoch so schnell, dass man sie nicht spürt - das Gefühl ist wie Fliegen oder lasst es mich mal so beschreiben: eine Reiterin, die immer Viergänger geritten ist, meinte einmal: \"eigentlich möchte ich gar nicht passen.\" darauf ein anderer: \"das ist so, wie wenn du sagen würdest: du möchtest nie Sex!\"
wer noch immer nicht überzeugt ist, dass die Islandpferde keine kleinen Kinderponies sind, der sollte mal zum größten Islandpferdeturnier nach Island kommen - dem Landsmót, wo mehr als 1000 Pferde gegeneinander antreten. wer nicht so weit reisen möchte, kann auch am Kontinent genügend Wettbewerbe vorfinden, wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass Island auch für Nicht-Pferdeliebhaber absolut sehenswert ist.
In Island selbst leben die Tiere in großen Herden beinahe wie Wildpferde auf der Weide, nur ein paar gute werden zum Trainieren in die Ställe geholt. für einige vielleicht eine schreckliche Vorstellung aber: in Island werden Pferde auch zur Nahrung verwendet, was aber auch die gute Seite mitsichbringt, dass es kaum Pferde gibt, die Schlagen oder Beißen. wie es einmal jemand ausdrückte: \"wenn man jahrelang alles ißt, was schlägt und beißt, hat man irgendwann nichts mehr was schlägt und beißt.\"
die Preise für diese Pferde sind natürlich sehr hoch! schaut man nur auf den Preis, kann es leicht passieren, dass man sich einen schlechterzogenen, schweinepassenden (unreiner, unbequemer \"Tölt\"), sturen Bock zulegt, oder das Tier sehr brav ist dafür nur drei Gänge hat (diese sind natürlich billiger).
so, allen, die es bis hierher geschafft haben, möchte ich gratulieren und ich hoffe, dass es nicht allzu umständlich war.
also, dies ist mein erster Bericht und deswegen kann es sein, dass er etwas unübersichtlich und verwirrend werden wird (denn ich schreibe, wie ich rede - ohne denken *g*)
Dass die Islandpferde aus Island kommen, dürfte wohl jedem klar sein. doch obwohl sie so klein sind ist es eine grobe Beleidigung sie als \"Pony\" zu bezeichnen und wer schonmal in Island war, wird feststellen, dass diese Bezeichnung, wegen ihres (für mich zumindest) meist negativen Beigeschmacks des Kinderponys, das nur so ein Spaßinstrument für die Kleinen ist, absolut nicht zutrifft.
Im Isländischen selbst gibt es das Wort Pony auch gar nicht - das Wort \"hestur\" wird immer unter der Übersetzung \"Pferd\" zu finden sein.
die Gänge:
die drei Grundgangarten Schritt, Trab, Galopp sollte eigentlich jedes Pferd haben aber manche Islandpferde können auch noch ein bis zwei weitere Gänge haben (wenn ich sage, mein Pferd hat 5 Gänge, dann wird das meist schmunzelnd mit einem Auto verglichen).
die vierte Gangart, der Tölt (ein Wort, das übrigens aus dem Isländischen kommt) findet man auch bei anderen Rassen vor. so zum Beispiel bei manchen Arabern aber besonders die Paso Rassen sind dafür bekannt. nicht zu verwechseln mit dem Tölt ist der Walk, der eigentlich wirklich nur ein schnellerer Schritt ist aber mit dem Fuß- und Phasenfolgen möchte ich hier niemanden behelligen, da es viel zu kompliziert ist. einzig und allein wichtig ist, dass der reine, \"gute\" Tölt eine Viertaktgangart ist (oft beschrieben mit \"Black and Decker\"), bei dem immer mindestens ein Bein am Boden ist und dadurch der Reiter (im Gegensatz zu Trab und Galopp, wo es eine Sprungphase gibt - also kein Bein am Boden) nicht aus dem Satten gehoben wird und somit bequem \"wie im Schaukelstuhl\" sitzen kann.
der echte Rennass (skeið)kommt allerdings nur bei den Isländern vor und ist eine laterale Gangart - also die Beinpaare auf einer Seite fußen fast gleichzeitig auf (der hintere zuerst - was wiederum einen leichten Viertakt ergeben kann), es folgt ein Sprung und dann kommen die beiden Beine der anderen Seite dran. die Sprungphase ist jedoch so schnell, dass man sie nicht spürt - das Gefühl ist wie Fliegen oder lasst es mich mal so beschreiben: eine Reiterin, die immer Viergänger geritten ist, meinte einmal: \"eigentlich möchte ich gar nicht passen.\" darauf ein anderer: \"das ist so, wie wenn du sagen würdest: du möchtest nie Sex!\"
wer noch immer nicht überzeugt ist, dass die Islandpferde keine kleinen Kinderponies sind, der sollte mal zum größten Islandpferdeturnier nach Island kommen - dem Landsmót, wo mehr als 1000 Pferde gegeneinander antreten. wer nicht so weit reisen möchte, kann auch am Kontinent genügend Wettbewerbe vorfinden, wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass Island auch für Nicht-Pferdeliebhaber absolut sehenswert ist.
In Island selbst leben die Tiere in großen Herden beinahe wie Wildpferde auf der Weide, nur ein paar gute werden zum Trainieren in die Ställe geholt. für einige vielleicht eine schreckliche Vorstellung aber: in Island werden Pferde auch zur Nahrung verwendet, was aber auch die gute Seite mitsichbringt, dass es kaum Pferde gibt, die Schlagen oder Beißen. wie es einmal jemand ausdrückte: \"wenn man jahrelang alles ißt, was schlägt und beißt, hat man irgendwann nichts mehr was schlägt und beißt.\"
die Preise für diese Pferde sind natürlich sehr hoch! schaut man nur auf den Preis, kann es leicht passieren, dass man sich einen schlechterzogenen, schweinepassenden (unreiner, unbequemer \"Tölt\"), sturen Bock zulegt, oder das Tier sehr brav ist dafür nur drei Gänge hat (diese sind natürlich billiger).
so, allen, die es bis hierher geschafft haben, möchte ich gratulieren und ich hoffe, dass es nicht allzu umständlich war.
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