Jüdisches Museum Berlin Testbericht
ab 10,00 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von maertens
Jüdisches Museum Berlin
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am 9. September 2001 wurde in Berlin-Kreuzberg ein Museum eröffnet, welches seines gleichen sucht- das Jüdische Museum Berlin. Bereits 1971 wurde die Idee geboren, aber bis zur Eröffnung vergingen 30 Jahre! Es befindet sich in der Lindenstraße 9-14 in 13969 Berlin.
1992 wurde der Grundstein für ein Gebäude (den Neubau) gelegt, mit welchem der Amerikaner Daniel Libeskind schuf und welches die ungewöhnliche Form eines geborstenen Davidsterns hat (Manche sehen auch einen Blitz im Grundriß) und dessen zinkfarbene Fassade Anlass zu mancherlei Diskussionen in der Stadt gab. Zum Neubau gelangt man unterirdisch über den Altbau des Museums. Vorher muß man eine Sicherheitsschleuse sowie eine Kontrolle wie auf einem Flughafen über sich ergehen lassen, aber ohne die Maßnahme geht es leider auch in der heutigen Zeit nicht.
Ungewöhnlich am Jüdischen Museum ist, dass man nicht nur die Ausstellung besucht, sondern dass man Gefühle vermittelt bekommt. Das neue Gebäude hat eine Reihe von Räumen, in denen der Besucher Gefühle wie Leere, Ausweglosigkeit, Hoffnung und Angst vermittelt bekommen.
Als erstes und für mich eindruckvollstes Beispiel möchte ich den Holocaust-Turm nennen. Zu ihm gelangt man unterirdisch und einen Museumswärter öffnet dem Besucher eine schwere Stahltür, hinter welchem ein hoher leerer Raum ist. Er ist nahezu dunkel, nur durch kleine Fensterschlitze dringt etwas Licht. Man hört die Straßengeräusche, man sieht aber nichts. Man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Man ist quasi eingesperrt. Und man bekommt eine Vorstellung, wie sich die vielen jüdischen Opfer gefühlt haben müssen, mitten in Deutschland, ausgeliefert einer ausweglosen Situation.
Ähnliches empfindet man im „Garten des Exils und der Emigration“, im Prinzip eine Anordnung quadratischer Stelen, 7 mal 7 an der Zahl. Aus Ihnen sprießen Bäume, man kann zwischen den Stelen umherwandern, ist aber auch hier von der Außenwelt abgeschnitten. Der Blick nach oben offenbart jedoch Licht, Hoffnung, trotz des Gefühls des Eingesperrtseins.
7x7 = 49 und deutet auf das Jahr der Gründung des Staates Israel hin.
Im Neubau verteilt findet man zwischen den Ausstellungsräumen immer wieder mal leere Räume aus nacktem Beton, sogenannte Voids, die den Verlust und die Leere nach der Vernichtung so vieler Juden in Europa bedeuten. Sie durchziehen das gesamte Gebäude.
In der sehr gut gestalteten Ausstellung kann man auf mehreren Etagen verteilt das Leben der Juden in Deutschland und Europa von den frühesten Zeugnissen, über das Mittelalter bis zur heutigen Zeit verfolgen. Man lernt Künstler kennen, bekannte Wissenschaftler, Wissenschaftler, Industrielle, Kaufhausbesitzer, sieht Kunstschätze und Zeugnisses des alltäglichen Lebens. Man erfährt etwas über die Judenverfolgungen und den Holocaust, ohne dass dieses Thema überstrapaziert wird. Man lernt eine Welt kennen, die untergegangen ist, die aber ihre Spuren hinterlassen hat, ohne dass man es wusste.
Zum Jüdischen Museum gelangt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
U6: Station Kochstraße
U1, U15 oder U6: Station Hallesches Tor
Bus 129: Oranienstraße/Lindenstraße
Bus 240: Am Berliner Museum
Öffnungszeiten:
Täglich 10:00 bis 20:00 Uhr, ausgenommen der 24. Dezember, der 7. und 8. September 2002 sowie der 16. September 2002.
Eintrittspreise (noch in DM, in Euro sind sie mir nicht bekannt):
Erwachsene 10 DM
Ermäßigt 5 DM
Fazit: Das jüdische Museum sollte auf dem Plan eines jeden Berlin-Besuchers stehen. Es ist eine unbedingt sehenswerte Ausstellung, kurzweilig, nachdenklich machend.
1992 wurde der Grundstein für ein Gebäude (den Neubau) gelegt, mit welchem der Amerikaner Daniel Libeskind schuf und welches die ungewöhnliche Form eines geborstenen Davidsterns hat (Manche sehen auch einen Blitz im Grundriß) und dessen zinkfarbene Fassade Anlass zu mancherlei Diskussionen in der Stadt gab. Zum Neubau gelangt man unterirdisch über den Altbau des Museums. Vorher muß man eine Sicherheitsschleuse sowie eine Kontrolle wie auf einem Flughafen über sich ergehen lassen, aber ohne die Maßnahme geht es leider auch in der heutigen Zeit nicht.
Ungewöhnlich am Jüdischen Museum ist, dass man nicht nur die Ausstellung besucht, sondern dass man Gefühle vermittelt bekommt. Das neue Gebäude hat eine Reihe von Räumen, in denen der Besucher Gefühle wie Leere, Ausweglosigkeit, Hoffnung und Angst vermittelt bekommen.
Als erstes und für mich eindruckvollstes Beispiel möchte ich den Holocaust-Turm nennen. Zu ihm gelangt man unterirdisch und einen Museumswärter öffnet dem Besucher eine schwere Stahltür, hinter welchem ein hoher leerer Raum ist. Er ist nahezu dunkel, nur durch kleine Fensterschlitze dringt etwas Licht. Man hört die Straßengeräusche, man sieht aber nichts. Man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Man ist quasi eingesperrt. Und man bekommt eine Vorstellung, wie sich die vielen jüdischen Opfer gefühlt haben müssen, mitten in Deutschland, ausgeliefert einer ausweglosen Situation.
Ähnliches empfindet man im „Garten des Exils und der Emigration“, im Prinzip eine Anordnung quadratischer Stelen, 7 mal 7 an der Zahl. Aus Ihnen sprießen Bäume, man kann zwischen den Stelen umherwandern, ist aber auch hier von der Außenwelt abgeschnitten. Der Blick nach oben offenbart jedoch Licht, Hoffnung, trotz des Gefühls des Eingesperrtseins.
7x7 = 49 und deutet auf das Jahr der Gründung des Staates Israel hin.
Im Neubau verteilt findet man zwischen den Ausstellungsräumen immer wieder mal leere Räume aus nacktem Beton, sogenannte Voids, die den Verlust und die Leere nach der Vernichtung so vieler Juden in Europa bedeuten. Sie durchziehen das gesamte Gebäude.
In der sehr gut gestalteten Ausstellung kann man auf mehreren Etagen verteilt das Leben der Juden in Deutschland und Europa von den frühesten Zeugnissen, über das Mittelalter bis zur heutigen Zeit verfolgen. Man lernt Künstler kennen, bekannte Wissenschaftler, Wissenschaftler, Industrielle, Kaufhausbesitzer, sieht Kunstschätze und Zeugnisses des alltäglichen Lebens. Man erfährt etwas über die Judenverfolgungen und den Holocaust, ohne dass dieses Thema überstrapaziert wird. Man lernt eine Welt kennen, die untergegangen ist, die aber ihre Spuren hinterlassen hat, ohne dass man es wusste.
Zum Jüdischen Museum gelangt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
U6: Station Kochstraße
U1, U15 oder U6: Station Hallesches Tor
Bus 129: Oranienstraße/Lindenstraße
Bus 240: Am Berliner Museum
Öffnungszeiten:
Täglich 10:00 bis 20:00 Uhr, ausgenommen der 24. Dezember, der 7. und 8. September 2002 sowie der 16. September 2002.
Eintrittspreise (noch in DM, in Euro sind sie mir nicht bekannt):
Erwachsene 10 DM
Ermäßigt 5 DM
Fazit: Das jüdische Museum sollte auf dem Plan eines jeden Berlin-Besuchers stehen. Es ist eine unbedingt sehenswerte Ausstellung, kurzweilig, nachdenklich machend.
16 Bewertungen, 1 Kommentar
-
11.03.2002, 23:53 Uhr von Pitata
Bewertung: sehr hilfreichWenn ich mal wieder in Berlin bin werde ich da sicherlich hingehen.toller Bericht
Bewerten / Kommentar schreiben