Jurassic Park 3 (DVD) Testbericht

Jurassic-park-3-dvd-abenteuerfilm
ab 10,06
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Gering

Hysterische Frau, Spezial Effects und US- Marines

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei seinem Urlaub mit seiner Mutter Amanda Kirby und deren neuen Lebenspartner stürzt Eric (Trevor Morgan) beim Gleitschirmfliegen zusammen mit dem Lebenspartner über dem Meer in der Nähe der Insel Isla Sorna ab, nachdem die Besatzung des Schleppbootes während der Fahrt vom Motorboot verschwunden waren.
Die Insel Isla Soma ist die zweite Insel der berüchtigten InGen, dem Unternehmen, dass die Idee des Dino-Freizeitparks hatte. Die Insel ist Speergebiet, trotzdem zieht es immer wieder Touristen dorthin.

Die Mutter und der Vater Paul Kirby, beide nicht gerade reich – er lebt von seinem Geschäft für Maler- und Fliesenbedarf in einem kleinen Einkaufscenter – geben sich als schwerreiche industrielle aus, um den berühmten Dinosaurier – Forscher Dr. Grant (Sam Neill) zu engagieren, damit er mit ihnen „einen Rundflug über der Insel machen solle. Dr. Grant selbst geht auf dieses Angebot aus zwei Gründen ein: Zum einen glaubt er den Kirbys, dass sie eine Erlaubnis Costa Ricas hätten, die Insel zu überfliegen, zum anderen braucht er das Geld der Kirbys (das dieses natürlich nicht haben), um seine Ausgrabungen in Montana fortsetzen zu können. Vom wirklichen Grund der Reise, der Suche nach dem verschollenen Sohn, erfährt Grant freilich nichts.

Zusammen mit den Kirbys, seinem Assistenten, einem Söldnerführer, der eigentlich nur ein Reiseveranstalter ist und zwei wirklichen Söldnern macht sich die bunte Gruppe los, um – wie gesagt – die Insel zu überfliegen.

Als Grant merkt, dass das Flugzeug zur Landung ansetzt, rebelliert er pflichtgemäß, erwacht aber erst, als sie schon auf der Rollbahn des verlassenen Flughafens stehen.

Frau Kirby ruft gerade begeistert ins Megaphon – wobei doch jeder Jurassic Park Fan mittlerweile von der ihm Film wichtigen Theorie der Verständigung der Dinos zumindest bei den Raptoren übers Ohr bescheid wissen sollte.

Nun ja, der Erste wird gefressen. Blutig, blutig.

Nun beginnt der eigentliche Überlebenskampf, denn beim Fluchtversuch während des ersten Kontakt mit einem künstlich erzeugten Super- Fress – Saurier geht die maschine zu Bruch, man sitzt nun auf dem eigentlich idyllischen Eiland fest – umgeben von nicht gerade satten Sauriern.

Auf dem Weg vom Inneren der Insel zur Küste muss man verschiedene Gefahren und Saurierarten überstehen, was nicht allen gelingt.



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DIE FSK - FREIGABE

Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben – na ja, die Kinder von heute können ja viel, viel mehr vertagen als noch vor 10 Jahren, oder? Immerhin: Auch wenn der Inhalt vielleicht nix für Kinder in diesem Alter ist, gerade einige Filmszenen, bei denen selbst der erwachsenen Zuschauer vor Schreck fast vom Sessel rutscht, bietet doch die erstaunlich niedrige FSK- Freigabe eine potentiell deutlich größere Zuschauermenge als eine ab 16 Jahren.


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EFFEKTE VS. DREHBUCH

Seit einigen Jahren wird die Zahl und die Komplexität der Spezialeffekte in Hollywoodfilmen immer größer und die Qualität immer Anspruchsvoller. Riesige Rechner sind nötig, um die Saurier allein in Jurassic Park so richtig zum Fressen zu bringen. Und in der Tat: Die computeranimierten Echsen werden immer lebensechter, Bewegungsabläufe besser usw. usf.

Das Problem aber ist: Wer sich die Teile 1 und 2 angesehen hat, der erwartet schlichtweg die Effekte, was dazu führt, dass die Schwierigkeiten und Brillanz derselben im Auge des Zuschauers verblassen, treten als NORMAL in den Hintergrund.
Schwerwiegender wiegt da schon die Vernachlässigung des Drehbuches, denn das scheint der Punkt gewesen zu sein, wo man scheinbar wirklich gespart hat.

Die Handlung dient im Grunde nur dazu – so sehe ich das, möglichst viel Effekte irgendwie und irgendwo unterzubringen, wobei die Handlung selbst, teilweise auch die Schauspieler, nicht wirklich überzeugen können.


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HOLLYWOOD UND DIE FRAUEN – ODER: WARUM BALD SCHAUSPIELERMANGEL HERRSCHEN WIRD

Mal ehrlich: Gäbe es die weiblichen Hauptrollen nicht, hätte Hollywood ein echtes Problem, denn es würden sich zu viele Komparsen um zu wenige Rollen prügeln. Dass dem nicht so ist, zeigt Mrs. Kilby bzw. macht die Hollywood – Strategie deutlich:
Die weibliche Hauptrolle ist in einem solchen Streifen dazu verpflichtet, hysterisch zu schreien, die Gruppe in Fallen zu locken und damit die Zahl der tantiemenberechtigten Nebenrollendarsteller effekt- und geräuschvoll zu minimieren.

Dass Männer und Frauen nicht lebensecht dargestellt werden, ist klar!!! Aber das nervt mich wirklich, diese Rollenkisten und Klischees, von denen sich auch das „Neue Hollywood“ immer noch nicht lösen kann – die dumme blonde (Halbwegs-) Schöne hat halt für den Ärger zu sorgen, während der Mann in Steinzeit - Manier es mit den Gefahren aufnimmt ( oder umgekehrt!).



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HOLLYWOOD UND DIE US-MARINES

Am Ende vieler Hollywoodproduktionen weht entweder die US- Flagge über die Leinwand oder aber die Marines kommen. Jetzt kann es sein, dass ich ersteres übersehen habe, letzteres kam aber vor und zwar nach dem guten alten Grundsatz: Nicht kleckern sondern klotzen.

Würden die Amerikaner bei jedem kleinen Problem jeweils dieses Aufmarsch bewerkstelligen, der Hund unseres Nachbarn würde es nie wieder wagen, meinen Garten zu beflecken, Saddam Hussein wäre niemals in Kuwait eingefallen usw.......!!!!

Aber so sind sie, die Amerikaner!!

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GESAMTEINDRUCK

Mit seinen 93 Minuten Standtartlänge taugt Jurassic Park 3 allenfalls als gekonnte technische Fortsetzung der Reihe, kaum aber als Meilenstein der Filmgeschichte – höchstens bei der Computeranimation. Die Schwächen in der Dramatik / im Drehbuch sind aber dergestalt, dass der Film inhaltlich allenfalls Durchschnitt ist und keine großen Ansprüche an den Zuschauer stellt.

Na ja, für mich jedenfalls hat sich die Reihe hiermit erübrigt.


Michael

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • DjtheFreak

    16.02.2002, 19:10 Uhr von DjtheFreak
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand den auch nicht so...