Japan Testbericht

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Erfahrungsbericht von ashrafkhan

Bestes Team Asiens

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Leistung der Nationalmannschaft des Co-WM-Gastgebers Japan ist meiner Meinung nach noch nicht genug gewürdigt worden...

In einem Land, in dem Fußball eher eine Randsportart ist, wird seit einigen Jahren auch an einem guten Niveau beim Fußball gearbeitet.
Der Aufschwung des japanischen Teams begann, als Anfang der 90er Jahre die J-League gegründet wurde, die erste japanische Profiliga. Europäische und südamerikanische Altstars wurden von den millionenschweren Vereinsbossen für viel Geld verpflichtet (u.a. Pierre Littbarski und Carlos Dunga), mit der Hoffnung, dass beim Fußball wie in der Wirtschaft die Kopie das Original irgendwann mal überholt. Langsam entwickelten sich unter den internationalen Topstars auch japanische Talente zu Starspielern.
1998 konnte sich die Mannschaft erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizieren; das sehr junge Team wurde allerdings mit 0 Punkten und nur einem Tor Gruppenletzter (u.a. hinter Jamaika!!). Während des Turnieres konnte sich der Fußball der Ostasiaten allerdings erstmals der fußballerischen Weltöffentlichkeit präsentieren, so dass direkt nach dem Turnier der Star der Mannschaft, Mittelfeldregisseur Hidetoshi Nakata (damals 21 Jahre) nach Italien wechselte.
Ihm folgten mit Inamoto (zu Arsenal London)und Shinji Ono (zu Feyenoord Rotterdam) weitere Talente der J-League nach Europa, und um diese drei Spieler hat sich für diese WM eine hoffnungsvolle Mannschaft formiert.

Im Tor steht mit Yoshikatsu Kawaguchi derselbe Mann wie 1998. Er ist zwar sicherlich nicht so gut wie Olli Kahn, aber Experten zählen ihn, trotz der recht geringen Körpergröße für einen Torwart (1.81m), zu den besten Keepern Asiens.

Vor ihm steht eine Dreierkette mit Naoki Matsuda, Ryuuo Morioka und Koji Nakata. Die Drei sind eine deutlich bessere Abwehr als der Verbund vor 4 Jahren um Rekordnationalspieler Ihara, aber auch sie sind außen schwach und wegen physischer Unterlegenheit recht leicht im Kopfball zu bezwingen.

Das Mittelfeld ist der Trumpf der Mannschaft. Superstar Nakata, der in Italien zum Superstar geworden ist und jetzt als der beste Spieler Japans aller Zeiten gilt, dirigiert mit seinen Pässen und seiner Übersicht das Spiel von \"Nippon\". Neben ihm agieren die beiden anderen Europalegionäre, Ono und Inamoto. Alle drei sind durch ihre internationale Erfahrung wichtige Stützen, aber vorallem Nakata ist unersetzbar: Wenn er schlecht spielt, hat sein Team fast keine Chance. Auf der rechten Seite spielen Yasuhiro Hato und Kazuyuki Toda, zwei Spieler der J-League, die wir vielleicht nach der WM auch in Europa sehen werden.

Im Angriff stehen Yanagisawa und Takahara zwei schnelle und torgefährliche Spitzen, aber auch sie sind, wie die Restmannschaft, Kopfballschwach, aber dieses Defizit können sie zumeist durch starken Kampfgeist und gute Technik wettmachen.

Trainer der Mannschaft ist Philippe Troussier. Der französische Weltenbummler ist zwar wegen seiner Medienscheuheit nicht unbedingt hochbeliebt im Land der aufgehenden Sonne, aber durch seine sportlichen Erfolge wird er allgemein respektiert.

Durch den Heimvorteil und drei gute Spiele konnte sich Japan in der Vorrunde gegen Russland, Belgien und Tunesien als Gruppenerster durchsetzen und schied erst im Achtelfinale gegen die Türkei knapp aus.

Größten Erfolge:
WM Teilnahme 1998
WM Achtelfinale 2002 (oder doch noch mehr??)
Asien-Pokal-Sieger 1992, 2000
Bronze bei Olypmia 1968
Confederations-Cup-Finalist 2001

Adresse des Verbandes:
Japan Football Association
3rd Floor, Shibuya Nomura Bldg
1-10-8 Dogenzakam Shibuya-Ku
Tokyo 1500-0043
www.jfa.or.jp

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