Italien Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Erfahrungsbericht von kerlimaus99
Kein gutes Pflaster für Weltmeister
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
ist offensichtlich die zur Zeit laufende Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea.
Sieben ehemalige Weltmeister, inklusive des amtierenden, trafen zu dieser Endrunde an, aber nur drei haben es geschafft sich in die Runde der letzten acht zu spielen, nämlich Brasilien, England und Deutschland.
Nach Frankreich, lol, Argentinien und Uruguay hat es nun die Italiener in ihrem Achtelfinalspiel gegen Gastgeber Südkorea erwischt, und dies sicher für viele nach den Erwartungen und dem Spielverlauf eher überraschend, für mich aber nur folgerichtig.
Bereits in den Vorrundenspielen gegen Ecuador, Kroatien und Mexiko konnten mich die Italiener eigentlich nicht überzeugen, wenn ich es auch nur mehr als gerecht fand, daß sie sich trotz der massiven Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die drei reguläre Tore der Italiener nicht anerkannten für das Achtelfinale qualifiziert haben.
Es wäre schon fatal gewesen, wenn nsie Kroatien mit diesem geschenkten Sieg weitergemogelt hätten, wer weiß wie weit, und die Italiener hätten nach Hause fahren müssen.
Ganz anders präsentierte sich in der Vorrunde die Mannschaft des Gastgebers Südkorea. Souverän und überrascht erspielten sie sich mit Siegen Polen und Portugal und dem Unentschieden gegen die USA den Gruppensieg.
Dieses forschte und unbeschwerte Auftreten ließen die Gastgeber allerdings über weite Strecken des Achtelfinales vermissen. Es ist halt doch etwas anderes, ob man in der Vorrunde ein Gruppenspiel absolviert, wo man halt die Chance hat ein eventuell schlechtes Ergebnis im nächsten Spiel wieder auszugleichen, oder ob man im ko-System Spitz-auf-Knopf spielen muß.
Trotzdem hatten die Südkoreaner in 6. Minute die erste Großchance des Spiel, als sie einen berechtigten Elfmeter zugesprochen bekamen, der allerdings von italienischen Torhüter pariert wurde.
Dies sollte auch über weite Strecken die letzte Chance für die Gastgeber gewesen sein. Die Italiener kamen nun besser ins Spiel, ohne es zwar eindeutig zu dominieren oder kontrollieren, und gingen in der 18. Minute durch Vieri mit 1:0 in Führung.
Statt nun aber nachzusetzen und auf eine vorzeitige Entscheidung zu dringen, beschränkenten die Italiener sich in der Folge darauf, das Ergebnis mit durchaus solider und gekonnter Abwehrarbeit zu verteidigen.
Dies wurde umso deutlich als Giovanni Trappatoni in der 61. Minute del Piero gegen Gattuso auswechselte und so versuchte, italienischen Beton anzurühren.
Das dies eigentlich gegen eine engagiert aufspielende und bis zum letzten kämpfende Mannschaft nur nach hinter losgehen kann, hatten ja schon die Spanier in ihrem Spiel gegen Irland gezeigt, daß sie mit Glück im Elfmeterschießen doch noch gewinnen konnten.
Die Südkoreaner besannen sich aber immer mehr auf ihre Tugenden aus der Vorrunde, kämpfte aufopferungsvoll und zeigten Einsatz bis zum letzten, ohne das man jedoch den Eindruck hatte, sie könnten das italienische Abwehrbollwehr ernsthaft in Gefahr bringen.
Aber wer sich auf Abwehrarbeit beschränkt und mag sie auch noch so gekonnt sein und den Gegner immer wieder in die Nähe des eigenen Tores sogar bis in den Fünfmeterraum kommen läßt, geht natürlich auch immer die Gefahr ein, daß der Schuß nach hinten losgeht.
Und so kam es mal wieder, wie es kommen mußte, die Südkoreaner glichen in der 88. Minute aus, als wohl die meisten von einem Einzug der Italiener in das Viertelfinale gegen Spanien ausgingen.
Dieser Ausgleich, mag er vielleicht auch etwas glücklich erscheinen, war aufgrund der zweiten Halbzeit und der vorgetragenen Spielweise und dem Einsatzwillen der Gastgeber mehr als verdient.
So ging es also in die Verlängerung, in der die italienische Abwehr aber merkwürdigerweise immer mehr Auflösungserscheinungen zeigte und die Südkoreaner immer wieder zu Chancen kamen.
Als man sich schon langsam auf ein Elfmeterschießen einrichtete, erzielte Ahn in der 116. Minute doch noch das Golden Goal und sicherte zumindest einem Gastgeberland den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Pikanterweise spielt dieser Ahn auch noch in der ialienischen Liga bei Perugia.
Die Italiener sind letztlich an der Spielweise gescheitert, die auch schon beinahe Spanien das Verbleiben im Turnier gekostet hätte.
Nur zu verteidigen kann gegen eine bis zum letzten kämpfende Mannschaft mit einem unbeugsamen Einsatzwillen nur ins Auge gehen.
Vielleicht kommt man in Italien für die Zukunft wenigstens jetzt mal zu der Einsicht, daß der Cattenacchio, der Riegel, nicht das allein seligmachende Mittel ist.
Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall an Südkorea und ich bin gespannt wie weit sie noch kommen, den auch einen Sieg im Viertelfinale gegen Spanien halte ich durchaus für möglich, aber wir werden es abwarten müssen.
Danke fürs Lesen und für Euer Interesse.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Euer kerlimaus99
Sieben ehemalige Weltmeister, inklusive des amtierenden, trafen zu dieser Endrunde an, aber nur drei haben es geschafft sich in die Runde der letzten acht zu spielen, nämlich Brasilien, England und Deutschland.
Nach Frankreich, lol, Argentinien und Uruguay hat es nun die Italiener in ihrem Achtelfinalspiel gegen Gastgeber Südkorea erwischt, und dies sicher für viele nach den Erwartungen und dem Spielverlauf eher überraschend, für mich aber nur folgerichtig.
Bereits in den Vorrundenspielen gegen Ecuador, Kroatien und Mexiko konnten mich die Italiener eigentlich nicht überzeugen, wenn ich es auch nur mehr als gerecht fand, daß sie sich trotz der massiven Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die drei reguläre Tore der Italiener nicht anerkannten für das Achtelfinale qualifiziert haben.
Es wäre schon fatal gewesen, wenn nsie Kroatien mit diesem geschenkten Sieg weitergemogelt hätten, wer weiß wie weit, und die Italiener hätten nach Hause fahren müssen.
Ganz anders präsentierte sich in der Vorrunde die Mannschaft des Gastgebers Südkorea. Souverän und überrascht erspielten sie sich mit Siegen Polen und Portugal und dem Unentschieden gegen die USA den Gruppensieg.
Dieses forschte und unbeschwerte Auftreten ließen die Gastgeber allerdings über weite Strecken des Achtelfinales vermissen. Es ist halt doch etwas anderes, ob man in der Vorrunde ein Gruppenspiel absolviert, wo man halt die Chance hat ein eventuell schlechtes Ergebnis im nächsten Spiel wieder auszugleichen, oder ob man im ko-System Spitz-auf-Knopf spielen muß.
Trotzdem hatten die Südkoreaner in 6. Minute die erste Großchance des Spiel, als sie einen berechtigten Elfmeter zugesprochen bekamen, der allerdings von italienischen Torhüter pariert wurde.
Dies sollte auch über weite Strecken die letzte Chance für die Gastgeber gewesen sein. Die Italiener kamen nun besser ins Spiel, ohne es zwar eindeutig zu dominieren oder kontrollieren, und gingen in der 18. Minute durch Vieri mit 1:0 in Führung.
Statt nun aber nachzusetzen und auf eine vorzeitige Entscheidung zu dringen, beschränkenten die Italiener sich in der Folge darauf, das Ergebnis mit durchaus solider und gekonnter Abwehrarbeit zu verteidigen.
Dies wurde umso deutlich als Giovanni Trappatoni in der 61. Minute del Piero gegen Gattuso auswechselte und so versuchte, italienischen Beton anzurühren.
Das dies eigentlich gegen eine engagiert aufspielende und bis zum letzten kämpfende Mannschaft nur nach hinter losgehen kann, hatten ja schon die Spanier in ihrem Spiel gegen Irland gezeigt, daß sie mit Glück im Elfmeterschießen doch noch gewinnen konnten.
Die Südkoreaner besannen sich aber immer mehr auf ihre Tugenden aus der Vorrunde, kämpfte aufopferungsvoll und zeigten Einsatz bis zum letzten, ohne das man jedoch den Eindruck hatte, sie könnten das italienische Abwehrbollwehr ernsthaft in Gefahr bringen.
Aber wer sich auf Abwehrarbeit beschränkt und mag sie auch noch so gekonnt sein und den Gegner immer wieder in die Nähe des eigenen Tores sogar bis in den Fünfmeterraum kommen läßt, geht natürlich auch immer die Gefahr ein, daß der Schuß nach hinten losgeht.
Und so kam es mal wieder, wie es kommen mußte, die Südkoreaner glichen in der 88. Minute aus, als wohl die meisten von einem Einzug der Italiener in das Viertelfinale gegen Spanien ausgingen.
Dieser Ausgleich, mag er vielleicht auch etwas glücklich erscheinen, war aufgrund der zweiten Halbzeit und der vorgetragenen Spielweise und dem Einsatzwillen der Gastgeber mehr als verdient.
So ging es also in die Verlängerung, in der die italienische Abwehr aber merkwürdigerweise immer mehr Auflösungserscheinungen zeigte und die Südkoreaner immer wieder zu Chancen kamen.
Als man sich schon langsam auf ein Elfmeterschießen einrichtete, erzielte Ahn in der 116. Minute doch noch das Golden Goal und sicherte zumindest einem Gastgeberland den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Pikanterweise spielt dieser Ahn auch noch in der ialienischen Liga bei Perugia.
Die Italiener sind letztlich an der Spielweise gescheitert, die auch schon beinahe Spanien das Verbleiben im Turnier gekostet hätte.
Nur zu verteidigen kann gegen eine bis zum letzten kämpfende Mannschaft mit einem unbeugsamen Einsatzwillen nur ins Auge gehen.
Vielleicht kommt man in Italien für die Zukunft wenigstens jetzt mal zu der Einsicht, daß der Cattenacchio, der Riegel, nicht das allein seligmachende Mittel ist.
Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall an Südkorea und ich bin gespannt wie weit sie noch kommen, den auch einen Sieg im Viertelfinale gegen Spanien halte ich durchaus für möglich, aber wir werden es abwarten müssen.
Danke fürs Lesen und für Euer Interesse.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Euer kerlimaus99
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