Italien Testbericht
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Erfahrungsbericht von rossi74
Ätna, ein friedlicher Vulkan?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein ganz besonderes Reiseerlebnis in Italien ist natürlich der im Sommer letzten Jahres wiedererwachte Vulkan Ätna auf Sizilien.
Ich selbst bin Sizilianer, genaugenommen kommen meine Eltern dort her, und den Ätna habe ich schon einige Male in meinem Sizilienurlaub von Nahem betrachten dürfen. Leider (oder Gott sei Dank) bin ich noch nie in den Genuss gekommen, einen Ausbruch live mitzuerleben. Wenn ich in Sizilien im Urlaub war, hat er nur so vor sich hingequalmt.
Aber alleine schon den Berg vor sich zu haben ist eine Reise nach Sizilien wert.
Der Ätna ist mit 3300 Metern der höchste aktive Vulkan in Europa.
Seine ständigen Eruptionen, die er weltweit mit nur acht Vulkanen gemeinsam hat, machen ihn zum bevorzugten Objekt für Touristen und Vulkanologen.
Besonders typisch für den süditalienischen Vulkan sind die Flankenausbrüche, bei denen weit unterhalb des Zentralkraters, der einen Durchmesser von etwa 200 Metern hat, neue Nebenkrater entstehen oder sich Spalten öffnen, aus denen grosse Mengen an Lava ausströmen.
Seinen Namen, der aus dem indoeuropäischen "Aidhna" abgeleitet wird und die Bedeutung "Der immer Brennende" hat, verdankt er der Tatsache, daß die Auffaltung des Apennin, der Italien von Nord nach Süd durchzieht, noch nicht abgeschlossen ist.
Durch Verschiebungen kommt es zu Brüchen in der Erdkruste, die das Durchtreten von flüssigem Gestein aus dem Erdinnern ermöglichen. Ausserdem liegt der Ätna in einem geologisch sehr komplexen Gebiet nahe der Plattengrenze zwischen Afrika und Europa.
Als Titel habe ich geschrieben "Der friedliche Vulkan?", weil der Ätna nicht zu verheerenden explosionsartigen Ausbrüchen neigt, auch die chemische Zusammensetzung der Lava macht ihn eher zu einem sanften Feuerspeiher.
Dennoch sind gewaltige Kräfte am Werk, die den typischen Kegelartigen Schichtvulkan formten, der heute ganz anders aussieht als noch vor hundert Jahren. Damals gab es nur einen Zentralkrater, aus dem 1911 eine Flanke wegbrach, aus der dann wiederum der Nordkrater entstand. 1964 verschwand der bisherige Zentralkrater unter gewaltigen Ausbrüchen und machte zwei neuen Kratern Platz:
Der Bocca Nuova und dem Voragine. Zuletzt bildete sich 1971 der Südostkrater.
Trotz allem hat der Berg auch was gutes:
Obwohl die Lavafontänen schon ganze Ortschaften ausgelöscht haben, immerhin wohnen 100.000 Menschen rund um den Ätna, lässt das schwarze Schmelzgestein, das aus einhundert Kilometer Tiefe stammt, durch Verwitterung fruchtbarsten Boden für Weinberge und Zitrushaine entstehen.
So kehren die Sizilianer selbst nach den grössten Verwüstungen wieder zu ihrem Furcht erregend schönen Berg zurück.
Schliesslich strömt die dünnflüssige Lava relativ langsam und lässt den Anwohnern Zeit zur Flucht.
Die schönsten Fotos im INternet findet ihr unter der Adresse:
http://educeth.ethz.ch/stromboli/perm/etna/index-d.html
Ich selbst bin Sizilianer, genaugenommen kommen meine Eltern dort her, und den Ätna habe ich schon einige Male in meinem Sizilienurlaub von Nahem betrachten dürfen. Leider (oder Gott sei Dank) bin ich noch nie in den Genuss gekommen, einen Ausbruch live mitzuerleben. Wenn ich in Sizilien im Urlaub war, hat er nur so vor sich hingequalmt.
Aber alleine schon den Berg vor sich zu haben ist eine Reise nach Sizilien wert.
Der Ätna ist mit 3300 Metern der höchste aktive Vulkan in Europa.
Seine ständigen Eruptionen, die er weltweit mit nur acht Vulkanen gemeinsam hat, machen ihn zum bevorzugten Objekt für Touristen und Vulkanologen.
Besonders typisch für den süditalienischen Vulkan sind die Flankenausbrüche, bei denen weit unterhalb des Zentralkraters, der einen Durchmesser von etwa 200 Metern hat, neue Nebenkrater entstehen oder sich Spalten öffnen, aus denen grosse Mengen an Lava ausströmen.
Seinen Namen, der aus dem indoeuropäischen "Aidhna" abgeleitet wird und die Bedeutung "Der immer Brennende" hat, verdankt er der Tatsache, daß die Auffaltung des Apennin, der Italien von Nord nach Süd durchzieht, noch nicht abgeschlossen ist.
Durch Verschiebungen kommt es zu Brüchen in der Erdkruste, die das Durchtreten von flüssigem Gestein aus dem Erdinnern ermöglichen. Ausserdem liegt der Ätna in einem geologisch sehr komplexen Gebiet nahe der Plattengrenze zwischen Afrika und Europa.
Als Titel habe ich geschrieben "Der friedliche Vulkan?", weil der Ätna nicht zu verheerenden explosionsartigen Ausbrüchen neigt, auch die chemische Zusammensetzung der Lava macht ihn eher zu einem sanften Feuerspeiher.
Dennoch sind gewaltige Kräfte am Werk, die den typischen Kegelartigen Schichtvulkan formten, der heute ganz anders aussieht als noch vor hundert Jahren. Damals gab es nur einen Zentralkrater, aus dem 1911 eine Flanke wegbrach, aus der dann wiederum der Nordkrater entstand. 1964 verschwand der bisherige Zentralkrater unter gewaltigen Ausbrüchen und machte zwei neuen Kratern Platz:
Der Bocca Nuova und dem Voragine. Zuletzt bildete sich 1971 der Südostkrater.
Trotz allem hat der Berg auch was gutes:
Obwohl die Lavafontänen schon ganze Ortschaften ausgelöscht haben, immerhin wohnen 100.000 Menschen rund um den Ätna, lässt das schwarze Schmelzgestein, das aus einhundert Kilometer Tiefe stammt, durch Verwitterung fruchtbarsten Boden für Weinberge und Zitrushaine entstehen.
So kehren die Sizilianer selbst nach den grössten Verwüstungen wieder zu ihrem Furcht erregend schönen Berg zurück.
Schliesslich strömt die dünnflüssige Lava relativ langsam und lässt den Anwohnern Zeit zur Flucht.
Die schönsten Fotos im INternet findet ihr unter der Adresse:
http://educeth.ethz.ch/stromboli/perm/etna/index-d.html
13 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.02.2002, 14:38 Uhr von bowling2001
Bewertung: sehr hilfreichTja der kleine Vulkan dort...ich selber habe die Solfatara und den Vesuv vor der Haustür...cu BOW
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